Sebastian Fischer (Politiker)

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Sebastian Fischer (2017)

Sebastian Frieder Fischer (* 8. Dezember 1981 in Oelsnitz/Vogtl.) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2009 Mitglied des Sächsischen Landtags.

Leben, Beruf und Ehrenamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1989 wohnt Sebastian Fischer in Gävernitz bei Großenhain. Nach dem Schulabschluss mit Mittlerer Reife 1998 erlernte er in Dresden den Beruf eines Kochs und arbeitete anschließend auf Föhr und in der Schweiz, ehe er seinen Grundwehrdienst beim 2. Schnellbootgeschwader in Warnemünde bei der Marine absolvierte. Nach beruflichen Aufenthalten in Frankreich und Norwegen absolvierte er in Sachsen den Kurs zum Küchenmeister, den er im Januar 2007 abschloss. Seitdem ist er als Küchenmeister und Mietkoch selbständig.

2003 wurde Fischer Mitglied der Jungen Union und der CDU, seit 2006 ist er Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Priestewitz und seit 2015 stellvertretender Vorsitzender im Kreisvorstand der CDU Meißen. Er war zudem von 2011 bis 2015 Beisitzer im Landesvorstand der Jungen Union Sachsen & Niederschlesien.

Er ist Mitglied im Koordinierungskreis des Dresdner Heidebogens und im Parlamentarischen Forum Mittel- und Osteuropa. Zudem ist er Beisitzer im Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen und Vorsitzender des Vereins Dresdner Köche.

Fischer ist evangelisch-lutherischer Konfession und sitzt dem Diakonischen Werk im Kirchenbezirk Großenhain vor. Weiterhin ist er Beisitzer im Landesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der Sächsischen Union.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 bewarb Fischer sich um das Direktmandat des Landtages im Wahlkreis 38 (Riesa-Großenhain), den er am 30. August mit 38,5 % der Stimmen gewann. Im selben Wahlkreis, der nun Wahlkreis 38 (Meißen 2) heißt, wurde er bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 mit 41,4 % als Wahlkreisabgeordneter wiedergewählt. Im Landtag ist er Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Landwirtschaft, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration und im Wahlprüfungsausschuss. Von April 2012 bis zum Ende der Legislaturperiode 2014 gehörte er dem ersten sächsischen NSU-Untersuchungsausschuss „Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen“ an.[1] Er ist weinbaupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag.[2]

Die Identitätspolitik zählt zum Kern seiner politischen Arbeit. So setzte er sich unter anderem für die Einführung einer „Sachsenhymne“ ein.[3] Seine Arbeit in diesem Bereich wird sehr kritisch begleitet, unter anderem weil er 2015 mit der Pegida-Bewegung ins Gespräch kommen wollte.[4] Ferner tritt der in sozialen Medien überdurchschnittlich aktive Politiker[5] in der Facebook-Gruppe „Betroffene von Ausländerkriminalität in Sachsen“ mit Bürgern in Kontakt, die sich ablehnend mit der Zuwanderungspolitik der Bundesregierung auseinandersetzen.[6] Nach flüchtlingsfeindlichen Ausschreitungen in Bautzen verteidigte Fischer, unter anderem in der Jungen Freiheit, das Land Sachsen gegen Kritik.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sebastian Fischer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 3. Untersuchungsausschuss Neonazistische Terrornetzwerke in Sachsen. Archiviert vom Original am 9. Januar 2014; abgerufen am 1. Februar 2014.
  2. a b sz-online: CDU-Mann Sebastian Fischer verteidigt Sachsen. In: sz-online.de. 22. September 2016, abgerufen am 2. September 2017.
  3. Ein Land, ein Lied. In: Sächsische Zeitung, 9. Dezember 2013. Abgerufen am 17. Dezember 2013.
  4. Susanne Kailitz: Herzensgute Menschen. In: Zeit online. 17. Dezember 2015, abgerufen am 25. April 2018.
  5. Unsere Top 50 der digitalsten Politiker in Sachsen. In: Funkturm 3/2016, S. 54–61
  6. Matthias Meisner: CDU in Sachsen und die sozialen Netzwerke: "Kein Abgeordneter wird überwacht". In: tagesspiegel.de. 30. Juni 2015, abgerufen am 2. September 2017.