Sebastian Kienle

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DeutschlandDeutschland Sebastian Kienle Triathlon

Sebastian Kienle
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 6. Juli 1984
Größe 1,80 m
Gewicht 73 kg
Vereine
' Tri-Team Heuchelberg
Erfolge
2014 Sieger Ironman World Championships Hawaii
2012, 2013 Sieger Ironman 70.3 World Championships
2013 Sieger Ironman Germany European Championships
2010 Deutscher Meister Langdistanz
2014 Deutscher Meister Mitteldistanz
2005, 2006, 2010 Deutscher Meister Crosstriathlon
2006 Deutscher Meister Kurzdistanz U23

Sebastian Kienle (* 6. Juli 1984) ist ein deutscher Triathlet. Er ist mehrfacher Deutscher Meister (2005, 2006, 2010 und 2014), Ironman-70.3-Weltmeister (2012, 2013) sowie Ironman-Europa- (2014) und -Weltmeister (2014). Er wird in der Bestenliste deutscher Triathleten auf der Ironman-Distanz geführt.

Werdegang[Bearbeiten]

Sebastian Kienle Ironman Germany 2014.jpeg

Sebastian Kienle beim Ironman Germany in Frankfurt (2014)

Bereits mit 12 Jahren startete Sebastian Kienle seine Triathlon-Karriere. Während seines Physik-Studiums in Karlsruhe betrieb Kienle den Triathlon-Sport semi-professionell im Tri Team Heuchelberg. Nach dem Vordiplom brach er das Studium ab.[1] Seither studiert er an der Hochschule Ansbach Internationales Management, ein mit Unterstützung des DOSB speziell für Spitzensportler ausgerichteter Studiengang mit einer Mischung aus Präsenzphasen und Fernstudium.[2][3]

2009 war Kienle beim Ironman 70.3 Germany 2009 in Wiesbaden der Schnellste. Er benötigte für die halbe Ironman-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen) 4:04:35 Stunden und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf.

2010 trat Kienle erstmals auf der Langdistanz (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) an. Er wurde Zweiter bei der Challenge Roth und erreichte mit 7:59:06 Stunden die schnellste Langdistanzpremiere aller Zeiten. Dabei stellte er mit seiner Zeit von 4:14:07 einen neuen Langdistanzweltrekord im Radfahren auf, womit er den elf Jahre alten Rekord von Jürgen Zäck um elf Sekunden unterbot.[4]

Nach einem, wegen drei Radstürzen, abgebrochenen Rennen in Wiesbaden verzichtete Kienle auf einen Start bei der Ironman-70.3-WM 2011 in Las Vegas.[5]

Im Juli 2012 wurde er in Frankfurt Vize-Europameister und im September holte er sich den Titel des Ironman-70.3-Weltmeisters.[6] Im Oktober erreichte Kienle bei seinem ersten Start beim Ironman Hawaii den vierten Platz, nachdem ihn beim Radfahren, in Führung liegend, technische Probleme zurückgeworfen hatten. Die Saison 2012 brachte Kienle auch international verstärkt Anerkennung, insbesondere nach dem Weltmeistertitel auf der 70.3-Distanz.

Im September 2013 konnte er seinen Titel verteidigen und wurde in Las Vegas erneut Weltmeister auf der Mitteldistanz. Beim Ironman auf Hawaii erreichte er das Podium und belegte als bester Deutscher den dritten Platz.[7]

Im Juni 2014 wurde er im Kraichgau Deutscher Meister auf der Mitteldistanz. An 6. Juli 2014, seinem 30. Geburtstag, holte er sich beim Ironman Germany den Sieg und damit den Titel des Europameisters. Am 11. Oktober 2014 gewann er den Ironman Hawaii und wurde damit Ironman-Weltmeister.[8] Bei der Sport1-Wahl zum „Sportler des Jahres 2014“ hat Kienle hinter Dirk Nowitzki und Manuel Neuer den dritten Platz belegt.[9] Im Jahr 2014 konnte sich Kienle bei Ironman-Bewerben 145.000 USD an Preisgeldern holen und er ist damit der hier bestverdienende Athlet. [10]

Am 31. Juli 2015 wurde bekanntgegeben, dass Sebastian Kienle als Titelverteidiger und zweitplatzierter Mann im Kona Points Ranking System zum vierten mal einen Pro-Startplatz für die Ironman World Championchips im Oktober auf Hawaii erhält. Die 50 höchstplatzierten Profi-Triathleten, die zwischen dem 31. August und dem 31. Juli des Folgejahres die meisten Punkte mit ihren Platzierungen bei Ironman-Wettkämpfen weltweit sammeln, sind jeweils für die Weltmeisterschaften in Kailua Kona qualifiziert.[11] Neben Sebastian Kienle sind aus dem Lager der deutschen Profi-Triathleten noch Jan Frodeno (1).), Nils Frommhold (5.), Andreas Böcherer (31), Christian Kramer (41.) und Maik Twelsiek (47.) sowie Michael Weiss (23.) aus Österreich und die Schweizer Ronnie Schildknecht (10.) und Jan van Berkel (46.). qualifiziert. An deutschsprachigen Profi-Triathletinnen sind Daniela Ryf (1.), Caroline Steffen (3.), Julia Gajer (5.), Eva Wutti (18.), Diana Riesler (19.), Britta Martin (23.), Mareen Hufe (27.) und Lisa Hütthaler (28.) qualifiziert.

Seit Anfang des Jahres 2015 startet er für das neu gegründete Bahrain Elite Endurance Triathlon Team, welches vom Australier Chris McCormack geleitet wird.[12][13] Am 5. Juli wurde er in Frankfurt Ironman-Vize-Europameister. Im August wurde er im österreichischen Bundesland Salzburg auf der Mitteldistanz Ironman 70.3-Vize-Weltmeister im Rahmen des Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun.

Sebastian Kienle stammt aus Knittlingen und lebt heute mit seiner Partnerin, der Läuferin und Duathletin Christine Schleifer (Deutsche Duathlon-Meisterin 2012) in Mühlacker.[14]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sebastian Kienle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Eder: Sport darf nie zur Einbahnstraße werden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Oktober 2012.
  2. BIM-Student Sebastian Kienle gewinnt Ironman 2014 auf Hawaii. In: Hochschule Ansbach.
  3. Frank Hellmann: Tiefstapeln kann ich nicht mehr. In: Frankfurter Rundschau. 10. Oktober 2014.
  4. Roth: Henning und Kienle schreiben Geschichte tri-mag.de, 18. Juli 2010
  5. Kienle nicht zur Ironman-70.3-WM tri-mag.de, 25. August 2013
  6. Kienle fliegt zum WM-Titel (9. September 2012)
  7. Van Lierde und McKenzie gnadenlos, Kienle Dritter tri-mag.de, 13. Oktober 2013
  8. Kienles Höllenritt endet mit dem Sieg beim Ironman (12. Oktober 2014)
  9. Sieg für Nowitzki, Petkovic und DFB-Elf (8. Januar 2014)
  10. IRONMAN-Preisgeldkönige aus dem Jahr 2014 (3. Februar 2015)
  11. Kona Points Ranking System Men. In: ironman.com.
  12. Bahrain Elite Endurance Triathlon Team
  13. 10 Things To Know About The All-Star Bahrain Endurance 13 Team (6. Mai 2015)
  14. Portrait Sebastian Kienle – Der Unauffällige (Januar 2014)
  15. Allgaeu-Triathlon: Sebastian Kienle gewinnt, Faris Al-Sultan feiert grossen Abschied (16. August 2015)
  16. Kienle demütigt Schildknecht und Bracht (15. Juni 2014)
  17. Sebastian Kienle mit Vollgas zum zweiten Sieg (24. Juni 2012)
  18. Deutsches Duell: Kienle in Miami vor Raelert
  19. Sebastian Kienle siegt auf Lanzarote (11. Oktober 2011)
  20. Kienle gewinnt Stausee-Triathlon
  21. Raelert rennt zum Titel tri-mag.de, 15. August 2010
  22. Kienle schlägt Böcherer und Bracht tri-mag.de, 13. Juni 2010
  23. Siegerland-Cup Buschhütten: Sebastian Kienle gelingt dritter Sieg in Folge tri2b.com, 9. Mai 2010
  24. Viernheimer VCard Triathlon: Kienle bleibt weiter unschlagbar tri2b.com, 23. August 2009
  25. Challenge Kraichgau: Triumphaler Sieg für Sebastian Kienle
  26. Kienle und Ryf als Highlight in Frankfurt (14. April 2015)
  27. Sebastian Kienle: "Ich bin super happy!" (13. Oktober 2013)
  28. Premieren-Triumph in Sachsen - und das mit weitem Abstand, Der Westen, 13. August 2012