Secession Verlag für Literatur

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Der Secession Verlag für Literatur ist ein unabhängiger Schweizer Verlag mit Sitz in Zürich und einer Niederlassung in Berlin. Der Verlag wurde 2009 von Susanne Schenzle (vormals Ammann Verlag) und Christian Ruzicska (vormals Tropen Verlag) gegründet. Im März 2013 verließ Schenzle den Verlag. An ihre Stelle trat der von Anfang an beteiligte Mitgesellschafter und Journalist Joachim von Zepelin (vorher außenpolitischer Korrespondent der Financial Times Deutschland).

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkt des Verlags ist Literatur internationaler zeitgenössischer Autoren, ergänzt durch Autoren vergangener Epochen. Vorrangig publiziert der Secession Verlag Prosatexte, doch wurde mit dem Kettengedicht (Haiku) Sprechendes Wasser von Tanikawa Shuntarō und Jürg Halter im Frühjahr 2012 erstmals auch Lyrik in das Verlagsprogramm aufgenommen. Im Frühjahr 2014 veröffentlichte der Verlag zwei Bücher als s.edition: Einen politischen Band mit Klageliedern und einem Opernlibretto der deutsch-jüdischen Autorin Esther Dischereit zur NSU-Mordserie unter dem Titel Blumen für Otello – Über die Verbrechen von Jena sowie den Comic-Band Busenwunder der Leipziger Künstlerin Yvonne Kuschel.

Bisher publizierte der Verlag Werke von Endo Anaconda, Emmanuelle Bayamack-Tam, Hélène Bessette, Giorgio Chiesura, Thomas Christen, Beqë Cufaj, Esther Dischereit, Deborah Feldman, Jérôme Ferrari, Lars Gustafsson, Jürg Halter, Katja Huber, Horst Hussel, Maren, Kames, Vinzenz Kokot, Armin Kratzert, Yvonne Kuschel, Vincenzo Latronico, Primo Levi, Ludwig Lewisohn, Marian Pankowski, Mathieu Riboulet, Zyta Rudzka, Alan Rusbridger Veronika Schenk, Stanisław Strasburger, Magda Szabó, Tanikawa Shuntarō, Nils Trede, Christian Uetz, Steven Uhly und Peter Zimmermann.

Seinen größten Erfolg mit deutschsprachigen Autoren hatte der Verlag bislang mit dem Titel Glückskind von Steven Uhly. Dessen Verfilmung im Jahr 2014 von Michael Verhoeven wurde im Herbst 2014 als SWR-Produktion in der ARD („Film-Mittwoch“) und in Arte ausgestrahlt. Im Volkstheater Rostock hatte im November 2014 eine Theaterbearbeitung Premiere. Unter den Lyrikern wurde Maren Kames 2017 mit dem Düsseldorfer PoesieDebütPreis 2017 ausgezeichnet. Der erfolgreichste Titel insgesamt war die 2016 erschienene deutschsprachige Übersetzung von Deborah Feldmans autobiografischer Erzählung Unorthodox, die es unter die Top 5 der Spiegel-Bestsellerliste brachte. Außerdem ragen unter den nicht-deutschsprachigen Autoren der französische Prix Goncourt-Preisträger von 2012, Jérôme Ferrari, der ehemalige Chefredakteur der britischen Tageszeitung The Guardian und Träger des Right Livelihood Award (auch „alternativer Nobelpreis“ genannt), Alan Rusbridger, sowie der schwedische Erfolgsautor Lars Gustafsson hervor.

Für das anspruchsvolle Design des Verlags und seiner Bücher war zunächst die Münchener Firma Kochan & Partner verantwortlich. Seit 2015 werden die Bücher des Verlags von Erik Spiekermann gestaltet.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Düsseldorfer PoesieDebütPreis 2017 / Maren Kames für „halb taube halb pfau“ prämiert. Abgerufen am 9. April 2017.