Sechseläutenmarsch

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Der Sechseläutenmarsch ist ein Marsch. Er gilt als inoffizielle Hymne der Stadt Zürich und wird insbesondere am Zürcher Sechseläuten gespielt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer den Sechseläutenmarsch tatsächlich komponierte, ist nicht klar. Melodische Ähnlichkeiten finden sich zur Zeit Ludwigs XIV.; so wird etwa Jean Baptiste Lully als Komponist genannt. Anderen Quellen zufolge soll sein Ursprung im Zarenreich liegen, wo er als „Gschwindmarsch der Fusstruppen zur Zeit Suworows“ gespielt worden sein soll. [1] Preussische Truppen übernahmen ihn und nannten ihn „Marsch der freiwilligen Jäger aus den Befreiungskriegen 1813 – 1815“ (AM II, 239).

1872 machten die Konstanzer Regimentsmusik und die Colmarer Dragonermusik am Sechseläuten mit und spielten dort den Jägermarsch, der von den Zürcher Zünftern begeistert übernommen wurde.[2] Die fanfarenartige Einleitung [3] wird heute meist weggelassen. Der Marsch wird auch heute noch in Russland gelegentlich bei Militärparaden gespielt.

Unter anderem benutzte der ehemalige Zürcher Lokalradiosender Radio Z (jetzt Energy Zürich) zwischen dem Sendestart 1983 und ca. 1986 den Anfang der Melodie des Marsches als Jingle für die Nachrichtensendung.

Auf Grund der markanten Melodie wird trivial (z. B. als kölsche Karnevalsmusik) die Textunterlegung, beginnend mit „Schon wieder eine Seele vom Alkohol gerettetet …“ verwendet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Salinia.de
  2. Zünfte: Der Sechseläutenmarsch
  3. Hörbeispiel