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Sechstagerennen von Münster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sechstagerennen von Münster
Radrennbahn Halle Münsterland
Stadt Münster
Austragungsland Deutschland Deutschland
Austragungszeitraum 1950–1988
Wettbewerbe Zweier-Mannschaftsfahren
Etappen 6
   

Das Sechstagerennen von Münster war eine Bahnradsportveranstaltung in der deutschen Stadt Münster, die von 1950 bis 1988 mit wenigen Ausnahmen jährlich mit insgesamt 33 Austragungen stattfand.

Das Rennen fand in der Halle Münsterland auf dem Münsteraner Messegelände statt. Die erste Bahn von 1926 hatte eine Länge von 160 Metern und war 5,5 Meter breit. Die Radrennbahn war von Clemens Schürmann konstruiert worden. Sie bestand in den Jahren von 1926 bis 1939. Dort wurden jedoch noch keine Sechstagerennen ausgetragen. Die bekanntesten damaligen Rennen waren der jährliche Weihnachtspreis und Die Nacht von Münster, zwei Zweier-Mannschaftsfahren. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bahn durch einen Bombenangriff zerstört.[1]

1949 konstruierte Schürmann eine neue Bahn mit einer Länge von 153,8 Metern und einer Kurvenüberhöhung von 56 Grad. Diese Bahn war 5,9 Meter breit. Sie wurde jeweils für das Sechstagerennen eingebaut. Der Innenraum konnte durch einen Tunnel erreicht werden.[2] Erster Veranstalter war Clemens Schürmann.[3] Später übernahm der ehemalige Radrennfahrer Paul Buschenhagen diese Funktion.[4] Zum ersten Rennen nach dem Zweiten Weltkrieg starteten dreizehn Mannschaften.

JahrSieger
1950 (1)Deutschland Gustav Kilian Jean Roth
1951 (1)Italien Ferdinando TerruzziItalien Severino Rigoni
1951 (2)Italien Ferdinando Terruzzi – Italien Severino Rigoni
1952 Jean Roth – Walter Bucher
1953 Jean Roth – Walter Bucher
1954Deutschland Hans PreiskeitDeutschland Ludwig Hörmann
1955Niederlande Gerrit SchulteNiederlande Gerard Peters
1956Deutschland Edi GieselerDeutschland Manfred Donicke
1957 Jean Roth – Armin von Büren
1958 Jean Roth – Fritz Pfenninger
1959Niederlande Peter Post Lucien Gillen
1960Deutschland Hennes Junkermann Fritz Pfenninger
1961nicht ausgetragen
1962Deutschland Rudi AltigDeutschland Hennes Junkermann
1963Dänemark Freddy EugenDänemark Palle Lykke
1964Deutschland Dieter KemperDeutschland Horst Oldenburg
1965Dänemark Freddy Eugen – Dänemark Palle Lykke
1966Deutschland Dieter Kemper – Deutschland Horst Oldenburg
1967 Patrick SercuDeutschland Klaus Bugdahl
1968Deutschland Rudi Altig – Deutschland Klaus Bugdahl
1969Deutschland Wolfgang SchulzeDeutschland Horst Oldenburg
1970Frankreich Alain Van LanckerDeutschland Klaus Bugdahl
1971Deutschland Dieter Kemper – Deutschland Klaus Bugdahl
1972Deutschland Albert FritzDeutschland Wilfried Peffgen
1973Deutschland Albert Fritz – Deutschland Wilfried Peffgen
1974Deutschland Wolfgang Schulze – Deutschland Jürgen Tschan
1975Niederlande René PijnenDeutschland Günter Haritz
1976Niederlande René Pijnen – Deutschland Günter Haritz
1977Australien Danny ClarkAustralien Donald Allan
1978Deutschland Albert Fritz – Deutschland Wilfried Peffgen
1979Deutschland Albert Fritz – Deutschland Wilfried Peffgen
1980Australien Danny Clark – Australien Donald Allan
1981Niederlande René Pijnen – Dänemark Gert Frank
1982–1986nicht ausgetragen
1987Deutschland Josef Kristen Roman Hermann
1988Australien Danny Clark – Vereinigtes Königreich Tony Doyle

Einzelnachweise

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  1. Bund Deutscher Radfahrer (Hrsg.): Radsport. Nr. 44/1951. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof, Köln 1951, S. 6.
  2. Bund Deutscher Radfahrer (Hrsg.): Radsport. Nr. 2/1951. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof, Köln 1951, S. 6–7.
  3. Ka-ke-ko-ku-Kilian. Der Spiegel, abgerufen am 23. Februar 2024.
  4. So was zehrt. Der Spiegel, abgerufen am 24. Januar 2024.