Seeis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Seeis ist eine kleine Siedlung in der Region Khomas in Zentral-Namibia, sie gehört zum Wahlkreis Windhoek-Land.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort, etwa 55 Kilometer westlich von Windhoek, liegt an der Kreuzung der Nationalstraße B6, der Bahnstrecke Windhoek–Gobabis und dem Seeis-Fluss. Nicht weit entfernt befindet sich auch der internationale Flughafen Hosea Kutako International Airport.

Geschichte[Bearbeiten]

Seeis wurde in den 1880er Jahren gegründet. Manasse !Noreseb, der Kaptein der Kaiǁkhaun, siedelte sich im April 1889 mit seinem Clan hier nach seiner Flucht vor den Truppen von Hendrik Witbooi an. Zu dieser Zeit stand Seeis unter der Kontrolle von Maharero, dem Chief der Herero.[1]
1897 wurde das kaiserliche Postamt erbaut. 1904 war der Ort Schauplatz der Kämpfe zwischen den kaiserlichen Schutztruppen gegen die Herero unter deren Führer Samuel Maharero und verbündeten Nama. Am 22. Januar 1904 befreiten deutsche Truppen unter dem Befehl des Leutnants von Niewitecki neben den belagerten Militärstationen Hohewarte und Hatsamas auch die Station Seeis. Allerdings wurde die Schutztruppe bereits am 15. Februar in der Schlacht von Seeis geschlagen.[2] Aus dieser Zeit existiert eine Kriegsgräberstätte.

Heute ist der Name Seeis vor allem durch das Gestüt bekannt, welches Warmblüter züchtet.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Bernhard Voigt: Die Farmer vom Seeis - Rivier (Abenteuer-Roman), Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1936

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Dierks: Geschichte Namibias 1889
  2. Klaus Dierks: Geschichte Namibias 1904

-22.4517.583333Koordinaten: 22° 27′ S, 17° 35′ O