Seekirchen am Wallersee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Seekirchen)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Seekirchen am Wallersee
Wappen Österreichkarte
Wappen von Seekirchen am Wallersee
Seekirchen am Wallersee (Österreich)
Seekirchen am Wallersee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 50,3 km²
Koordinaten: 47° 54′ N, 13° 8′ OKoordinaten: 47° 54′ 0″ N, 13° 8′ 0″ O
Höhe: 512 m ü. A.
Einwohner: 10.764 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 214 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5201
Vorwahl: 06212
Gemeindekennziffer: 5 03 39
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stiftsgasse 1
5201 Seekirchen am Wallersee
Website: www.seekirchen.at
Politik
Bürgermeisterin: Monika Schwaiger (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
9
6
4
3
3
Insgesamt 25 Sitze
Lage der Stadt Seekirchen am Wallersee im Bezirk Salzburg-Umgebung
AnifAntheringBergheimBerndorf bei SalzburgBürmoosDorfbeuernEbenauElixhausenElsbethenEugendorfFaistenauFuschl am SeeGömingGroßgmainHallwangHenndorf am WallerseeHinterseeHof bei SalzburgKöstendorfLamprechtshausenMattseeNeumarkt am WallerseeNußdorf am HaunsbergOberndorf bei SalzburgObertrum am SeePlainfeldSankt Georgen bei SalzburgSankt GilgenSchleedorfSeehamSeekirchen am WallerseeStraßwalchenStroblThalgauWals-SiezenheimGrödigKopplSalzburgSalzburgLage der Gemeinde Seekirchen am Wallersee im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Seekirchen ist eine Stadt mit 10.764 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Flachgau im Bundesland Salzburg in Österreich. Sie liegt direkt am Wallersee, gegenüber von Neumarkt am Wallersee. Seekirchen ist schon seit über 1300 Jahren urkundlich belegt, hat aber erst in jüngerer Zeit das Stadtrecht verliehen bekommen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seekirchen am Wallersee ist Teil des Gerichtsbezirks Neumarkt bei Salzburg. Nachbargemeinden sind Anthering, Elixhausen, Eugendorf, Hallwang, Henndorf am Wallersee, Köstendorf, Mattsee, Obertrum am See und Schleedorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaften (Einwohner Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Bayerham (157)
  • Brunn (990)
  • Fischtaging (245)
  • Halberstätten (218)
  • Huttich (267)
  • Kothgumprechting (141)
  • Kraiham (139)
  • Mayerlehen (291)
  • Mödlham (454)
  • Ried (202)
  • Schmieding (100)
  • Schmiedkeller (136)
  • Schöngumprechting (295)
  • Seekirchen am Wallersee (3579)
  • Seewalchen (1054)
  • Waldprechting (1474)
  • Wies (175)
  • Wimm (224)
  • Wimmsiedlung (506)
  • Zaisberg (117)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Marschalln, Mödlham, Seekirchen Land, Seekirchen Markt, Seewalchen und Waldprechting.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Seekirchner Gemeindegebiet leben schon seit mindestens 5000 Jahren Menschen (Jungsteinzeit). 696 wurde Seekirchen zum ersten Mal urkundlich vom Hl. Rupert (Bischof von Worms) erwähnt. Bei dem von ihm gegründeten Einsiedlerhaus stand auch eine dem hl. Petrus geweihte Kirche, Erstkirche und Ehekirche genannt, aus dem angeblich durch Verballhornung der Ortsname Seekirchen hervorging[2]. Seekirchen ist der am längsten durchgehend besiedelte Ort in Österreich. Im Jahre 1424 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde. Am 1. Juli 1974 wurden die selbständigen Gemeinden Seekirchen Markt und Seekirchen Land zur Gemeinde Seekirchen am Wallersee zusammengelegt. Am Rupertitag (24. September) des Jahres 2000 wurde Seekirchen das Stadtrecht verliehen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at seekirchen.png

Wappenbeschreibung: In gespaltenem Schild rechts in Rot ein silberner Balken, worin zwei aus den Feldrändern wachsende Unterarme, mit einer goldenen Stola umwunden, einander die Hände reichen. Der rechte Arm braun bekleidet (Mann), der linke nackt (Frau). Links in Blau über naturfärbigem Wellenschildfuß auf silbernem Boden eine silberne Kirche mit roten Dächern. Außerhalb, über dem oberen Schildrand nebeneinander die schwarzen Jahreszahlen 1424 und 1974.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 25 Mitglieder.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ÖVP
  • SPÖ
  • FPÖ
  • LESE – Initiative Lebenswertes Seekirchen
  • FWS – Freie Wähler Seekirchen
  • FDS – Freie Demokraten Seekirchen

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: 11 ÖVP, 5 SPÖ, 4 FDS, 3 LESE und 2 FPÖ [3]
  • 2009: 11 ÖVP, 5 FWS, 4 SPÖ, 3 LESE und 2 FPÖ [4]
  • 2014: 9 ÖVP, 6 LESE, 4 FPÖ, 3 FWS und 3 SPÖ [5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974–1979 Anton Moser
  • 1979–1987 Johann Haberl
  • 1987–2009 Johann Spatzenegger (ÖVP)
  • seit 2009 Monika Schwaiger (ÖVP)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klein- und Mittelbetriebe prägen die Seekirchner Wirtschafts-Struktur. Von den ca. 300 Betrieben beschäftigen mehr als 90 Prozent weniger als 5 Mitarbeiter.

Das Stadtzentrum von Seekirchen konnte, trotz Zuwanderung von Filialisten, seine Handelstruktur mit überwiegend kleinen Betrieben bewahren.

Über 65 Klein- und Mittelbetriebe aus Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung sind im Citymarketing Seekirchen organisiert. Der von Stadtgemeinde Seekirchen, Tourismusverband und Gewerbetreibenden finanzierte Verein besteht seit 2004. Hauptzweck ist die Belebung und Attraktivierung des Stadtzentrums und das Organisieren gemeinsamer Werbe- und PR-Aktivitäten. Bis 2004 wurde diese Aufgabe von der Werbegemeinschaft „Kauf in“ übernommen.

Von den ca. 5000 ha Gemeindefläche werden rund 4000 ha land- und forstwirtschaftlich genutzt. 16 % dieser Fläche (ca. 640 ha) dienen der forstlichen Nutzung. Die restlichen 84 % stehen überwiegend der Grünlandnutzung zur Verfügung. Von den rund 170 viehhaltenden landwirtschaftlichen Betrieben werden 4.800 Milchkühe und etwa 2.400 Stück Jungvieh gehalten.

Der Großteil der produzierten Milchmenge wird zu Emmentalerkäse verarbeitet. Etwa 30 % der bäuerlichen Betriebe werden als Vollerwerbsbetriebe geführt, die restlichen 70 % als Zu- und Nebenerwerb. Die Eigentumsstruktur der rund 240 landwirtschaftlichen Grundbesitzer hat sich in den letzten 70 Jahren kaum verändert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kollegiatstiftskirche Seekirchen
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Seekirchen am Wallersee

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahn: Seekirchen liegt direkt an der Westbahn und verfügt über einen Bahnhof an dem sowohl Eilzüge, als auch die Linie S2 der S-Bahn Salzburg halten, dadurch ist ein schneller Anschluss an die Landeshauptstadt Salzburg gewährt.
  • Bus: Außerdem ist durch die Postbus Linie 131 eine Anbindung ans Trumer Seenland gegeben.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist der 1945 gegründete Fußballverein SV Seekirchen 1945, der derzeit in der Regionalliga West, der dritthöchsten Spielstufe im österreichischen Fußballgeschehen, spielt und mit den Brüdern Ibertsberger, Thomas Winklhofer und Stefan Lainer sogar vier österreichische Fußballnationalspieler hervorbrachte.

ASKÖ SC Seekirchen 1980 Der 1980 von Ing. Gerhard Strasser, Peter Braunwieser und Manfred Schmidhuber gegründete Faustballverein spielt derzeit in der 2. Bundesliga. Im Nachwuchsbereich zählt ASKÖ Seekirchen zu den erfolgreichsten Vereinen in Österreich. Zahlreiche Öster. Meistertitel und Podestplätze bestätigen die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit. Lukas Pichelstorfer erreichte mit der U18 Nationalmannschaft Silber bei der Weltmeisterschaft, Andrea Mödlhamer, Veronika Pfund und Lukas Pichelstorfer konnten Bronze bei U18 Europameisterschaften erreichen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde:

  • Franz Braumann (* 2. Dezember 1910 in Huttich; † 26. Oktober 2003 in Köstendorf), Autor
  • Herbert Pichler (* 25. September 1921 in Mies; † 27. Mai 2018 in Wien), Mediziner und Fernsehkommentator
  • Helma Schimke (* 16. Februar 1926; † 7. April 2018 in Salzburg), Architektin und Bergsteigerin
  • Dieter Kugele (* 1944), Richter am Bundesverwaltungsgericht und deutscher Rechtswissenschaftler
  • Thomas Winklhofer (* 30. Dezember 1970), Fußballnationalspieler und UEFA-Cup-Finalist
  • Andreas Ibertsberger (* 27. Juli 1982), Fußballnationalspieler

Personen mit Bezug zur Gemeinde:

  • Robert Ibertsberger (* 20. Januar 1977 in Neumarkt), Fußballnationalspieler; in Seekirchen aufgewachsen
  • Markus Inderst (* 1974 in Biberwier), Journalist und Buchautor; lebte in Seekirchen
  • Wend von Kalnein (* 24. Mai 1914 in Ludwigslust; † 22. November 2007 in Seekirchen), Kunsthistoriker, Honorarprofessor der Universität Salzburg und Schriftsteller; lebte in Seekirchen
  • Manfred Pamminger (* 28. Dezember 1977 in Salzburg), Fußballspieler; in Seekirchen aufgewachsen
  • Clemens Sedmak (* 6. August 1971 in Bad Ischl), Theologe und Philosophieprofessor; wohnt in Seekirchen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seekirchen am Wallersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Werner Rainer: Marcus Sitticus. Die Regierung des Fürsterzbischofs nach der Chronik von Johannes Stainhauser, zugleich: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 29. Ergänzungsband, Salzburg 2012, ISBN 978-3-200-02639-1. S. 165.
  3. http://www.seekirchen.at/Gemeindevertretungswahl_2004
  4. http://www.seekirchen.at/Gemeindevertretungswahl_2009_1
  5. http://www.seekirchen.at/Gemeindevertretungswahl_2014_1
  6. a b c d e f Dehio Salzburg 1986, Seekirchen am Wallersee, Seiten 397 bis 404