Seenotrettungsstation Kühlungsborn

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Logo DGzRS neu.svg Seenotrettungsstation Kühlungsborn
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Stationsgebäude Ostseeallee 41
18225 Kühlungsborn
Stationsgründung 1992
Träger Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Seenotretter 10 Freiwillige
Vormann Rainer Kulack
nächste SK-Station Warnemünde DGzRS
Rettungseinheit
Schiffstyp Seenotrettungsboot
Schiffsname SRB 64 KONRAD-OTTO
Schiffsklasse 10,1-Meter-Klasse
Besatzung 2 Personen
Rufzeichen DH2558
Liegeplatz Sportboothafen Kühlungsborn Steg A
Koordinaten 54.153° N / 11.772° E
auf Station seit November 2006
vorige Station Neubau
Stand 2020

Die Seenotrettungsstation Kühlungsborn der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) liegt an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern östlich vom Kap Bukspitze mit dem Leuchtturm Bastorf. Die freiwilligen Helfer der Gesellschaft sichern von Kühlungsborn aus das Revier zwischen Küste und den Großschifffahrtswegen der Ostsee. In Ost-West-Richtung zieht sich das Gebiet von Warnemünde bis zur Halbinsel Wustrow im Westen. Hauptsächlich werden hier Hilfseinsätze für Sportboote der Freizeitschifffahrt erforderlich, wenn beispielsweise erkrankte oder verletzte Personen abgeborgen werden müssen. Daneben können Einsätze für die Fischer- und Angelboote notwendig werden.[1] Im Regelfall erfolgt die Alarmierung durch die Zentrale der DGzRS in Bremen, wo die Seenotleitung Bremen (MRCC Bremen) ständig alle Alarmierungswege für die Seenotrettung überwacht.

Aktuelles Boot der Station[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 ist die KONRAD-OTTO in Kühlungsborn stationiert und liegt am Steg der Ostmole im Bootshafen. Das Seenotrettungsboot (SRB) der aktuellen Bauform ist 10,1 Meter lang und besitzt einen 380-PS-Dieselmotor. Damit kann es eine maximale Geschwindigkeit von 18 Knoten erreichen und ist in Verbindung mit dem Schleppsystem von 1,5 Tonnen Nenntragfähigkeit auch zum Ab- bzw. Freischleppen von größeren Schiffen geeignet. Die Boote dieser Klasse sind durch ihre Netzspantenbauweise äußerst stabil und als Selbstaufrichter konstruiert. Der geringe Tiefgang von 0,96 Meter ist ideal geeignet für Flachwassereinsätze vor der Küste.

Bei umfangreicheren Rettungs- oder Suchaktionen erfolgt eine gegenseitige Unterstützung durch die benachbarten Stationen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 hatte die DGzRS die ehemalige Station Arendsee mit dem alten Rettungsschuppen an der Ostseeallee wieder als Stützpunkt in Betrieb genommen. Wegen des fehlenden Hafens musste die Gesellschaft für den Einsatz im Seebereich vor dem flach abfallenden Strand eine besondere Form von Rettungsbooten konstruieren. Da ähnliche Verhältnisse auch in Wustrow, Zingst und Zinnowitz vorlagen beauftragte man bei der Fassmer-Werft in Berne eine Serie von vier Boddenbooten. Die neue 7-Meter-Klasse von 1993 zeichnet sich durch einen geringen Tiefgang von nur 50 Zentimetern und dem erstmals bei der DGzRS verbauten Jetantrieb aus. Das neue Boddenboot Butt lagerte auf einem Trailer und musste mit einem speziellen Zugfahrzeug zum Strand und ins Wasser gebracht werden.

Durch die Eröffnung des neu angelegten Hafens in Kühlungsborn Ost konnte die DGzRS ein größeres Serienboot der 9,5-Meter-Klasse mit Namen Woltera stationieren. Dafür wurde 2002 die Butt zur Verstärkung der Seenotrettungsstation Zinnowitz nach Usedom abgegeben. Dort war mit der Hecht schon ein Boot des gleichen Typs vorhanden und lagerte auf einem Trailer im Bootsschuppen des Ortes. Die Butt konnte im Hafen von Zinnowitz am Achterwasser schwimmend einsatzbereit gehalten werden. Von April 2002 bis Januar 2007 lag die Woltera im Yachthafen Kühlungsborn und wurde nach Ankunft der Konrad Otto an die Nordsee zur Seenotrettungsstation Juist verlegt.

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Station Kühlungsborn der DGzRS. In: seenotretter.de. Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, abgerufen am 22. November 2020.

Koordinaten: 54° 9′ 10,5″ N, 11° 43′ 36,1″ O