Seethalerhütte

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Seethalerhütte
ÖAV-Hütte Kategorie I
Seethalerhütte
Lage unterhalb des Hohen Dachsteins; Oberösterreich, Steiermark; Talort: Ramsau
Gebirgsgruppe Dachsteingebirge
Geographische Lage: 47° 28′ 24″ N, 13° 36′ 45″ OKoordinaten: 47° 28′ 24″ N, 13° 36′ 45″ O
Höhenlage 2740 m ü. A.
Seethalerhütte (Oberösterreich)
Seethalerhütte
Besitzer Sektion Austria des ÖAV
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis Mitte Oktober
Beherbergung 0 Betten, 20 Lager
Winterraum Lager
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Seethalerhütte (auch Dachsteinwartehütte genannt) ist eine Alpenvereinshütte des ÖAV in 2740 m ü. A. Höhe östlich unterhalb des Hohen Dachsteins am Rand des Hallstätter Gletschers und hoch über der Dachstein-Südwand. Somit ist sie die höchstgelegene Schutzhütte im Dachsteingebirge hoch über Ramsau direkt auf der Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Sie ist sowohl beliebtes Ziel von Tagesgästen, die vom nahen Hunerkogel (Dachstein-Südwandbahn) herüber kommen, als auch ein wichtiger Stützpunkt für Bergsteiger, die von hier aus größere Berg-, Gletscher- und Klettertouren auf dem Dachstein unternehmen können. Im Winter bietet die Umgebung zahlreiche Möglichkeiten für Skitouren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hütte wurde 1929 von der Familie Seethaler aus Hallstatt errichtet. Durch den Bau der Dachstein-Südwandbahn 1969 wurde die Versorgung der Hütte etwas leichter. 1979 trat der legendäre Hüttenwirt Seep Seethaler nach 50 Jahren Dienst zurück und übergab an den Bergführer Peter Reitmann. Dieser errichtete einen Zubau und betrieb andere Umbauten, so dass der spartanische Stützpunkt zu einer gemütlichen Raststätte wurde. 2000 zog sich Reitmann als Hüttenwirt zurück und übergab an Wilfried Schrempf. Im Jahr 2002 erfolgt der letzte Umbau, so dass seither auch Übernachtungen auf der Hütte möglich sind. 2012 erhielt die Hütte das Umweltgütesiegel der Alpenvereine.[1]

Im Mai 2017 legte der Österreichische Alpenverein Pläne für einen Neubau der Hütte vor.[2] Damit soll die Hütte einerseits an moderne Ansprüche angepasst werden, andererseits wird sie auf einen günstigeren Standort verlegt, der auch einen Winterbetrieb möglich machen soll.

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom Hunerkogel (Bergstation der Dachstein-Südwandbahn, 2690 m) über den Gletscherweg, leicht, Gehzeit: 45 Minuten
  • Von der Gjaidalm (Bergstation der Dachsteinseilbahn, 1750 m) über die Simonyhütte und den Hallstätter Gletscher, mittel, Gehzeit: 4½ Stunden
  • Von Hallstatt (515 m) über Wiesberghaus und Simonyhütte, konditionell sehr anspruchsvoll, Gehzeit: 8 Stunden
  • Von der Türlwandhütte (1700 m), Talstation Dachstein-Südwandbahn über Dachsteinsüdwandhütte, Hunerscharte und Gletscherweg, nur für Geübte, Gehzeit: 4 Stunden

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adamekhütte (2196 m) über zwei Gletscher, Steinerscharte, nur für Geübte mit entsprechender Ausrüstung, Gehzeit: 3 Stunden
  • Simonyhütte (2205 m) über Hallstätter Gletscher, nur für Geübte mit entsprechender Ausrüstung, Gehzeit: 2 Stunden
  • Guttenberghaus (2146 m) über Gletscherweg, Weitwanderweg und Gruberscharte, mittel, Gehzeit: 4½ Stunden
  • Austriahütte (1638 m) über Gletscherweg, Austriascharte und Edelgrieß, nur für Geübte, Gehzeit: 4 Stunden
  • Dachsteinsüdwandhütte (1910 m) über Gletscherweg, Hunerscharte, nur für Geübte, Gehzeit: 3 Stunden

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hoher Dachstein (2995 m) über Normalweg, Kletterstellen I-II auf der UIAA-Skala, gesichert, nur für Geübte, Gletscherbegehung, Gehzeit: 1 Stunde
  • Hoher Gjaidstein (2795 m) über Gjaidsteinsattel und Südgrat, mittel, nur für Geübte, Gehzeit: 1½ Stunden
  • weitere Gipfel sind nur mit Kletterfähigkeiten überwiegend weglos erreichbar: Niederer Dachstein (2934 m), Dirndln (2834 m)

Klettersteig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der überaus anspruchsvolle Johann-Klettersteig führt von der Dachsteinsüdwandhütte durch die Südwand direkt zur Seethalerhütte. Er ist nur für Erfahrene mit entsprechender Ausrüstung anzuraten und wird oft mit Bergführern bewältigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. austria Nachrichten, Zeitschrift der Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins, Nr. 3/2013.
  2. Seethalerhütte: Die Schutzhütte der Zukunft? (abgerufen am 23. Mai 2017)