Seevölker

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Schilderung des Sieges über die Seevölker im Totentempel Ramses’ III. in Medinet Habu, dem altägyptischen Tahut

Der Begriff Seevölker wird seit dem späten 19. Jahrhundert als Sammelbezeichnung für die in ägyptischen Quellen des Neuen Reichs erwähnten „Fremdvölker“ verwendet, die zu Beginn des 12. Jahrhunderts v. Chr. nach Berichten von Ramses III. zur ernsten Bedrohung für Ägypten wurden. Wahrscheinlich handelt es sich um die gleichen Kräfte, die zwischen 1194 und 1186 v. Chr. Ugarit angriffen und zerstörten. Auch für eine Reihe weiterer Zerstörungen und Umwälzungen im östlichen Mittelmeergebiet werden diese Völker verantwortlich gemacht.

Begriff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausdruck Seevölker wurde von dem französischen Ägyptologen Gaston Maspero geprägt, der den Begriff peuples de la mer den altägyptischen Texten entlehnte, in denen von den „Leuten von (den Inseln) inmitten des Meeres“ (iww ḥr jw-ib w3ḏ-wr) die Rede ist.[1][2] Obwohl die Bezeichnung suggeriert, dass es sich hier um Seekrieger handelt, sprechen die Texte aber davon, dass sie zu See und an Land kämpften.

In den ägyptischen Texten werden sie als thr oder im Plural thr.w geschrieben. Gewöhnlich wird das mit „Krieger“ oder „Truppe“ übersetzt. Vermutlich handelt es sich um ein semitisches Lehnwort aus Ugarit.[3] Dort wird es in Tafeln zweimal im Zusammenhang mit einem Sieg der Tarwu (thr) gegen die Stadt Emar benutzt, wobei es sich hierbei wohl um die Mitanni handelte.[4] Im Relief der Schlacht bei Kadesch 1274 v. Chr werden thr jedoch auch als Truppen vor oder hinter der Armee der Hethiter in Funktionen als Spähtrupp bzw. rückwärtiger Schutz dargestellt, die wohl ebenfalls Mitanni aus Naharina in Diensten hethitischer Herrscher darstellen.[5] Verschiedene Wissenschaftler betrachten sie daher als schnelle „Eingreiftruppe“ oder als „Elitekrieger“.

Die früheste ägyptische Quelle für das Wort thr stammt aus der Zeit Thutmosis III. und hängt wohl ebenfalls mit den Mitanni und der Schlacht bei Megiddo von 1457 v. Chr. zusammen. Alan Gardiner glaubte daher, dass es sich um ein Mitannisches Wort handelte.[6] Einen weiteren Hinweis bietet die Heirats-Stele von Ramses II., der die Tochter des Königs von Hatti heiratete. Diese wurde von ihrem Hofstaat und den thr begleitet. In der 20. Dynastie von Ägypten werden thr in hohen Militärpositionen, aber auch als Landeigner in Mittelägypten erwähnt. Zwei Privatstelen aus dem Tempel von Ehnasya bezeichnen sich als thr Anführer der Shardana Hochburg bzw. als thr Soldat der Sherden. Eine Militärkolonie ist aus der Zeit Ramses III. bekannt, die in dessen Armee diente. Eine klare Zuordnung dieser Seevölker ist daher auch hier nicht zu erkennen.

Ägyptische Quellen zu den „Seevölkern“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inschrift des Merenptah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertikal gespiegelte Nachzeichnung der Siegesstele des Merenptah (F. Petrie).

Auf Inschriften in Karnak und Athribis wird aus dem 5. Jahr des Merenptah (Baenre-hotephirmaat) die Schlacht im Libyerkrieg erwähnt, bei welcher eine Koalition aus Libyern und „Seevölkern“ Ägypten angriff. Dem libyschen Herrscher Meria (Mrjj) folgten die Hilfstruppen der Šardana (oder Scherden), Šekeleš (Schekelesch), Aqi-waša, Luka, Turiša, Mešweš (Meschwesch), Tjehenu und die Tjemehu.

Die Länder der Hethiter fallen, wie beim Anblick nahender Windhunde, auf die Knie. Bleibende Angst für die Herzen der Mešweš, zerbrochen ist das Land Tjemhu. Lebu wurde aus unserem Ta Meri („Geliebtes Land“) verdrängt; es kann nun wieder die Strahlen von Aton sehen, weil das Unwetter über Kemet verjagt wurde.[7]

Darstellungen in Medinet Habu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Angriff der Seevölker veranlasste Ramses III. in seinem 8. Regierungsjahr (1180 v. Chr.) zu folgendem Bericht:

„(15) Ich {Ramses III} schütze es {Ägypten}, (16) indem ich (für es) die Neunbogen abwehre. Die Fremdländer vollzogen alle zusammen die Trennung von ihren Inseln. Es zogen fort und verstreut sind im Kampfgewühl die Länder auf einen Schlag. Nicht hielt irgendein Land vor ihren Armen stand; (und die Länder) von Ḫatti, Qadi, Qarqemiš, Arzawa, (17) und Alasia an waren (nun) entwurzelt auf [einen Schlag].
Es wurde ein Lager aufgeschlagen an einem Ort im Inneren von Amurru. Sie vernichteten seine Leute und sein Land, als sei es nie gewesen. Sie kamen nun, indem die Flamme vor ihnen bereitet war, vorwärts gegen Ägypten, ihre Zwingburg (?). (18) Die plst, ṯkr, šklš, dnjn und wšš, verbündete Länder, legten ihre Hände auf alle Länder bis ans Ende der Welt; ihre Herzen waren zuversichtlich und vertrauensvoll: Unsere Pläne gelingen.“

Auszug aus der Inschrift im Totentempel des Ramses III. in Medinet Habu[8]
Medinet Habu Ramses III. Tempel Nordostwand 55a.jpg
Medinet Habu Ramses III. Tempel Nordostwand Abzeichnung 01.jpg
Seeschlacht im Nildelta zwischen den Streitkräften von Ramses III. und den „Seevölkern“. Original und Umzeichnung eines Wandreliefs am Tempel von Medinet Habu

Auf den Reliefs im Totentempel des Ramses III. in Medinet Habu sind diese Fremdvölker dargestellt. Die Peleset (plst), Tjeker (ṯkr), Danuna (dnjn) und die Waschasch (wšš) tragen Helme mit Federkrone. Für die Darstellungen hierzu gibt es gleichzeitige Parallelen in Enkomi. Die Träger eines Hörnerhelms ohne Aufsatz sind die Scherden. Diese Art der Hörnerhelme wurden als Zeichnung auf der Kriegervase aus Mykene, und ebenfalls in Enkomi gefunden.

Die Šekeleš (šklš) tragen Stirnbänder. Die Fremdvölker werden einheitlich mit einem kurzen Rock dargestellt und sind meist bartlos. Oft tragen sie Panzer. Die Bewaffnung besteht aus einem runden Schild, Speer, Lanze und Schwert. Ihre Schiffe sind einheitlichen Typs, mit Segeln und einem auffälligen Vogelkopf an beiden Enden. Ob sie Ruder besaßen, ist umstritten. Die Details der Kleidung bei allen Gruppen sind dem Mittelmeerraum zuzuordnen; ebenso nach wissenschaftlichen Untersuchungen die Schiffe. Gleichzeitig mit den Angriffen der Seevölker findet ein Zusammenbruch der bronzezeitlichen Kulturzentren im östlichen Mittelmeerraum statt.

Papyrus Harris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Papyrus Harris I, einem Rechenschaftsbericht von Ramses III., der kurz nach dessen Tode verfasst wurde, wird berichtet, wie der Pharao die Dnjn, „die auf ihren Inseln sind“, tötete. Gefangene Šrdn (Schardana) werden als Hilfstruppen angesiedelt. Wenn sich dies auf dieselben Ereignisse wie die Inschriften von Medinet Habu bezieht, so heißt dies vermutlich, dass der ägyptische Sieg nicht vollkommen war, sondern dass man die Angreifer an der Peripherie ansiedeln und mit Tributen besänftigen musste. Die meisten Kommentatoren nehmen zudem eine Verwechslung der Šrdn mit den Šklš (Schekelesch) an, denn die Šrdn sind schon aus früherer Zeit als ägyptische Hilfstruppe bekannt: Sie sind bereits unter Ramses II. auf ägyptischer Seite in der Schlacht bei Kadesch belegt. Sie kamen offenbar als Kriegsgefangene in die Armee und werden als Hörnerhelmträger mit Knauf abgebildet. Die Šrdn entsprechen wohl den Šardanu in den Amarnabriefen aus der 18. Dynastie. In einem Brief des Königs von Byblos an den König von Ägypten werden Šardanu als Leibwache erwähnt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht alle als Seevölker bezeichneten Völker werden in den bisher bekannten Quellen unter den jeweiligen Königen Ägyptens genannt, die über sie berichteten:[9]

Nennung der Peleset, Tjeker, Šekeleša, Danu und Wašaš in der Inschrift am zweiten Pylon des Totentempels Ramses’ III. in Medinet Habu (mittlere Kolumne)
Name Amarna-Zeit Ramses II. Merenptah Ramses III.
Luka (rkw)
Šardana (š3rdn)
Šekeleša (š3krš3)
Turiša (twrš3)
Aqi-waša (jḳ3w3š3)
Danu (d3jnjw)
Tjeker (ṯ3k3r)
Peleset (prwsṯ)
Wašaš (w3š3š3)

In der Tabelle nicht aufgeführt sind die nur unter Ramses II. als Verbündete der Hethiter in der Schlacht bei Kadesch genannten Dardunu (d3rdnjj), Meša (m3s3), Mawuna oder Yaruna (jrwn), Pidasa (pt3s3) und Kelekeš.[10][11]

Von 1250 bis 1100 v. Chr. kam es zu einem Klimawandel, der im Gebiet des östlichen Mittelmeeres zu extremen Trockenphasen führte.[12] In der ausgehenden Bronzezeit ergaben sich ab ca. 1220 v. Chr. einschneidende Veränderungen im Seehandel des Mittelmeerraums. Diese Schwierigkeiten zeigten bereits bei den Hethitern um 1210 v. Chr. erste Wirkungen, da Ägypten die in einen Versorgungsengpass geratenen Hethiter mit Getreidelieferungen unterstützte. Anscheinend konnte die wirtschaftliche Lage nicht lange stabilisiert werden. Nur einige Jahre später suchten die Hethiter bereits nach neuen Siedlungsmöglichkeiten. Archäologische Funde und schriftliche Dokumente zeigen einheitlich den sich abzeichnenden Zusammenbruch des gesamten Handels bis in die Gebiete der Ägäis auf.

Alter Orient im 13. Jahrhundert v. Chr.
Östliches Mittelmeer; Migration, Invasion und Zerstörungen während des Endes der Bronzezeit (3300–1200 v. Chr.) im Nahen Osten[13]

Die vielleicht einsetzenden Völkerwanderungen kamen vermutlich aus westlicher Richtung und zogen sich über einen längeren Zeitraum auf dem Landweg hin. Auf dem Relief in Medinet Habu werden Familien gezeigt, die mit ihrem Hab und Gut auf Ochsenkarren unterwegs sind. Das Ziel dieser Wanderer bildete zunächst Hatti und Kizzuwatna, später die Levante und Zypern. Die Angriffe zur See müssen daher losgelöst von der schon vorher einsetzenden „Völkerwanderung“ gesehen werden.

Verlauf des „Seevölkersturms“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur See operierende Völker schlossen sich mit zu Lande agierenden Völkern zu einer Koalition zusammen und zerstörten im östlichen Mittelmeergebiet viele Städte und Reiche. Die letzte Korrespondenz aus Ugarit spricht von verlustreichen Kämpfen des hethitischen Herrschers im Bereich der Lukka-Länder. Gleichzeitig war Zypern nach den Alašija-Briefen von nicht näher bezeichneten „Feinden“ angegriffen worden, die jedoch weiterzogen. Die Flotte Ugarits wurde vom hethitischen Herrscher an der kleinasiatischen Südküste eingesetzt. Truppen Ugarits waren ins hethitische Kernland verlegt worden. Unmittelbar nach dieser Schilderung wurde das schutzlose Ugarit von See aus zerstört.

Theorien zur Identität der „Seevölker“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Thema „Seevölker“ zählt zu den meistdiskutierten, komplexesten und schwierigsten Forschungsbereichen der Altertumsforschung. Zahlreiche multidisziplinäre Kongresse widmeten sich ausschließlich diesem Thema.

Schon Jean-François Champollion setzte 1836 in seiner Ägyptischen Grammatik (Grammaire égyptienne) die in Medinet Habu erwähnten Peleset mit den aus der Bibel bekannten Philistern gleich.[1][14] Im Jahr 1867 schlug Emmanuel de Rougé,[15] 1872 ergänzt von François Chabas,[1] für die Ethnonyme in den Inschriften des Merenptah in Karnak und des Ramses III. in Medinet Habu auf Grund lautlicher Ähnlichkeiten folgende Identifikationen der einzelnen Stämme vor:[16]

Ägyptische Quellen Deutung Emmanuel de Rougé
Lukka (rkw) Lykier
Sherden (š3rdn) Sarden
Shekelesh (š3krš3) Sikeler
Touresh (twrš3) Etrusker
Akawasha oder Ekouesh (jḳ3w3š3) Achäer
Denyen (d3jnjw) Danäer
Tjekker (ṯ3k3r) Teukrier
Polosté oder Pholosté (prwsṯ) Philister
Weshesh (w3š3š3) Osker

Chabas verband zudem die Danu (Denyen) mit den Dauniern im antiken Kalabrien und machte den Vorschlag, die Peleset, die späteren Philister, originär mit den Pelasgern zu identifizieren.[1] Die Gleichsetzungen in der obigen Tabelle wurden zur Zeit de Rougés weitgehend anerkannt,[16] auch wenn Gaston Maspero sie 1873 in Frage stellte und für eine Herkunft der Seevölker ausschließlich aus dem westlichen Anatolien und vom griechischen Festland plädierte („Anatolische These“). Maspero verband die Scherden mit der Stadt Sardis in Lydien, die Schekelesch mit Sagalassos in Pisidien und die Weschesch mit dem karischen Namen Wassos. Die Akjawascha (Ekwesch) hielt auch er, wie de Rougé und Chabas, für Achäer (Achaioi). Nach ihrer Niederlage gegen Ramses III. seien diese Völker in andere Siedlungsgebiete am Mittelmeer weitergezogen, die Peleset nahmen dabei Wohnplätze an der Küste Kanaans ein.[17]

Der englische Ägyptologe und Historiker Henry R. Hall übernahm Anfang des 20. Jahrhunderts die Vorschläge Masperos mit Ausnahme der Weschesch, die er mit den kretischen Waksioi gleichsetzte. Außerdem wich er 1922 in einer Gedenkschrift für Champollion von Masperos Auffassung ab, die Danuna mit den Danaern in Griechenland zu identifizieren, verband sie stattdessen mit den Danuna Kilikiens, die bereits in den Amarna-Briefen (EA 151)[18] erwähnt wurden.[19] Gleichzeitig fasste Hall den damaligen Forschungsstand zusammen und gab einen Überblick über die bisher publizierte Literatur.[17] Eine Übersicht versuchte auch Eduard Meyer 1928 in seiner Geschichte des Altertums zu geben. Er schlug folgende Zuordnungen für die Seevölker vor:[20]

Ägyptische Quellen Deutung Eduard Meyer
Luka (rkw) Lykier
Šerdana (š3rdn) Sarden – möglich, aber nicht gesichert
Šakaruša oder Šakalša (š3krš3) Sikuler in Unteritalien – möglich, aber nicht gesichert
Turša oder Turuša (twrš3) Tyrsener – Seeräuber in der Ägäis, später Etrusker
Aqaiwaša (jḳ3w3š3) Achaeer – gute Übereinstimmung des Namens
Danauna (d3jnjw) Danaer von Argos
Zakkari (ṯ3k3r)  ?
Pursta, Puirsta oder Persta (prwsṯ) Philister
Uašeš (w3š3š3)  ?

Eduard Meyer geht, neben den Danaern, Achäern, Lykiern und Tyrsenern, von einer gewissen Fassbarkeit zweier Völker aus, der Persta und der Zakkari. Die Persta verbindet er mit den Philistern, die nach israelitischer Überlieferung von Kreta stammten. Beide Völker siedelten sich Anfang des 12. Jahrhunderts v. Chr. an der Küste Palästinas an, die Philister bei Gaza und Askalon, die Zakkari nördlich bei Dor. Den Persta und Zakkari war in den ägyptischen Darstellungen die „Kopfbedeckung von Federn“ oder „Federkrone“ gemeinsam.[21] Nach Herodot (Historien: 1, 171) waren die Karer die ersten, die Federbüsche auf den Helmen anbrachten.

Die Gleichsetzung der Šardana mit den Bewohnern Sardiniens und der Šekeleš oder Tjeker mit den Sikelern bzw. Bewohnern Siziliens ist in der Forschung nach wie vor strittig. Gemeinsam mit den Turša (Tyroša) kann bei den Šardana jedoch in der ägyptischen Geschichte auf ältere Berührungspunkte verwiesen werden, die bis in die Anfänge der 18. Dynastie reichen.[7] Die Luka, als Bewohner der Lukka-Länder, wurden in hethitischen Texten oft genannt und waren in Südwest-Kleinasien angesiedelt.

Indogermanische Einwanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Althistoriker, Sprachwissenschaftler und Archäologen gingen früher davon aus, dass es sich in der Mehrzahl um Indogermanen aus dem Balkan gehandelt habe. Ihr Vordringen führte demnach zum Niedergang der mykenischen Kultur in Griechenland (Pylos, Mykene u. a.) und besiegelte auch das Schicksal des Hethiterreichs.

Bei dem im Tal des Jordan nahe der Grenze zu Israel gelegenen Siedlungshügel Tell Abu al-Kharaz dürfte es sich um die in der Bibel erwähnte Stadt "Jabesh Gilead" handeln. Die Ergebnisse der Ausgrabungen stützen die Theorie, dass Gruppen der ursprünglich aus Süd- und Osteuropa stammenden Seevölker die östliche Mittelmeerregion bis zum Tal des Jordan besiedelten. Kulturelemente aus dem europäischen Raum sind in Tell Abu al-Kharaz gefunden worden. In der Stadt siedelten die Philister. Keramikfunde weisen in Form und Dekor auf Griechenland und Zypern. Zylinderförmige Webgewichte wurden zur gleichen Zeit in Zentral- und Südosteuropa benutzt.

Piraten und Mykener[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

lili rere
Ramses III. führt Gefangene der Seevölker vor Amun und Mut – sämtliche Gefangenen in den drei Registern hinter dem Pharao tragen einen „Federhelm“
(Abzeichnung nach Richard Lepsius und Originalrelief am zweiten Pylon des Totentempels Ramses’ III. in Medinet Habu)

Andere sahen die „Seevölker“ schlicht als Seeräuber. Die Piraterie hatte in damaliger Zeit einen anderen Stellenwert, als man sie aus heutiger Sicht betrachtet. Die Grenzen zwischen Abenteuer, Seeraub und Krieg waren fließend. Beutefahrten gehörten beispielsweise zu den normalen Erwerbstätigkeiten griechischer Adliger.[22] In Homers Odyssee beschreibt das Menelaos gegenüber Telemachos: „Also durchirrt’ ich die Länder, und sammelte großes Vermögen.“ (Homer: Odyssee 4,90)[23]

Einige Forscher vermuteten, bei den „Seevölkern“ habe es sich zu großen Teilen um Mykener gehandelt, die also nicht Opfer, sondern Auslöser der Unruhen gewesen wären. Diese Theorie gilt aber bis auf weiteres als sehr problematisch, wenngleich sich etwa in der materiellen Kultur der späteren Philister durchaus einige Parallelen zur mykenischen finden lassen. So besteht eine sehr große Nähe der sogenannten Philister-Keramik zur mykenischen Keramik der Stufe SH III C 1b im 12. Jahrhundert v. Chr.[24] Die Phase SH III C setzte sich bereits um 1200 v. Chr. auf Zypern durch.[25] Die Darstellung einiger Seevölker im Totentempel Ramses’ III. verweist auf die Ägäis als Herkunftsort. So werden die „Federhelme“ vielfach den Mykenern zugeordnet, die einen Helmbusch (griechisch λόφος lophos) als Aufsatz auf ihren Helmen anbrachten. Zudem tragen viele der Seevölkergruppen einen mykenischen, über dem Knie endenden Schurz, wie er in Ägypten aus dem Grab des Rechmire bei den Gabenbringern aus Keftiu bekannt ist. Auch die Vogelköpfe an den Enden der Seevölkerschiffe werden oft dem ägäischen Kulturraum zugewiesen. Hierzu passt die Angabe des Odysseus bei Homer von „rotgeschnäbelten Schiffen“ (Homer: Odyssee 23,271).[26]

Herkunft aus Kleinasien (Troja) und der Ägäis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der aktuellen Forschung wird als Ausgangspunkt der „Seevölker“-Unruhen oft der west- bzw. süd-kleinasiatische und der ägäische Raum angenommen. Dafür spricht neben einer Vielzahl von neuen archäologischen Funden, die in diese Richtung deuten, auch die ägyptische Bezeichnung Hau-nebut (Ḥ3w-nbwt) für die Seevölker, die „Bewohner der Ägäis“ bedeutet.

Der Geoarchäologe Eberhard Zangger vermutet die Herkunft der Seevölker in Nordwestanatolien. Er identifiziert es mit dem in hethitischen Texten erwähnten Achijawa und vermutet dahinter ein wesentlich von Troja kontrolliertes Machtbündnis. Zu den Implikationen seiner Theorie gehört auch die (bis heute umstrittene) historische Realität eines Trojanischen Krieges. Achijawa mit seinem Machtzentrum Troja wäre somit militärischer Gegner sowohl von Mykene als auch von Hatti gewesen. Nach der Zerstörung Trojas durch mykenische Griechen seien die Überlebenden in verschiedene Regionen im östlichen Mittelmeer geflüchtet und hätten ihre technologischen Kenntnisse (vor allem der Metallverarbeitung) dorthin mitgenommen. So erkläre sich das etwa zeitgleiche Auftauchen von Philistern und Phöniziern in der Levante, der Thraker auf dem Balkan oder, etwas später, der Etrusker in Italien. Zangger dokumentierte die Theorie in seinem Buch „Ein neuer Kampf um Troja - Archäologie in der Krise“.[27] Die Theorie stützt sich im Wesentlichen auf inhaltliche Parallelen zwischen hethitischen, griechischen und ägyptischen Texten, auf geoarchäologische Befunde sowie auf die durch jüngere Ausgrabungen erhärtete Vermutung, wonach Troja deutlich größer war als bis in die 1990er Jahre oft angenommen. Neuere Ausgrabungen ergeben allerdings ein differenziertes Bild. So könnte Troja zwar in der frühen Bronzezeit ein größeres Handelszentrum gewesen sein, nicht jedoch in der - für die Theorie zentralen - späten Bronzezeit.[28]

Nach neueren Forschungen der Archäologen Jung und Mehofer standen Gruppen in der Ägäis auch mit Italien in engem Kontakt.[29] Darauf weisen Ergebnisse archäometallurgischer Untersuchungen an spätbronzezeitlichen Schwertern und Fibeln hin. Die charakteristischen Hiebschwerter vom Typ Naue II wurden demnach in Italien hergestellt und verbreiteten sich von dort über die Ägäis in den östlichen Mittelmeerraum. Die typisch italischen Violinbogenfibeln wurden dagegen lokal in der Ägäis und der Levante hergestellt und wurden wohl von Auswanderern getragen, die zu Seevölkergruppen gehörten. Verschiedene Auswanderungswellen bildeten dann in einem Dominoeffekt den Seevölkersturm.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(chronologisch sortiert)

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jakob Krall: Tyros und Sidon. In: Studien zur Geschichte des Alten Ägypten. Tempsky, Wien 1888, III. Die Seevölker, S. 24–36 (Digitalisat [abgerufen am 7. September 2015]).
  • August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm: Forschungsüberblick mit Folgerungen zur bibl. Exodusthematik., Berlin/ New York 1976, ISBN 3-11-006761-7.
  • N. K. Sandars: The sea peoples: warriors of the ancient Mediterranean 1250–1150 B.C. Thames & Hudson, London 1978, 1985, 1987, ISBN 0-500-27387-1.
  • Gustav Adolf Lehmann: Umbrüche und Zäsuren im östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien zur Zeit der „Seevölker“-Invasionen um und nach 1200 v. Chr. Neue Quellenzeugnisse und Befunde. In: Historische Zeitschrift. Nr. 262, 1996, S. 1–38.
  • Eliezer D. Oren: The sea peoples and their world: a reassessment. (= University Museum monograph. Band 108; University Museum symposium series. Band 11). University Museum, Philadelphia 2000, ISBN 0-924171-81-2.
  • Eric H. Cline, David O’Connor: The mystery of the 'sea peoples'. In: D. O’Connor, S. Quirke: Mysterious Lands. (= Encounters with ancient Egypt.) UCL Press, London 2003, ISBN 1-84472-004-7.
  • Eric H. Cline: 1177 v. Chr. Der erste Untergang der Zivilisation. Theiss, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3195-3.
  • Dirk Husemann: Das große Beben. In: Bild der Wissenschaft. Nr. 12/ 2014. Konradin, Leinfelden-Echterdingen Dezember 2014, S. 58–65.

Zum Seevölkersturm unter Ramses III.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Widmer: Zur Darstellung der Seevölker am Großen Tempel von Medinet Habu. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde. (ZÄS) 102, 1975, S. 67–77.
  • Wolfgang Helck: Nochmals zu Ramses III. Seevölkerkrieg. In: Studien zur Altägyptischen Kultur. (SAK) 14, 1987, S. 129–145.
  • Robert Drews: Medinet Habu: Oxcarts, Ships and Migration Theories. In: Journal of Near Eastern Studies. (JNES) Band 59, Nr. 3, Chicago 2000.
  • Eileen Hirsch: Ramses III. und sein Verhältnis zur Levante. In: Ägypten und Altes Testament. (ÄUAT) Band 36, Nr. 3, Wiesbaden 2003.
  • Sabine Albers: Der Seevölkersturm. In: Kemet. Heft 4: Ramses III. 2005, ISSN 0943-5972, S. 32–34.
  • Marcus Müller: Die Schlacht gegen die Seevölker unter Ramses III. In: Kemet. Heft 4: Krieg und Frieden. 2009, ISSN 0943-5972, S. 38–42.
  • Heike Sternberg-el Hotabi: Der Kampf der Seevölker gegen Pharao Ramses III. (= Archäologie, Inschriften und Denkmäler Altägyptens. Band 2). Marie Leidorf, Rahden (Westfalen) 2012, ISBN 978-3-86757-532-4.

Weitere Detailfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Shirly Ben-Dor Evian: „They were thr on land, others at sea ...“ The Etymology of the Egyptian Term for „Sea-Peoples“. In: Michael Langlois (Hrsg.): Semitica 57. Peeters, Löwen 2015, S. 57–75 (Digitalisat [abgerufen am 26. November 2015]).
  • Manfred Bietak: Zur Landnahme Palästinas durch die Seevölker und zum Ende der ägyptischen Provinz Kana’an. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. (MDAIK) 47 (FS Kaiser), 1991, S. 35–50.
  • Gustav Adolf Lehmann: Die 'politischen-historischen' Beziehungen der Agäis-Welt des 15.–13. Jhs. v. Chr. zu Vorderasien und Ägypten: einige Hinweise. In: Joachim Latacz (Hrsg.): Zweihundert Jahre Homerforschung. (= Colloquium Rauricum. Band 2). Teubner, Stuttgart 1991, ISBN 3-519-07412-5.
  • Robert Drews: The End of the Bronze Age: Changes in Warfare and the Catastrophe ca. 1200 B.C. Princeton 1993.
  • Othniel Margalith: The sea peoples in the Bible. Harrassowitz, Wiesbaden 1994, ISBN 3-447-03516-1.
  • Edward Noort: Die Seevölker in Palästina. Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 90-390-0012-3.
  • Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troia – Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1994, ISBN 3-426-26682-2.
  • Trude Dothan, Mosche Dothan: Die Philister, Zivilisation und Kultur eines Seevolkes. Diederichs, München 1995, ISBN 3-424-01233-5.
  • Wolfgang Helck: Die Beziehungen Ägyptens und Vorderasiens zur Ägäis bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. Harrassowitz, Wiesbaden 1962. (auch: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, 1995, ISBN 3-534-12904-0)
  • Abraham Malamat: The Egyptian decline in Canaan and the Sea-Peoples. Massadah, Tel-Aviv 1971.
  • Edward Noort: Die Seevölker in Palästina. (= Palaestina antiqua. NS Band 8). Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 90-390-0012-3.
  • Wolf-Dietrich Niemeier: The Mycenaeans in Western Anatolia and the Problem of the Origins of the Sea Peoples. In: S. Gitin, A. Mazar, E. Stern (Hrsg.): Mediterranean Peoples in Transition. Thirteenth to Early Tenth Centuries BCE. Israel Exploration Society, Jerusalem 1998, ISBN 965-221-036-6, S. 17–65.
  • Karl Jansen-Winkeln: Ägyptische Geschichte im Zeitalter der Wanderungen von Seevölkern und Libyern. In: E. A. Braun-Holziger, H. Matthäus (Hrsg.): Die nahöstlichen Kulturen und Griechenland an der Wende vom 2. zum 1. Jahrtausend v. Chr. Bibliopolis, Möhnesee, ISBN 978-3-933925-27-5, S. 123–141.
  • Manfred Dietrich, Oswald Loretz: Der Untergang am 21.1.1192 v. Chr. von Ugarit? Der astronomisch-hepatoskopische Bericht KTU 1.78 (= RS 12.061). (= Ugarit Forschungen. Band 34; Internationales Jahrbuch für Altertumskunde Syrien-Palästinas. 2002). Ugarit-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-934628-33-8, S. 53 ff.
  • Colleen Manassa: The Great Karnak Inscription of Merenptah: Grand Strategy in the 13th Century BC. (= Yale Egyptological Studies. Band 5). Yale Egyptological Seminar, Department of Near Estern Languages and Civilizations, The Graduate School, Yale University, New Haven 2003, ISBN 0-9740025-0-X.
  • Anthony John Spalinger: War in ancient Egypt: the New Kingdom (= Ancient world at war). Blackwell, Oxford 2005, ISBN 1-4051-1372-3.
  • Frederik Christiaan Woudhuizen: The Ethnicity of the Sea Peoples. Dissertation. Rotterdam 2006. (PDF; 4 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seevölker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Heike Sternberg-el Hotabi: Der Kampf der Seevölker gegen Pharao Ramses III. In: Archäologie, Inschriften und Denkmäler Altägyptens. Band 2. Marie Leidorf, Rahden 2012, ISBN 978-3-86757-532-4, Flüchtlinge aus Nord, West oder Ost? Die Seevölker und ihre Heimat, S. 37.
  2. Edward Noort: Die Seevölker in Palästina (= Palaestina Antiqua. Band 8). Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 978-90-390-0012-0, Die Seevölker in den ägyptischen Quellen, S. 54–55 (Digitalisat [abgerufen am 5. April 2016]).
  3. Halayqa 2008, S. 341.
  4. Arnaud 1991: 58 no. 25; 83 no. 44.
  5. Shirly Ben-Dor Evian: „They were thr on land, others at sea ...“ The Etymology of the Egyptian Term for „Sea-Peoples“. In: Michael Langlois (Hrsg.): Semitica 57. Peeters, Löwen 2015, S. 57–75 (Digitalisat [abgerufen am 26. November 2015]).
  6. Gardiner 1960, S. 40.
  7. a b Ursula Kaplony-Heckel: Die Israel-Stele des Mer-en-Ptah, 1208 v. Chr. In: Otto Kaiser u. a.: TUAT, Band I Alte Folge – Lieferung 6, Historisch-chronologische Texte III. Gütersloher Verlaghaus Mohn, Gütersloh 1985, ISBN 3-579-00065-9, S. 545; vgl. auch Anmerkungen d und e; siehe ebenso Wolfgang Helck: Die Seevölker in den ägyptischen Quellen – Jahresbericht des Instituts für Vorgeschichte der Universität Frankfurt am Main. München 1976, S. 7–21.
  8. Übersetzung der Inschrift (Zeilen 15–18) in: Edward Noort: Die Seevölker in Palästina. Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 90-390-0012-3, S. 56/57.
  9. Tabelle nach Angaben in F. C. Woudhuizen: The Ethnicity of the Sea Peoples. Dissertation Rotterdam 2006 (online auf: repub.eur.nl).
  10. August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm. Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik. 1. Auflage. de Gruyter, Berlin, New York 1976, ISBN 3-11-006761-7, Kultur und Religion der Seevölker in der Zerstreuung (Die Kraft des Überlebens), S. 177 (online [abgerufen am 14. September 2014]).
  11. Die Schlacht von Qadesch – Poème 80-99. Sachmet, 2014, abgerufen am 14. September 2014.
  12. Karin Kloosterman: Ancient pollen yields dramatic finds at Sea of Galilee. Israel21c, 10. November 2013, abgerufen am 29. Dezember 2013 (englisch).
  13. Patrick Karl O'Brien: Atlas of World History. Oxford University Press, 2002, ISBN 019521921X, 9780195219210, S. 37.
  14. Shell Peczynski: The Sea Peopla and their Migration. Rutgers University, New Brunswick (New Jersey) 2009, The Confederation of Lands and Tribes United to Form the Sea Peoples Front, S. 31 (Digitalisat [abgerufen am 10. April 2016] PDF-Datei, 3.104,24 KB).
  15. Memoire sur les attaques dirigées contre le Égypte par les peuples de la Méditerranée vers la quartorzième siècle avant notre ere. In: Revue Archéologique. 1867, S. 38–81.
  16. a b Claude Vandersleyen: Le Dossier Égyptien des Philistins. In: Yigael Yadin, Chaïm Perelman, Edward Lipiński (Hrsg.): The Land of Israel: cross-roads of civilizations. Proceedings of the conference held in Brussels from the 3rd to the 5th of December 1984 to mark the twenty-fifth anniversary of the Institute of Archaeology Queen Elisabeth of Belgium at the Hebrew University of Jerusalem: in memory of Prof. Y. Yadin and Prof. Ch. Perelman. Peeters, Leuven 1985, ISBN 90-6831-031-3, S. 41/44 (Digitalisat [abgerufen am 29. Juni 2014]).
  17. a b Heike Sternberg-el Hotabi: Der Kampf der Seevölker gegen Pharao Ramses III. In: Archäologie, Inschriften und Denkmäler Altägyptens. Band 2. Marie Leidorf, Rahden 2012, ISBN 978-3-86757-532-4, Flüchtlinge aus Nord, West oder Ost? Die Seevölker und ihre Heimat, S. 38.
  18. William L. Moran: Amarna Letters Containing References to the Sea Peoples. A letter from Abi-Milku, mayor of Tyre, to Akhenaten (EA 151). www.courses.psu.edu, 8. Juni 2011, archiviert vom Original am 9. Mai 2008, abgerufen am 7. April 2016 (englisch).
  19. Shell Peczynski: The Sea People and their Migration. Rutgers University, New Brunswick, New Jersey 2009, Epigraphical Evidence, S. 8 (Digitalisat [abgerufen am 7. April 2016] PDF-Datei, 3104,24 KB).
  20. Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. 4. Auflage. Zweiter Band. Erste Abteilung: Die Zeit der ägyptischen Großmacht.. Darmstadt 1965, Die großen Wanderungen. Ausgang der mykenischen Zeit, Ende des Chetiterreichs und Niedergang Ägyptens: Die Seevölker und die ethnographischen Probleme. Tyrsener und Achaeer, S. 556–558 (Digitalisat [abgerufen am 10. Januar 2013]).
  21. Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Erster Band. Zweite Abteilung: Die ältesten Geschichtlichen Völker und Kulturen bis zum sechzehnten Jahrhundert. Darmstadt 1965, Die ethnographischen Probleme. Eteokreter und Kafti. Lykier, Tyrsener und Philister., S. 800–803 (online [abgerufen am 25. Juni 2014]).
  22. Heidrun Derks: Gefahr auf See – Piraten der Antike (= Antike Welt. Nr. 2/2016). von Zabern 2016, ISSN 0003-570X, S. 8–11.
  23. Homer: Odyssee. 4. Gesang: Telemachos in Sparta, Zeile 90. www.gottwein.de, 7. September 2003, abgerufen am 19. April 2016.
  24. August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm: Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik. Hrsg.: Georg Fohrer. (= Beiheft zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft. Nr. 145). de Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-006761-7, Der Seevölker-Sturm in Historie und Mythos, S. 77 (Digitalisat [abgerufen am 18. April 2016]).
  25. Hartmut Matthäus: Eine kosmopolitische Hochkultur: Zypern von 1600 – 1100 v. Chr. In: Sabine Rogge (Hrsg.): Zypern – Insel im Brennpunkt der Kulturen. Waxmann, Münster 2000, ISBN 3-89325-878-7, Das 16. bis 14. Jahrhundert v. Chr., S. 101 (Digitalisat [abgerufen am 18. April 2016]).
  26. Homer: Odyssee. 23. Gesang: Penelope erkennt Odysseus, Zeile 271. www.gottwein.de, 7. September 2003, abgerufen am 19. April 2016.
  27. Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troja. Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1996, ISBN 3-426-77233-7. (Who Were the Sea People? In: Saudi Aramco World Volume 46, Number 3 (May/June 1995). Abgerufen am 5. August 2013. Englische Zusammenfassung der Argumente)
  28. „Herr Schrott ist ein Schriftsteller.“ Interview mit dem ehemaligen Leiter der Troja-Ausgrabungen, Ernst Pernicka In: Bild der Wissenschaft. vom 17. August 2010.
  29. Österreichische Akademie der Wissenschaften: Forschungsbericht (Memento vom 28. November 2012 im Webarchiv archive.is) vom Februar 2008.