Seevölker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schilderung des Sieges über die Seevölker im Totentempel Ramses’ III. in Medinet Habu, dem altägyptischen Tahut

Der Begriff Seevölker wird seit dem späten 19. Jahrhundert als Sammelbezeichnung für die in ägyptischen Quellen des Neuen Reichs erwähnten „Fremdvölker“ verwendet, die gegen Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr.[1] unter Merenptah, vor allem aber zu Beginn des 12. Jahrhunderts v. Chr. nach Berichten von Ramses III. (20. Dynastie, Neues Reich) zur ernsten Bedrohung für Ägypten wurden. Möglicherweise handelt es sich um die gleichen Kräfte, die zwischen 1194 und 1186 v. Chr. Ugarit angriffen und zerstörten. Auch für eine Reihe weiterer Zerstörungen und Umwälzungen im östlichen Mittelmeergebiet (Levantisches Meer) werden diese Völker ‚verantwortlich‘ gemacht.

Hypothesen zur Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Woher ursprünglich die einzelnen Gruppen der als „Seevölker“ bezeichneten Ethnien[2] kamen, ist bisher noch unklar und hypothetisch.[3] So wird, neben anderen Positionen, angenommen, dass die „Seevölker“ aus unterschiedlichen Gruppen verschiedener mediterraner Regionen und unterschiedlichen Kulturen entstammten, die in Wellen und über einen längeren Zeitraum hinweg in die bestehenden politischen und kulturellen Ordnungen der einzelnen Staaten des östlichen Mittelmeers eindrangen.[4] Die Ursachen dieser Migrationsdynamik werden, obgleich kontrovers diskutiert, u. a. etwa in den späteren Folgen der Thera-Eruption[5][6] vermutet, einem spätbronzezeitlichen Ausbruch der ägäischen Vulkaninsel Thera (heute Santorin), die sich im 17. oder 16. Jahrhundert v. Chr. zutrug, oder in Kombination mit einer späteren Eruption des Hekla-Vulkans auf Island oder des Ätnas auf Sizilien[7] und deren Auswirkungen.[8][9][10] Solche Hypothesen leiten aus den Eruptionen dann Auswirkungen wie Sonnenverfinsterung, Absenkung der Temperatur, was sich in der Klimageschichte zu jener Zeit in einem allgemeinen Temperatursturz äußerte, und Subsistenzkrisen ab. Andere Szenarien sehen in einer Kette von Erdbeben,[11] verursacht durch die Drift entlang der Berührungs- und Verwerfungszonen der Afrikanischen, Eurasischen und Arabischen Platten eine Erklärungsmöglichkeit.

Auch Dürren, deren Ursachen unklar sind, kommen als Erklärung in Frage, so konnte durch Kaniewski (2008/2010)[12][13] anhand von Pollenanalysen in Telĺ Tweini (Syrien) nachgewiesen werden, dass das Klima vom frühen 12. bis 9. Jahrhundert v. Chr. trockener wurde. In einer weiteren Untersuchung bei einer Pollenanalyse auf Zypern, in Hala Sultan Tekke, kam man zu den gleichen Ergebnissen. Eine andere Metastudie von Drake (2012)[14] für die Ägäis ergab, dass es damals zu einer Abkühlung der Meeresoberfläche im östlichen Mittelmeer kam, was wiederum weniger Niederschläge mit sich brachte und vermutlich zwischen 1250 und 1197 v. Chr. zu einer Dürre in der Region führte.

Dass die Raubzüge und Plünderungen der „Seevölker“ einzig zu einem Zusammenbrechen der spätbronzezeitlichen Handelswege geführt hätten, was das fragile System der eng miteinander vernetzten Kulturen kollabieren ließ, scheint unwahrscheinlich. Damit scheinen die Seevölker nicht nur Auslöser, sondern auch Betroffene eines weitaus komplexeren Geschehens gewesen zu sein. Deshalb legen die tiefgreifenden Umwälzungen der Kulturen und Gesellschaften um das Jahr 1200 v. Chr. sowohl für Europa als auch den Nahen Osten eine oder mehrere zentrale Ursachen nahe.[15][16]

Begriff und Wissenschaftsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung geht auf den Ausdruck peuples de la mer in einem Text des Ägyptologen Emmanuel de Rougé (1811–1872) zurück, der sie in seiner Beschreibung (1855) der Überreste des zweiten Pylons des Tempels von Medînet Hâbu verwendete.[17] Der Ägyptologe Gaston Maspero, Emmanuel de Rougés Nachfolger am Collège de France, popularisierte die Bezeichnung peuples de la mer und assoziierte sie mit der Theorie ihrer Migration. Maspero hat diese Hypothese 1873 in der Revue critique d’histoire et de littérature erwähnt und 1895 in seiner Histoire ancienne des peuples de l’Orient classique weiter entwickelt.

Der Ausdruck Seevölker wurde also von Maspero in der akademischen Welt verbreitet, er fand den Begriff peuples de la mer verwandt mit Bezeichnungen in altägyptischen Texten, in denen von den „Leuten von (den Inseln) inmitten des Meeres“ (iww ḥr jw-ib w3ḏ-wr) die Rede ist.[18][19] Obwohl die Bezeichnung suggeriert, dass es sich hier um Seekrieger handelt, sprechen die Texte aber davon, dass sie zu See und an Land kämpften.

In den ägyptischen Texten werden sie als thr oder im Plural thr.w geschrieben. Gewöhnlich wird das mit „Krieger“ oder „Truppe“ übersetzt. Vermutlich handelt es sich um ein semitisches Lehnwort aus Ugarit.[20] Dort wird es in Tafeln zweimal im Zusammenhang mit einem Sieg der Tarwu (thr) gegen die Stadt Emar benutzt, wobei es sich hierbei wohl um die Mittani handelte.[21] Im Relief der Schlacht bei Kadesch 1274 v. Chr. werden thr jedoch auch als Truppen vor oder hinter der Armee der Hethiter in Funktionen als Spähtrupp bzw. rückwärtiger Schutz dargestellt, die wohl ebenfalls Mitanni aus Naharina in Diensten hethitischer Herrscher darstellen.[22] Verschiedene Wissenschaftler betrachten sie daher als schnelle „Eingreiftruppe“ oder als „Elitekrieger“.

Die früheste ägyptische Quelle für das Wort thr stammt aus der Zeit Thutmosis III. und hängt wohl ebenfalls mit den Mitanni und der Schlacht bei Megiddo von 1457 v. Chr. zusammen. Alan Gardiner glaubte daher, dass es sich um ein mittanisches Wort handelte.[23] Einen weiteren Hinweis bietet die Heirats-Stele von Ramses II., der die Tochter des Königs von Hatti heiratete. Diese wurde von ihrem Hofstaat und den thr begleitet. In der 20. Dynastie von Ägypten werden thr in hohen Militärpositionen, aber auch als Landeigner in Mittelägypten erwähnt. Zwei Privatstelen aus dem Tempel von Ehnasya bezeichnen sich als thr Anführer der Shardana Hochburg bzw. als thr Soldat der Sherden. Eine Militärkolonie ist aus der Zeit Ramses III. bekannt, die in dessen Armee diente. Eine klare Zuordnung dieser Seevölker ist daher auch hier nicht zu erkennen.

Aus ägyptischer Perspektive benannte Ethnien und „Seevölker“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch archäologische Funde in Ägypten im 19. und 20. Jahrhundert und andere Schriftquellen der Zeit entstand die Vorstellung eines „Seevölkersturms“, der in der späten Bronzezeit, im 12. und 11. Jahrhundert v. Chr., vorderorientalische, im östlichen Mittelmeer und der Ägäis Zivilisationen bedroht und zum Teil zerstört haben soll. Die „Seevölker“ stellen sich in der aktuellen Forschung eher als ein Konstrukt dar.[24][25] Für den Untergang der vorderasiatischen Hochkulturen in der späten Bronzezeit werden eher die Folgen einer Klimakatastrophe verantwortlich gemacht, die zu einer weitreichenden Dürre führte. Ernteausfälle mündeten in den Gesellschaften zu inneren Konflikten, zu Flucht und Vertreibung und letztendlich zu kriegerischen Handlungen.

Die ägyptischen Inschriften nennen Ethnien, die durch Abgleich etwa mit hethitischer Korrespondenz oder der biblischen Überlieferung identifiziert und lokalisiert werden können (Lykier, Philister, Kreter [Keftiu], Danuna/Danaer usw.). Nicht alle als Seevölker bezeichneten Völker werden in den bisher bekannten Quellen unter den jeweiligen Königen Ägyptens genannt, die über sie berichteten:[26]

Nennung der Peleset, Tjeker, Šekeleša, Danu und Wašaš in der Inschrift am zweiten Pylon des Totentempels Ramses’ III. in Medinet Habu (mittlere Kolumne)
Name Amarna-Zeit Ramses II. Merenptah Ramses III.
Luka (rkw)
Šardana (š3rdn)
Šekeleša (š3krš3)
Turiša (twrš3)
Aqi-waša (jḳ3w3š3)
Danu (d3jnjw)
Tjeker (ṯ3k3r)
Peleset (prwsṯ)
Wašaš (w3š3š3)

In der Tabelle nicht aufgeführt sind die nur unter Ramses II. als Verbündete der Hethiter in der Schlacht bei Kadesch genannten Dardunu (d3rdnjj), Meša (m3s3), Mawuna oder Yaruna (jrwn), Pidasa (pt3s3) und Kelekeš.[27][28]

Zwischen 1250 und 1100 v. Chr. kam es nach Auswertung von Pollenanalysen durch Dafna Langgut, Israel Finkelstein und Thomas Litt zu einem Klimawandel, der im Gebiet des östlichen Mittelmeeres zu extremen Trockenphasen führte.[29] In der ausgehenden Bronzezeit ergaben sich ab ca. 1220 v. Chr. einschneidende Veränderungen im Seehandel des Mittelmeerraums. Diese Schwierigkeiten zeigten bereits bei den Hethitern um 1210 v. Chr. erste Wirkungen, da Ägypten die in einen Versorgungsengpass geratenen Hethiter mit Getreidelieferungen unterstützte. Anscheinend konnte die wirtschaftliche Lage nicht lange stabilisiert werden. Nur einige Jahre später suchten die Hethiter bereits nach neuen Siedlungsmöglichkeiten. Archäologische Funde und schriftliche Dokumente zeigen einheitlich den sich abzeichnenden Zusammenbruch des gesamten Handels bis in die Gebiete der Ägäis auf.

Alter Orient um 1220 v. Chr. Zwischen den Machtzentren und Kulturen bestand ein intensiver wirtschaftlicher und politischer Austausch.[30]

Die vielleicht einsetzenden Völkerwanderungen kamen vermutlich aus westlicher Richtung und zogen sich über einen längeren Zeitraum auf dem Landweg hin. Auf dem Relief in Medinet Habu werden Familien gezeigt, die mit ihrem Hab und Gut auf Ochsenkarren unterwegs sind. Das Ziel dieser Wanderer bildeten zunächst Hatti und Kizzuwatna, später die Levante und Zypern. Die Angriffe zur See müssen daher losgelöst von der schon vorher einsetzenden „Völkerwanderung“ gesehen werden.[31]

Theorien zur Identität der „Seevölker“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Thema „Seevölker“ zählt zu den meistdiskutierten, komplexesten und schwierigsten Forschungsbereichen der Altertumsforschung. Zahlreiche multidisziplinäre Kongresse widmeten sich ausschließlich diesem Thema.

Schon Jean-François Champollion setzte 1836 in seiner Ägyptischen Grammatik (Grammaire égyptienne) die in Medinet Habu erwähnten Peleset mit den aus der Bibel bekannten Philistern gleich.[18][32] Im Jahr 1867 schlug Emmanuel de Rougé,[33] 1872 ergänzt von François Chabas,[18] für die Ethnonyme in den Inschriften des Merenptah in Karnak und des Ramses III. in Medinet Habu auf Grund lautlicher Ähnlichkeiten folgende Identifikationen der einzelnen Stämme vor:[34]

Ägyptische Quellen Deutung Emmanuel de Rougé
Lukka (rkw) Lykier
Sherden (š3rdn) Sarden
Shekelesh (š3krš3) Sikeler
Touresh (twrš3) Etrusker
Akawasha oder Ekouesh (jḳ3w3š3) Achäer
Denyen (d3jnjw) Danäer
Tjekker (ṯ3k3r) Teukrier
Polosté oder Pholosté (prwsṯ) Philister
Weshesh (w3š3š3) Osker

Chabas verband zudem die Danu (Denyen) mit den Dauniern im antiken Kalabrien und machte den Vorschlag, die Peleset, die späteren Philister, originär mit den Pelasgern zu identifizieren.[18] Die Gleichsetzungen in der obigen Tabelle wurden zur Zeit de Rougés weitgehend anerkannt,[34] auch wenn Gaston Maspero sie 1873 in Frage stellte und für eine Herkunft der Seevölker ausschließlich aus dem westlichen Anatolien und vom griechischen Festland plädierte („Anatolische These“). Maspero verband die Scherden mit der Stadt Sardis in Lydien, die Schekelesch mit Sagalassos in Pisidien und die Weschesch mit dem karischen Namen Wassos. Die Akjawascha (Ekwesch) hielt auch er, wie de Rougé und Chabas, für Achäer (Achaioi). Nach ihrer Niederlage gegen Ramses III. seien diese Völker in andere Siedlungsgebiete am Mittelmeer weitergezogen, die Peleset nahmen dabei Wohnplätze an der Küste Kanaans ein.[35]

Der englische Ägyptologe und Historiker Henry R. Hall übernahm Anfang des 20. Jahrhunderts die Vorschläge Masperos mit Ausnahme der Weschesch, die er mit den kretischen Waksioi gleichsetzte. Außerdem wich er 1922 in einer Gedenkschrift für Champollion von Masperos Auffassung ab, die Danuna mit den Danaern in Griechenland zu identifizieren, verband sie stattdessen mit den Danuna Kilikiens, die bereits in den Amarna-Briefen (EA 151)[36] erwähnt wurden.[37] Gleichzeitig fasste Hall den damaligen Forschungsstand zusammen und gab einen Überblick über die bisher publizierte Literatur.[35] Eine Übersicht versuchte auch Eduard Meyer 1928 in seiner Geschichte des Altertums zu geben. Er schlug folgende Zuordnungen für die Seevölker vor:[38]

Ägyptische Quellen Deutung Eduard Meyer
Luka (rkw) Lykier
Šerdana (š3rdn) Sarden – möglich, aber nicht gesichert
Šakaruša oder Šakalša (š3krš3) Sikeler in Unteritalien – möglich, aber nicht gesichert
Turša oder Turuša (twrš3) Tyrsener – Seeräuber in der Ägäis, später Etrusker
Aqaiwaša (jḳ3w3š3) Achaeer – gute Übereinstimmung des Namens
Danauna (d3jnjw) Danaer von Argos
Zakkari (ṯ3k3r) ?
Pursta, Puirsta oder Persta (prwsṯ) Philister
Uašeš (w3š3š3) ?

Eduard Meyer geht, neben den Danaern, Achäern, Lykiern und Tyrsenern, von einer gewissen Fassbarkeit zweier Völker aus, der Persta und der Zakkari. Die Persta verbindet er mit den Philistern, die nach israelitischer Überlieferung von Kreta stammten. Beide Völker siedelten sich Anfang des 12. Jahrhunderts v. Chr. an der Küste Palästinas an, die Philister bei Gaza und Askalon, die Zakkari nördlich bei Dor. Den Persta und Zakkari war in den ägyptischen Darstellungen die „Kopfbedeckung von Federn“ oder „Federkrone“ gemeinsam.[39] Nach Herodot (Historien: 1, 171) waren die Karer die ersten, die Federbüsche auf den Helmen anbrachten.

Die Gleichsetzung der Šardana mit den Bewohnern Sardiniens und der Šekeleš oder Tjeker mit den Sikelern bzw. Bewohnern Siziliens ist in der Forschung nach wie vor strittig. Gemeinsam mit den Turša (Tyroša) kann bei den Šardana jedoch in der ägyptischen Geschichte auf ältere Berührungspunkte verwiesen werden, die bis in die Anfänge der 18. Dynastie reichen.[40] Die Luka, als Bewohner der Lukka-Länder, wurden in hethitischen Texten oft genannt und waren in Südwest-Kleinasien angesiedelt.

Verlauf des „Seevölkersturms“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur See operierende Völker schlossen sich mit zu Lande agierenden Völkern zu einer Koalition zusammen und zerstörten im östlichen Mittelmeergebiet viele Städte und Reiche. Die letzte Korrespondenz aus Ugarit, an Merenptah, spricht von verlustreichen Kämpfen des hethitischen Herrschers, Šuppiluliuma II. im Bereich der Lukka-Länder. Gleichzeitig war Zypern nach den Alašija-Briefen von nicht näher bezeichneten „Feinden“ angegriffen worden, die jedoch weiterzogen. Die Flotte Ugarits wurde vom hethitischen Herrscher an der kleinasiatischen Südküste eingesetzt. Truppen Ugarits waren ins hethitische Kernland verlegt worden. Unmittelbar nach dieser Schilderung wurde das schutzlose Ugarit von See aus zerstört.

Ägyptische Quellen zu den „Seevölkern“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inschrift des Merenptah[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertikal gespiegelte Nachzeichnung der Siegesstele des Merenptah (F. Petrie).

Auf Inschriften in Karnak und Athribis wird aus dem 5. Jahr des Merenptah (Baenre-hotephirmaat) die Schlacht im Libyerkrieg erwähnt, bei welcher eine Koalition aus Libyern und „Seevölkern“ Ägypten angriff (Militärwesen im Neuen Reich). Dem libyschen Herrscher Meria (Mrjj) folgten die Hilfstruppen der Šardana (oder Scherden), Šekeleš (Schekelesch), Aqi-waša (Eqweš), Luka, Turiša sowie der als libysch geltenden Mešweš (Meschwesch), Tjehenu und Tjemehu.

„Die Länder der Hethiter fallen, wie beim Anblick nahender Windhunde, auf die Knie. Bleibende Angst für die Herzen der Mešweš, zerbrochen ist das Land Tjemhu. Lebu wurde aus unserem Ta Meri (‚Geliebtes Land‘) verdrängt; es kann nun wieder die Strahlen von Aton sehen, weil das Unwetter über Kemet verjagt wurde.“[40]

Darstellungen in Medinet Habu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Angriff der Seevölker veranlasste Ramses III. in seinem 8. Regierungsjahr (1180 v. Chr.) zu folgendem Bericht:

Krieger eines Mitglieds der Seevölker (Mitte, mit Bürstenhelm; rechts Helm mit hornartigen Verzierungen); abgebildet auf Medinet Habu Ramses III. Tempel Nordostwand
Pulasati (Philister) und Tsakkaras auf einem Pylon von Medinet Habu

„(15) Ich {Ramses III} schütze es {Ägypten}, (16) indem ich (für es) die Neunbogen abwehre. Die Fremdländer vollzogen alle zusammen die Trennung von ihren Inseln. Es zogen fort und verstreut sind im Kampfgewühl die Länder auf einen Schlag. Nicht hielt irgendein Land vor ihren Armen stand; (und die Länder) von Ḫatti, Qadi, Qarqemiš, Arzawa, (17) und Alasia an waren (nun) entwurzelt auf [einen Schlag].
Es wurde ein Lager aufgeschlagen an einem Ort im Inneren von Amurru. Sie vernichteten seine Leute und sein Land, als sei es nie gewesen. Sie kamen nun, indem die Flamme vor ihnen bereitet war, vorwärts gegen Ägypten, ihre Zwingburg (?). (18) Die plst, ṯkr, šklš, dnjn und wšš, verbündete Länder, legten ihre Hände auf alle Länder bis ans Ende der Welt; ihre Herzen waren zuversichtlich und vertrauensvoll: Unsere Pläne gelingen.“

Auszug aus der Inschrift im Totentempel des Ramses III. in Medinet Habu[41]
Medinet Habu Ramses III. Tempel Nordostwand 55a.jpg
Medinet Habu Ramses III. Tempel Nordostwand Abzeichnung 01.jpg
Seeschlacht im Nildelta zwischen den Streitkräften von Ramses III. und den „Seevölkern“. Original und Umzeichnung eines Wandreliefs am Tempel von Medinet Habu

Auf den Reliefs im Totentempel des Ramses III. in Medinet Habu sind diese Fremdvölker dargestellt. Die Peleset (plst), Tjeker (ṯkr), Danuna (dnjn) und die Waschasch (wšš) tragen Helme mit Federkrone. Für die Darstellungen hierzu gibt es gleichzeitige Parallelen in Enkomi. Die Träger eines Hörnerhelms ohne Aufsatz sind die Scherden. Diese Art der Hörnerhelme wurden als Zeichnung auf der Kriegervase aus Mykene, und ebenfalls in Enkomi gefunden.

Die Šekeleš (šklš) tragen Stirnbänder. Die Fremdvölker werden einheitlich mit einem kurzen Rock dargestellt und sind meist bartlos. Oft tragen sie Panzer. Die Bewaffnung besteht aus einem runden Schild, Speer, Lanze und Schwert. Ihre Schiffe sind einheitlichen Typs, mit Segeln und einem auffälligen Vogelkopf an beiden Enden. Ob sie Ruder besaßen, ist umstritten. Die Details der Kleidung bei allen Gruppen sind dem Mittelmeerraum zuzuordnen; ebenso nach wissenschaftlichen Untersuchungen die Schiffe. Gleichzeitig mit den Angriffen der Seevölker findet ein Zusammenbruch der bronzezeitlichen Kulturzentren im östlichen Mittelmeerraum statt.

Papyrus Harris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Papyrus Harris I, einem Rechenschaftsbericht von Ramses III., der kurz nach dessen Tode verfasst wurde, wird berichtet, wie der Pharao die Dnjn (Danunäer), „die auf ihren Inseln sind“, tötete. Gefangene Šrdn (Schardana) werden als Hilfstruppen angesiedelt. Wenn sich dies auf dieselben Ereignisse wie die Inschriften von Medinet Habu bezieht, so heißt dies vermutlich, dass der ägyptische Sieg nicht vollkommen war, sondern dass man die Angreifer an der Peripherie ansiedeln und mit Tributen besänftigen musste. Viele Kommentatoren nehmen zudem eine Verwechslung der Šrdn mit den Šklš (Schekelesch) an, denn Šrdn sind schon aus früherer Zeit als ägyptische Hilfstruppe bekannt: Šrdn sind bereits unter Ramses II. auf ägyptischer Seite in der Schlacht bei Kadesch belegt. Sie kamen offenbar als Kriegsgefangene in die Armee und werden als Hörnerhelmträger mit Knauf abgebildet. Allerdings schließt dies nicht aus, dass andere Gruppen dieses Volks nicht diesen Werdegang nahmen. Die Šrdn werden gemeinhin mit den Šardanu in den Amarnabriefen aus der 18. Dynastie identifiziert, sodass die Volkszugehörigkeit die gleiche wäre. In einem Brief des Königs von Byblos an den König von Ägypten werden Šardanu als Leibwache erwähnt.[42][43]

Ethnien in der späten Bronzezeit in Anatolien, basierend auf hethitischen Aufzeichnungen. Aḫḫijawa befände sich laut Zanger (1994)[44] nördlich von Arzawa (auf der Karte nicht beschriftet) in der Umgebung von Troja.
Ethnien vor der thrakischen Immigration im hethitischen Territorium. Hier wird das Gebiet um Troja dem hethitischen Vasallenstaats Wiluša zugeordnet.[45]

Piraten und Mykener[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

lili rere
Ramses III. führt Gefangene der Seevölker vor Amun und Mut – sämtliche Gefangenen in den drei Registern hinter dem Pharao tragen einen „Federhelm“
(Abzeichnung nach Richard Lepsius und Originalrelief am zweiten Pylon des Totentempels Ramses’ III. in Medinet Habu)

Andere sahen die „Seevölker“ schlicht als Seeräuber. Die Piraterie hatte in damaliger Zeit einen anderen Stellenwert, als man sie aus heutiger Sicht betrachtet. Die Grenzen zwischen Abenteuer, Seeraub und Krieg waren fließend. Beutefahrten gehörten beispielsweise zu den normalen Erwerbstätigkeiten griechischer Adliger.[46] In Homers Odyssee beschreibt das Menelaos gegenüber Telemachos: „Also durchirrt’ ich die Länder, und sammelte großes Vermögen.“ (Homer: Odyssee 4,90)[47]

Einige Forscher vermuteten, bei den „Seevölkern“ habe es sich zu großen Teilen um Mykener gehandelt, die also nicht Opfer, sondern Auslöser der Unruhen gewesen wären. Diese Theorie gilt aber bis auf weiteres als sehr problematisch, wenngleich sich etwa in der materiellen Kultur der späteren Philister durchaus einige Parallelen zur mykenischen finden lassen. So besteht eine sehr große Nähe der sogenannten Philister-Keramik zur mykenischen Keramik der Stufe SH III C 1b im 12. Jahrhundert v. Chr.[48] Die Phase SH III C setzte sich bereits um 1200 v. Chr. auf Zypern durch.[49] Die Darstellung einiger Seevölker im Totentempel Ramses’ III. verweist auf die Ägäis als Herkunftsort. So werden die „Federhelme“ vielfach den Mykenern zugeordnet, die einen Helmbusch (griechisch λόφος lophos) als Aufsatz auf ihren Helmen anbrachten. Zudem tragen viele der Seevölkergruppen einen mykenischen, über dem Knie endenden Schurz, wie er in Ägypten aus dem Grab des Rechmire bei den Gabenbringern aus Keftiu bekannt ist. Auch die Vogelköpfe an den Enden der Seevölkerschiffe werden oft dem ägäischen Kulturraum zugewiesen. Hierzu passt die Angabe des Odysseus bei Homer von „rotgeschnäbelten Schiffen“ (Homer: Odyssee 23,271).[50]

Ein Kriegsschiff der Philister
Das spätbronzezeitliche Schiff von Uluburun als Referenzmodell
Rekonstruktion eines mykenischen Schiffes

Herkunft aus Kleinasien und der Ägäis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der aktuellen Forschung wird als Ausgangspunkt der „Seevölker“-Unruhen oft der west- bzw. süd-kleinasiatische und der ägäische Raum angenommen. Dafür spricht neben einer Vielzahl von neuen archäologischen Funden, die in diese Richtung deuten, auch die ägyptische Bezeichnung Hau-nebut (Ḥ3w-nbwt) für die Seevölker, die „Bewohner der Ägäis“ bedeutet.

Der Geoarchäologe Eberhard Zangger vermutet die Herkunft der Seevölker in Nordwestanatolien. Er identifiziert es mit dem in hethitischen Texten erwähnten Achijawa und vermutet dahinter ein wesentlich von Troja kontrolliertes Machtbündnis. So bezeichnete Zangger (1994) mit ‚troianischen Kulturkreis‘ jene Region, in der mindestens zwei Dutzend unabhängiger Staaten zwischen Thrakien und Lykien in einem Bündnis vereint wären, vergleichbar mit dem ‚mykenischen Kulturkreis‘ der ein vergleichbares politisches Gebilde auf dem griechischen Festland dargestellt habe.[51]

Zu den Implikationen seiner Theorie gehört auch die historische Realität eines ‚Trojanischen Krieges[52]. Die, obgleich in der wissenschaftlichen Diskussion kontrovers diskutiert wird, ließe sie sich aber, wegen der historischen Größenausdehnung, der mit Troja bezeichneten Stadt (im Grabungshorizont Troja VIIa und Troja VI (= Ilion VIIa und Ilion VI)), deren wirtschaftlichen Bedeutung für den Warenverkehr, dem Grad ihrer Befestigungsanlagen und der in den verschiedensten schriftlichen Quellen hierzu passenden inhaltlichen Gemeinsamkeiten über ihre politisch-ökonomischen Bedeutung, ausgezeichnet mit einem Konflikt zwischen einer Allianz um Troia und anderen Staaten im östlichen Mittelmeer in Deckung bringen. Damit sei nach Zangger der sogenannte ‚Trojanische Krieg‘ ein bedeutendes historisches Ereignis gewesen, das mehr als Vergeltungsschlag gegen die Seevölker zu betrachten ist.[53]

Achijawa (Transcription: Aḫḫijawa[54]) mit seinem Machtzentrum Troja wäre somit militärischer Gegner sowohl von Mykene als auch von Hatti gewesen. Für Zangger, wie auch zuvor Albrecht Götze (1928)[55] sei Ahhijawa ein autochthones kleinasiatisches Land, das in Nordwestanatolien lag. Zangger geht von einer bedeutenden Handelsmacht aus, die vor allem im 13. Jahrhundert – zusammen mit verbündeten luwischen Staaten in Westanatolien – einen wichtigen Machtfaktor darstellte. Der ‚Trojanische Krieg‘ sei ein Krieg von Mykenern gegen Aḫḫijawa gewesen. Aḫḫijawa habe aber auch mit dem Hethiterreich (Hatti) in Interessenskonflikten gestanden.

Nach der Zerstörung Trojas durch mykenische Griechen seien die Überlebenden in verschiedene Regionen im östlichen Mittelmeer geflüchtet und hätten ihre technologischen Kenntnisse (vor allem der Metallverarbeitung) dorthin mitgenommen. So erkläre sich das etwa zeitgleiche Auftauchen von Philistern und Phöniziern in der Levante, der Thraker auf dem Balkan oder, etwas später, der Etrusker in Italien. Zangger dokumentierte die Theorie in seinem Buch Ein neuer Kampf um Troja – Archäologie in der Krise.[56]

Die Theorie stützt sich im Wesentlichen auf inhaltliche Parallelen zwischen hethitischen, griechischen und ägyptischen Texten, auf geoarchäologische Befunde sowie auf die durch jüngere Ausgrabungen erhärtete Vermutung, wonach Troja deutlich größer war als bis in die 1990er Jahre oft angenommen. Neuere Ausgrabungen ergeben allerdings ein differenziertes Bild. So könnte Troja zwar in der frühen Bronzezeit ein größeres Handelszentrum gewesen sein, nicht jedoch in der – für die Theorie zentralen – späten Bronzezeit.[57]

Rezensionen um die Luwian Studies[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2017 veröffentlichte die Stiftung Luwian Studies, deren Stiftungsrat Eberhard Zangger als Präsident vorsteht, eine Mitteilung, dass die Zeichnung einer luwischen Hieroglypheninschrift entdeckt wurde, die Hinweise auf die Herkunft der Seevölker geben könnte.[58] Die Zeichnung stammt aus dem Nachlass des 2012 verstorbenen britischen Prähistorikers James Mellaart.[59] Sie wurde von dessen Sohn Alan Mellaart mit anderen Unterlagen, darunter Übersetzungen von Albrecht Goetze, im Juni 2017 Zangger übergeben.[60]

Der Archäologe Georges Perrot soll die Hieroglyphen 1878 von einer Ruine in Beyköy im Landkreis İhsaniye kopiert haben, deren Steinblöcke später in das Fundament einer Moschee eingebaut wurden.[61][62] In der umgerechnet 29 Meter langen Inschrift seien Kriegszüge des Herrschers Kupanta-Kurunta des Königreichs Mira geschildert,[63] eines Urenkels des gleichnamigen Kupanta-Kurunta, der von Muršili II. als Vasallenkönig über Mira eingesetzt wurde.[64] Als Höhepunkt gilt ein Unternehmen von vier luwischen Fürsten Westkleinasiens mit 500 Schiffen und 10.000 Kriegern gegen Zypern, Karkemisch und Syrien, das sie bis an die Grenzen Ägyptens führte.[65] Übersetzt wurde die Hieroglyphenschrift von Frederik Christiaan Woudhuizen,[66][67] der sie als Beyköy 2 bezeichnete.

Die Forschung, mit Ausnahme der Hypothesen um Zangger und Woudhuizen, ist sich sicher, dass es sich bei den veröffentlichten Zeichnungen um eine Fälschung James Mellaarts handelt. Der Fälscher ist der Grammatik des Luwischen zwar einigermaßen mächtig, jedoch waren seine Kenntnisse der Schrift mangelhaft. In der Inschrift werden Zeichen, die sich paläographisch unterschiedlichen Epochen zuweisen lassen, nebeneinander verwendet. Worte sind teilweise mitten in einer Kolumne oder gar am Ende einer Kolumne begonnen und dann über die Kolumne hinweg getrennt. Solche Schreibungen kommen im Hieroglyphenluwischen schlicht nicht vor. Dazu weist die Inschrift Ligaturen auf, die so nicht existieren.

Die relative Datierung der Fälschung ist nicht leicht. Zwar weist die Inschrift offensichtlich die alten Lesungen für die Zeichenpaare 𔓯/ 𔓱 und 𔖩/ 𔖪 , die seit 1974 obsolet sind, jedoch wird Walmu im Text als König von Wilusa bezeichnet, was in der Hethitologie erst nach Entdeckung des Joins von KUB 19.55 und KUB 48.90 (Milawata-Brief) im Jahre 1981 bekannt war. Gewisse Passagen deuten gar darauf hin, dass der Fälscher auch die Bronzetafel (Bo 86/299) kannte, die erst 1988 veröffentlicht wurde.

Zangger selbst sagte zu Live Science, dass er erst dann von der Echtheit der Hieroglyphen überzeugt ist, wenn weitere Kopien dieser Inschrift auch unabhängig von Mellaarts Nachlass gefunden werden,[68] aber er sagte The Times of Israel, dass es zu lang, kompliziert und grammatisch korrekt sei um von jemandem gefälscht worden zu sein.[69] Mellaart selbst behauptete, weder Keilschrift noch luwische Hieroglyphen lesen zu können.[70] Es gibt nur etwa 20 Personen, die die Luwische Schrift lesen können,[71][72] was eine Fälschung erschwert. Live Science kontaktierte viele Wissenschaftler, die nicht mit der Forschung verbunden waren, und einige äußerten Bedenken, dass die Inschrift ein Schwindel sein könnte. Einige haben Mellaart beschuldigt, absichtlich eine moderne Fälschung verbreitet zu haben, und da keine physischen Aufzeichnungen der Inschrift gefunden wurden, kann man nicht wissen, ob irgendeine dieser Schriften authentisch ist.[73][74]

Zweifel an der Authentizität der Inschrift sind angebracht. In einem 2018 erschienenen Artikel von Live Science spricht Zangger von einer „Fälscher-Werkstatt“, in welcher Mellart Fälschung nach Fälschung produziert habe. Obwohl er persönlich nicht sicher ist, dass Beyköy 2 komplett erfunden ist, haben Dokumente in Mellaarts Appartement gezeigt, er beherrschte die Luwische Schrift und konnte eine Fälschung herstellen, wohingegen Mellart immer behauptet hatte, der Schrift nicht mächtig zu sein.[75][76]

Auch andere Wissenschaftler äußerten sich kritisch, wie etwa die Hethitologen Annick Payne und Max Gander vom Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern in einem Spiegel-Artikel, in Bezugnahme auf die Zeichnungen Mellarts, die als alleinige Quelle dienten, und Zanggers Arbeitsweise. Beides würde „einer historisch-kritischen Überprüfung schlicht nicht stand(halten)“.[77]

Einfluss und Verbindungen italischer Ethnien mit mykenischen Stadtstaaten, Ökonomie und Kriegstechnologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bronzezeit war die Epoche der Gründung der ersten Städte und Staatsbildung sowie der Entstehung größerer Reiche oder Dynastien unter einer zentralen Herrschaft. Die landwirtschaftliche Produktion diente nun nicht mehr nur dem Eigenbedarf (Surplus), sondern stand auch mit ihren Produkten für die Ernährung jener Menschen zur Verfügung, die in handwerklichen Tätigkeiten beschäftigt waren oder für die Metallgewinnung und dem Warentransfer tätig wurden oder aber diese gesellschaftlichen Bereiche militärisch schützten (Soziale Differenzierung). Die sich ausdifferenzierenden, führende Eliten führten zu von diesen abhängige Gemeinschaften. Die Herrscher sicherten auch die eigenen Machtansprüche durch militärische Gewalt. In der späten Bronzezeit wurde neben der Administration in den Reichen und Herrschaftsgebieten, der Politik, den Handelsbeziehungen, der Religionen auch die organisierte Kriegsführung zu dem fundamentalen Faktor, der sämtliche Gesellschaften prägte. Unter dem Einsatz von Waffengewalt trugen die Truppen eines Herrschaftsgebietes organisierte Konflikt aus, mit dem Ziel die (konkurrierenden) Interessen von einer der beteiligten Kollektive durchzusetzen.

Nach Mull (2017)[78] wurde die Entdeckung der Kupfer-Zinn-Legierungen, sie löste die zunächst gebräuchliche Arsenbronze ab, zu einem entscheidenden Schritt der kulturellen Weiterentwicklung. Durch die wachsende Nachfrage stand vor allem im östlichen Mittelmeerraum, für die Beschaffung der erforderlichen Rohstoffe, deren Verarbeitung und die Verteilung bzw. Verwendung der hergestellten Gegenstände im Austausch mit anderen Gütern, der Aufbau von logistischen und organisatorischen Handelsketten im Vordergrund (Supply Chain). Hieraus entwickelten sich Wirtschaftszentren deren wichtige Funktion es war, Handelsströme zu organisieren. Als Ergebnis kam es dazu transportablen Reichtum zu akkumulieren, was zum Entstehen einer Oberschicht Voraussetzung war.

In der Waffentechnologie waren neben dem Streitwagen, Kompositbogen, und der Streitaxt zum Schutz noch Helme, Schilde und Körperrüstungen vorhanden. Bronzene[79] Schuppenpanzer trugen wahrscheinlich nur Eliteeinheiten, wie die Streitwagenabteilungen.[80]

Bronzene Dolchklingen und Pfeilspitzen des Neuen Reiches

Die bevorzugten Nahkampfwaffen waren Dolch und Beil. Die typische Bewaffnung bestand aus Vorformen des Streitkolbens und dem Schwert, etwa das ägyptische Chepesch-Schwert. Als Fernwaffen kamen Speer, Schleuder und eben Pfeil und Bogen zum Einsatz. Auch der Streitkolben wurden häufig geworfen. Eine weitere wichtige militärische Neuerung, ursprünglich durch mesopotamischen Armeen der Bronzezeit, war die Einführung der Sockelaxt. Ihre Verbesserung hatte enorme Auswirkungen auf die kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Schlachtfeld. Frühere Äxte hatten die Schwierigkeit, das sich der Axtkopf fest mit dem Griff verband, insbesondere dann, wenn im Kampf die Axt mit beträchtlicher Kraft gehandhabt wurde. Nach neueren Forschungen der Archäologen Jung und Mehofer standen Gruppen in der Ägäis auch mit Italien in engem Kontakt.[81] Darauf weisen Ergebnisse archäometallurgischer Untersuchungen an spätbronzezeitlichen Schwertern und Fibeln hin. Die charakteristischen Hiebschwerter vom Typ Naue II wurden demnach in Italien hergestellt und verbreiteten sich von dort über die Ägäis in den östlichen Mittelmeerraum. Die typisch italischen Violinbogenfibeln wurden dagegen lokal in der Ägäis und der Levante hergestellt und wurden wohl von Auswanderern getragen, die zu Seevölkergruppen gehörten. Verschiedene Auswanderungswellen bildeten dann in einem Dominoeffekt den Seevölkersturm.

Mehofer und Jung (2013)[82][83] sehen in ihren Untersuchungen eine Allianz zwischen italischen Ethnien und den zerfallenden mykenischen Stadtstaaten. Um 1200 v. Chr. kollabierte die mykenische Palastkultur. Sie zerfiel in Stadtstaaten. Diese orientierten sich u. a. an italischen Ethnien, die eine fortschrittliche Kriegstechnologie entwickelt hatten. Mehofer und Jungs Neuwertung der bronzezeitlichen Funde aus Griechenland, Zypern, der Levante und Ägypten zeigen, das etwa die Waffen nicht aus den jeweiligen Regionen stammen, sondern der Urnenfelderkultur Mitteleuropas (etwa 1300–800 v. Chr.) zuzurechnen seien. So zeige sich seit dem 13. Jahrhundert v. Chr. ein nachweisbarer Funktionswandel von den reinen Stich- zu den Hiebschwertern. So waren die in Mitteleuropa und Italien produzierten Griffzungenschwerter des Typs Naue II effektivere Waffen.[84][85] Derartige Waffen verwendeten auch die Seevölker. Im östlichen Mittelmeer wurde bis ins 13. Jahrhundert v. Chr. hauptsächlich mit Stichschwertern gekämpft, die funktionell dem neuzeitlichen Rapier oder Degen ähnelten. Die Kriegswerkzeuge des Typs Naue II hingegen konnten sowohl als Hieb- wie auch als Stichwaffen verwendet werden. Solche Waffensysteme waren den griechischen, levantinischen und ägyptischen Waffen überlegen, was zum militärischen Erfolg der Seevölker beitrug.[86]

Ab der 26. Dynastie wurden in Ägypten (Militärwesen im Alten Ägypten) lange Speere und Lanzen eingeführt, die sich dann zur Hauptwaffe herausbildeten. Viele Soldaten führten zwei Speere mit sich, wobei der erste geworfen und der zweite für den Nahkampf aufgeboben wurde.[87]

Für die verschiedenen, kämpfenden Soldaten, die sich an den ‚Seevölkerstürmen‘ beteiligten, weisen vor allem ägyptische Abbildungen oft besondere Kopfbedeckungen oder Helmformen auf, so zeigen die Kämpfer häufig Bürstenhelme oder Helme mit hornartigen Ausziehungen.[88] Mehofer und Jung (2013) sehen in der Verwendung verbesserter Bronzeschwerter durch die Seevölker eine militärische Überlegenheit in den gewalttätigen, kriegerischen Auseinandersetzungen. In dem Maße in denen sich die Schwerter von funktionell reinen kurzen Stoß- zu langen Hieb- und Stoßwaffen entwickelten wurden, etwa durch eine suffizientere Verbindung von Griff und Klinge (Griffzungenschwerter) oder einer effektiveren Bronzeverarbeitung, passten die Krieger auch ihre Kampftechnik[89] an.[90] Deshalb kamen in der späten Bronzezeit so genannte Defensivwaffen wie Schilde, Beinschienen, Brustpanzer und Helmen eine größere Bedeutung zu. Ein Wechsel der Kriegsführungstechnik bewirkte die Umbrüche. Vor den Krisenjahren trug man die militärische Konflikte mit einem zentralen Streitwagenbataillon aus, nachher lag das Schwergewicht auf mobilen Infanterieeinheiten.[91]

„Seevölkersturm“ ein multifaktorielles Geschehen am Ende der Bronzezeit im östlichen Mittelmeer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der späten Bronzezeit kam es bedingt durch die spezifische lokale Plattentektonik zu gehäuften Erdbeben, die zeitversetzt über Hunderte von Kilometern die zentralen Handelssiedlungen zerstörten und damit Warenströme in und nach Ägypten, Syrien und Griechenland unterbrachen. Gleichzeitig traten umherziehenden Seevölker in Erscheinung, die die Küstenstädte im östlichen Mittelmeer angriffen.[92]

Nach Cline (2014),[93] Bell (2006)[94] oder schon Renfrew (1979)[95] und anderen sind die Wirkungen der Seevölker als ein Teil in einem komplexen Geschehens zu deuten, das den Übergang der späten Bronzezeit in die frühe Eisenzeit markiert („Dunkles Jahrhundert“) und das in einer Kombination von Naturkatastrophen, wie Erdbeben bzw. Erdbebensturm,[96] Hekla-Eruption,[97] Dürreperioden durch klimatische Veränderungen[98][99], Migration und Störung von Handelswegen der spätbronzezeitlichen Kulturen und Invasionen zu einem Systemkollaps in den verschiedenen Kulturen, etwa der Mykener, Minoer, Hethiter, Ägypter, Kanaaniter, Zyprer, Assyrer, Mitanni, Kassiten usw. führte.


Die Zeitangaben sind ungefähre, genaueres in den einzelnen Artikeln.[100] Es folgte im Anschluss an die Bronzezeit die Eisenzeit.[101]
Neues ReichMittleres ReichAltes ReichFrühdynastische Periode (Ägypten)Prädynastik (Ägypten)Altes ÄgyptenKassitenAltbabylonisches ReichAssyrisches ReichUr-III-ZeitReich von AkkadeSumerische Königslistespäte Bronzezeitmittlere Bronzezeitfrühe BronzezeitAlter OrientKlassische Bronzezeit
Klima und postglaziale Expansion im Nahen Osten (in BP[102]).

Die Untersuchungen von Nur und Cline (2000) führten auf, dass circa fünfzig Jahre zwischen etwa 1230 und 1170 v. Chr. genügten, um die Regionen im östlichen Mittelmeer politisch, administrativ und wirtschaftlich zu destabilisieren. Erdbeben in Folge (‚Erdbebensturm‘)[103] erschütterten die Ägäis und das östlichen Mittelmeer. Drei tektonische Platten treffen in der Region aufeinander: die eurasische, die afrikanische und die arabische. Entlang der Risse kam es zu Erdstößen.

Die tektonische Karte des östlichen Mittelmeeres. Die nordanatolische Verwerfung, die ostanatolische Verwerfung sowie die Gräben von Hellenic und Florence. Die Bewegung des anatolischen Blocks nach Westen ergibt sich aus (1) Unterschieden in der Bewegungsgeschwindigkeit zwischen der arabischen und der afrikanischen Platte, (2) unterschiedlichen Bewegungsrichtungen zwischen dem anatolischen Block und der eurasischen Platte im Norden und (3) der Subduktion der afrikanischen Platte unter dem anatolischen Block an den Gräben von Hellenic und Florence. Die arabische Platte bewegt sich schneller nach Norden als die afrikanische Platte, beide relativ zu einer stabilen eurasischen Platte.

Einer Hypothese, die ausschließlich auf der Annahme eines ‚Erdbebensturms‘ ruht, wurde durch die Arbeiten um Klaus-Günter Hinzen und Joseph Maran[104] widersprochen. So konnten sie in den bronzezeitlichen Städten Tiryns und Midea keine Belege für ein solches Naturereignis vorfinden.[105][106]

Konkordanzen der Herrscher im östlichen Mittelmeer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im westlichen Teil Vorderasiens werden der Frühbronzezeit unter anderem die Phasen Troja I und II zugeordnet, etwa 3000–2200 v. Chr. Alle Angaben weisen wegen der verschiedenen Chronologien Unsicherheiten bezüglich der Zeitangaben auf.

Konkordanz und Übersicht der kulturellen Zeiträume und Perioden im östlichen Mittelmeer vor dem ‚Seevölkersturm‘[107]
Kreta Zypern Griechisches Festland  Ägypten ungefährer Zeitrahmen entspricht der Periode
MM I B, Altpalastzeit MC I BŠattuara I. MH I Amenemhet II. bis Nofrusobek (12. Dynastie) Mittleres Reich ca. 2137–1781 v. Chr. Frühe Bronzezeit (ca. 3100 bis 2000 v. Chr.)
MM II, Altpalastzeit MC II MH II Wegaf / Sobekhotep I. bis Jaib (13. Dynastie) Zweite Zwischenzeit ca. 1648–1550 v. Chr. Mittlere Bronzezeit (ca. 2000 bis 1550 v. Chr.[108])
MM III A, Altpalastzeit MC III A MH II Aja I. bis Hori (13. Dynastie) 1669 bis um 1656 v. Chr. bzw. 1647 v. Chr Mittlere Bronzezeit
MM III B, Neupalastzeit  MC III B MH III (Schachtgräber) Zweite Zwischenzeit 1648 bis 1550 v. Chr. Übergang Mittlere zur Späten Bronzezeit
SM I A, Neupalastzeit LC I A SH I Ahmose I. bis Thutmosis II. (18. Dynastie) Neues Reich ca. 1550–1070 v. Chr. Späte Bronzezeit (ca. 1550 bis 1200 v. Chr.)
SM I B, Neupalastzeit LC I B SH II A Hatschepsut, Thutmosis III. (18. Dynastie) 1479 bis 1458 v. Chr. bzw. 1479 v. Chr. bis 1425 v. Chr. Späte Bronzezeit
SM II LC II SH II B Amenophis II., Thutmosis IV. (18. Dynastie) 1428 bis 1397 v. Chr. bzw. 1397 bis 1388 v. Chr. Späte Bronzezeit
SM III A1 LC III SH III A1 Amenophis III. (18. Dynastie) 1388 bis um 1351 v. Chr. Späte Bronzezeit
SM III A2 LC III SH III A2 Echnaton bis Tutanchamun / Eje II. (18. Dynastie) 
(Amarna-Zeit 1343–1331 v. Chr.)
ca. 1351–1334 v. Chr. bzw. 1332 bis 1323 v. Chr. Späte Bronzezeit


Herrscher im östlichen Mittelmeerraum von 1400 bis 1323 v. Chr.
Ägypten Hethiter Mittani Babylon Assyrien Kassiten
Amenophis III. (1388–1351) Arnuwanda I. (1400–1375) Tušratta (1380–1350) Kadašman-Enlil I. (1374–1360) Eriba-Adad I. (1391–1366) Burna-buriaš II.(1359–1335)
Amenophis IV. (1351–1337) Tudḫaliya II. (1375–1355) Šattiwazza (1350–1320) Burna-buriaš II. (1360–1333) Aššur-uballit I. (1365–1330) Kara-Hardaš (1333) Nazi-Bugaš (1333)
Semenchkare (1337–1333) Šuppiluliuma I. (1355–1322) Šattuara I. Kara-Hardaš (1333) Enlil-nirari (1329–1320) Kuri-galzu II. (1332–1308)
Tutanchamun (1333–1323) Arnuwanda II. (1322–1321) Wasashatta Nazi-Bugaš (1333) Ārik-dēn-ili (1315–1300) Nazi-Maruttaš (1307–1282)
Eje II. (1323–1319) Muršili II. (1321–1295) Šattuara II. Kurigalzu II. (1333–1308) Adad-nirari I. (1307–1275) Kadašman-Turgu (1281–1264)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alphabetisch sortiert)

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Seevölkersturm unter Ramses III.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Albers: Der Seevölkersturm. In: Kemet. Heft 4: Ramses III. 2005, ISSN 0943-5972, S. 32–34.
  • Robert Drews: Medinet Habu: Oxcarts, Ships and Migration Theories. In: Journal of Near Eastern Studies 59, Nr. 3, 2000.
  • Wolfgang Helck: Nochmals zu Ramses III. Seevölkerkrieg. In: Studien zur Altägyptischen Kultur. (SAK) 14, 1987, S. 129–145.
  • Eileen Hirsch: Ramses III. und sein Verhältnis zur Levante. In: Ägypten und Altes Testament. (ÄUAT) Band 36, Nr. 3, Wiesbaden 2003.
  • Marcus Müller: Die Schlacht gegen die Seevölker unter Ramses III. In: Kemet. Heft 4: Krieg und Frieden. 2009, ISSN 0943-5972, S. 38–42.
  • Heike Sternberg-el Hotabi: Der Kampf der Seevölker gegen Pharao Ramses III. (= Archäologie, Inschriften und Denkmäler Altägyptens. Band 2). Marie Leidorf, Rahden (Westfalen) 2012, ISBN 978-3-86757-532-4.
  • Werner Widmer: Zur Darstellung der Seevölker am Großen Tempel von Medinet Habu. In: Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde. (ZÄS) 102, 1975, S. 67–77.

Weitere Detailfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Shirly Ben-Dor Evian: „They were thr on land, others at sea …“ The Etymology of the Egyptian Term for „Sea-Peoples“. In: Michael Langlois (Hrsg.): Semitica 57. Peeters, Löwen 2015, S. 57–75 (Digitalisat [abgerufen am 26. November 2015]).
  • Manfred Bietak: Zur Landnahme Palästinas durch die Seevölker und zum Ende der ägyptischen Provinz Kana’an. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. (MDAIK) 47 (FS Kaiser), 1991, S. 35–50.
  • Manfred Dietrich, Oswald Loretz: Der Untergang am 21.1.1192 v. Chr. von Ugarit? Der astronomisch-hepatoskopische Bericht KTU 1.78 (= RS 12.061). (= Ugarit Forschungen. Band 34; Internationales Jahrbuch für Altertumskunde Syrien-Palästinas. 2002). Ugarit-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-934628-33-8, S. 53 ff.
  • Robert Drews: The End of the Bronze Age: Changes in Warfare and the Catastrophe ca. 1200 B.C. Princeton University Press, Princeton 1993, ISBN 0-691-04811-8.
  • Trude Dothan, Mosche Dothan: Die Philister, Zivilisation und Kultur eines Seevolkes. Diederichs, München 1995, ISBN 3-424-01233-5.
  • Wolfgang Helck: Die Beziehungen Ägyptens und Vorderasiens zur Ägäis bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. Harrassowitz, Wiesbaden 1962. (auch: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, 1995, ISBN 3-534-12904-0)
  • Gustav Adolf Lehmann: Die ‚politisch-historischen‘ Beziehungen der Agäis-Welt des 15.–13. Jh.s. v. Chr. zu Vorderasien und Ägypten: einige Hinweise. In: Joachim Latacz (Hrsg.): Zweihundert Jahre Homerforschung. (= Colloquium Rauricum. Band 2). Teubner, Stuttgart 1991, ISBN 3-519-07412-5, S. 105–126.
  • Abraham Malamat: The Egyptian decline in Canaan and the Sea-Peoples. Massadah, Tel-Aviv 1971.
  • Colleen Manassa: The Great Karnak Inscription of Merenptah: Grand Strategy in the 13th Century BC. (= Yale Egyptological Studies. Band 5). Yale Egyptological Seminar, Department of Near Estern Languages and Civilizations, The Graduate School, Yale University, New Haven 2003, ISBN 0-9740025-0-X.
  • Othniel Margalith: The sea peoples in the Bible. Harrassowitz, Wiesbaden 1994, ISBN 3-447-03516-1.
  • Wolf-Dietrich Niemeier: The Mycenaeans in Western Anatolia and the Problem of the Origins of the Sea Peoples. In: S. Gitin, A. Mazar, E. Stern (Hrsg.): Mediterranean Peoples in Transition. Thirteenth to Early Tenth Centuries BCE. Israel Exploration Society, Jerusalem 1998, ISBN 965-221-036-6, S. 17–65.
  • Edward Noort: Die Seevölker in Palästina. (= Palaestina antiqua. NS Band 8). Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 90-390-0012-3.
  • Anthony John Spalinger: War in ancient Egypt: the New Kingdom (= Ancient world at war). Blackwell, Oxford 2005, ISBN 1-4051-1372-3.
  • Michael Sommer: Der Untergang des hethitischen Reiches: Anatolien und der östliche Mittelmeerraum um 1200 v. Chr. Saeculum, Karl Alber, Freiburg/München, 52. JAHRGANG 2001, II. Halbband, ISBN 3-495-45567-1 [13]
  • Karl Jansen-Winkeln: Ägyptische Geschichte im Zeitalter der Wanderungen von Seevölkern und Libyern. In: E. A. Braun-Holziger, H. Matthäus (Hrsg.): Die nahöstlichen Kulturen und Griechenland an der Wende vom 2. zum 1. Jahrtausend v. Chr. Bibliopolis, Möhnesee, ISBN 978-3-933925-27-5, S. 123–141.
  • Frederik Christiaan Woudhuizen: The Ethnicity of the Sea Peoples. Dissertation. Rotterdam 2006.
  • Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troia – Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1994, ISBN 3-426-26682-2.(PDF; 4 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Seevölker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Hennies: Rätsel um die Bronzezeit. Warum Troja und andere Städte brannten. SWR2 Wissen, Manuskript der Sendung: Mittwoch, 25. Oktober 2017, 08.30 Uhr, SWR 2017 [18] (Südwestrundfunk Sendung vom 25. Oktober 2017 (28 Minuten; 26,4 MB) [19])
  • Apokalypse in der Bronzezeit – das Ende der ersten Hochkulturen, ZDF-History (30. Oktober 2017 45 Minuten [20])
  • Friedrich Klütsch: Der Riese Goliath - auf den Spuren der Seevölker. Terra X 87, 2007 [21]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. der späten Bronzezeit im östlichen Mittelmeer Raum.
  2. Frederik Christiaan Woudhuizen: The ethnicity of the sea peoples. Promotionsschrift, Erasmus Universiteit, Rotterdam 2006 (Volltext).
  3. nach Eric H. Cline, Darmstadt 2015) sind folgende Orte beschrieben worden: Sizilien, Sardinien, Apennin, möglicherweise aber auch aus dem ägäischen Raum, Westanatolien, Zypern.
  4. Eric H. Cline: Der erste Untergang der Zivilisation. Wbg Theiss, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3782-5, S. 24 f.
  5. Harald Meller, François Bertemes, Hans-Rudolf Bork, Roberto Risc (Hrsg.): 1600 – Kultureller Umbruch im Schatten des Thera-Ausbruchs? 1600 – Cultural change in the shadow of the Thera-Eruption? 4. Mitteldeutscher Archäologentagvom 14. bis 16. Oktober 2011 in Halle (Saale) (= Tagungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle. Band 9) Berlin 2013, ISBN 978-3-944507-00-2 [1].
  6. Die von Spyridon Marinatos publizierte Auffassung des Untergangs der minoischen Kultur durch den Vulkanausbruch (siehe The Volcanic Destruction of Minoan Crete. Antiquity 13, 1939, S. 425–439) erwies sich in aktuellen Forschungsergebnissen als haltlos (siehe Walter L. Friedrich: Feuer im Meer. Der Santorin-Vulkan, seine Naturgeschichte und die Atlantis-Legende. 2. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2004,ISBN 3-8274-1582-9). Ebenso konnte der Zeitpunkt des Ausbruch genauer datiert werden, mit erweiterten Methoden wird er auf etwa 1650 ± 30 v. Chr. bestimmt. In einem Netzwerkmodell des bronzezeitlichen Seehandels der Ägäis zeigte sich, dass die Vernichtung des Stützpunktes Akrotiri zu einem kurzfristig verstärkten Ausbau alternativer Handelsrouten führte. Dennoch wurde langfristig durch den erhöhten Aufwand der bronzezeitliche Fernhandel erheblich eingeschränkt, so dass der Niedergang der Minoer indirekt durch den Vulkanausbruch gefördert worden sein kann (siehe Carl Knappelt, Ray Rivers, Tim Evans: The Theran eruption and Minoan palatian collaps – new interpretations gained from modelling the maritime network. In: Antiquity. Band 85, Nr. 329, S. 1008–1023.
  7. Frank Falkenstein: Eine Katastrophen-Theorie zum Beginn der Urnenfelderkultur. In: Chronos. Beiträge zur prähistorischen Archäologie zwischen Nord- und Südosteuropa. Festschrift für Bernhard Hänsel. Herausgegeben von Cornelia Becker, Marie-Luise Dunkelmann, Carola Metzner-Nebelsick, Heidi Peter-Röcher, Manfred Roeder und Biba Terzan. Verlag Marie Leidorf, Espelkamp 1997, S. 551 (Volltext).
  8. Gustav Adolf Lehmann: Umbrüche und Zäsuren im östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien zur Zeit der „Seevölker“-Invasionen um und nach 1200 v. Chr. Neue Quellenzeugnisse und Befunde. In: Historische Zeitschrift. Nr. 262, 1996, S. 1–38.
  9. Klaus Georg Sommer: Der 21. Januar 1192 v. Chr.: der Untergang Ugarits? Dissertationsschrift, Ludwig-Maximilians-Universität, München 2015 (Volltext).
  10. Eberhard Zangger: Naturkatastrophen in der ägäischen Bronzezeit – Forschungsgeschichte, Signifikanz und Beurteilungskriterien. In: Geographica Historica. Band 10; Stuttgarter Kolloquium zur historischen Geographie des Altertums, Naturkatastrophen in der antiken Welt, herausgegeben von Eckart Olshausen und Holger Sonnabend. Band 6, 1996, S. 211–241 ([2]) Laut Zangger waren es die Luwier, die als „Seevölker“ zu betrachten sind und von denen die ägyptischen Pharaonen Ramses III. (1184–1153 v. Chr.) sowie Merenptah (1213–1204 v. Chr.) berichteten.
  11. Dirk Husemann: Das große Beben. In: Bild der Wissenschaft. Nr. 12/2014, Konradin, Leinfelden-Echterdingen Dezember 2014, S. 58–65.
  12. D. Kaniewski, E. Paulissen, E. Van Campo, M. Al-Maqdissi, J. Bretschneider, K. Van Lerberghe: Middle East coastal ecosystem response to middle-to-late Holocene abrupt climate changes. In: PNAS. 16. September 2008, Band 105, Nr. 37, S. 13941–13946.
  13. D. Kaniewski, E. Paulissen, E. Van Campo, M. Al-Maqdissi, J. Bretschneider, K. Van Lerberghe: Late second–early first millennium BC abrupt climate changes in coastal Syria andtheir possible significance for the history of the Eastern Mediterranean. In: Quaternary Research. September 2010, Band 74, Nr. 2, S. 207-215, DOI: 10.1016/j.yqres.2010.07.010 (Volltext auf researchgate.net) hier S. 208.
  14. Brandon Lee Drake: The Influence of Climatic Change on the Late Bronze Age Collapse and the Greek Dark Ages. In: Journal of Archaeological Science. Band 39, Nr. 6, Juni 2012, S. 1862–1870 (Volltext).
  15. Hakan Baykal: Stürmische Zeiten. In: epoc. 01/2010 (Volltext).
  16. Jesse Millek: Seevölker: Sturm im Wasserglas. In: Spektrum der Wissenschaft. Spezial Archäologie – Geschichte – Kultur Band 4/2016.
  17. Neil A. Silberman, Seymour Gitin, Amichai Mazar, Ephraim Stern (Hrsg.): The Sea Peoples, the Victorians, and Us (= Mediterranean Peoples in Transition: Essays in Honor of Trude Dothan. 1998). Israel Exploration Society, S. 269.
  18. a b c d Heike Sternberg-el Hotabi: Der Kampf der Seevölker gegen Pharao Ramses III. In: Archäologie, Inschriften und Denkmäler Altägyptens. Band 2. Marie Leidorf, Rahden 2012, ISBN 978-3-86757-532-4, Flüchtlinge aus Nord, West oder Ost? Die Seevölker und ihre Heimat, S. 37.
  19. Edward Noort: Die Seevölker in Palästina (= Palaestina Antiqua. Band 8). Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 978-90-390-0012-0, Die Seevölker in den ägyptischen Quellen, S. 54–55 (Digitalisat in der Google-Buchsuche)..
  20. Issam K Halayqa: A Comparative Lexicon of Ugaritic and Canaanite (= Alter Orient und Altes Testament. Band 340). Ugarit-Verlag, Münster 2008, ISBN 978-3-93462-895-3, S. 341.
  21. Daniel Arnaud, Hatice Gonnet: Textes syriens de l'âge du Bronze récent (= Aula orientalis-supplementa. Band 1). Editorial AUSA, Barcelona 1991, S. 58: Abbildung Nr. 25; S. 83: Nr. 44.
  22. Shirly Ben-Dor Evian: „They were thr on land, others at sea …“ The Etymology of the Egyptian Term for „Sea-Peoples“. In: Michael Langlois (Hrsg.): Semitica 57. Peeters, Löwen 2015, S. 57–75 (Digitalisat [abgerufen am 26. November 2015]).
  23. Alan Henderson Gardiner: The Kadesh inscription of Ramesses II. Griffith Institute at the University Press, Oxford 1960, S. 40.
  24. August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm. Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik. 1976; Reprint: De Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-006761-3.
  25. Felix Wiedemann: Zirkuläre Verknüpfungen. Völkerwanderungen und das Motiv der Wiederkehr in den Wissenschaften vom Alten Orient um 1900. In: Felix Wiedemann, Kerstin P. Hofmann, Hans-Joachim Gehrke (Hrsg.): Vom Wandern der Völker. Migrationserzählungen in den Altertumswissenschaften. Edition Topoi, Topoi der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität, Berlin 2017, ISBN 978-3-9816751-6-0, (Volltext) S. 142.
  26. Tabelle nach Angaben in F. C. Woudhuizen: The Ethnicity of the Sea Peoples. Dissertation Rotterdam 2006 (online auf: repub.eur.nl).
  27. August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm. Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik. 1. Auflage. de Gruyter, Berlin, New York 1976, ISBN 3-11-006761-7, Kultur und Religion der Seevölker in der Zerstreuung (Die Kraft des Überlebens), S. 177 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  28. Die Schlacht von Qadesch – Poème 80-99. Sachmet, 2014, abgerufen am 14. September 2014.
  29. Karin Kloosterman: Ancient pollen yields dramatic finds at Sea of Galilee. Israel21c, 10. November 2013, abgerufen am 29. Dezember 2013 (englisch).; Dafna Langgut, Israel Finkelstein, Thomas Litt: Climate and the Late Bronze Collapse. New Evidence from the Southern Levant. In: Journal of the Institute of Archaeology of Tel Aviv University. Band 40.2, 2013, S. 149–175. online bei Academia.edu.
  30. Eric H. Cline: 1177. Der erste Untergang der Zivilisation. wbg Theis, Darmstadt 018, ISBN 978-3-8062-3782-5, S. 89 f.
  31. Michael Sommer: Der Untergang des hethitischen Reiches: Anatolien und der östliche Mittelmeerraum um 1200 v. Chr. In: Saeculum. Sonderdruck 52. Jahrgang 2001, Karl Alber, Freiburg/München 2001, ISBN 3-495-45567-1, S. 157–176 (Volltext).
  32. Shell Peczynski: The Sea Peopla and their Migration. Rutgers University, New Brunswick (New Jersey) 2009, The Confederation of Lands and Tribes United to Form the Sea Peoples Front, S. 31 (Digitalisat [PDF; 3,2 MB; abgerufen am 10. April 2016]). Digitalisat (Memento vom 14. August 2016 im Internet Archive)
  33. Memoire sur les attaques dirigées contre le Égypte par les peuples de la Méditerranée vers la quartorzième siècle avant notre ere. In: Revue archéologique. 1867, S. 38–81.
  34. a b Claude Vandersleyen: Le Dossier Égyptien des Philistins. In: Yigael Yadin, Chaïm Perelman, Edward Lipiński (Hrsg.): The Land of Israel: cross-roads of civilizations. Proceedings of the conference held in Brussels from the 3rd to the 5th of December 1984 to mark the twenty-fifth anniversary of the Institute of Archaeology Queen Elisabeth of Belgium at the Hebrew University of Jerusalem: in memory of Prof. Y. Yadin and Prof. Ch. Perelman. Peeters, Leuven 1985, ISBN 90-6831-031-3, S. 41/44 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  35. a b Heike Sternberg-el Hotabi: Der Kampf der Seevölker gegen Pharao Ramses III. In: Archäologie, Inschriften und Denkmäler Altägyptens. Band 2. Marie Leidorf, Rahden 2012, ISBN 978-3-86757-532-4, Flüchtlinge aus Nord, West oder Ost? Die Seevölker und ihre Heimat, S. 38.
  36. William L. Moran: Amarna Letters Containing References to the Sea Peoples. A letter from Abi-Milku, mayor of Tyre, to Akhenaten (EA 151). www.courses.psu.edu, 8. Juni 2011, archiviert vom Original am 9. Mai 2008; abgerufen am 7. April 2016 (englisch).
  37. Shell Peczynski: The Sea People and their Migration. Rutgers University, New Brunswick, New Jersey 2009, Epigraphical Evidence, S. 8 (Digitalisat [PDF; 3,2 MB; abgerufen am 7. April 2016]). Digitalisat (Memento vom 14. August 2016 im Internet Archive)
  38. Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. 4. Auflage. Zweiter Band. Erste Abteilung: Die Zeit der ägyptischen Großmacht.. Darmstadt 1965, Die großen Wanderungen. Ausgang der mykenischen Zeit, Ende des Chetiterreichs und Niedergang Ägyptens: Die Seevölker und die ethnographischen Probleme. Tyrsener und Achaeer, S. 556–558 (Digitalisat [abgerufen am 10. Januar 2013]).
  39. Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Erster Band. Zweite Abteilung: Die ältesten Geschichtlichen Völker und Kulturen bis zum sechzehnten Jahrhundert. Darmstadt 1965, Die ethnographischen Probleme. Eteokreter und Kafti. Lykier, Tyrsener und Philister., S. 800–803 (online [abgerufen am 25. Juni 2014]).
  40. a b Ursula Kaplony-Heckel: Die Israel-Stele des Mer-en-Ptah, 1208 v. Chr. In: Otto Kaiser u. a.: TUAT, Band I Alte Folge – Lieferung 6, Historisch-chronologische Texte III. Gütersloher Verlaghaus Mohn, Gütersloh 1985, ISBN 3-579-00065-9, S. 545; vgl. auch Anmerkungen d und e; siehe ebenso Wolfgang Helck: Die Seevölker in den ägyptischen Quellen – Jahresbericht des Instituts für Vorgeschichte der Universität Frankfurt am Main. München 1976, S. 7–21.
  41. Übersetzung der Inschrift (Zeilen 15–18) in: Edward Noort: Die Seevölker in Palästina. Kok Pharos, Kampen 1994, ISBN 90-390-0012-3, S. 56–57.
  42. Edward Noort: Die Seevölker in Palästina. Teil 8 Palaestina antiqua, Peeters Publishers, Kampen (Niederlande) 1994, ISBN 978-9-0390-0012-0, S. 83.
  43. Gustav Adolf Lehmann: Die ‚politischen-historischen‘ Beziehungen der Agäis-Welt des 15.–13. Jhs. v. Chr. zu Vorderasien und Ägypten: einige Hinweise. In: Joachim Latacz (Hrsg.): Zweihundert Jahre Homerforschung. Rückblick und Ausblick (= Colloquium Rauricum. Band 2). Teubner, Stuttgart 1991, ISBN 978-3-519-07412-0, S. 114 f.
  44. Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troia. Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1994, ISBN 3-426-26682-2, S. 149.
  45. Jörg Mull: Mythen und Metalle. Der Trojanische Krieg, die Seevölker und der Kulturbruch am Ende der Bronzezeit. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2017, ISBN 978-3-96023-106-6, S. 64–69.
  46. Heidrun Derks: Gefahr auf See – Piraten der Antike (= Antike Welt. Nr. 2/2016). von Zabern, 2016, ISSN 0003-570X, S. 8–11.
  47. Homer: Odyssee. 4. Gesang: Telemachos in Sparta, Zeile 90. www.gottwein.de, 7. September 2003, abgerufen am 19. April 2016.
  48. August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm: Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik. Hrsg.: Georg Fohrer (= Beiheft zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft. Nr. 145). de Gruyter, Berlin 1976, ISBN 3-11-006761-7, Der Seevölker-Sturm in Historie und Mythos., S. 77 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  49. Hartmut Matthäus: Eine kosmopolitische Hochkultur: Zypern von 1600 – 1100 v. Chr. In: Sabine Rogge (Hrsg.): Zypern – Insel im Brennpunkt der Kulturen. Waxmann, Münster 2000, ISBN 3-89325-878-7, Das 16. bis 14. Jahrhundert v. Chr., S. 101 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  50. Homer: Odyssee. 23. Gesang: Penelope erkennt Odysseus. Zeile 271. www.gottwein.de, 7. September 2003, abgerufen am 19. April 2016.
  51. Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troia. Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1994, ISBN 3-426-26682-2, S. 67–68.
  52. Jörg Mull: Mythen und Metalle. Der Trojanische Krieg, die Seevölker und der Kulturbruch am Ende der Bronzezeit. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2017, ISBN 978-3-96023-106-6, S. 15–16.
  53. Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troia. Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1994, ISBN 3-426-26682-2, S. 76–77.
  54. Wolf-Dietrich Niemeier: Griechenland und Kleinasien in der späten Bronzezeit. Der historische Hintergrund der homerischen Epen. In: Michael Meier-Brügger (Hrsg.): Homer, gedeutet durch ein großes Lexikon. Akten des Hamburger Kolloquiums vom 6.-8. Oktober 2010 zum Abschluss des Lexikons des frühgriechischen Epos (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Neue Folge, Band 21). De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-028518-5, S. 141–180 (Online auf pdfs.semanticscholar.org).
  55. Albrecht Götze: Das Hethiter-Reich. Hinrichs, Leipzig 1928.
  56. Eberhard Zangger: Ein neuer Kampf um Troja. Archäologie in der Krise. Droemer Knaur, München 1996, ISBN 3-426-77233-7. (Who Were the Sea People? In: Saudi Aramco World Band 46, Nr. 3, Mai/Juni 1995. Abgerufen am 5. August 2013. Englische Zusammenfassung der Argumente).
  57. „Herr Schrott ist ein Schriftsteller.“ Interview mit dem ehemaligen Leiter der Troja-Ausgrabungen, Ernst Pernicka In: Bild der Wissenschaft. vom 17. August 2010.
  58. Callum Paton: Mystery of Lost Biblical „Sea People“ Revealed in Ancient Hieroglyphs Uncovered in Turkey. Newsweek, 12. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  59. Frank Thadeusz: Die Rache des Sonnyboys. In: Der Spiegel. Nr. 41/2017. Spiegel-Verlag, 7. Oktober 2017, ISSN 0038-7452, S. 130–132 (Digitalisat [PDF; 796 kB; abgerufen am 9. November 2017]).
  60. Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Zürich 2017, Die Texte aus Beyköy tauchen wieder auf ., S. 299–300.
  61. Henk-Jan den Ouden: Heilooënaar ontcijfert Luwische ’hiëroglyfen’. Noordhollands Dagblad, 19. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  62. Silvia Renda: Gli archeologi hanno decifrato una scritta di 3200 anni fa che parla dell'invasione di misteriosi "uomini del mare". In: huffingtonpost.it. Abgerufen am 11. Oktober 2017.
  63. Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Zürich 2017, S. 311.
  64. Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Zürich 2017, Die Texte aus Beyköy tauchen wieder auf., S. 310.
  65. Hieroglyphen-Fund: Rätsel der Seevölker gelöst? Damals. Das Magazin für Geschichte, 10. Oktober 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  66. Lisa Schönhaar: Forscher entschlüsseln 3.200 Jahre alte Inschrift, die enthüllen könnte, was zahlreiche Zivilisationen auslöschte. Business Insider Deutschland, 13. Oktober 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  67. Chris Baynes: Archaeologists decipher 3,200-year-old stone telling of invasion of mysterious sea people. The Independent, 10. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  68. Owen Jarus: 3,200-Year-Old Stone Inscription Tells of Trojan Prince, Sea People. Live Science, 7. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  69. Amanda Borschel-Dan: Is this huge inscription our missing link to the biblical „Sea Peoples“? The Times of Israel, 11. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  70. Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Zürich 2017, Die Texte aus Beyköy tauchen wieder auf., S. 301.
  71. Renske Baars: Bijzondere teksten van 3200 jaar oud ontcijferd dankzij Fred uit Heiloo. AD, 17. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  72. Archäologen entziffern 3.200 Jahre alte Steininschrift über Invasion mysteriöser Seefahrer. RT Deutsch, 16. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  73. Theodoros Karasavvas: 3,200-Year-Old Stone Inscription Narrates the Tales of Sea People and a Trojan Prince. Ancient Origins, 11. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  74. Tibi Puiu: Obscure 3,200-year-old stone inscription finally gets deciphered — tells of Troy prince conquests and ‘Sea People’. ZME Science, 10. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  75. Owen Jarus: famed-archaeologist-created-fakes. Live Science, 12. März 2018, abgerufen am 1. März 2020.
  76. Omar Hoftun: Archäologe als Fälscher entlarvt. Scinexx.de, 12. März 2018, abgerufen am 2. März 2020.
  77. Frank Thadeusz: Schrumpliger Luftballon – Ein Altertumsforscher enttarnt einen Fälscher. In: Der Spiegel. Nr. 11/2018. Spiegel-Verlag, Hamburg 10. März 2018, S. 110 (luwianstudies.org [PDF; 115 kB; abgerufen am 2. März 2020]).
  78. Jörg Mull: Mythen und Metalle. Der Trojanische Krieg, die Seevölker und der Kulturbruch am Ende der Bronzezeit. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2017, ISBN 978-3-96023-106-6, S. 15–16; 23; 273–286
  79. Ernst Pernicka: Die Ausbreitung der Zinnbronze im 3. Jahrtausend. In: Bernhard Hänsel (Hrsg.): Mensch und Umwelt in der Bronzezeit Europas. Oetker Voges Verlag, Kiel 1998, ISBN 978-3-98043-222-1, S. 135–147 ([3] auf archiv.ub.uni-heidelberg.de)
  80. Jörg Mull: Mythen und Metalle. Der Trojanische Krieg, die Seevölker und der Kulturbruch am Ende der Bronzezeit. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2017, ISBN 978-3-96023-106-6, S. 117–119.
  81. Österreichische Akademie der Wissenschaften: Forschungsbericht (Memento vom 28. November 2012 im Webarchiv archive.today) vom Februar 2008.
  82. Reinhard Jung, Mathias Mehofer: Mycenaean Greece and Bronze Age Italy: cooperation, trade or war? In: Archäologisches Korrespondenzblatt.2013, Band 43, S. 175–193.
  83. Alwin Schönberger: Das Piraten-Puzzle. In: profil. Band 13, 23. März 2009, S. 94–98 ([4] auf vias.univie.ac.at).
  84. Sabine Pabst: Naue II-Schwerter mit Knaufzunge und die Aussenbeziehungen der mykenischen Kriegerelite in postpalatialer Zeit. (= Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Band 60, 2013 S. 105–152 [5] auf journals.ub.uni-heidelberg.de.)
  85. Reinhard Jung, Mathias Mehofer: A Sword of Naue II Type from Ugarit and the Historical Significance of Italian-type Weaponry in the Eastern Mediterranean. In: Aegean Archaeology. Band 8, 2005-2006 (2009), 111-135.
  86. Hakan Baykal: Stürmische Zeiten. In: epoc. Januar 2010, S. 36–47 ([6] auf spektrum.de) hier S. 45; 47.
  87. Svend Hansen: Krieg in der Bronzezeit. In Harald Meller, Michael Schefzik, Peter Ettel (Hrsg.): Krieg - eine archäologische Spurensuche. wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3172-4 ([7] auf researchgate.net) hier S. 205–212.
  88. August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm: Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik. Band 145 (= Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft.) de Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-3-11085-503-6, S. 251 ([8] auf books.google.de).
  89. Etwa durch das „Versetzen“. Dabei parierten sich die Schwerter nicht direkt in einem 90-Grad-Winkel. Vielmehr wurde das gegnerische Schwert durch einen seitlichen Schlag pariert, sodass der Angriff des Gegners ins Leere ging. Das minimierte die Abnutzung der bronzenen Schwertklinge.
  90. Raphael Hermann, Andrea Dolfini, Rachel J. Crellin, Quanyu Wang, Marion Uckelmann: Bronze Age Swordmanship: New Insights from Experiments and Wear Analysis. In: Journal of Archaeological Method and Theory. 17. April 2020 DOI: 10.1007/s10816-020-09451-0.
  91. Robert Drews: The End of the Bronze Age. 6. Auflage, Princeton University Press, Princeton/ New Jersey 1995, ISBN 978-0-691-025-91-9, S. 97 f.
  92. Wolfgang Helck: Nochmals zu Ramses III. Seevölkerbericht. In: Studien zur Altägyptischen Kultur. Band 14, 1987, S. 129–145.
  93. Eric H. Cline: 1177 v. Chr. Der erste Untergang der Zivilisation. Theiss, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-3195-3, S. 229–249.
  94. Carol Bell: The Evolution of Long Distance Trading Relationhips across the LBA/Iron Age Transition on the Northern Levantine Coast: Crisis, Continuity and Change. (= British Archaeological Reports, BAR International Series 1574.) Archaeopress, Oxford 2006.
  95. Colin Renfrew: Systems Collapse as Social Transformation. In: Colin Renfrew, Kenneth L. Cooke (Hrsg.): Transformations, Mathematical Approaches to Culture Change. Academic Press, New York 1979, S. 481–506.
  96. K. Hinzen, J. Maran, H. Hinojosa‐Prieto u. a.: Reassessing the Mycenaean Earthquake Hypothesis: Results of the HERACLES Project from Tiryns and Midea, Greece. In: Bulletin of the Seismological Society of America. 2018, Band 108, Nr. 3A, S. 1046–1070.
  97. Frank J. Yurco: End of the Late Bronze Age and Other Crisis Periods: A Volcanic Cause. In: Emily Teeter, John Larson (Hrsg.): Gold of Praise: Studies on Ancient Egypt in Honor of Edward F. Wente (= Studies in Ancient Oriental Civilization. Band 58.) Oriental Institute of the Univ. of Chicago, Chicago (IL) 1999, S. 456–458, ISBN 1-885923-09-0.
  98. Barry Weiss: The decline of Late Bronze Age civilization as a possible response to climatic change. In: Climatic Change. 1982, Band 4, S. 173–198.
  99. Rhys Carpenter: Discontinuity in Greek Civilization. Cambridge University Press, Cambridge 1966.
  100. Bettina Bader: Egypt and the Mediterranean in the Bronze Age: The Archaeological Evidence. In: Egyptian Archaeology. August 2015, doi:10.1093/oxfordhb/9780199935413.013.35, siehe auch frühe Bronzezeit in den vorderasiatischen Kulturen, mittlere Bronzezeit.
  101. Cyprian Broodbank: Die Geburt der mediterranen Welt. Von den Anfängen bis zum klassischen Zeitalter. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-71369-9, S. 8–16.
  102. Before Present ist eine Altersangabe, zu englisch before present „vor heute“ und wird für unkalibrierte 14C-Daten gebraucht.
  103. Amos Nur, Eric H. Cline: Poseidon's Horses: Plate Tectonics and Earthquake Storms in the Late Bronze Age Aegean and Eastern Mediterranean. In: Journal of Archaeological Science. Band 27, Nr. 1, Januar 2000, S. 43-63, doi: 10.1006/jasc.1999.0431 ([9] auf fdocuments.in).
  104. Nora Brüggemann, Joseph Maran (Hrsg.): Kult im archaischen Tiryns Eine Analyse neuer Befunde und Funde. (= Tiryns XVIII) Reichert, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-95490-047-3.
  105. Mykenische Paläste in Griechenland: Kein Untergang durch Erdbeben, 4. April 2018 [10].
  106. Klaus‐G. Hinzen; Joseph Maran; Hector Hinojosa‐Prieto; Ursula Damm‐Meinhardt; Sharon K. Reamer; Jana Tzislakis; Kilian Kemna; Gregor Schweppe; Claus Fleischer; Katie Demakopoulou: Reassessing the Mycenaean Earthquake Hypothesis: Results of the HERACLES Project from Tiryns and Midea, Greece. In: Bulletin of the Seismological Society of America. 2018, Band 108, Nr. 3A, S. 1046–1070, doi.org/10.1785/0120170348.
  107. Bettina Bader: Egypt and the Mediterranean in the Bronze Age: The Archaeological Evidence. In: Egyptian Archaeology. August 2015, doi:10.1093/oxfordhb/9780199935413.013.35, S. 11.
  108. Siegfried Herrmann: Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1973; hier: 3. Auflage 1985, S. 43,