Seffern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Seffern
Seffern
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Seffern hervorgehoben
Koordinaten: 50° 4′ N, 6° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 4,92 km2
Einwohner: 318 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Gerd Hau
Lage der Ortsgemeinde Seffern im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Sefferner Steinbrücke
Johann von Nepomuk, Brückenheiliger

Seffern ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seffern liegt in der Südwesteifel, etwa 10 km nördlich des Zentrums der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet wird von der Nims sowie dem Balesfelder Bach durchflossen und erstreckt sich im Tal dieser beiden Fließgewässer. Die Höhenlage schwankt zwischen 360 m ü. NHN und 500 m ü. NHN. Von der 4,92 km² großen Gemarkung ist mit 52 % ein verhältnismäßig großer Anteil bewaldet, nur 32 % sind als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen. Die nächste Anschlussstelle an der Bundesautobahn 60 ist Bitburg nur 5 km südöstlich von Seffern. Direkt westlich des Ortes verläuft die ehemalige Bundesstraße 51, seit der Eröffnung der A 60 zur Landesstraße 5 abgestuft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einer Besiedelung des Gemeindegebietes durch die Römer zeugen 1951 gefundene Reste eines ca. 200–375 erbauten Landguts. Der bis in die jüngste Vergangenheit vollzogene Abbau von Buntsandstein hat ebenfalls bereits zur Römerzeit stattgefunden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort unter dem Namen „Seferne“ 893 im Prümer Urbar. Bis 1576 stand Seffern unter der Landesherrschaft der Reichsabtei Prüm und zum Ende des 18. Jahrhunderts unter der von Kurtrier. Als Hofbezirk bzw. Schultheißerei stellte es ein Verwaltungszentrum innerhalb des Amtes Prüm dar. Zur Schultheißerei Seffern gehörten zehn Dörfer.

Von 1798 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Kyllburg im französischen Saardepartement. Um 1800 wurde Seffern Hauptort (chef-lieu) einer Mairie. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1815 zum Königreich Preußen, Seffern wurde Sitz einer Bürgermeisterei im Kreis Bitburg des Regierungsbezirks Trier, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Die Bürgermeisterei Seffern wurde 1856 in die Bürgermeisterei Bickendorf (1927 in Amt Bickendorf umbenannt) eingegliedert, aus dem 1970 im Zuge der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform mit vier weiteren Ämtern die Verbandsgemeinde Bitburg-Land entstand. Seit 2014 gehört die Gemeinde der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Bevölkerungsentwicklung

Die Anzahl der verzeichneten Haushalte stieg von 1473, als sechs gezählt wurden, auf acht Haushalte im Jahre 1541 an. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts (1815 hatte der Ort 291 Einwohner) verändert sich die Bevölkerung auffällig gering und bewegt sich zumeist im Bereich oberhalb der 300-Einwohner-Grenze. Seit dem 1871 mit 428 Einwohnern erreichten Höchststand ist die Zahl allerdings etwas zurückgegangen, auf heute ca. 330.

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Seffern, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 291
1835 347
1871 428
1905 356
1939 347
1950 359
Jahr Einwohner
1961 376
1970 387
1987 315
1997 356
2005 345
2015 318

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Seffern besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1823 erbaute Steinbrücke über die Nims mit Sandsteinkreuzen und einer Steinfigur des Brückenheiligen Johann von Nepomuk ist eine der wenigen noch erhaltenen Barockbrücken von Rheinland-Pfalz. Sakralbauten sind die Pfarrkirche St. Laurentius von 1854 und die Marienkapelle von 1891. Auf dem Gemeindegebiet verläuft ein Stationenweg aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der von der Ortslage aus bis zur Schlusskapelle bei Sefferweich führt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Seffern

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Standort einer Grundschule und eines Kindergartens. Kirchlich ist sie Sitz einer Pfarrei, der neben Seffern auch noch die Gemeinden Heilenbach, Schleid und Sefferweich angehören.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seffern – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen