Sega Toylet

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Das Sega Toylet (jap. トイレッツ, Toirettsu für Toylets) ist ein Urinal Gaming System, eine Mischung aus Urinal und Videospiel, des japanischen Herstellers Sega.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sega Toylet gehört zu den sogenannten interaktiven Urinalen und wurde vom Spielehersteller Sega für den japanischen Markt entwickelt. Es ist seit 2011 in öffentlichen Toiletten der Tōkyō Metro in Benutzung und seit 2012 im allgemeinen Verkauf.[1] Der Name ist ein Kofferwort aus toy, engl. ‚Spiel‘, und toilet, engl. ‚Toilette‘.[2] Der Preis pro Einheit lag 2012 bei 140.000 Yen (etwa 990 Euro), zuzüglich 10.000 Yen (circa 71 Euro) pro Spielprogramm.[1] Das Sega Toylet wird ausschließlich in Japan angeboten.[3]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Urinal verfügt über einen Bildschirm, auf dem Videospiele gezeigt werden, die mittels einer Sensorik über die Richtung, Stärke und Dauer des Harnstrahls des Nutzers gesteuert werden können.[4] Sega wirbt damit, dass durch die Spielmöglichkeit die „Zielgenauigkeit“ der Nutzer ansteigt und dadurch die Reinigungsintervalle der Urinale und Urinalbereiche bzw. -räume verlängert werden können.[5]

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt werden vier Spiele angeboten: Manneken Pis (nach dem Manneken Pis in Brüssel), bei dem lediglich die Menge des abgegebenen Urins gemessen wird, Graffiti Eraser, bei dem mittels Richtungswechsel des Strahls ein virtuelles Graffiti entfernt werden muss, The Northern Wind, The Sun and Me, bei dem der Nutzer mittels der Stärke des Strahls einen virtuellen Wind kontrolliert und versuchen muss, einer Frau das Kleid hochzuwehen und Battle! Milk From Nose, bei dem der Urinstrahl des aktuellen Nutzers mit dem des vorherigen verglichen wird und der stärkere einen virtuellen Sumo-Kampf gewinnt. Für jedes Spiel kann der erreichte Score auf einem USB-Stick gespeichert und auf Internetbestenlisten hochgeladen werden.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Daniel Feit: Sega Begins Sales of Urine-Powered ‘Toylet’ Videogame, Wired 30. April 2012 (abgerufen 26. März 2014).
  2. Toylets: Highscore in der Pinkelpause, Spiegel-Online vom 19. Januar 2011 (abgerufen 26. März 2014).
  3. Info, Unterseite der Website zu Sega Toylet, Sega (Stand und abgerufen 30. März 2014, japanisch).
  4. Julian Ryall:Sega launches urinal game consoles in Japan, The Daily Telegraph, 19. Januar 2012 (abgerufen 26. März 2014).
  5. Products, Unterseite der Website zu Sega Toylet, Sega (Stand und abgerufen 26. März 2014, japanisch).
  6. Duncan Geere: Sega Urinal Game, Wired 6. Januar 2011 (abgerufen 26. März 2014).