Segura de Toro

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Gemeinde Segura de Toro
Segura de Toro – Plaza Mayor mit Verraco
Segura de Toro – Plaza Mayor mit Verraco
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Segura de Toro
Segura de Toro (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Extremadura
Provinz: Cáceres
Comarca: Valle del Ambroz
Koordinaten 40° 13′ N, 5° 57′ WKoordinaten: 40° 13′ N, 5° 57′ W
Höhe: 636 msnm
Fläche: 15,36 km²
Einwohner: 191 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 12,43 Einw./km²
Postleitzahl: 10739
Gemeindenummer (INE): 10174 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Segura de Toro

Segura de Toro ist ein westspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 191 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) in der Provinz Cáceres im äußersten Norden der autonomen Region Extremadura nahe der Grenze zu Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Segura de Toro liegt in einer waldreichen Umgebung in ca. 635 Metern Höhe ü. d. M. – die Entfernung zur Nachbarstadt Hervás beträgt etwa 14 Kilometer (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung; die Stadt Béjar in der Nachbarprovinz Kastilien-León ist nur etwa 33 Kilometer in Richtung Nordosten entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2000 2014
Einwohner 358 249 214 194 202 202

Im 19. Jahrhundert lag die Einwohnerzahl meist zwischen 250 und 400 Personen; die Mechanisierung der Landwirtschaft hat zu einem Verlust an Arbeitsplätzen und in der Folge zu einer Abwanderung eines Teils der Bevölkerung in die Städte geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner des Ortes lebten jahrhundertelang weitgehend als Selbstversorger von den Erträgen der kleinen Felder und vor allem von der Viehzucht. Heute spielen vor allem der Obst- und Gemüseanbau sowie die Forstwirtschaft die wichtigsten Rollen im Wirtschaftsleben der Gemeinde; daneben spielt der Wander-Tourismus in den umliegenden Kastanienwäldern der Umgebung eine weniger bedeutende Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend war wahrscheinlich um 500 v. Chr. vom keltischen Volksstamm der Vettonen besiedelt; Römer, Westgoten und Mauren haben dagegen keine Spuren auf dem hochgelegenen Gemeindegebiet hinterlassen und so beginnt die Geschichte des Ortes erst nach der Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der Region im 12. und 13. Jahrhundert. Im Mittelalter gehörte Segura de Toro vorübergehend dem Templerorden (siehe Wappen), der hier im 12. Jahrhundert eine Burg erbaute, jedoch in den Jahren 1307 bis 1312 aufgelöst wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wichtigste Sehenswürdigkeit ist der in der Umgebung gefundene und auf die Plaza Mayor verbrachte Figur eines iberischen Stiers oder Ebers (verraco), der in die Zeit des 6. oder 5. Jahrhunderts v. Chr. datiert wird. Sie ist aus einem Granitblock herausgearbeitet, wobei in dieser Zeit eine – andernorts durchaus mögliche – Verwendung metallener Werkzeuge unklar ist.
  • Die aus Bruchsteinen errichtete Kirche San Juan ist ein unscheinbarer Bau des 15. Jahrhunderts mit einem kleinen Glockengiebel (espadanya). Die großen Natursteine des Bauwerks sind von dicken Putzschichten überdeckt. Der freistehende Glockenturm (campanario) ruht auf einem Fundament aus großen Granitblöcken.
  • Die Ruinen der mauerumgürteten Templerburg (castillo) befinden sich in der Nähe der Kirche.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Segura de Toro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).