Seich

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Seich
Sèish
Wappen von Seich
Seich (Frankreich)
Seich
Region Okzitanien
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Bagnères-de-Bigorre
Kanton La Vallée de la Barousse
Gemeindeverband Neste Barousse
Koordinaten 43° 1′ N, 0° 29′ OKoordinaten: 43° 1′ N, 0° 29′ O
Höhe 512–1.493 m
Fläche 7,17 km2
Einwohner 90 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km2
Postleitzahl 65150
INSEE-Code

Mairie Seich

Seich (okzitanisch Sèish) ist eine französische Gemeinde mit 90 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien (bis 2015 Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bagnères-de-Bigorre und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Neste Barousse.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Seich liegt in den Pyrenäen zwischen den Landschaften Bigorre und Comminges, etwa 15 Kilometer südöstlich von Lannemezan und etwa 30 Kilometer nordwestlich der Grenze zu Spanien. Das 7,17 km² umfassende Gemeindegebiet zieht sich sechseinhalb Kilometer nach Süden entlang den Gebirgsflüssen Ruisseau de Nistos und Ruisseau d’Arize bis in eine nicht mehr von Straßen erschlossene waldreiche Bergwildnis. Die Gemeinde hat keinen gewachsenen Dorfkern, sie besteht aus einer Ansammlung von Einzelhöfen und kleinen Weilern, von denen Pied de Seich, Prat de Souil, Arize und Haussadets einen Namen haben. Das Rathaus (mairie) befindet sich im Norden der Gemeinde auf 655 m über dem Meer auf einem Bergrücken.

Westlich und östlich des Arizetales hat das Gebiet der Gemeinde einen ausgeprägten Mittelgebirgscharakter mit mehreren Gipfeln über 1000 m Höhe. Zu diesen gehören:

westlich des Arizetales

  • Mont du Rat 1065 m
  • Mont Sieut 1143 m
  • Pic de l’Artiguche 1514 m (höchster Punkt in der Gemeinde)

östlich des Ariègetales

  • Südwestflanke des Pic de Mont Caup 1212 m

Umgeben wird Seich von den Nachbargemeinden Montégut im Norden, Générest im Nordosten, Sacoué im Südosten, Nistos im Westen sowie Bize im Nordwesten.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der französischen Gemeindegründungen Ende des 18. Jahrhunderts gab es die Schreibweisen Saiches und Seiches. Man nimmt an, dass sich der Ortsname aus dem lateinischen saxum für Stein, Fels herleiten lässt.[1]

Administrative Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ancien régime gehörte Seich zur Sénéchaussée von Toulouse im Pays des Quatre-Vallées, dem Tal von Barousse und der Baronie von Bize. 1790 kam Seich zum Kanton Nestier, dessen Hauptort 1870 nach Saint-Laurent-de-Neste verlegt wurde. Das Gebiet um die Weiler Arize und Haussadets kam 1964 aus dem Gemeindegebiet von Sacoué zur Gemeinde Seich.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 60 83 85 74 76 74 73 85
Quelle: Cassini[3] und INSEE[4]

Im Jahr 2012 betrug die Gesamtzahl der Wohnungen in der Gemeinde 572. Von diesen waren 55,3 % Hauptwohnsitze, 35,4 % Zweitwohnungen und 9,3 % standen leer.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • zwei Flurkreuze

In Seich gibt es keine Kirche und keine Kapelle. Für die Seelsorge ist die Himmelfahrts-Kirche (Église de l’Assomption) im Nachbarort Nistos-Bas zuständig.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seich ist bäuerlich geprägt. In der Gemeinde sind sieben Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Futtermittelanbau, Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltung).[6] Touristisch ist die Gemeinde nicht entwickelt. Ein Skigebiet (Station de Nistos-Cap Nestès) befindet sich wenige Kilometer südwestlich von Seich in der Gemeinde Nistos.

Die Gemeinde Seich liegt in einer abgelegenen Gebirgsgegend, die nur von Norden her erreichbar ist. Nach Süden endet die Straße D 375 am Einzelgehöft Grange Barrail auf 825 m über dem Meer als Sackgasse. In der 17 Kilometer nordöstlich gelegenen Gemeinde Montréjeau besteht ein Anschluss an die Autoroute A645. Hier befindet sich auch der nächstgelegene Bahnhof an der Bahnstrecke Toulouse–Bayonne.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michel Grosclaude und Jean-Francois Le Nai: Intégrant les travaux de Jacques Boisgontier, Dictionnaire toponymique des communes des Hautes-Pyrénées, Tarbes, Conseil Général des Hautes-Pyrénées, 2000, S. 348 (ISBN 2-9514810-1-2, notice BnF no FRBNF37213307)
  2. Seich auf archivesenligne65.fr (französisch)
  3. Seich auf cassini.ehess.fr
  4. Seich auf insee.fr
  5. Statistik auf insee.fr
  6. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seich – Sammlung von Bildern