Seifertshausen

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Seifertshausen
Koordinaten: 51° 2′ 58″ N, 9° 45′ 59″ O
Höhe: 274 (264–549) m
Fläche: 8,43 km²[1]
Einwohner: 277[2]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36199
Vorwahl: 06623

Seifertshausen ist ein Stadtteil von Rotenburg an der Fulda im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Im Jahre 2009 feierte der Ort sein 750-jähriges Bestehen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seifertshausen befindet sich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, an den auf der Stölzinger Höhe der Schwalm-Eder-Kreis und Werra-Meißner-Kreis grenzen. Der Ort liegt im Tal des Haselbachs, ein rechtsseitiger Zufluss der Fulda, eingebettet zwischen den Höhenzügen des Stölzinger Gebirges nur etwa 2 km nordöstlich des 549 m hohen Alheimers.

Nördlich, Richtung Waldkappel oder Spangenberg erreicht man Dankerode. Fährt man die Landstraße 3226 in südlicher Richtung über Erkshausen und Schwarzenhasel, erreicht man die Bundesstraße 83, an welcher der Ortsteil Lispenhausen und auch Rotenburg an der Fulda liegen. Dort besteht eine Anbindung an das Schienennetz der Deutschen Bahn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die angrenzenden Gemeinden sind, von Norden beginnend, Spangenberg, Cornberg, Bebra, Ludwigsau und Alheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Seifertshausen erfolgte im Jahr 1259.[1] Der Ort gehörte bis 1821 zum hessischen Amt Rotenburg (Rotenburger Quart) und war neben Braach ein Gerichtssitz für das Untergericht des Amtes.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Seifertshausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Stadt Rotenburg an der Fulda eingegliedert.[3][4] Für Seifertshausen, wie für die übrigen Stadtteile von Rotenburg an der Fulda, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[5]

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Seifertshausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Seifertshausen 261 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 36 Einwohner unter 18 Jahren, 108 zwischen 18 und 49, 63 zwischen 50 und 64 und 54 Einwohner waren älter.[9] Die Einwohner lebten in 108 Haushalten. Davon waren 30 Singlehaushalte, 33 Paare ohne Kinder und 36 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 72 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[9]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seifertshausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011
Jahr  Einwohner
1834
  
465
1840
  
497
1846
  
506
1852
  
507
1858
  
436
1864
  
477
1871
  
410
1875
  
362
1885
  
354
1895
  
319
1905
  
348
1910
  
357
1925
  
344
1939
  
348
1946
  
495
1950
  
457
1956
  
360
1961
  
340
1967
  
300
1970
  
315
1980
  
?
1990
  
?
2001
  
303
2011
  
261
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Zensus 2011[9]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1885: 354 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 320 evangelische (= 94,12 %), 320 katholische (= 5,12 %) Einwohner[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Seifertshausen besteht als Selbstverwaltung, bzw. als Anhörungsorgan ein Ortsbeirat. Die Mitglieder sind seit 2016: Hans-Joachim Pohl (als Ortsvorsteher), Ottmar Vaupel (Stellvertreter), Lothar Knierim, Wolfgang Wunsch, Sven Koberling, Walter Krük.[10]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine evangelische Kirche im Ort. Der Pfarrer ist seit November 2002 Carsten Köthe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In etwa zwei Kilometer Entfernung befindet sich der Alheimer 548,7 m ü. NN mit Aussichtsturm und einem gastronomischen Angebot.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorffest (jedes zweite Jahr, 3. Wochenende im August)
  • Freizeitturnier (Fußball) im Juni

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seifertshausen ist ländlich geprägt, obwohl die Zahl der Landwirte in den letzten Jahren stark abgenommen hat; zurzeit noch 4 Vollerwerbslandwirte. Im Nebenerwerb betreiben noch 17 Betriebe Landwirtschaft. Von der überwiegenden Zahl der Einwohner wird Seifertshausen als Wohnort benutzt, um von hier die Arbeitsplätze in Bebra, Rotenburg a.d. Fulda, Bad Hersfeld, Kassel, Frankfurt am Main und vielen anderen Orten zu erreichen.

Im Ort sind kleine Gewerbebetriebe ansässig. Im Handwerk sind das Firmen für Heizungs- und Sanitärtechnik, Putz- u. Bauunternehmung, ein Schmiedemeister, eine Kfz-Werkstatt und ein Hersteller von Hausmacher Wurst. Weiterhin gibt es ein Bestattungsunternehmen und es werden Ferienwohnungen im Ort vermietet.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportplatz mit Fußballfeld, Basketballecke, Tischtennisplatte und Kinderspielplatz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Seifertshausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Februar 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Erkshausen. In: Webauftritt. Stadt Rotenburg an der Fulda, abgerufen im Juni 2021.
  3. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hersfeld und Rotenburg (GVBl. II 330-13) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 217, § 2 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  5. Hauptsatzung. (PDF; 100 kB) § 7. In: Webauftritt. Stadt Rotenburg an der Fulda, abgerufen im Juni 2021.
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 45 (online bei Google Books).
  8. Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 223–224. (kurhess GS 1821)
  9. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 22 und 78;.
  10. Ergebnisse der Ortsbeiratswahl 2016. Webseite von Seifertshausen (abgerufen am 07. Juni 2018).