Seifertshofen (Ebershausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Seifertshofen
Gemeinde Ebershausen
Koordinaten: 48° 13′ 8″ N, 10° 18′ 45″ O
Höhe: 516 m
Einwohner: 172 (Dez. 2002)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 86491
Vorwahl: 08282

Seifertshofen ist ein Dorf in der Gemeinde Ebershausen im schwäbischen Landkreis Günzburg. Der Ort zählt 172 Bewohner, wobei diese Zahl die Einwohnerzahl der ehemaligen Gemeinde Seifertshofen darstellt.[1] Das bedeutet, dass in dieser Zahl die Einwohnerzahl des Dorfes Waltenberg enthalten ist.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt ungefähr eineinhalb Kilometer nördlich von Ebershausen am westlichen Rand des Tals des Haselbachs an der von Nattenhausen nach Ebershausen führenden Kreisstraße GZ 13.[2]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lauf der Geschichte gab es für den Ortsnamen von Seifertshofen folgende Schreibweisen – Sigebrechtshoven, Sibrehtshoven, Sibrachtshofen, Seybraczhofen, Seybertshofen, Seybertzhofen, Seybertzhoven – die „zu den Höfen des Sigeprecht“ bedeuten. Der Ortsname lässt sich also auf den Vornamen „Sigeprecht“ zurückzuführen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Indiz für die frühe Besiedelung der Gegend sind die, vor allem in den Wäldern östlich des Haselbach- beziehungsweise Gutnachtals liegenden vorgeschichtlichen Grabhügelfelder und keltischen Viereckschanzen.[2] Seifertshofen, das im Jahr 1316 erstmals urkundlich erwähnt wurde, gehörte zu dieser Zeit zur hochstiftlichen Burg Hasberg. Außer einem Hof, der dem Franziskanerinnenkloster Klosterbeuren gehörte, wechselte der Ort im Lauf der Jahrhunderte mehrmals den Besitzer. Zuerst kamen die Seifertshofer Anwesen an das Kloster Roggenburg, dann im Jahr 1581 an Jakob Fugger von Kirchberg-Weißenhorn und schließlich zur St. Jakobspfründe in Augsburg (1695).[3][4] Im Jahr 1805 kam Seifertshofen, wie das gesamte Gebiet zwischen Iller und Lech an Bayern.

Im Zuge der Bayerischen Gebietsreform während der 1970er Jahre wurde die Gemeinde Seifertshofen, zu der die Dörfer Seifertshofen und Waltenberg gehörten, am 1. Mai 1978 nach Ebershausen eingemeindet.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Ulrich

Die auf einer weithin sichtbaren Anhöhe im Westen des Ortes erbaute kleine Kirche St. Ulrich wurde im Jahr 1731 wahrscheinlich von einem Meister aus Vorarlberg erbaut.[4][6] Möglicherweise wurden beim Bau der Kirche Teile des Vorgängerbaus weiter verwendet. Das würde einerseits die kurze Bauzeit von nur einigen Monaten und andererseits das etwas verschachtelte Aussehen des Kirchengebäudes erklären.

Die ursprüngliche barocke Ausstattung der Kirche blieb bis heute weitestgehend erhalten. In der Kirche findet man mehrere Darstellungen und Figuren des Hl. Ulrich, unter anderem am Altarbild und am Deckenfresko des Memminger Malers Marschner aus den 1950er Jahren. Hinter den Seitenaltären fand man bei der letzten Renovierung der Kirche im Jahr 1991 gemalte Altarattrappen. Man entschied jedoch, die offensichtlich erst später eingebauten Seitenaltäre in der Kirche zu belassen. Eine Besonderheit ist, dass man nur von außen über eine Holztreppe in die Kanzel gelangen konnte, die für die relativ kleine Kirche recht groß ist.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seifertshofen (Ebershausen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetseite über die Einwohnerentwicklung der Gemeinde Ebershausen@1@2Vorlage:Toter Link/www.ebershausenonline.de.tl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. a b BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung
  3. a b Seite über das Dorf Seifertshofen auf der Internetseite der Gemeinde Ebershausen (Memento des Originals vom 20. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebershausen.de
  4. a b B. von Hagen, A. Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler. Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. Karl M. Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-589-6, S. 125, f.)
  5. Seite über das Dorf Ebershausen auf der Internetseite der Gemeinde Ebershausen (Memento des Originals vom 20. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebershausen.de
  6. Seite über die Kirche von Seifertshofen auf der Internetseite der Gemeinde Ebershausen (Memento des Originals vom 20. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ebershausen.de