Seilbahn Jenesien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bergstation

Die Seilbahn Jenesien (italienisch Funivia di San Genesio) verbindet die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen mit dem auf dem Tschögglberg gelegenen Jenesien. Die Luftseilbahn ist Teil des Verkehrsverbunds Südtirol und wird von der SAD Nahverkehr AG betrieben.

Technisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trasse führt von der 306 m s.l.m. gelegenen Talstation an der Sarntalstraße am Stadtrand von Bozen über sieben Seilbahnstützen aus Stahlbeton zur Bergstation auf 1047 m Höhe bei Jenesien. Die Bergstation, in deren Nähe sich das Schwimmbad und der Tennisclub von Jenesien befinden, liegt etwa 50 Höhenmeter und etwa einen halben Kilometer vom Dorfzentrum entfernt. Die Fahrt, die einen Höhenunterschied von 741 m überwindet, bietet weite Ausblicke auf den Bozner Talkessel, den gegenüberliegenden Ritten und die westlichen Dolomiten.

Die Seilbahn hat eine schräge Länge von 2488 m bei einer horizontalen Länge von 2355 m. Die beiden Tragseile sind in der Bergstation verankert und werden in der Talstation von 30 t schweren Gewichten gespannt. Der Antrieb befindet sich in der Bergstation. Die beiden Kabinen für je 21 Personen fahren mit einer Geschwindigkeit von maximal 5,5 m/s (20 km/h).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pendelbahn wurde von Luis Zuegg nach dem System Bleichert/Zuegg gebaut und am 4. Mai 1937 eröffnet. 1966 erfolgte eine Modernisierung nach Plänen von Ing. Hubert Zuegg. 1982 sowie im Juli 2000 besorgte die Firma Hölzl Seilbahnbau größere Wartungsarbeiten.

Bis zum Jahr 2020 ist auf der bestehenden Trasse eine komplette Neuerrichtung der Seilbahn vorgesehen, die über größere Kabinen, eine dichtere Taktfrequenz und eine höhere Fahrgeschwindigkeit verfügen soll.[1]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Talstation besteht Anschluss an die Buslinie 12 der lokalen Busgesellschaft SASA sowie an die Sightseeing-Buslinie BoBus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 46° 30′ 51,6″ N, 11° 21′ 8,7″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lisa Maria Gasser: Neues Leben für alte Bahn. salto.bz, 7. Juli 2017, abgerufen am 7. Juli 2017.