Seine
| Seine | ||
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Verlauf und Einzugsgebiet der Seine |
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| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | FR: ----0010 | |
| Lage | Frankreich | |
| Flusssystem | Seine | |
| Quelle | auf dem Plateau von Langres im Gemeindegebiet von Source-Seine 47° 29′ 11″ N, 4° 43′ 0″ O |
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| Quellhöhe | ca. 470 m[1] | |
| Mündung | Bei Le Havre in den ÄrmelkanalKoordinaten: 49° 25′ 36″ N, 0° 6′ 8″ O 49° 25′ 36″ N, 0° 6′ 8″ O |
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| Mündungshöhe | 0 m[1] | |
| Höhenunterschied | ca. 470 m | |
| Länge | 777 km[2] | |
| Einzugsgebiet | 79.000 km²[3] | |
| Abfluss am Pegel Le Havre[3] | MQ |
560 m³/s |
| Großstädte | Paris, Rouen, Le Havre | |
| Mittelstädte | Troyes, Melun, Mantes-la-Jolie, Vernon | |
| Schiffbar | von der Mündung bis Nogent-sur-Seine | |
Die Seine [sɛn] (lateinisch/keltisch Sequana) ist ein Fluss in Nord-Frankreich. Sie entspringt in der Region Bourgogne-Franche-Comté, fließt von Osten nach Westen und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal. Mit 777 Kilometern[2] Länge ist sie neben der Loire (1004 Kilometer) und den ineinander übergehenden Flussverläufen von Doubs, Saône und Rhône (insgesamt 1025 Kilometer) einer der längsten Flüsse Frankreichs. Das Einzugsgebiet der Seine umfasst etwa 78.650 km².
Wichtige Städte an der Seine sind Paris, Troyes und Rouen. In Paris und Rouen befinden sich die wichtigsten Binnenhäfen Frankreichs. Über Kanäle ist die Seine mit Schelde, Maas, Rhein, Saône und Loire verbunden. Am Unterlauf des Flusses im Gebiet der Normandie haben sich für einen Fluss dieser Wasserführung außergewöhnlich große Talschleifen gebildet. Die schiffbare Länge (bis Nogent-sur-Seine) beträgt 560 km. Seeschiffe können den Fluss bis Rouen (120 km im Landesinneren) befahren.
Das Seineufer von Paris steht auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.
Inhaltsverzeichnis
Quellen der Seine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Quelle der Seine liegt auf dem Plateau von Langres, 30 km nordwestlich von Dijon im Département Côte-d’Or in der Region Bourgogne-Franche-Comté, 470 m über dem Meeresspiegel. Eine Besonderheit ist, dass die Quellen der Seine seit 1864 Eigentum der Stadt Paris sind. Eine künstliche Grotte wurde ein Jahr später errichtet, um die Hauptquelle zu schützen, und die Statue einer Nymphe aufgestellt, die den Fluss symbolisieren soll. Die Hauptstadt hat mittlerweile das Interesse an der Parzelle verloren und sie an die Region zurückgegeben. Nahe der Quelle befinden sich Überreste eines gallo-römischen Tempels, in dem eine Dea Sequana (lateinisch Göttin der Seine) verehrt wurde und dessen archäologischen Funde sich heute im Archäologischen Museum von Dijon befinden.
Das Tal der Seine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Seine fließt in ganze Länge durch das Schichtstufenland des Pariser Beckens, dessen Relief durch breitbasige hohe Wellen wie in der Trockenen Champagne und einige prägnantere Hügel gekennzeichnet ist. An das enge Tal des Oberlauf im Plateau von Langres schließt in der Gegend um Troyes ein etwa einen Kilometer breiter Talgrund zwischen sehr sanften Hängen an. weiter westwärts bis zur Mündung der Voulzie bei Bray-sur-Seine verbreitert sich der Talgrund auf über 5 km, und schließlich werden die Hänge wenigstens auf der Nordseite steiler. Die umgebenden Höhen liegen hier auf der Nordseite etw 100 m, auf der Südseite etwa 50 m über dem Fluss. Bei Fontainebleau, dessen Stadtzentrum in einem Seitental liegt, gibt eine Talenge, in Form einer Pforte kreuzt das Seinetal einen Höhenrücken. Bei Paris und von dort bis kurz vor der Mündung verläuft das Tal in zahlreiche Schleifen und dementsprechend asymmetrische Talabschnitte mit Gleithang und Prallhang. Die Breite des Talgrundes wechselt stark und ist auf lange Strecken gering. Asymmetrisch ist der Querschnitt sogar bei der Île de la Cité in Paris, wo der Flussverlauf fast gerade ist: Südlich des Flusses steigt das Quartier Latin nicht steil aber doch deutlich an, während sich vom Nordufer der flache Marais („Sumpf“) über mehrere Kilometer bis fast zum Gare du Nord erstreckt. Von Paris bis kurz vor der Mündung wird das Tal nicht flacher, der Talgrund sinkt notwendigerweise von etwa 50 m über dem Meer auf nahe Null, aber die Anhöhen bleiben fast gleich hoch.
Das Seinetal ist bekannt für seine zahlreichen Schlösser („Seineschlösser“), aber auch die dort vorhandene Automobilindustrie, Petrochemie und mehrere Kraftwerke.
Inseln in der Seine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Oberhalb des Großraums Paris:
- Nogent-sur-Seine: Île Olive, 3 ha
Großraum von Paris:
- Melun: Île Saint-Étienne, 1200 m x 170 m
- bei Évry: Île aux Paveurs, 600 m x 70 m
- Paris:
- Île Saint-Louis, 11ha, 725 m x 190 m, 2465 Einwohner
- Île de la Cité, 22 ha, 1,19 km x 290 m, 1168 Einwohner
- Île aux Cygnes, 1,3 ha, 890 m x 20 m, unbewohnt
- Issy-les-Moulineaux: Île Saint-Germain, 18 ha, Parkanlagen und Wohngebiet
- Boulogne-Billancourt: Île Seguin, 11,5 ha, nur durch einen Flussarm von der Île Saint-Germain getrennt, ehemals Renault-Werk
- Puteaux: Île de Puteaux, 2,5 km x (140–200) m, Freizeitgelände
- Neuilly-sur-Seine und Levallois-Perret: Île de la Grande Jatte, 1,9 km x 150 m, bewohnt und Freizeitgelände
- L’Île-Saint-Denis: Île Saint-Denis 4,4 km x max. 280 m, 7071 Einwohner
- Carrières-sur-Seine und Chatou: Île de Chatou (Île des Impressionnistes), 8,3 km x max .280 m
- Louveciennes und Le Port Marly: Île de la Loge, 2,38 km x (150–220) m
- Andrésy: Île de Nancy, 2,3 km x max. 240 m
Unterhalb des Großraums Paris
- bei Mantes-la-Jolie (linkes Ufer) und Limay (rechtes Ufer):
- Île aus Dames: 2,67 km x max. 230 m
- Île l'Aumône: 2 km x max. 278 m
- Bei Les Mureaux: Belle Île, 5,7 km x max. 340 m
- Bennecourt: Grande Île, 6 km x max 330 m
- Criquebeuf-en-Caux bei Elbeuf: Insel mit drei Teilnamen, Île de Launy - Île de Criquebeuf - Île du Courant, 8,5 km x max. 37ß m
Städte an der Seine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
– in Klammern die Einwohnerzahlen, Mittelstädte kursiv, Großstädte fett –
Oberhalb des Großraums Paris:
- Châtillon-sur-Seine (5.478)
- Bar-sur-Seine (3.135)
- Troyes (59.671)
- Romilly-sur-Seine (14.352)
- Nogent-sur-Seine (5.955)
- Bray-sur-Seine (2.294)
- Montereau-Fault-Yonne (17.173)
- Fontainebleau (14.839)
Großraum von Paris:
- Melun (40.066)
- Corbeil-Essonnes (47.632)
darin Métropole du Grand Paris:
- Évry (53.237)
- Viry-Châtillon (31.132)
- Vitry-sur-Seine (90.075)
- PARIS (2.229.621)
- Sèvres (23.404)
- Boulogne-Billancourt (116.794)
- Puteaux (43.891)
- Neuilly-sur-Seine (62.346)
- Courbevoie (85.523)
- Asnières-sur-Seine (86.020)
- Clichy (59.255)
- Saint-Denis (109.343)
- Argenteuil (106.817)
- Nanterre (92.227)
noch Großraum, westlich der Métropole du Grand Paris:
- Saint-Germain-en-Laye (39.547)
- Conflans-Sainte-Honorine (35.213)
- Poissy (37.461)
Unterhalb des Großraums Paris:
- Meulan-en-Yvelines (8.992)
- Mantes-la-Jolie (45.052)
- Vernon (24.064)
- Les Andelys (8.201)
- Elbeuf (17.343)
- Rouen (110.755)
- Honfleur (7.676)
- Le Havre (172.074)
Mündungsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Drei große Brücken überspannen das breite Flusstal im Mündungsbereich: Die Brotonne-Brücke, die Brücke von Tancarville und der Pont de Normandie. Letztere war zeitweilig die längste Brücke Europas. Die Seine mündet zwischen Le Havre und Honfleur und bildet ab Tancarville ein langgezogenenes Ästuar. Dieses wird von der Pont de Normandie überspannt. 1997 wurde ein 8.528 ha großes Gebiet unter Naturschutz gestellt. Schilfgebiete, Dünen, Sandbänke und Feuchtwiesen bieten Lebensraum für über 250 verschiedenen Vogelarten. Ein Informationszentrum am nördlichen Brückenkopf bietet Naturkundliches zum Naturschutzgebiet und eine Beobachtungsstation.
Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schon der Blick auf die Karte zeigt, dass Flusssystem der Seine von einigen langen Zuflüssen ersten Grades geprägt ist, die in großem Abstand parallel zur Seine fließen, teilweise aber nicht sehr weit von ihr entspringen. Die Nebenflüsse der Nebenflüsse laufen oft eine recht lange Strecke parallel zu ihrem Zielgewässer, bevor sie einen Bogen zu ihm hin machen. Die Längenvergleiche in der Tafel machen deutlich, dass die Quelle der Marne die längste Flussstrecke zum Meer hat. Die Fließwege zur Seinemündung von den Quellen der Aube, der Yonne und einiger ihrer Nebenflüsse, sowie der Aire und der Aisne sind kaum kürzer als derjenige der Seine selber.
| Die Seine, ihre Nebenflüsse und deren Nebenflüsse ab 36 km Länge (Reihenfolge flussaufwärts) | |||||||||||
Darstellungsweise:
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| Mündung in Fließrichtung gesehen von |
Name | Mündung – [km] – Honfleur |
Lage der Mündung ([km bis Honfleur]) |
Code SANDRE |
Länge [km] |
Einzugs- gebiet [km²] |
Mittlerer Abfluss [m³/s] |
Quelle – [km] – Honfleur |
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| Seine | 0 | Le Havre, Honfleur | ----0010 | 777 | 79 000 | 563 | 777 | ||||
| links | Risle | 6,8 | Berville-sur-Mer | H6--0200 | 145 | 2 300 | 14 | 152 | |||
| links | Charentonne | 8 km unt. Beaumont-le-Roger | H61-0400 | 63 | 514 | 4 | |||||
| links | Eure | 138,9 | Pont-de-l'Arche | H4--0200 | 228,7 | 6 017 | 26,2 | 427,6 | |||
| links | Iton | Acquigny | H43-0400 | 131,8 | 1 197 | 4,7 | |||||
| rechts | Vesgre | ggü. Ivry-la-Bataille | H42-0410 | 45 | |||||||
| links | Avre | 6 km nördl. Dreux | H42-0400 | 80,4 | 974 | 3,6 | |||||
| links | Blaise | Dreux | H41-0410 | 49 | 425 | 1,96 | |||||
| rechts | Andelle | 4 km ob. ggü. Pont-de-l'Arche | H32-0400 | 56,8 | 740 | 7,2 | |||||
| rechts | Epte | 4 km ob. Vernon | H31-0400 | 113 | 1 490 | 9,8 | |||||
| links | Mauldre | 6–8 km ob. Mantes-la-Jolie | H30-0400 | 34,8 / 37,6 | 411 | ||||||
| links | Lieutel | 10,9 km nach deren Quelle | H3038000 | 13,7 | |||||||
| rechts | Oise[4] | 284,4 | Conflans-Sainte-Honorine | H---0100 | 341,1 | 16 667 | 110 | 525,5 | |||
| links | Nonette | 8 km unt. Creil | H22-0400 | 40,4 / 43 | 338 | 1,6 | |||||
| links | Launette | 13,4 km nach deren Quelle | H21-0400 | 16 | |||||||
| rechts | Thérain | unt. Nogent-sur-Oise | H21-0400 | 94,3 | 1 218 | 7,7 | |||||
| rechts | Brêche | Nogent-sur-Oise | H20-0420 | 45,5 | 468 | 2,3 | |||||
| links | Aisne[4] | 383,55 | Compiègne, 99,15 km vor Oise-Mdg. | H1--0200 | 355,9 / 362 | 7 939 | 65,4 | 745,4 | |||
| links | Vesle | 10 km östl. Soissons | H15-0400 | 139,5 | 1 480 | 7,5 | |||||
| links | Ardre | Fismes | H15-0420 | 39,3 | 302 | 1,5 | |||||
| links | Suippe | 20 km nördl. Reims | H13-0410 | 81,7 | 837 | 43 | |||||
| links | Retourne | Neufchâtel | H1360600 | 45,4 | 335 | 1,6 | |||||
| rechts | Vaux | 7 km westl. Rethel | H13-0400 | 37,7 | 316 | 4,5 | |||||
| rechts | Aire | 625,4 | SW Grandpré, 120 km nach Aisne-Q. | H11-0400 | 125,6 | 1 050 | 13,6 | 751 | |||
| links | Ailette | Manicamp | H02-0400 | 59,5 | 540 | 3 | |||||
| links | Serre | la Fère | H01-0400 | 95,9 | 1 743 | 13,1 | |||||
| rechts | Vilpion | 5 km ob. Crécy-sur-Serre | H01-0410 | 42,8 | 720 | ||||||
| links | Brune | 4 km ob. Marle | H0120600 | 37,5 | 165 | ||||||
| links | Ton | Entreaupont | H0030600 | 56,3 | 294 | 3,7 | |||||
| rechts | Marne | 361,3 | 2 km ob. Stadtgrenze Paris | F---0100 | 514 | 12 920 | 110 | 875 | |||
| links | Grand Morin | bei Esbly | F65-0400 | 118,2 | 1 197 | 7,6 | |||||
| links | Aubetin | 5 km unt. Coulommiers | F65-0410 | 61.2 | 270 | 1,5 | |||||
| rechts | Ourcq | Lizy-sur-Ourcq | F63-0400 | 87 | 345 | 2,1 | |||||
| links | Petit Morin | la Ferté-sous-Jouarre | F62-0400 | 86,3 | 605 | 3,4 | |||||
| links | Surmelin | 10 km ob. Château-Thierry | F61-0400 | 41,5 | 454 | 2,7 | |||||
| links | Somme-Soude | Jâlons | F6090600 | 24,6 / 59,9 | 500 | 2,75 | |||||
| rechts | Soude | 2,5 km unt. Villeseneux | F6092000 | 22,6 | |||||||
| ↑ | Somme | F6090600 | 35,3 | ||||||||
| rechts | Saulx | Vitry-le-François | F5--0200 | 115,4 | 2 100 | 25,7 | |||||
| rechts | Chée | Vitry-en-Perthois | F58-0400 | 64,7 | ~ 400 | 4 | |||||
| rechts | Vière | ca. 5 km ob. deren Mündung | F58-0410+ | 42,2 | 180 | 1,3 | |||||
| rechts | Ornain | 4 km vor Saulx-Mündung | F56-0400 | 116,2 | 913 | 10,9 | |||||
| links | (Le Cavé ←) Blaise | Frignycourt | F53-0400 | 85,5 | 480 | ||||||
| rechts | Rognon | 8 km ob. Joinville | F51-0400 | 73,3 | 614 | 9,2 | |||||
| links | Suize | Chaumont | F5050600 | 48,6 | 277 | 0,8 | |||||
| rechts | Yerres | Montgeron | F4--0210 | 97,5 | 1 020 | 3,5 | |||||
| links | Orge | Savigny-sur-Orge | F46-0400 | 50,1 | 951,9 | 3,9 | |||||
| links | Yvette | Épinay-sur-Orge | F46-0420 | 39,3 | 286 | 1,3 | |||||
| links | Essonne | Corbeil-Essons | F45-0400 | 97,1 | 1 870 | 8,1 | |||||
| links | Juine | bei Saint-Vrain | F45-0420 | 55 | 700 | ||||||
| links | Loing | 444,3 | bei Moret-sur-Loing | F4--0200 | 142,7 | 4 182 | 19 | 587,0 | |||
| rechts | Orvanne | 4 km vor dessen Mündung | F4398000 | 38,8 | 0,4 | ||||||
| rechts | Lunain | 10 km vor dessen Mündung | F4380600 | 51,4 | 252 | 0,7 | |||||
| rechts | Cléry | nordöstl. Nargis | F4210600 | 43,1 | 270 | 1.45 | |||||
| links | Bezonde | 7 km ob. Montargis | F42-0400 | 35 / 40 | 350 | 1,5 | |||||
| rechts | Huillard | 25,3 km nach deren Quelle[5] | F4240600 | 25,9 / 30,4 | 950 | 4,8 | |||||
| links | Motte Busy | 10,3 km nach dessen Quelle[5] | F4242000 | 14,8 | |||||||
| links | Puiseaux | Montargis | F4210600 | 37 | 110 | 0,5 | |||||
| rechts | Vernisson | Montargis | F4218000 | 37,2 | 100 | 0,3 | |||||
| rechts | Ouanne | 7 km ob. Montargis | F41-0400 | 83,8 | 950 | 4,8 | |||||
| links | Branlin | 3 km ob. Charny | F4140600 | 43,7 | |||||||
| links | Yonne | 457,7 | Montereau-faut-Yonne | F3--0200 | 292,3 | 10 836 | 93 | 750,0 | |||
| rechts | Vanne | Sens | F3--0200 | 59 | 990 | 5,4 | |||||
| links | Vrin | 5 km nordwestl. Joigny | F3531000 | 37 | 148 | 0,7 | |||||
| links | Tholon | bei Joigny | F3520600 | 37,9 | 167 | 0,8 | |||||
| rechts | Armançon | Migennes | F3--0210 | 202 | 3 077 | 29 | |||||
| rechts | Armance | Saint-Florentin | F34-0400 | 47,7 | 520 | 3,8 | |||||
| rechts | Brenne | 6 km unt. Montbard | F33-0400 | 71,7 | 491 | 7,8 | |||||
| rechts | Oze | Venaray-les-Laumes | F3350600 | 42 | 252 | 2,6 | |||||
| rechts | Serein | 5 km ob. Migennes | F32-0400 | 188 | 1 119 | 7,7 | |||||
| rechts | Cure | bei Vermenton | F31-0400 | 112 | 1 311 | 16,2 | |||||
| rechts | Cousin | 10 km westl. Avallon | F31-0410 | 31 / 67 | 366 | 3,9 | |||||
| rechts | Romanée | 2 km südl. Cussy-les-Forges | F3140600 | 25,8 | 114 | ||||||
| ↑ | Trinquelin ← Cousin | F31-0410 | 36 | ||||||||
| links | Chalaux | Lac de Chaumeçon | F3110600 | 36,2 | 110 | 2,1 | |||||
| links | Beuvron ← Vaucreuse | Clamecy | F30-0400 | 40,5 | 264 | 2,1 | |||||
| rechts | Armance[6] | 4 km südöstl. Clamecy | F3040600 | 24,2 | 76 | 2,1 | |||||
| rechts | Voulzie | 2 km unt. Bray-sur-Seine | F23-0400 | 43,9 | 286 | 1,7 | |||||
| links | Orvin | 12 km westl. Nogent-sur-Seine | F21-0400 | 38,1 | |||||||
| rechts | Aube | 524,8 | bei Romilly-sur-Seine | F1--0200 | 248,3 | 4 660 | 41 | 773,1 | |||
| rechts | Superbe | 17 km vor deren Mündung | F15-0400 | 39,5 | 320 | 1,6 | |||||
| rechts | Voire | 2 km unt. Lesmont | F12-0400 | 56,1 | 896 | 7,1 | |||||
| rechts | Aujon | 14 km ob. Bar-sur-Aube | F11-0400 | 68 | 481 | 6,5 | |||||
| rechts | Barse | Troyes | F08-0400 | 50,1 | 463 | ||||||
| links | Hozain | Troyes | F07-0400 | 24,6 | 249 | 1,4 | |||||
| links | Marve | 1,9 km nach dessen Quelle | F0701000 | 20,1 | 74 | ||||||
| rechts | Ource | 2 km ob. Bar-sur-Seine | F04-0400 | 100,4 | 737 | 8,6 | |||||
| links | Laignes (Unterlauf) | Polisy | F02-0400 | 33,2 / 72 | 668 | ||||||
| ↑ (als Doline) | Laignes | [7] | 17,9 | ||||||||
| ↑ Laignes (Oberlauf) | Gemeindewald von Puits | 21 | |||||||||
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach ihrer Hinrichtung 1431 auf dem Scheiterhaufen in Rouen wurde die Asche von Jeanne d’Arc in die Seine gestreut, um einem Reliquienkult vorzubeugen. 1790 ertränkte sich der tschechische Komponist Jean-Baptiste Krumpholz in der Seine, da er zuvor von seiner Frau Anne-Marie (1755–1824) für den böhmischen Komponisten Jan Ladislav Dusík verlassen wurde.
Seine war auch der Name eines französischen Départements, das 1968 in vier Départements aufgeteilt wurde: Paris (75), Hauts-de-Seine (92), Seine-Saint-Denis (93) und Val-de-Marne (94). Die Ordnungszahl 75, die zum Département Seine gehörte, blieb dabei Paris erhalten, wodurch die bisherige alphabetische Reihenfolge der Départements allerdings verletzt wurde.
Nach strengen Wintern in den Jahren 1197, 1325/26, 1708/09 kam es zu Hochwasser in Paris, bei dem Brücken weggerissen wurden und Pestepidemien ausbrachen. Die letzten schweren Überschwemmungen ereigneten sich im Januar 1910, damals standen in Paris zwölf der 20 Arrondissements sechs Wochen lang unter Hochwasser.[8]
Wasserwirtschaft und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Oberflächenwasser der Seine wird für die Pariser Wasserversorgung verwendet. Die Abwässer des Großraums Paris werden nach ihrer Reinigung der Seine zugeführt und fließen über Rouen und Le Havre in den Ärmelkanal. Die Seine ist im Winter braun, da sie 400 km lang an landwirtschaftlichen Nutzflächen vorbeiführt. Im Sommer wird sie durch Algen grün gefärbt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Pariser Abwässer noch ungeklärt in den Fluss geleitet. Ab etwa 1850 wurden sie in Abwässerkanälen aus der Stadt herausgeführt und seineabwärts in den Fluss geleitet. Danach ging man dazu über, die Abwässer nicht direkt in die Seine zu leiten, sondern zur Düngung von Äckern zu verwenden. Kläranlagen baute man ab Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Vergleich zu 1850, als die Seine eine stinkende Kloake war, hat sich die Wasserqualität deutlich verbessert. Heute leben in der Seine wieder 35 Fischarten, darunter Lachse und Forellen.[9]
Seine-Hochwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Winter 358[10]
- Februar 582, überliefert von Gregor von Tours (Grégoire) in der Historia Francorum
- 1197
- 1280 zerstörte ein Hochwasser die Grand-Pont
- Im Dezember 1296 zerstörte ein Hochwasser von bis dahin unbekanntem Ausmaß alle Brücken der Stadt
- 1325/26
- 1656
- 1684
- 1708/09
- 1740
- 1910: verheerendes Seinehochwasser ab dem 18. Januar bis März/April
- 1924
- 1955
- 1982
- 1995
- 2016
Die Seine in der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Gegenstand von Gemälden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- zum Beispiel von Frédéric Bazille, Maurice Boitel, Richard Parkes Bonington, Eugène Boudin, Gustave Caillebotte, Camille Corot, Charles-François Daubigny, Raoul Dufy, Émile Othon Friesz, Eugène Isabey, Johan Barthold Jongkind, Joseph Mallord, Albert Marquet, Claude Monet, Robert Antoine Pinchon, Nicolas Raguenet, Emilio Grau Sala, Gaston Sébire, Alfred Sisley, Georges Seurat, Constant Troyon, William Turner, Édouard Vuillard oder Vallotton.
- Statue
- der Seine auf der Pont du Carrousel
- Chanson
- von Jacques Charpentrau: Le Front de Seine. „La Seine a mal au front/ Ah! Ce n'est pas de veine/ Il lui vient des bétons/ De Javel à Grenelle/ C'est comme une éruption/ Une fièvre malsaine …“[11]
- Filme
- Reisewege Frankreich: Das Lied der Seine. Dokumentation, zwei Teile, 90 Min. Ein Film von Georg Bense, Produktion: SR, Erstsendungen: 29. November 2006 und 6. Dezember 2006 (Inhaltsangabe des SR)
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Jean Aubert: La vie des bords de Seine. Éditions Horvath: Le Coteau (Loire) 1986 ISBN 978-2-7171-0414-1 (französisch)
- François Beaudouin: Paris-sur-Seine, ville fluviale. Éditions de la Martinière, 1993 ISBN 978-2-7324-2035-6 (französisch)
- François Beaudouin war der Gründer des Musée de la batellerie in Conflans-Sainte-Honorine und bis 1994 dortiger Konservator.
- Conseil général des Ponts et Chaussées (Hrsg.): L'estuaire de la Seine. Oktober 2004, 63 S. (französisch)
- Martine Delahaye: Les enfants du fleuve, la Seine au 20e siècle – Récits, Nanterre. Martine Delahaye, 2001, 233 S. (französisch)
- Christian Dupavillon: Paris côté Seine. Le Seuil: Paris 2001, 383 S. ISBN 978-2-02-051688-4 (französisch)
- Antoine Hoareau: Au pays des sources de la Seine. Cléa Micro-édition, 2010, 80 S. ISBN 978-2-913835-99-3 (französisch)
- Bernard Jacomin: Les Sources de la Seine. Yvelinédition, 2006 ISBN 978-2-84668-049-3 (französisch)
- Simon Lacordaire: Les inconnus de la Seine, Paris et les métiers de l'eau du XIIe au XIXe siècle. Hachette: Paris 1985, 306 S. ISBN 978-2-01-009763-8 (französisch)
- Charlotte Lacour-Veyranne: Les colères de la Seine. Éditions Paris-Musées, 1994 ISBN 978-2-87900-191-3 (französisch)
- François Lespinasse: La Seine vue par les peintres. Édita SA: Lausanne 1993, 139 S. ISBN 978-2-88001-286-1 (französisch)
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Kilometrierung der unteren Seine (entgegen dem Zahlenlauf) von Honfleur bis Paris, auf Englisch
- Kilometrierung der oberen Seine (entgegen dem Zahlenlauf) von Paris bis zur Mündung der Aube, auf Englisch
- Jean-Christophe Victor, tv-Reihe Mit offenen Karten, vom 4. 6. und 11. Juni 2016 (arte): Paris unter Wasser - Gefahr bekannt, Gefahr verkannt. Video (Kann sich das Jahrhunderthochwasser von 1910 oder ähnliche wiederholen? Die Antwort ist ja. Nach der Bestandsaufnahme insbesondere mit Karten zur Geschichte von 1910 beschäftigt sich der zweite Teil mit den Folgen einer denkbaren erneuten, vergleichbaren Jahrhundertflut für den Großraum Paris heute. Doppelt soviele Einwohner, anfällige Strom- und Wassernetze …)
- Naturpark Seinemündung
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ a b geoportail.fr (1:16.000)
- ↑ a b Die Angaben zur Flusslänge beruhen auf den Informationen über die Seine auf sandre.eaufrance.fr (französisch), abgerufen am 30. Juli 2009, gerundet auf volle Kilometer.
- ↑ a b hydro.eaufrance.fr (Station: H9950010, Option: Synthèse).
- ↑ a b Oise mit Aisne, Aisne mit Aire
- ↑ a b mit Längenmessung
- ↑ mit aufgelistet wegen Namensgleichheit mit dem nicht so kurzen Zufluss des Armançon
- ↑ Gliederung>SANDRE beschreibt unter dem Namen Ruisseau de Marcenay (F02-0410) mit Karte zum Oberlauf bezüglich Länge und Anrainergemeinden den gesamten Flusslauf unter Laignes (F02400) nur den Unterlauf nach der Karstquelle.
- ↑ Willms, Johannes: Als Paris Venedig glich, Die Hauptstadt der Moderne im Bann der „grande crue“: Erinnerungen an ein Jahrhunderthochwasser in Süddeutsche Zeitung vom 26. Januar 2010.
- ↑ FAQ der SIAAP.
- ↑ Charlotte Lacour-Veyranne, Les colères de la Seine, Éd. Paris-Musées, 1994, ISBN 978-2-87900-191-3.
- ↑ Stoppel, Karl (Hrsg.): La France. Regards sur un pays voisin, Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 9068, S. 68.