Seitenbacher

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Seitenbacher GmbH Naturkost
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Rechtsform GmbH
Gründung 1980
Sitz Buchen, Baden-Württemberg
Leitung Willi Pfannenschwarz
Mitarbeiter 140
Branche Lebensmittelindustrie
Website www.seitenbacher.de
BW

Die Seitenbacher GmbH Naturkost ist ein deutsches Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Buchen, Baden-Württemberg.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Seitenbacher wurde 1980 vom gelernten Müller Willi Pfannenschwarz in Waldenbuch (Baden-Württemberg) gegründet und ist nach einem dortigen Bach, dem Seitenbach, benannt.[1] 1990 war das Unternehmen schon einer der fünf größten Müslihersteller in Deutschland.[2] Die in Insolvenz befindliche Grünsfelder Ölmühle wurde 2010 übernommen und somit das Sortiment um Speiseöle erweitert.[3][4]

Heute beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 140 Mitarbeiter.[1]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitenbacher bietet verschiedene Bio-Lebensmittel an. Den größten Anteil am Sortiment haben Müslisorten; es werden zudem Nudeln, Sauerteig, Backmischungen, Getreide-Burger, Fruchtgummisorten, Riegel, Sämereien, Knabberwaren, Schoko-Cerealien, Honig, Kaffee, Kekse, Suppen, Vitaminkapseln und Speiseöle angeboten.

Bekanntheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen erlangte vor allem durch seine ungewöhnlichen, amateurhaft wirkenden Radio-Werbespots Bekanntheit.[5] Diese werden meist vom Firmenchef Willi Pfannenschwarz persönlich gesprochen und im eigenen Tonstudio im Keller aufgenommen. Sie sind wegen ihres ausgeprägten Dialekts, der leiernden Vortragsweise und ihrer simplen Werbeslogans (zum Beispiel das 1996 von seiner damals 10-jährigen Tochter gesprochene „Seitenbacher-Müsli – lecker, lecker, lecker!“[6] oder des von Pfannenschwarz selbst vorgetragene „Seitenbacher-Müsli, woisch, des isch des Müsli von dem Seitebacher!“[1]) einprägsam.[5] Die Spots werden regelmäßig deutschlandweit gesendet.[1] Laut einer Untersuchung des SWR-Magazins Marktcheck polarisieren die Werbespots des Unternehmens.[2]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Müller[7] und Willy Astor[8] parodieren in ihren Comedy-Programmen die auffallende Sprechweise und die simplen Slogans. Die Seitenbacher GmbH betreibt daher auch Sponsoring auf der Comedy-Tournee von Müller.[9] Auch Ralph Ruthe griff die Werbung in seinem Videoclip Werbeparodien auf.[10] Des Weiteren lehnte sich ein Trailer im ZDF an die Seitenbacher-Werbung an; ebenso benutzt der Song „West Berlin“ der Band Die Ärzte ein Sample aus der Seitenbacher-Werbung, den Ausspruch „Woisch Karle“. Der Krimiautor Manfred Bomm bezog sich in seiner Eigenwerbung für eine Lesung auf die Seitenbacher-Öl-Reklame.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Seitenbacher Die Stimme für das Müsli, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Februar 2013.
  2. a b SWR Marktcheck: Lecker, lecker, lecker?, Sendung vom 16. August 2012.
  3. Grünsfelder Ölmühle: Nach Insolvenz ein neuer Inhaber: Seitenbacher führt die Ölmühle weiter, Fränkische Nachrichten, 5. Juni 2010.
  4. Besuch bei Seitenbacher auf der ANUGA – Produkte der Grünsfelder Mühle vorgestellt.
  5. a b Kult um Mundart und Müsli, Die Welt, 22. Juli 2008.
  6. Schräge Radiowerbung Lecker, lecker, lecker, Rheinische Post, 10. April 2003.
  7. a b SPÄTLESE: "Woisch Karle", Südwest Presse, 12. April 2012.
  8. Willy Astor würde gerne noch mal „in dem Tross singen“, Schwäbische Zeitung, 12. November 2011.
  9. Mir send die, wo lacha müsset, Schwäbische Zeitung, 17. Oktober 2012.
  10. Ralph Ruthe: Werbeparodien 2. 13. Juli 2012, abgerufen am 10. März 2014.

Koordinaten: 49° 31′ 40″ N, 9° 20′ 22″ O