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Seitenstetten

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Marktgemeinde
Seitenstetten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Seitenstetten
Seitenstetten (Österreich)
Seitenstetten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Seitenstetten Markt
Fläche: 30,47 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 14° 39′ OKoordinaten: 48° 2′ 6″ N, 14° 39′ 15″ O
Höhe: 349 m ü. A.
Einwohner: 3.389 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 111 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3353
Vorwahl: 07477
Gemeindekennziffer: 3 05 32
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Steyrer Straße 1
3353 Seitenstetten
Website: www.seitenstetten.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Spreitzer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(23 Mitglieder)
15
4
2
2
15 4 2 2 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Seitenstetten im Bezirk Amstetten
Lage der Gemeinde Seitenstetten im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreich
Lage der Gemeinde Seitenstetten im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Seitenstetten ist eine Marktgemeinde mit 3389 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Seitenstetten liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 30,48 Quadratkilometer. 25,84 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

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Seitenstetten umfasst als einzige Ortschaft Seitenstetten; Katastralgemeinden sind:

  • Seitenstetten Dorf (28,17 km²)
  • Seitenstetten Markt (2,29 km²)

Ortsteile von Seitenstetten sind Blümelsberg, Heiderhäuser, Hochstraß, Neudorf, Pöllausiedlung, Seitenstetten Dorf, Seitenstetten Markt, Treffling und Weidersdorf sowie zahlreiche Einzellagen.

Im Norden des Gemeindegebietes befindet sich der Flugplatz Seitenstetten.

Nachbargemeinden

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Wolfsbach
St. Peter in der Au Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Biberbach
Ertl Waidhofen an der Ybbs

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Erstmals 1109 urkundlich erwähnt, wurde das Benediktinerstift Seitenstetten im Jahr 1112 durch die Edlen Reginbert von Hagenau und Udalschalk von Stille und Heft gegründet. 1480 erhielt der Ort durch Kaiser Friedrich III. das Marktrecht verliehen.[1]

In der Endphase des Nationalsozialismus kam auf dem Gemeindegebiet von Seitenstetten zu Gewaltverbrechen. Auf Todesmärschen, die durch Seitenstetten führten, verloren 24 Menschen ihr Leben. Augenzeugen berichtete, dass die Url rot gefärbt vom Blut der NS-Opfer war.[2] Der NS-Ortsgruppenführer ließ in den letzten Kriegstagen noch nach Fahnenflüchtigen, entlaufenen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen suchen.[3] Vom 7. bis zum 11. Mai 1945 hielten sich amerikanische Truppen in Seitenstetten auf. Die sowjetischen Truppen erreichten den Ort am 9. Mai. Kurz vor der Ankunft der alliierten Truppen wurden Utensilien wie Hitlerbilder und NS-Fahnen verbrannt und österreichische Fahnen gehisst.[3] Vom Lager Amstetten wurden am 10. April 1947 die beiden Seitenstettner Josef Blahowetz (geb. 1891) und Gustav Reitter (geb. 1891) an den Volksgerichtshof Wien überstellt.

Einwohnerentwicklung

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Seitenstetten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
 
1.931
1880
 
2.041
1890
 
2.139
1900
 
2.255
1910
 
2.354
1923
 
2.412
1934
 
2.625
1939
 
2.292
1951
 
2.318
1961
 
2.443
1971
 
2.664
1981
 
2.765
1991
 
2.981
2001
 
3.131
2011
 
3.265
2021
 
3.446
2026
 
3.389
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Stift Seitenstetten

Wirtschaft und Infrastruktur

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Bildungszentrum St. Benedikt Seitenstetten

Im Jahr 2001 gab es 117 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, 130 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1447. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,74 Prozent. 2003 gab es im Jahresdurchschnitt am Ort 2003 72 Arbeitslose.

Der größte Arbeitgeber ist der Maschinenbauer LiSEC Maschinenbau GmbH, dieser eröffnete 1993 seine Produktion in der Gemeinde. 1998 wurde die Forschungs- und Entwicklungsabteilung gebaut und in den 2000er Jahren wurde der Standort um weitere 12 000 m² erweitert.

Der Fußballverein USC Seitenstetten wurde 1964 gegründet und spielt aktuell in der 2. Landesliga West. Der Verein bestreitet seine Heimspiele in der iLife-Arena in Seitenstetten. Zum Verein UFC St. Peter/Au aus der westlichen Nachbargemeinde besteht seit jeher eine Rivalität, bei diesen Spielen pilgern selbst bei unterklassigen Spielen rund tausend Zuseher auf die örtlichen Sportplätze. Bekannteste Spieler von Seitenstetten sind Manuel Engleder, Martin Fraisl und Reinhard Großalber. Aktuell wird die Mannschaft von Robert Langergraber trainiert, welcher Gerhard Kammerhofer zu Saisonbeginn nach sechs Jahren ablöste.

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Seit 2005 hat der Gemeinderat 23 Mitglieder.

  • 1938–1945 Franz Pfeiffer (NSDAP)
  • bis 2005 Stefan Edermayer (ÖVP)
  • 2005–2015 Franz Deinhofer (ÖVP)
  • seit 2015 Johann Spreitzer (ÖVP)[11]

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

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Commons: Seitenstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Seitenstetten – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Geschichte vor 1945. Gemeinde Seitenstetten, abgerufen am 16. September 2021.
  2. Gerhard Ziskovsky: Der Nationalsozialismus in Bezirk und Stadt Amstetten. Teil II: Der Nationalsozialismus an der Macht. 2., gegenüber der Printversion verbesserte OA- Auflage. Band 7. Formen des Widerstands, Endkatastrophe, "Entnazifizierung". NÖ Institut für Landeskunde, St.Pölten 2023, S. 234.
  3. 1 2 Gerhard Ziskovsky: Der Nationalsozialismus in Bezirk und Stadt Amstetten. Teil II: Der Nationalsozialismus an der Macht. 2., gegenüber der Printversion verbesserte OA- Auflage. Band 7. Formen des Widerstands, Endkatastrophe, "Entnazifizierung". NÖ Institut für Landeskunde, St.Pölten 2023, S. 259.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 1. März 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Seitenstetten. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2025, abgerufen am 1. Februar 2025.
  11. Gemeinderat. Gemeinde Seitenstetten, abgerufen am 16. September 2021.