Seitingen-Oberflacht

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seitingen-Oberflacht
Seitingen-Oberflacht
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seitingen-Oberflacht hervorgehoben
Koordinaten: 48° 1′ N, 8° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 728 m ü. NHN
Fläche: 19,65 km2
Einwohner: 2359 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78606
Vorwahl: 07464
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 055
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 8
78606 Seitingen-Oberflacht
Webpräsenz: www.seitingen-oberflacht.de
Bürgermeister: Bernhard Flad
Lage der Gemeinde Seitingen-Oberflacht im Landkreis Tuttlingen
Landkreis Konstanz Landkreis Rottweil Landkreis Sigmaringen Schwarzwald-Baar-Kreis Zollernalbkreis Aldingen Balgheim Bärenthal Böttingen Bubsheim Buchheim Deilingen Denkingen Dürbheim Durchhausen Egesheim Emmingen-Liptingen Fridingen an der Donau Frittlingen Geisingen Gosheim Gunningen Hausen ob Verena Immendingen Irndorf Königsheim Kolbingen Mahlstetten Mühlheim an der Donau Neuhausen ob Eck Reichenbach am Heuberg Renquishausen Rietheim-Weilheim Seitingen-Oberflacht Spaichingen Talheim (Landkreis Tuttlingen) Trossingen Tuttlingen Wehingen Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Seitingen-Oberflacht ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Die Gemeinde ist ein Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Tuttlingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme von Seitingen-Oberflacht

Seitingen-Oberflacht liegt am südwestlichen Rand der Schwäbischen Alb rund acht Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Tuttlingen. Sie grenzt im Norden an Hausen ob Verena, im Osten an Rietheim-Weilheim und Wurmlingen, im Süden an die Kreisstadt Tuttlingen, im Westen an Talheim sowie im Nordwesten an Durchhausen und Gunningen.

Die Gemeinde Seitingen-Oberflacht besteht aus den früher selbständigen Gemeinden Seitingen und Oberflacht. Zur ehemaligen Gemeinde Seitingen gehören das Dorf Seitingen, der Weiler Kirchberg und die Höfe Anstatt, Aumühle und Bruckmühle. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Seitingen liegt die Wüstung Dächen- oder Denkenhofen auf die ein Flurname hindeutet. Zur ehemaligen Gemeinde Oberflacht gehören das Dorf Oberflacht und das Haus Ziegelhütte.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1975 durch die Vereinigung der beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Seitingen und Oberflacht gebildet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen und die Flagge der Gemeinde wurde am 9. März 1977 durch das Landratsamt Tuttlingen verliehen.

Blasonierung: „In gespaltenem Schild vorn in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten in Blau eine goldene Leier.“

Wie der Gemeindename aus den Namen beider Teilorte zusammengesetzt ist, so besteht auch das Wappen aus Motiven der bisherigen Gemeindewappen. Das rote Kreuz ist das Wappen des Hochstifts Konstanz. In verwechselten Farben bildete es das vordere Feld des seit 1956 von Seitingen geführten Gemeindewappens, hat im neuen Wappen jedoch Aussagekraft für die gesamte Gemeinde. Beide Orte gehörten als Teil der Herrschaft Konzenberg seit 1300 dem Domkapitel und von 1600 bis zur Säkularisation der Dompropstei Konstanz. Die Leier erinnert an das alamannische Reihengräberfeld in der Gemarkung Oberflacht, unter dessen Beigaben sich ein derartiges Instrument aus dem 6.–7. Jahrhundert befand. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Oberflacht wurde 1963 verliehen.

Die Flagge ist Gelb – Blau.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitinger Kirchberg

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das große alamannische Gräberfeld von Oberflacht mit einem Sängergrab gehört zu den bedeutendsten Funden aus der Alamannenzeit in Europa. In einem kleinen Museum sind einige der Grabfunde und andere Exponate zur Geschichte der Alamannen zu besichtigen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Sängergrab in Oberflacht ist der Kirchberg in Seitingen mit seiner renovierten Barockkirche und der Eustachius-Kapelle mit Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert im Innenraum sehenswert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abwasserreinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgabe der Abwasserreinigung in Seitingen-Oberflacht wird vom Abwasserzweckverband Ostbaar durchgeführt. Diesem Abwasserzweckverband gehören auch die Gemeinden Hausen ob Verena, Durchhausen und Gunningen an. Künftig soll diese Anlage des Abwasserzweckverbandes mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg erweitert und modernisiert werden. Grund für die notwendige Modernisierung ist, dass die Wassergüte von Elta und Oberer Donau abgenommen hat. Daher muss die Kläranlage künftig höhere Reinigungsanforderungen erfüllen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seitingen-Oberflacht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Seitingen – in der Beschreibung des Oberamts Tuttlingen von 1879
 Wikisource: Oberflacht – in der Beschreibung des Oberamts Tuttlingen von 1879

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 681–683
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 518.
  4. Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg Band 3 Regierungsbezirk Freiburg Seite 108 aus dem Jahre 1989 ISBN 3-8062-0803-4
  5. Drei Millionen für Abwasserprojekt auf der Ostbaar. In: SWR Landesschau aktuell. 26. April 2014, abgerufen am 26. April 2014.