Sekisui House

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sekisui House K.K.
Logo
Rechtsform Kabushiki kaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3420600003
Gründung 1. August 1960
Sitz Ōsaka, Japan
Leitung Isami Wada (CEO), Toshinori Abe (Präsident, COO)
Mitarbeiter 15.917 (2016)[1]
Umsatz 1.859 Mrd. JPY (2015/16)[2]
14,51 Mrd. EUR[3]
Branche Bauwesen
Website www.sekisuihouse.co.jp

Sekisui House K.K. (jap. 積水ハウス株式会社 Sekisui hausu kabushiki kaisha, engl. Sekisui House, Ltd.) ist ein japanisches Unternehmen mit Firmensitz in Ōsaka.

Das Unternehmen ist im Bauwesen tätig. Sekisui House wurde am 1. August 1960 gegründet.[4] Präsident des Unternehmens ist Toshinori Abe.[5] Das Unternehmen beschäftigte 2016 rund 15.900 Mitarbeiter.

Sekisui Heim M1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Entwicklung des „Sekisui Heim M1“ zusammen mit dem Architekten Katsuhiko Ōno Anfang der 1970er Jahre, dem Prototyp eines in industrieller Produktion hergestellten auf hochgradig vorgefertigten Raummodulen basierenden Wohnhauses, errang die Firma weltweite Aufmerksamkeit.[6] 1971 wurden etwa 260 Häuser des ersten Prototyps produziert. Das Konzept des „Sekisui Heim M1“ wurde in die DOCOMOMO-JAPAN-Liste als eines von 145 herausragenden Gebäuden der modernen Architektur in Japan aufgenommen.[7]

Sekisui House in Europa und Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1970er versuchte Sekisui House, auch in Europa Fuß zu fassen. Mit der im niederländischen Enschede gegründeten Sekisui Systembouw und in Kooperation mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall war der deutsche Markt das Ziel.[8][9] 1973 öffnete das Unternehmen eine Fabrik in Westdeutschland mit dem Ziel, 500 Fertighäuser jährlich herzustellen. Aufgrund höher als angenommener Produktionskosten konnten aber nur etwa 120 jährlich verkauft werden. 1982 wurde die Fabrik geschlossen.[10] Am 15. Juli 1975 wurde die Sekisui Deutschland Bau GmbH mit Sitz in Köln, eine 100%ige Tochter der japanischen Mutterfirma, zum Vertrieb der in Deutschland produzierten Fertighäuser gegründet. Nach dem Ende der Produktion widmete sich die Firma dem Immobilien-Leasing Geschäft. Am 17. November 2005 wurde die Auflösung der Gesellschaft angekündigt und bis März 2007 mit einem Verlust von 137 Millionen Yen vollendet.[11] Eine weitere Tochterfirma in Deutschland war die im April 1981 gegründete Pro-Renta Haus-u. Wohnungsvermietungs GmbH.[4] Von 1972 bis 2004 waren die Aktien von Sekisui House K.K. an der Amsterdamer Börse, von 1977 bis 2005 auch an der Frankfurter Börse gelistet.[4][12]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Investor Relations - Financial highlights, auf www.sekisuihouse.co.jp, abgerufen am 15. Mai 2016
  2. Consolidated financial results for FY 2015, abgerufen am 15. Mai 2016
  3. Umgerechnet zum Kurs am Bilanzstichtag, den 31. März 2016
  4. a b c Sekisui House:History
  5. Sekisui House:Board of management
  6. The purpose of creating the archives of The Sekisui Heim M1, M1 Archives
  7. „DOCOMOMO JAPAN Selection 145“
  8. Häuser aus Japan. In: Der Spiegel 29/1972, S. 59.
  9. „Japanse kant-en-klaarhuizen in Nederland“, Kennsicentrum Gereformeerde Gezindte, 7. April 1973. Digibron.nl. 29. Februar 2012 <http://www.digibron.nl>
  10. Magon, Kim; Stansell, Christina. „Sekisui Chemical Co., Ltd.“, International Directory of Company Histories, 2006. Encyclopedia.com. 29. Februar 2012 <http://www.encyclopedia.com>
  11. „Sekisui Deutschland BAU (Subsidiary) to Be Dissolved“ (PDF; 45 kB), News Release, Sekisui House, 17. November 2005.
  12. „Notice regarding application to Frankfurt Stock Exchange and Euronext Amsterdam for delisting“ (PDF; 16 kB), News Release, Sekisui House, 2. September 2004.