Selawik River

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Selawik River
Der Selawik River im gleichnamigen National Wildlife Refuge

Der Selawik River im gleichnamigen National Wildlife Refuge

Daten
Gewässerkennzahl US1413933
Lage Alaska (USA)
Flusssystem Selawik River
Quellgebiet Purcell Mountains
66° 16′ 52″ N, 156° 50′ 51″ W
Quellhöhe ca. 550 m
Mündung Selawik LakeKotzebue-SundKoordinaten: 66° 36′ 6″ N, 160° 19′ 44″ W
66° 36′ 6″ N, 160° 19′ 44″ W
Mündungshöhe m[1]
Höhenunterschied ca. 550 m
Länge ca. 360 km
Einzugsgebiet ca. 14.500 km²

Linke Nebenflüsse Tagagawik River
Rechte Nebenflüsse Kugarak River
Gemeinden Selawik
National Wild and Scenic River (255 km langer Oberlauf)
Wollgras am Selawik River

Wollgras am Selawik River

Der Selawik River ist ein zirka 360 km langer Zufluss der Tschuktschensee im Nordwesten Alaskas.

Flusslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Selawik River entspringt an der Nordflanke der Purcell Mountains auf einer Höhe von 550 m unweit der nordamerikanischen kontinentalen Wasserscheide. Er fließt anfangs 30 km nach Norden und wendet sich anschließend nach Westen. Er bildet auf seinem Flusslauf unzählige Mäander aus. Der Fluss strömt etwa auf Höhe des Polarkreises westwärts. Größere Nebenflüsse des Selawik River sind der Tagagawik River von links sowie der Kugarak River von rechts. Der Fluss fließt nördlich am Inland Lake, mit dem er über einen kurzen Kanal verbunden ist, vorbei, passiert kurz darauf die Ortschaft Selawik und mündet schließlich in den Selawik Lake, der über das Hotham Inlet mit dem Kotzebue-Sund verbunden ist.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das etwa 14.500 km² große Einzugsgebiet wird im Norden von den Waring Mountains und der Sheklukshuk Range begrenzt. Im äußersten Osten befinden sich die Zane Hills. Die südliche Abgrenzung bilden die Purcell Mountains und die Nulato Hills sowie im äußersten Südwesten die Selawik Hills. Das Einzugsgebiet grenzt im Norden an das des Kobuk River, im Süden an das des Koyukuk River sowie im Südwesten an das des Buckland River.

Die Region um den Selawik River bildet die Übergangszone von borealen Wäldern zu offener arktischer Tundra. Entlang des Flusses finden sich Tundra, Taiga, Seen- und Feuchtgebiete, Flussdeltas, offene Riedgraswiesen und ehemals vergletscherte Berge.

Thermalquellen am Oberlauf des Selawik River halten den Fluss im Winter eisfrei. Die Iñupiat von der Küste und auch die Athabasken aus dem Binnenland nutzten die Heilwirkung der Quellen.[2]

Der Selawik und der nördlich verlaufende Kobuk River wurden von den Ureinwohnern Alaskas als Transportwege von der Küste in die bergigeren Regionen im Inland genutzt. Auch heute noch sind die Wasserwege Transportrouten ins straßenlose Hinterland. Der Fluss ist von Anfang Juni bis Mitte Oktober eisfrei und per Boot befahrbar.[3] In der restlichen Zeit ist er gefroren.[3]

Schutzstatus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Selawik National Wildlife Refuge umfasst einen Großteil des Einzugsgebietes des Selawik River. Außerdem wurde der Selawik River im Jahr 1980 durch den Alaska National Interest Lands Conservation Act vom Oberlauf bis zur Einmündung des Kugarak River über eine Strecke von 255 km als National Wild and Scenic River ausgewiesen.[4]

Fischfauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weißlachs (Stenodus leucichthys, engl. Sheefish) bildet in der Region einen wichtigen Bestandteil der Subsistenzwirtschaft.[5] Die Oberläufe von Selawik River und Kobuk River sind die einzigen bekannten Laichplätze dieser Fischart im Nordwesten von Alaska.[5] Die Fische verbringen ihr gesamtes Leben im Fluss oder im Mündungsbereich des Flusses. Sie überwintern im Selawik Lake und im Brackwasser des Hotham Inlet.[5] Die Fischart ist Namensgeber des Flusses. "Siilvik" ist der Inupiaq-Name für Selawik und bedeutet „Ort des Sheefish“.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Selawik River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Selawik River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  2. Selawik National Wildlife Refuge: Wildlands
  3. a b Selawik. NANA Regional Corporation, Inc.. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  4. Selawik River. National Wild & Scenic Rivers System. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  5. a b c Selawik Sheefish, Murky Future in a Changing Climate? (PDF, 4,3 MB) U.S. Fish & Wildlife Service, Fairbanks Fish & Wildlife Office. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  6. Selawik National Wildlife Refuge, Alaska. U.S. Fish & Wildlife Service. Abgerufen am 11. Dezember 2017.