Selenoborski

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Siedlung städtischen Typs
Selenoborski
Зеленоборский
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Murmansk
Rajon Kandalakschski
Oberhaupt Irina Samarina
Gegründet 1951
Siedlung städtischen Typs seit 1952
Bevölkerung 6560 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 60 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 81533
Postleitzahl 184020
Kfz-Kennzeichen 51
OKATO 47 202 554
Website zelenoborskiy.ucoz.ru
Geographische Lage
Koordinaten 66° 51′ N, 32° 23′ OKoordinaten: 66° 51′ 20″ N, 32° 23′ 15″ O
Selenoborski (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Selenoborski (Oblast Murmansk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Murmansk

Selenoborski (russisch Зеленобо́рский) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Murmansk in Russland mit 6560 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 240 km Luftlinie südlich des Oblastverwaltungszentrums Murmansk am rechten Ufer des künstlichen Abflusses des Sees Kowdosero in die Knjaschaja-Bucht, am südwestlichen Ufer der großen Kandalakscha-Bucht des Weißen Meeres. Etwas separat ungefähr drei Kilometer südwestlich befindet sich am Ufer des Kowdosero der Ortsteil Lessobirscha.

Selenoborski gehört zum Rajon Kandalakschski und liegt etwa 35 km südlich von dessen Verwaltungssitz Kandalakscha. Es ist Sitz der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Selenoborski, zu der neben der Siedlung die Dörfer Knjaschaja Guba (wenig nördlich) und Kowda (28 km südöstlich), die Ortschaften (nasseljonny punkt) Lessosawodski und Pojakonda (entsprechend 25 und 35 km südöstlich) sowie die Siedlungen bei den Bahnstationen Kowda (20 km südöstlich) und Schemtschuschnaja (11 km nordwestlich) gehören.

Blick von der Ortsmitte nach Norden, mit dem Knjaschegubskaja-Wasserkraftwerk; rechts am Horizont die Berge auf der Halbinsel Kola, am jenseitigen Ufer der Kandalakscha-Bucht des Weißen Meeres

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung entstand im Zusammenhang mit dem Bau des Knjaschegubskaja-Wasserkraftwerkes ab 1951 und erhielt bereits 1952 den Status einer Siedlung städtischen Typs. Für das Wasserkraftwerk wurde beim Ort ein etwa vier Kilometer langer künstlicher Abfluss des Sees Kowdosero zum Weißen Meer geschaffen. An diesem Abfluss befindet sich ein Staudamm mit dem Wasserkraftwerk. Zugleich wurde der etwa 10 km südwestlich gelegene natürliche Abfluss des Sees, der Fluss Kowda, durch einen weiteren Damm abgesperrt (die natürliche Flussmündung in das Weiße Meer lag knapp 30 km südöstlich beim heutigen gleichnamigen Gemeindeteil Kowda) und der Seespiegel um etwa sieben Meter angehoben.

Das Kraftwerk mit einer gegenwärtigen Leistung von 152 MW ging etappenweise zwischen 1955 und 1959 in Betrieb. Infolge der Ansiedlung weiterer Betriebe, insbesondere eines holzverarbeitenden westlich des Ortes 1960, wuchs die Einwohnerzahl zunächst schnell, sank aber durch deren Schließung in den 1990er-Jahren wieder um ein Drittel.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 9.000
1970 10.224
1979 10.122
1989 9.643
2002 7.640
2010 6.560

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am nördlichen Rand von Selenoborski führt die föderale Fernstraße R21 Kola von Sankt Petersburg nach Murmansk vorbei.

Westlich des Ortszentrums befindet sich der Haltepunkt 1118 km der Murmanbahn Sankt Petersburg – Murmansk, sowie etwa drei Kilometer südlich beim Ortsteil Lessobirscha der kleine Bahnhof Knjaschaja.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Selenoborski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)