Semiprobabilistisches Teilsicherheitskonzept

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Das semiprobabilistische Teilsicherheitskonzept ist ein Sicherheitskonzept, das im Bauwesen zur Bemessung in einer statischen Berechnung verwendet wird. Seit Einführung der Eurocodes ist es Stand der Technik. Es berücksichtigt statistische Standardabweichungen sowohl auf der Einwirkungsseite als auch auf der Widerstandsseite. Der Eurocode 0 verlangt nachzuweisen, dass eine von der Gebäudeart abhängige Versagenswahrscheinlichkeit unterschritten wird, und erlaubt das semiprobabilistische Sicherheitskonzept, das in den Eurocodes 1 und 8 für die Belastungen und für die Widerstände 2–7 und 9 beschrieben wird.

Das semiprobabilistische Teilsicherheitskonzept hat sich z. B. im Stahlbetonbau schon länger durchgesetzt, in anderen Bereichen wie z. B. dem Mauerwerksbau oder dem Grundbau, hat es sich erst später durchgesetzt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Jäger, Gero Marzahn: Mauerwerk nach DIN 1053-100. Berlin: Verlag f. Architektur u. Bauwissenschaft 2010. Kapitel 3.2.: Semiprobabilistische Teilsicherheitskonzept. ISBN 978-3-433-01832-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Detleff Schermer: Grundlagen des semiprobabilistischen Sicherheitskonzeptes und seine Anwendung in der DIN 1053-100. In: Mauerwerk. Band 11, Nr. 1. Wiley Online Library, 2007, S. 10–13.