Semivariogramm

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Ein Semivariogramm (kurz: Variogramm) stellt die räumliche Beziehung eines Punktes (Regionalisierung) zu Nachbarpunkten dar. Dazu werden in verschiedenen Entfernungsstufen (lag) Punktpaare gebildet. Die quadrierten Differenzen der Paare werden dann aufsummiert und durch die Menge der Punkte geteilt (siehe auch Varianz). Es ergibt sich die Semivarianz, die in einem zweidimensionalen Diagramm als Funktion der Entfernung zum Bezugspunkt dargestellt wird.

Im Idealfall ergeben sich Grundformen, die durch mathematische Funktionen beschrieben werden können (theoretische Variogramme). Zu den gebräuchlichsten zählen u.a. sphärische, exponentielle, lineare oder gaußsche Variogramme. Üblicherweise verläuft ein (Ausnahme: lineares Variogramm) Semivariogramm gegen einen Grenzwert (sill). Die Distanz zwischen dem ersten Wert (x = 0) und dem Punkt, an dem die y-Werte den sill erreichen, nennt man range. Ist y = f(x = 0) größer 0, dann spricht man bei y vom nugget, ein Maß für das Rauschen.

Semivariogramme finden Anwendung beim Kriging.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Variogramm auf Geographic Information Technology Training Alliance