Sendeanlagen auf dem Großen Feldberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sendeanlagen auf dem
Großen Feldberg
Funkübertragungsstelle Königstein 1
Sendeanlagen (von links nach rechts): hr-Rohrmast, Band III VHF Ersatzmast, Aussichtsturm mit UKW-Ersatzantennen, Fernmeldeturm der Deutschen Funkturm GmbH (seit März 2007 ohne Antenne)
Sendeanlagen (von links nach rechts): hr-Rohrmast, Band III VHF Ersatzmast, Aussichtsturm mit UKW-Ersatzantennen, Fernmeldeturm der Deutschen Funkturm GmbH (seit März 2007 ohne Antenne)
Basisdaten
Ort: Großer Feldberg
Land: Hessen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 779 m ü. NHN
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Zugänglichkeit: Sendeanlage öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Hessischer Rundfunk, Deutsche Funkturm
Daten der Sendeanlage
Anzahl der Türme/Masten: 3
Bauzeiten der Türme/Masten: (1.) 1937
(2.) 1949
Betriebszeiten der Türme/Masten: (1.) seit 1937
(2.) seit 1949
Letzter Umbau: Oktober 2004
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetypen: Richtfunk, Amateurfunkdienst
Positionskarte
Sendeanlagen auf dem Großen Feldberg (Hessen)
Sendeanlagen auf dem Großen Feldberg
Sendeanlagen auf dem
Großen Feldberg
50.23228.4588Koordinaten: 50° 13′ 55,9″ N, 8° 27′ 31,7″ O

Auf dem Großen Feldberg im Taunus (Hochtaunus) – nahe Ober- bzw. Niederreifenberg im Gemeindegebiet von Schmitten im hessischen Hochtaunuskreis – befinden sich mehrere Sendeanlagen für Fernsehen und Radio sowie Amateurfunk.

Fernmeldeturm[Bearbeiten]

Von links nach rechts: Fernmeldeturm, hr-Rohrmast und Aussichtsturm, ganz rechts der Feldberghof

1937 wurde auf dem Großen Feldberg (879 m ü. NHN)[1] ein Fernmeldeturm aus einem Stahlbetonunterbau und einem Holzaufbau errichtet, der ursprünglich als Fernsehsendeturm dienen sollte und im Zweiten Weltkrieg militärisch genutzt wurde. 1945 wurde der Turm nach Bombentreffern fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte 1950/51 in veränderter Form. Seit 1987 steht er wegen seiner einzigartigen Konstruktion unter Denkmalschutz.[2] Die Antenne der ehemaligen UKW-Radio- bzw. UHF-TV-Sendeanlage auf dem Fernmeldeturm Großer Feldberg wurde 2007 abgebaut.[3]

Die Deutsche Funkturm, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, ist Eigentümerin des Turmes, betrieben wird er durch die T-Systems, ebenfalls eine Tochter der Deutschen Telekom.

Hier wurden bis zur Umstellung auf DAB-T/DVB-T Hit Radio FFH (105,9 MHz mit 100 kW) und AFN (98,7 MHz mit 60 kW) im Radiobereich in Rundstrahlung horizontal sowie ZDF (Kanal 34 mit 500 kW) und hr Fernsehen (Kanal 54 mit 500 kW) ebenfalls in Rundstrahlung horizontal ausgestrahlt.

Aussichtsturm[Bearbeiten]

Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg, links davon der Sendemast des hr

Der 1902 vom Taunusklub errichtete Aussichtsturm wurde 1943 von einem deutschen Militärflugzeug im dichten Nebel gerammt und brannte dabei vollständig aus. 1949 baute der Hessische Rundfunk den Turm, mit auf seiner Spitze befindlichem Antennenträger für die UKW-Frequenz, wieder auf. Der Antennenträger ist heute eine Reserveanlage.[4]

hr-Rohrmast[Bearbeiten]

Als höchstes Bauwerk existiert auf dem Großen Feldberg ein 116,17 m hoher, abgespannter Rohrmast des Hessischen Rundfunks für die Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen.

Als T-Systems noch die Sendeanlage am Fernmeldeturm betrieb, wurden die hr-UKW-Programme, sowie Das Erste (Kanal 08 mit 100 kW in Rundstrahlung und horizontaler Polarisation) vom hr-Rohrmast ausgestrahlt.

Am 4. Oktober 2004 wurde hier mit DVB-T-Ausstrahlungen zusammen mit zwei anderen Standorten im Rhein-Main-Gebiet begonnen.[5] Seit der DVB-T-Umstellung in den restlichen Teilen Hessens am 29. Mai 2006 werden sämtliche Rundfunkdienste, sei es Fernsehen oder Radio, vom hr-Rohrmast ausgestrahlt. Aufgrund der nun höheren Antennenposition wurde die effektive Strahlungsleistung von AFN von vorher 60 kW auf 50 kW horizontale Rundstrahlung verringert.

hr-Gebäude[Bearbeiten]

hr-Gebäude (links) neben Aussichtsturm (rechts) 2015

Zwischen dem hr-Rohrmast und dem Aussichtsturm bedindet sind das Gebäude des Hessischen Rundfunks mit Sendersaal und Weichenraum. Das Gebäude trägt einen Reserve-Mast. [6]

Frequenzen und Programme[Bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten]

Das erste UKW Hörfunkprogramm im Rhein-Main-Gebiet startete hier. 1952 wurde auf 89,3 MHz mit 10 kW ERP das damalige hr Frankfurt bzw. Erstes Programm gesendet. Ein weiteres Programm genannt Zweites Programm lief damals ebenfalls mit 10 kW ERP auf 93,3 MHz. 1954 sendete das Erste Programm mit 60 kW ERP auf 88,5 MHz, das Zweite Programm lief dann auf 92,1 MHz ebenfalls mit 60 kW ERP. Alle Frequenzen liefen damals, wie auch die Heutigen in horizontaler Rundstrahlung.

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
94,4 hr1 __hr1___ 1) D361 100 ND H
96,7 hr2-kultur __hr2___ 1) D362 100 ND H
89,3 hr3 __hr3___ 1) D363 100 ND H
102,5 hr4 hr4_Sued,
__hr4___ 1)
D864 (regional), 
D364
Rhein-Main 100 ND H
105,9 Hit Radio FFH __FFH-F_,
HITRADIO/___FFH__ 1)2)
D668 (regional), 
D368
Rhein-Main 100 ND H
98,7 AFN The Eagle AFNEAGLE D04E Hessen 50 ND H
1) Manchmal dynamisch mit Sendungsinformationen, Musiktitelinformationen oder Webadressen
2) Dynamisch, teilweise mit Nachrichten

Digitales Radio (DAB)[Bearbeiten]

DAB beziehungsweise DMB wird in vertikaler Polarisation und im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendern ausgestrahlt. DAB von Hessen Digital Radio im Band III VHF startete hier am 1. Januar 2001 und wurde bis 1. November 2001 nur von hier aus verbreitet.

Block Programme ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
5C 
Deutschland 
(D__00188)
DAB+-Multiplex von Media Broadcast: 5 ND


7B 
hr Radio 
(D__30122)
DAB+-Multiplex des HR 5 ND Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt), Mainz-Kastel (Am Keilsbaum), Kassel (Habichtswald), Bad Hersfeld (Rimberg)


11C 
DR Hessen 
(D__00207)
DAB-Multiplex der Hessen Digital Radio: 3 D Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt), Mainz-Kastel (Wiesbaden)

Der Handy-TV-Betreiber MFD hat die Lizenzen für Digitales Mobiles Fernsehen (DMB) zurückgegeben. Alle Projekte in Deutschland, diesen Standard betreffend sind eingestellt. Für die Übertragung von Handy TV hat sich also DVB-H, nicht zuletzt aufgrund einer Befürwortung, von DVB-H durch die EU Kommission durchgesetzt. Mehr zu DVB-H-Ausstrahlungen im Rhein-Main-Gebiet im Folgenden.

Abschnitt: Digitales mobiles Fernsehen für Handhelds (DVB-H) im Artikel Sendeanlagen im Europaturm.

Digitales Fernsehen (DVB-T)[Bearbeiten]

Hauptartikel: DVB-T Rhein-Main

Die DVB-T-Ausstrahlungen vom Rohrmast des Hessischen Rundfunks laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network) mit anderen Sendestandorten. In ganz Hessen war dieses Sendernetz, als es am 4. Oktober und 6. Dezember 2004 schrittweise startete, das erste seiner Art.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
SFN
22 482 ZDFmobil 50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel, Rimberg (Knüll)
34 578 RTL Group Hessen 50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
37 602 ARD Digital (hr) 50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt), Fernmeldeturm Hohe Wurzel (Taunus bei Wiesbaden), Würzberg (Odenwald)
39 618 ARD regional (hr) Rhein-Main 50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
52 722 Gemischt privat Rhein-Main 
(Media Broadcast, BetaDigital 
[Tele 5])
50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
54 738 ProSiebenSat.1 Media Hessen 50 ND V 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel

Weitere im Rhein-Main-Gebiet je nach Lage mit Richt-Dachantenne empfangbare DVB-T-Standorte[Bearbeiten]

Standort Versorgungsgebiet H / V Koordinaten Zuständige Rundfunkanstalt Ergänzende Programme Anmerkung
Kreuzberg 
(Rhön)
Bayern: 
Nördliches Unterfranken
H !550.3701005509.980100550° 22′ 12″ N, 009° 58′ 48″ O50.37019.9801 BR Kanal 36 (594 MHz):

Kanal 46 (674 MHz):

Empfang in östlicher Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Durch gerichtetes Antennendiagramm ab Darmstadt kein Empfang.
Heidelstein 
(Rhön)
Hessen: 
Osthessen
H !550.4586115510.006667550° 27′ 31″ N, 010° 00′ 24″ O50.45861111111110.006666666667 hr Kanal 35 (586 MHz): Empfang in östlicher Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar.
Rimberg 
(Knüll)
Hessen: 
Osthessen
H !550.7983335509.462500550° 47′ 54″ N, 009° 27′ 45″ O50.79833333339.4625 hr Kanal 35 (586 MHz):
  • mdr Fernsehen Thüringen
Empfang in Kernzone Rhein-Main teilweise gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar.
Würzberg 
(Odenwald)
Hessen: 
Südhessen/Odenwald
H !549.6577785509.068889549° 39′ 28″ N, 009° 04′ 08″ O49.6577777777789.0688888888889 hr Kanal 53 (730 MHz): Empfang in Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar.
Angelburg 
(Dillenburg)
Hessen: 
Mittelhessen
H !550.7883335508.428889550° 47′ 18″ N, 008° 25′ 44″ O50.7883333333338.4288888888889 hr Kanal 24 (498 MHz):
  • WDR Fernsehen Köln
Empfang in nördlicher Kernzone Rhein-Main teilweise sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar.
Pfaffenberg 
(Spessart)
Bayern: 
Mittleres Unterfranken
H !549.9325005509.240278549° 55′ 57″ N, 009° 14′ 25″ O49.93259.2402777777778 BR Kanal 36 (594 MHz):
  • EinsPlus

Kanal 46 (674 MHz):

  • BR Alpha
  • mdr Fernsehen Thüringen
  • Bayerisches Fernsehen Nord (Franken) (in besserer Qualität)
Empfang in Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar.
Donnersberg 
(Pfälzer Wald)
Rheinland-Pfalz: 
Pfalz
H !549.6247225507.927222549° 37′ 29″ N, 007° 55′ 38″ O49.6247222222227.9272222222222 SWR 
(Rheinland-Pfalz)
Kanal 57 (762 MHz):
  • EinsPlus

Kanal 44 (658 MHz):

  • WDR Fernsehen Köln
  • SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz (in besserer Qualität)
Empfang in Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar.
Hoher Meißner 
(Meißner)
Hessen: 
Nordhessen
H !551.2077785509.847222551° 12′ 28″ N, 009° 50′ 50″ O51.2077777777789.8472222222222 hr Kanal 55 (746 MHz): Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Norden des Taunus und im Vogelsberg teilweise gut über Dachantenne empfangbar.
Essigberg 
(Habichtswald)
Hessen: 
Nordhessen
H !551.3138895509.345833551° 18′ 50″ N, 009° 20′ 45″ O51.3138888888899.3458333333333 hr Kanal 55 (746 MHz):
  • NDR Fernsehen Niedersachsen
  • mdr Fernsehen Thüringen
  • WDR Fernsehen Köln
Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Norden des Taunus und im Vogelsberg teilweise gut über Dachantenne empfangbar.
Königstuhl 
(Heidelberg)
Baden-Württemberg: 
Kurpfalz
H !549.4037785508.728406549° 24′ 14″ N, 008° 43′ 42″ O49.4037777777788.7284055555556 SWR 
(Baden-Württemberg)
Kanal 60 (786 MHz):
  • EinsPlus

Kanal 49 (698 MHz):

  • WDR Fernsehen Köln
  • SWR Fernsehen Baden-Württemberg (in besserer Qualität)
Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich, da Sendestandort hinter dem Odenwald liegt. Südlich der Kernzone und westlich von Darmstadt teilweise guter Empfang. Rüsselsheim (66 km Entfernung) ist die Empfangsgrenze in Richtung Westen, sowie Bingen (85 km Entfernung) in Richtung Nord-Westen.
Hunau 
(Hochsauerland)
Nordrhein-Westfalen: 
Sieger- und Sauerland
H !551.2061115508.377222551° 12′ 22″ N, 008° 22′ 38″ O51.2061111111118.3772222222222 WDR Kanal 27 (522 MHz):
  • WDR Fernsehen Südwestfalen (in besserer Qualität)
  • mdr Fernsehen Sachsen-Anhalt
  • NDR Fernsehen Niedersachsen

Kanal 60 (786 MHz): (schwächer)

Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Norden des Taunus und im Vogelsberg teilweise sehr gut über Dachantenne empfangbar.
Nordhelle 
(Ebbegebirge)
Nordrhein-Westfalen: 
Sieger- und Sauerland
V !551.1468445507.773050551° 08′ 49″ N, 007° 46′ 23″ O51.1468444444447.77305 WDR Kanal 27 (522 MHz):
  • WDR Fernsehen Südwestfalen
  • mdr Fernsehen Sachsen-Anhalt
  • NDR Fernsehen Niedersachsen

Kanal 60 (786 MHz): (schwächer)

  • Einsfestival
Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Norden des Taunus und im Vogelsberg teilweise sehr gut über Dachantenne empfangbar.
besonders der Kanal 27 eignet sich für den Fernempfang, der Kanal 60 dürfte trotz doppelter Sendeleistung auf der Distanz schwächer sein.
Großer Inselsberg 
(Thüringer Wald)
Thüringen: 
Westthüringen
V !550.8511115510.465833550° 51′ 04″ N, 010° 27′ 57″ O50.85111111111110.465833333333 MDR Kanal 53 (730 MHz):
  • EinsFestival

Kanal 48 (690 MHz):

Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Nordosten teilweise über Dachantenne empfangbar.

Amateurfunk[Bearbeiten]

Im alten Fernmeldeturm der DFMG und im Aussichtsturm des Hessischen Rundfunks sind unter anderem folgende Amateurfunkrelais untergebracht:

Relaistyp Rufzeichen Band Sonstiges
FM-Relais DB0FT 2 m + 70 cm Standort: DFMG, VHF Relais mit 2 Empfängern, UHF-Relais/Multimoderelais
FM-Relais DB0HRF 70 cm Standort: Aussichtsturm
FM-Kurzwellenrelais DF0MOT 10 m Standort: Aussichtsturm, Empfänger auf dem Kl. Feldberg (DB0MOT)
Funkrufsender POCSAG DB0HRF 70 cm Standort: Aussichtsturm
Packet-Radio-Digipeater DB0HRF 70 cm/23 cm Standort: Aussichtsturm
Digital-Relais DB0HRF 70 cm Standort: Aussichtsturm, D-Star Standard
Digital-Relais DF0MOT 70 cm Standort: Aussichtsturm, APCO-P25-Standard
Digital-Relais DF0MOT 70 cm Standort: Aussichtsturm, DMR-Standard

Die Relais werden unter Funkamateuren oft „2-m-Feldberg“ oder „70-cm-Feldberg“ genannt. Aktuelle Störungsmeldungen und Detailinformationen über die oben genannten Amateurfunk-Sendeanlagen auf dem Großen Feldberg findet man unter den Webseiten der Taunus Relais Gruppe. Diese betreiben und betreuen unter anderem diese Anlagen.

Veränderungen in den letzten Jahren[Bearbeiten]

Analoges Radio[Bearbeiten]

Zum 29. Mai 2006 wurden alle UKW-Radioprogramme, die vom Fernmeldeturm ausgestrahlt wurden, auf den hr-Rohrmast verlagert.

Frequenz 
(MHz)
Programm ERP am Fernmeldeturm DTAG 
(kW)
ERP am hr-Rohrmast 
(kW)
105,9 Hit Radio FFH 100 100
98,7 AFN The Eagle Hessen/Z-98 60 50

Anfang April 2008 änderte AFRTS, die Betreibergesellschaft von AFN-TV und AFN Radio die RDS PS Kennung in AFNEAGLE. Der alte RDS PS war 98.7___. Bis zum 10. Mai 2004 war überhaupt kein RDS aufgeschaltet.

Die anderen Parameter entsprechen der heutigen UKW-Tabelle.

Analoges/Digitales Fernsehen[Bearbeiten]

Vor dem Start von DVB-T und bis zum 6. Dezember 2004 liefen am Großen Feldberg in analogem PAL:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Sendemast
8 196,25 Das Erste (hr) 100 ND H hr-Rohrmast
34 575,25 ZDF 500 ND H Fernmeldeturm DTAG
54 735,25 hr-fernsehen 500 ND H Fernmeldeturm DTAG

Die DVB-T-Sendeantennen sind auf dem Großen Feldberg nur am hr-Rohrmast montiert.

Zum Start von DVB-T in Rhein-Main wurden zum 4. Oktober 2004 Veränderungen in der Kanalverteilung vorgenommen. So wurde Kanal 57 in Aschaffenburg Gailbach (Stengerts) mit ProSieben (damals 200 W horizontale Rundstrahlung) eingestellt. Kanal 22 in Wiesbaden mit AFN Prime Atlantic (Hessen) wurde dort auf Kanal 42 verlegt und lief bis Anfang Juni 2008 unverändert mit 2 kW horizontaler Rundstrahlung. So konnten am 4. Oktober 2004 die Kanäle 22 (ZDFmobil Multiplex: ZDF, ZDFinfo mit 3sat, KiKa mit ZDFdoku und dem MHP-Dienst ZDFdigitext), 57 (ARD Digital national/regional Multiplex: Das Erste (hr), dem damaligen Hessen Fernsehen, dem damaligen Südwest Fernsehen RP und Phoenix) bereits digital in Betrieb gehen. Die anderen Kanäle (8: Das Erste (hr), 34: ZDF und 54: Hessen Fernsehen) liefen wie oben beschrieben bis zum 6. Dezember weiter analog. An diesem Tag kam dann auch 64 (Gemischt privat Rhein-Main Multiplex: rheinmain tv, Eurosport, terra nova und tv nah) hinzu. In Rhein-Main hat man vertikale Polarisation zur Ausstrahlung von DVB-T gewählt um Zimmerantennenempfang zu begünstigen.

Am 29. Mai 2006 wurden im Zuge der Einführung von DVB-T in anderen Bereichen Hessens wiederum einige Veränderungen an der Kanalbelegung und den technischen Parametern der Sender in Rhein-Main vorgenommen. So wurde der Multiplex ARD Digital national (hr) von damals Kanal 8 auf Kanal 57 verschoben, da ein Band-III-VHF-Empfang in Zimmerantennengebieten mit den bei DVB-T-Receivern oft mitgelieferten Antennen nur sehr schlecht möglich ist. Diese Antennen sind meistens nur für den Band-IV/V-UHF Empfang geeignet. Deshalb und aufgrund des Vorhabens der sporadischen Aufschaltung von Dolby-Digital-Inhalten hinter seinen Hauptprogrammen Das Erste (hr) und hr-Fernsehen, was mehr Bitrate benötigt, hat der hr entschieden, diese Programme in einen Multiplex auf einen Band-IV/V-UHF-Kanal zu legen und die Parameter des Band-III-VHF-Kanals 8 zugunsten eines stabileren Empfangsverhaltens durch Veränderung des Fehlerschutzes von 3/4 auf 2/3 anzupassen. Diese Anpassung führt zu einer niedrigeren Gesamtbitrate des Kanals 8, der bis zum 29. Mai 2006 eine Bitrate von 13,06 Mbit/s bot und heute nur noch 11,61 Mbit/s bietet. Deshalb hat man hier auf die Ausstrahlung des WDR Fernsehens zugunsten einer besseren Bildqualität bei den anderen Programmen verzichtet. Zugleich hat man hessenweit die vollständige Ausstrahlung des Programms EinsFestival, welches zuvor einen eigenen Programmplatz belegte, eingestellt. Nun teilt sich arte mit EinsFestival einen Programmplatz. Die freigewordene Kapazität nutzt der hr für die zuvor erwähnten Dolby Digital Übertragungen. Ebenso soll die Einsparung eines Programmplatzes wiederum zu einer besseren Bildqualität bei den anderen Programmen im Multiplex des Kanals 57 führen.

Am 4. Dezember 2007 wurde der Multiplex ARD Digital national (hr) von Kanal 57 auf Kanal 37 verschoben. Dieser Kanal war zuvor am Donnersberg (Kirchheimbolanden) in der Pfalz in Betrieb und übertrug jahrzehntelang analog das Programm des ZDF. Auf Kanal 57 läuft nun der Multiplex ARD Digital national (SWR) auf dem Donnersberg.

Anfang Juni 2008 startete ein DVB-H-Test von Mobile 3.0 auf Kanal 42 vom Europaturm in Frankfurt. Daraufhin wurde AFN Prime Atlantic Hessen aus Wiesbaden von Kanal 42 (2 kW ND H) auf Kanal 29 verlegt und läuft jetzt nur noch mit 1 kW horizontaler Rundstrahlung. Aufgrund einer besseren Frequenzlage war zum Teil sogar ein besserer Empfang von AFN als zuvor möglich.

Am 7. November 2008 wurde nach langer Zeit im Gemischt privat Multiplex Rhein-Main auf Kanal 64 wieder ein 4. Programm, nämlich Bibel TV aufgeschaltet.

Am 25. November 2008 wurde im Zuge der Aufschaltung von DVB-T am Pfaffenberg bei Aschaffenburg die Regionalversion Nord (Franken) beim Bayerischen Fernsehen für DVB-T im Rhein-Main-Gebiet aufgeschaltet. Zuvor war hier die Version Süd (Schwaben/Altbayern) aufgeschaltet.

Zum 15. Juli wurde die analoge terrestrische Ausstrahlung von AFN Prime Atlantic Hessen in ganz Hessen eingestellt. Der Kanal 29 in Wiesbaden ist seitdem außer Betrieb.

Am 27. Oktober 2010 wechselte der Gemischt privat Multiplex Rhein-Main von Kanal 64 auf Kanal 52. Seit der Frequenzauktion 2010 für LTE ist der Bereich über Kanal 60 für andere Dienste reserviert, siehe Digitale Dividende.

Zukünftige Veränderungen durch RRC 06, Bundesnetzagentur oder LPR Hessen[Bearbeiten]

Nach Einigung der Regional Radiocommunication Conference 2006 (RRC 06)[7] sind für Hessen zukünftig nutzbare Kanäle international festgelegt worden. Hierbei ist zu beachen, dass die Bundesnetzagentur auf nationaler Ebene letztlich die Entscheidungsgewalt bezüglich der Kanalvergabe an die Programmanbieter besitzt, sprich die BNetzA kann also eine andere Aufteilung der verfügbaren Kanäle vorsehen, als bei der RRC 06 festgelegt, ist aber insgesamt an die für das Gebiet festgelegten Kanäle gebunden. Da die Koordinierungen aber nutzungsgerecht durchgeführt wurden, wäre eine andersartige Aufteilung im großen Stil eher kontraproduktiv. Bei DAB ist ein Band III VHF Kanal in 4 Teile, auch 4 Blöcke oder bei der Frequenzkoordinierung auch 4 Layer genannt, aufgeteilt. Bei DVB-T ist ein Band IV/V UHF Kanal (in Ausnahmen auch ein Band III VHF Kanal) gleich einem Multiplex oder Bouquet. Hier wird bei der Frequenzkoordinierung der Kanal insgesamt als Layer bezeichnet. Im Folgenden sind die Koordinierungen nach RRC 06 aufgeführt. Die Einträge, die den Großen Feldberg betreffen, sind hervorgehoben.

DAB[Bearbeiten]

Block Layer Versorgungsgebiet
12C (in Betrieb) VHF-Layer 1 Hessen
11C VHF-Layer 2 Hessen
06A VHF-Layer 3 Südhessen
06C VHF-Layer 3 Nordhessen
06D VHF-Layer 3 Mittelhessen

DAB/DVB-T[Bearbeiten]

Block Layer Versorgungsgebiet
07A VHF-Layer 4 Hessen
07B VHF-Layer 4 Hessen
07C VHF-Layer 4 Hessen
07D VHF-Layer 4 Hessen

DVB-H[Bearbeiten]

Die DVB-H-Norm ist für mobile Geräte mit kleinem Display geschaffen worden. Sie bietet ein sehr robustes Signal. Dienste, die hier übertragen werden, sollen zum Teil frei verfügbar sein, zum Teil auch abonniert werden. Es handelt sich derzeit um eine Testphase. Der Aufbau des Netzes ist im Gange. DVB-H wird im Idealfall auch wie DVB-T von mehreren Standorten im Gleichwellenbetrieb verbreitet. Nach Planung der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien ist in Hessen ein Regelbetrieb in folgenden Bedeckungen – auch Versorgungsgebiete genannt – DVB-H geplant. Die Tests unter dem Betreiber Mobile 3.0 sind am 2. November 2008 beendet worden. Die Lizenzen sind zurückgegeben. Nun ist ein großflächiger Neustart des Systems unter einem neuen Betreiberkonsortium angedacht. Wann das geschieht ist noch ungeklärt.

Kanal Layer Versorgungsgebiet
28 UHF-Layer 4 Nordhessen
47 UHF-Layer 6 Mittelhessen
42 UHF-Layer 6 Rhein-Main, Südhessen

DVB-T[Bearbeiten]

Folgende RRC06-Zuordnungen sind in Hessen bereits in Betrieb (geordnet nach dem jeweiligen Multiplex):

Kanal Layer Multiplex SFN
32 UHF-Layer 5 ARD Digital (hr) Essigberg, Hoher Meißner, Rimberg, Angelburg
37 UHF-Layer 5 ARD Digital (hr) Großer Feldberg, Europaturm, Hohe Wurzel, Würzberg
55 UHF-Layer 2 ARD regional (hr) Nordhessen Essigberg, Hoher Meißner
39 UHF-Layer 2 ARD regional (hr) Rhein-Main Großer Feldberg, Europaturm, Hohe Wurzel
35 UHF-Layer 3 ARD regional (hr) Osthessen Rimberg, Heidelstein (Zuteilung Nordhessen)
24 UHF-Layer 2 ARD regional (hr) Mittelhessen Angelburg
42 UHF-Layer 1 ZDFmobil Essigberg, Hoher Meißner
22 UHF-Layer 1 ZDFmobil Großer Feldberg, Europaturm, Hohe Wurzel, Rimberg
21 UHF-Layer 1 ZDFmobil Würzberg, Königstuhl
54 UHF-Layer 2 ProSiebenSat.1 Hessen Großer Feldberg, Europaturm, Hohe Wurzel
34 UHF-Layer 4 RTL-Group Hessen Großer Feldberg, Europaturm, Hohe Wurzel

Folgende Zuordnungen sind noch frei:

Kanal Layer Versorgungsgebiet
52 UHF-Layer 6 Nordhessen
58 UHF-Layer 4 Mittelhessen
59 UHF-Layer 3 Rhein-Main, Südhessen
61 UHF-Layer 7 Nordhessen, Mittelhessen
Seit der Frequenzauktion 2010 für LTE reserviert, siehe Digitale Dividende
63 UHF-Layer 7 Rhein-Main, Südhessen 
(erst ab 2015 verfügbar)
Seit der Frequenzauktion 2010 für LTE reserviert, siehe Digitale Dividende

Die unten stehenden Kanäle entsprechen nicht der RRC06-Zuordnung für das jeweilige Gebiet und werden wohl in absehbarer Zeit in die noch freien Zuordnungen „umziehen“.

Kanal Multiplex SFN
25 ZDFmobil Heidelstein
45 ZDFmobil Angelburg
43 ARD Digital (hr) Heidelstein
52 Gemischt privat Rhein-Main Großer Feldberg, Europaturm, Hohe Wurzel
Seit der Räumung von Kanal 64 im Rhein-Main Gebiet als Ersatz in Betrieb, eventuell dauerhafte Belegung und damit Abweichung vom Plan der RRC06. Darin ist diese Bedeckung Layer 2 in Nordhessen.
53 ARD regional (hr) Südhessen Würzberg

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Statistisches Jahrbuch 2011/12, Band 2, Seite 21; abgerufen am 5. Januar 2014
  2. Der Fernmeldeturm auf dem Großen Feldberg/Ts. In: Bäsembinner Bläädche. wolfenhausen.de, 25. Oktober 2013, abgerufen am 26. Mai 2015.
  3. Turm ohne Spitze. In: F.A.Z. faz.net, 22. März 2007, abgerufen am 26. Mai 2015.
  4. Helmut Bode (Herausgeber): Das Feldberg-Buch. Waldemar Kramer Verlag, 1992, ISBN 378290303X
  5. Auf dem Großen Feldberg befindet sich Hessens höchstgelegene Baustelle. In: F.A.Z. faz.net, 19. August 2004, abgerufen am 26. Mai 2015.
  6. Das Duo der Sendestation Feldberg. In: Frankfurter Rundschau. fr-online.de, 23. Juli 2014, abgerufen am 26. Mai 2015.
  7. PDF Dokument über die Ergebnisse der Regional Radiocommunication Conference 2006 (RRC 06)