Sender Högl

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Sender Högl
Funkübertragungsstelle Anger 1
Sendeanlage hoegl 001.jpg
Basisdaten
Ort: Högl bei Anger
Land: Bayern
Staat: Deutschland
Höhenlage: 778 m ü. NN
Verwendung: Fernmeldeturm, Rundfunksender
Besitzer: Deutsche Funkturm
Daten des Mastes
Bauzeit: 1969
Bauherr: Deutsche Bundespost
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit 1969
Gesamthöhe: 157,88 m
Höhen der Betriebsräume: 34 m, 80 m, 87 m, 115 m, 140 m
Gesamtmasse: 200 t
Daten der Sendeanlage
Letzter Umbau: April 2006
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Sendetyp: Richtfunk
Positionskarte
Sender Högl (Bayern)
Sender Högl
Sender Högl
Koordinaten: 47° 48′ 20,9″ N, 12° 54′ 15,7″ O
Sendemast Högl

Der Sender Högl (auch als Funkübertragungsstelle Anger 1 bezeichnet) ist ein im Jahre 1969 errichteter 200 Tonnen schwerer und 157 Meter hoher abgespannter Sendemast der Deutschen Funkturm, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Er ist ein Wahrzeichen des Högls, denn er steht weithin sichtbar auf dem Punkt 778 Meter [1], einem der höchsten des Höhenrückens (der höchste Punkt misst 827 m ü. NN). Er ist das höchste Bauwerk im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land und Umgebung.

Selbst der auf dem Gaisberg bei Salzburg befindliche Sender ist kleiner.

Der Sendemast trägt in 34 Meter, 57 Meter, 80 Meter, 87 Meter und 104 Meter Höhe Plattformen für Richtfunkantennen, dazwischen befinden sich am Mast Antennen für Mobilfunkdienste; die UKW-Sendeantennen liegen zwischen 115 Metern und 140 Metern Höhe.

Zugunsten der Umstellung auf DVB-T wurden die analogen TV-Kanäle am 29. April 2006 eingestellt.

Von Mai 2008 bis Ende 2010[2] wurde von der Anlage zudem das österreichische DVB-H-Bouquet für Salzburg abgestrahlt.

Sendegebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sendegebiet vom Högl reicht in etwa von den südlichen Höhenlagen des Bayerischen Waldes, wo man bei Überreichweiten v. a. die Antenne-Bayern-Frequenz gut empfangen kann, über das Gebiet des nördlichen Berchtesgadener Landes, des östlichen Chiemgaus und weiter bis in die Region um Altötting und Burghausen. In Österreich kann man den Sender Högl im Gebiet des Bezirks Braunau (Oberösterreich) sowie im Flachgau (Land Salzburg) und in der Stadt Salzburg empfangen. Durch einen Höhenzug im Norden von Bad Reichenhall ist eine Versorgung der oberbayerischen Kurstadt nicht möglich. Dafür gibt es eine eigene Versorgung. Auf den Autobahnen 8 (München-Salzburg) sowie der West Autobahn in Österreich lässt sich der Sender bis in das westliche Salzkammergut hören.

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoges Radio (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendenetzbetreiber Media Broadcast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frequenz 
(in MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
89,0 Bayernwelle SüdOst BAYWELLE DA1C Berchtesgadener Land 0,3 D (310–120°) H
100,3 Deutschlandfunk __Dlf___ D210 15 D (140–50°) H
102,5 Klassik Radio KLASSIK_ A858 Österreich 0,32 D (70–130°) H
105,3 Antenne Bayern ANTENNE_ D318 1 D (240–60°) H

Digitales Fernsehen (DVB-T2)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendenetzbetreiber Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS comm)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Umstellungen auf den neuen Standard DVB-T2 wurde MUX B am 19. April 2016 und MUX A am 20. April 2017 umgestellt[3][4]. Der Empfang von allen Multiplexen ist nur mit entsprechender simpliTV-Hardware wegen der Grundverschlüsselung möglich. Die Fernsehsender ORF eins, ORF 2 Wien, ATV, ATV2, sowie alle Radiosender, mit Ausnahme von KroneHit, werden unverschlüsselt verbreitet.

Multiplex Kanal Programme im Bouquet ERP Polarisation Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
MUX A K32 (562 MHz) Fernsehen:

Radio:

HbbTV:

25 kW vertikal D (gerichtet)
MUX B K29 (538 MHz) Fernsehen:

HbbTV:

25 kW vertikal D (gerichtet)
MUX D K47 (682 MHz) Fernsehen: 25 kW vertikal D (gerichtet)
MUX E K38 (610 MHz) Fernsehen: 25 kW vertikal D (gerichtet)
MUX F K55 (746 MHz) Fernsehen:

Radio:

HbbTV:

25 kW vertikal D (gerichtet)

Ehemalige Frequenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoges Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Umstellung auf DVB-T wurden folgende Programme in analogem PAL gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
42 639,25 ZDF 40 D H
52 719,25 Bayerisches Fernsehen (Schwaben/Altbayern) 40 D H

Digitales Fernsehen (DVB-T)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Umstellung auf DVB-T2 wurden folgende Programme per DVB-T verbreitet:

Multiplex Kanal Programme im Bouquet ERP Polarisation Antennendiagramm
MUX A K32 (562 MHz) ORF eins, ORF 2 Salzburg, ORF 2 Oberösterreich, ATV 25 kW V D (gerichtet)
MUX B K29 (538 MHz) Puls 4, ORF III, ORF SPORT +, 3sat, ServusTV 25 kW V D (gerichtet)

Am 19. April 2016 wurde MUX B sowie ATV auf MUX A zugunsten von DVB-T2 abgeschaltet. Am 20. April 2017 wurde DVB-T endgültig abgeschaltet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angabe auf der Tafel am Eingang der Anlage
  2. Österreichische Rundfunksender GmbH#DVB-H
  3. Antennenfernsehen: Alle ORF-Programme in HD. In: salzburg.orf.at. 19. April 2016, abgerufen am 24. November 2017.
  4. Antennenfernsehen: HD-Umstellung am 20.4. In: salzburg.orf.at. Abgerufen am 25. November 2017.