Senderkette

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Eine Senderkette sind verschiedene terrestrische Sendeanlagen an unterschiedlichen Standorten, die ein einziges Rundfunk-Programm gleichzeitig ausstrahlen.

Grundlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reichweite einer einzelnen Senderanlage ist durch verschiedene Faktoren begrenzt. So haben die im UKW-Hörfunk- und Fernsehbereich ausgestrahlten Signale lediglich eine quasioptische Reichweite, das heißt, sie reichen nicht über den Horizont hinaus und können auch tiefere Täler nicht gut erreichen, solange keine (annähernde) Sichtverbindung besteht. Um trotzdem größere Gebiete, wie zum Beispiel einzelne Bundesländer oder ganze Staaten, mit einem Rundfunkprogramm zu versorgen, sind weitere Senderanlagen an anderen Standorten nötig. Die Gesamtheit aller Sendeanlagen, die ein Programm so ausstrahlen, ist eine Senderkette.

Senderketten sind bei flächendeckender Versorgung im UKW- und Fernseh-Bereich fast immer und im MW-Bereich manchmal nötig. Rundfunksysteme im LW- und KW-Bereich benötigen meist keine Kettenlösung.

Senderketten bestehen im Regelfall aus Grundnetzsendern zur großflächigen Versorgung und Füllsendern zur Abdeckung kleinerer, von Großsendern nicht erreichter, Gebiete wie Tälern.

Eine spezielle Form der Senderkette ist ein Gleichwellennetz.

Außerhalb des Rundfunks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senderketten gibt es auch bei Seefunkfeuern, den Decca-Navigationssystem, den LORAN-Navigationssystem, den stillgelegten OMEGA-Navigationssystem und den russischen Alpha-Navigationssystem, allerdings hier zum Zweck der Ortsbestimmung.