Senegalesische Fußballnationalmannschaft

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Republik Senegal
République du Sénégal
FA Sengela.svg
Spitzname(n) Les Lions de la Teranga
Löwen von Teranga
Verband Fédération Sénégalaise
de Football
Konföderation CAF
Technischer Sponsor Puma
Trainer SenegalSenegal Aliou Cissé
Rekordtorschütze Henri Camara (29)
Rekordspieler Henri Camara (99)
Heimstadion Stade Léopold Sédar Senghor
FIFA-Code SEN
FIFA-Rang 28. (825 Punkte)
(Stand: 17. Mai 2018)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
BeninBenin Benin 3:2 Senegal SenegalSenegal
(Elfenbeinküste; 31. Dezember 1961)
Höchster Sieg
SenegalSenegal Senegal 7:0 Mauritius MauritiusMauritius
(Dakar, Senegal; 9. Oktober 2010)
Höchste Niederlage
TunesienTunesien Tunesien 4:0 Senegal SenegalSenegal
(Tunesien; 15. Juli 1995)
und weitere 7 Spiele
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2002)
Beste Ergebnisse Viertelfinale 2002
Afrikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 14 (Erste: 1965)
Beste Ergebnisse 2. Platz 2002
(Stand: 5. März 2015)

Die senegalesische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des senegalesischen Fußballverbandes Fédération Sénégalaise de Football und repräsentiert diesen auf internationaler Ebene bei Länderspielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände. Ihren größten Erfolg hatte sie mit dem Viertelfinaleinzug bei der WM 2002.

Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaft 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea sorgte die senegalesische Nationalelf im ersten Spiel für eine nicht für möglich gehaltene Sensation, als sie den Titelverteidiger und Turnierfavoriten Frankreich 1:0 bezwang. In der Euphorie erkämpfte sich die Mannschaft zwei Unentschieden gegen Dänemark (1:1) und Uruguay (3:3) und stand damit im Achtelfinale. Dort wurde Schweden mit 2:1 nach Verlängerung bezwungen; beide Tore schoss Henri Camara. Erst im Viertelfinale unterlag der Senegal einer anderen WM-Überraschungsmannschaft, der Türkei, mit 0:1 nach Verlängerung. Der Siegeszug machte den Senegal zu einem der erfolgreichsten WM-Debütanten seit 1950.

Afrikameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal war Senegal 1965 für den Afrika-Cup qualifiziert. Die Mannschaft schied nach einem Losentscheid zugunsten Tunesiens ungeschlagen in der Vorrunde aus. Bei der zweiten Teilnahme 1968 konnte sich Senegal in der Vorrunde nicht gegen Ghana und die DR Kongo durchsetzen und schied erneut aus.

Erst 18 Jahre später, 1986, konnte sich Senegal wieder qualifizieren. In der Vorrunde schlug man neben Mosambik auch überraschend den späteren Sieger Ägypten, verlor aber gegen Elfenbeinküste und scheiterte abermals in der ersten Runde.

1990 schließlich konnte sich Senegal bis ins Halbfinale spielen, mit nur einem einzigen Sieg, da lediglich acht Mannschaften am Turnier teilnahmen. Am Ende wurde die Mannschaft Vierter, der bis dahin größte Erfolg im senegalesischen Fußball außerhalb Westafrikas.

1992 durfte Senegal dann sogar das Turnier austragen. Die hohen Erwartungen konnte die Mannschaft aber nicht ganz erfüllen, im Viertelfinale verlor sie gegen Kamerun.

1994 und 2000 scheiterten die Senegalesen erneut im Viertelfinale. Der große Durchbruch gelang 2002, als man sich bis ins Turnierfinale spielte und dort erst im Elfmeterschießen gegen Kamerun unterlag.

2004 unterlag Senegal dem späteren Meister Tunesien im Viertelfinale. 2006 wurde man Vierter. Bei der Afrikameisterschaft 2008 schied man in der Vorrunde aus. Seither genügen die Leistungen der Senegalesen nicht den Erwartungen. In der Qualifikation für die WM 2010 scheiterte man vorzeitig und konnte sich nicht für die Afrika-Meisterschaft 2010 qualifizieren.

Für die Fußball-Afrikameisterschaft 2012 qualifizierte sich der Senegal mit fünf Siegen und einem Remis und galt vor Turnierbeginn - auch weil einige andere starke Mannschaften sich nicht qualifizieren konnten - als einer der Turnierfavoriten. Nach drei Niederlagen gegen in der FIFA-Weltrangliste schlechter platzierte Mannschaften schied der Senegal aber bereits in der Vorrunde aus. Aufgrund des Ausscheidens wurde Trainer Amara Traoré am 8. Februar 2012 entlassen.[2]

Copa Amilcar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Copa Amilcar Cabral, dem Turnier für westafrikanische Nationalmannschaften, nahm Senegal immer teil, seitdem sie 1979 das erste Mal ausgetragen wurde. Eine Ausnahme bildet hier 2001, als die U23 des Landes das Turnier in Kap Verde spielte - und prompt gewann.

Der Senegal konnte die Copa Amilcar bereits 8-mal gewinnen, häufiger als jedes andere Team Westafrikas. Trotzdem hat die senegalesische Elf keine Ausnahmestellung im westafrikanischen Fußball: Beim Turnier 2005 verlor sie das Finale gegen Gambia, 2000 war sie der Nationalmannschaft der Kap Verde unterlegen.

Weitere Turniere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • WAFU Laurent Gbagbo African Unity Cup 2005 - 3. Platz
  • CEDEAO-Cup (Turnier für westafrikanische Mannschaften, wird nicht mehr ausgetragen)
    • 1977 & 1983 - nicht teilgenommen
    • 1985 - 1. Platz
    • 1987 - 3. Platz
    • 1990 - 2. Platz
    • 1991 - 2. Platz
  • African Games
    • African Games 1987 - Vorrunde

Seit 1991 sind die African Games ein U23-Turnier; die senegalesische Mannschaft nahm bisher nur 2003 daran teil und schied in der Vorrunde aus.

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[3] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat
1934 Italien nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat
1938 Frankreich nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat
1950 Brasilien nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat
1954 Schweiz nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat
1958 Schweden nicht teilgenommen Kein selbständiger Staat
1962 Chile nicht teilgenommen 1. Spiel erst nach Beginn der Qualifikation
1966 England zurückgezogen Alle 15 afrikanischen Mannschaften zogen sich aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand.
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde nach Entscheidungsspiel an Marokko gescheitert.
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde erneut an Marokko gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Togo gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation wieder in der 1. Runde an Marokko gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Angola im Elfmeterschießen gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1990 Italien nicht teilgenommen
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Marokko gescheitert.
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde erneut an Togo gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
2002 Südkorea/Japan Viertelfinale Türkei 7. Platz Bruno Metsu Niederlage nach Verlängerung durch Golden Goal. Sieg im Eröffnungsspiel gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich.
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Togo gescheitert.
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde an Algerien gescheitert.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation traf der Senegal zunächst auf Angola, Uganda und Liberia, das nach dem Rückzug von Mauritius für die 2. Runde qualifiziert ist.[4] Durch ein 1:0 am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Uganda konnte sich der Senegal den Gruppensieg und damit den Einzug in die Playoff-Runde der Gruppensieger sichern. Dort scheiterte die Mannschaft an der Elfenbeinküste.
2018 Russland qualifiziert In der Qualifikation am vorletzten Spieltag der dritten Runde gelang der Mannschaft im Auswärtsspiel gegen Südafrika ein 2:0-Sieg. Damit konnten sie sich vorzeitig qualifizieren.[5]
2022 Katar

Fußball-Afrikameisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1957 bis 1963 nicht teilgenommen
1965 in Tunesien 4. Platz
1968 in Äthiopien Vorrunde
1970 in Sudan nicht qualifiziert
1972 in Kamerun nicht qualifiziert
1974 in Ägypten nicht qualifiziert
1976 in Äthiopien nicht qualifiziert
1978 in Ghana nicht qualifiziert
1980 in Nigeria nicht teilgenommen
1982 in Libyen nicht qualifiziert
1984 in der Elfenbeinküste nicht qualifiziert
1986 in Ägypten Vorrunde
1988 in Marokko nicht qualifiziert
1990 in Algerien 4. Platz
1992 im Senegal Viertelfinale
1994 in Tunesien Viertelfinale
1996 in Südafrika nicht qualifiziert
1998 in Burkina Faso nicht qualifiziert
2000 in Ghana und Nigeria Viertelfinale
2002 in Mali 2. Platz
2004 in Tunesien Viertelfinale
2006 in Ägypten 4. Platz
2008 in Ghana Vorrunde
2010 in Angola nicht qualifiziert
2012 in Gabun und Äquatorialguinea Vorrunde
2013 in Südafrika nicht qualifiziert
2015 in Äquatorialguinea Vorrunde
2017 in Gabun Viertelfinale

Afrikanische Nationenmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erweiterter Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Februar 2018[6][7]

Name Geburtstag Spiele Tore Verein Debüt
Torwart
Abdoulaye Diallo 30.03.1992 15 0 FrankreichFrankreich Stade Rennes 2015
Alfred Gomis 05.09.1993 1 0 ItalienItalien SPAL Ferrara 2017
Khadim N’Diaye 05.04.1985 22 0 SenegalSenegal Horoya AC 2010
Pape Seydou N'Diaye 11.02.1993 7 0 SenegalSenegal ASC Niary Tally 2016
Abwehr
Saliou Ciss 15.09.1989 16 0 FrankreichFrankreich FC Valenciennes 2012
Fallou Diagne 14.08.1989 2 0 FrankreichFrankreich FC Metz 2016
Sidy Bara Diop 08.12.1990 4 2 SenegalSenegal Horoya AC 2017
Lamine Gassama 20.10.1989 29 0 TurkeiTürkei Alanyaspor 2011
Serigne Kara 11.11.1989 40 4 BelgienBelgien RSC Anderlecht 2011
Kalidou Koulibaly 20.06.1991 21 0 ItalienItalien SSC Neapel 2015
Cheikh M'Bengue 23.07.1988 31 0 FrankreichFrankreich AS Saint-Étienne 2011
Youssouf Sabaly 05.03.1993 2 0 FrankreichFrankreich Girondins Bordeaux 2017
Salif Sané 25.08.1990 13 0 DeutschlandDeutschland Hannover 96 2013
Zargo Touré 11.11.1989 15 0 FrankreichFrankreich FC Lorient 2012
Moussa Wagué 04.10.1998 6 0 BelgienBelgien KAS Eupen 2017
Mittelfeld
Mohamed Diamé 14.06.1987 31 1 EnglandEngland Newcastle United 2011
Papa Diop 19.03.1986 20 2 SpanienSpanien SD Eibar 2010
Assane Dioussé 20.09.1997 1 0 FrankreichFrankreich AS Saint-Étienne 2017
Idrissa Gueye 26.09.1989 47 0 EnglandEngland FC Everton 2011
Cheikhou Kouyaté (C)Kapitän der Mannschaft 21.12.1989 40 2 EnglandEngland West Ham United 2012
Alfred N'Diaye 06.03.1990 12 1 EnglandEngland Wolverhampton Wanderers 2013
Papa Alioune Ndiaye 27.10.1990 13 1 EnglandEngland Stoke City 2015
Cheikh N’Doye 29.03.1986 20 3 EnglandEngland Birmingham City 2014
Younousse Sankharé 10.09.1989 6 1 FrankreichFrankreich Girondins Bordeaux 2015
Sturm
Khouma Babacar 17.03.1993 2 0 ItalienItalien US Sassuolo 2017
Keita Baldé 08.03.1995 16 3 FrankreichFrankreich AS Monaco 2016
Mame Diouf 16.12.1987 42 10 EnglandEngland Stoke City 2009
Sadio Mané 10.04.1992 46 13 EnglandEngland FC Liverpool 2012
Opa Nguette 08.07.1994 4 1 FrankreichFrankreich FC Metz 2017
M'Baye Niang 19.12.1994 3 0 ItalienItalien FC Turin 2017
Diafra Sakho 24.12.1989 8 3 FrankreichFrankreich Stade Rennes 2014
Henri Saivet 26.10.1990 18 1 TurkeiTürkei Sivasspor 2013
Ismaïla Sarr 25.02.1998 9 2 FrankreichFrankreich Stade Rennes 2016
Moussa Sow 19.01.1986 45 15 TurkeiTürkei Bursaspor 2009

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 17. Mai 2018, abgerufen am 17. Mai 2018
  2. FIFA.com: Senegal feuert Trainer Traore
  3. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF; 200 kB)
  4. FIFA.com: Mauritius zieht Nationalelf zurück
  5. https://www.flashscore.de/spiel/2RPApT1C/#tabelle;live
  6. https://www.transfermarkt.de/senegal/erweiterterkader/verein/3499
  7. http://www.national-football-teams.com/country/163/2017/Senegal.html