Sengenthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sengenthal
Sengenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sengenthal hervorgehoben
49.23333333333311.466666666667434Koordinaten: 49° 14′ N, 11° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Verwaltungs­gemeinschaft: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 434 m ü. NHN
Fläche: 28,53 km²
Einwohner: 3100 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92369
Vorwahl: 09181
Kfz-Kennzeichen: NM, PAR
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 159
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 12
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Webpräsenz: www.sengenthal.de
Bürgermeister: Werner Brandenburger (FWG/UWG)
Lage der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Pilsach Velburg Neumarkt in der Oberpfalz Seubersdorf in der Oberpfalz Sengenthal Pyrbaum Postbauer-Heng Parsberg Mühlhausen (Oberpfalz) Lupburg Lauterhofen Hohenfels (Oberpfalz) Freystadt Dietfurt an der Altmühl Deining Breitenbrunn (Oberpfalz) Berngau Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz Berching Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Landkreis Roth Landkreis Schwandorf Landkreis Regensburg Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Kelheim Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild
Sengenthal: Rathaus

Sengenthal ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt in der Oberpfalz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Sengenthal liegt südlich von Neumarkt, am westlichen Anstieg zum Oberpfälzer oder Fränkischen Jura.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Sengenthal hat 21 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Forst, Reichertshofen, Sengenthal, Stauf.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche St. Nikolaus, Reichertshofen
Filialkirche St. Elisabeth
Schleuse 32
Bahnhof Greißelbach

Sengenthal und Forst waren noch im 13. Jahrhundert Bestandteil der kaiserlichen Hofmark Berngau, die nach dem Tode des letzten Staufers Konradin an die Wittelsbacher gelangte. In Reichertshofen hingegen war ein Dienstmannengeschlecht der Reichsministerialen von Stein ansässig. Die Reichertshofer, die zwischen 1315 und 1424 urkundlich erwähnt sind, hatten ihre Güter dem Reich zu Lehen. Nach dem Aussterben der Reichertshofer wurde die Lehengerechtigkeit den Herren von Wolfstein übertragen, während Mannschaft und Botmäßigkeit kurfürstlich blieben Der Schrägbalken mit den drei Sternen im Wappen der Gemeinde Sengenthal wurde aus dem Wappen der Reichertshofer übernommen.

Durch die Bildung der Pfarrei Reichertshofen vor 125 Jahren (zuvor bei der Pfarrei Berngau) entstand erstmals ein der heutigen Gemeinde entsprechender Zusammenhang zwischen den Orten der Gemeinde Sengenthal, der damals durch einen Schulsprengel Reichertshofen, Buchberg und Sengenthal mit Schulsitz in Reichertshofen noch verstärkt wurde. Wesentliche Veränderungen traten im heutigen Gemeindegebiet erst nach 1945 ein. Durch die Industrialisierung (Bau- und Baustoffindustrie) und den Bahnanschluss stieg die Einwohnerzahl der Gemeinde Sengenthal von 900 im Jahre 1939 auf derzeit 2730 Einwohner. Zudem trat ein wesentlicher Strukturwandel ein. So gibt es in der Gemeinde Sengenthal jetzt Betriebsstätten mit vielen Beschäftigten.

In Sengenthal gibt es eine Grundschule für Kinder aus dem Gemeindegebiet und einen katholischen Kindergarten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Forst und Reichertshofen eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gebietsteile von Stauf hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder. Die Verwaltung geschieht von Neumarkt aus (siehe: Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt in der Oberpfalz), Gemeinderatssitzungen und ein Büro des Bürgermeisters sind jedoch in Sengenthal selbst.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Schwarz über einem silbernen natürlichen Felsenberg ein goldener Schrägbalken, belegt mit drei sechsstrahligen schwarzen Sternen.

Das Wappen wird seit 1978 benützt.

Wirtschaft und Anbindung[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Auf dem Gemeindegebiet, bei Greißelbach, liegt der Firmensitz der größten privaten Baufirma Europas, Max Bögl
  • Leistungsstärkste Windkraftanlage Bayerns auf dem Winnberg (108m Höhe) in Form einer REPower 3.4M104 mit 128 m Nabenhöhe und 104 m Rotordurchmesser
  • Bis 1986 produzierte die Georg Behringer KG in einem großen Zementwerk Portlandzement

Anbindung[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 299 führt von Norden aus Richtung Neumarkt kommend nach Süden in Richtung Mühlhausen durch das Gemeindegebiet. Des Weiteren verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg durch einen Teil des Gemeindegebietes.

Ehemalige Verkehrswege sind der Ludwigskanal mit einer Schleuse auf dem Gemeindegebiet und die 1991 aufgegebene Sulztalbahn, die jetzt als Firmenanschluss der Baufirma Max Bögl dient.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Der Baggersee der Fa. Max Bögl an der Bundesstraße 299

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Sengenthal

Ausflugsziele[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ludwig Körner (1915−2012), rk Pfarrer, erster Dekan des Dekanates Eichstätt, Ehrenbürger von Dollnstein und Träger der Bürgermedaille in Gold in Sengenthal[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111104/202212&attr=OBJ&val=961
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 533
  4. Ludwig Körner verstorben, neumarktonline.de, 31. Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sengenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien