Bahnstrecke Wiedenbrück–Sennelager

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Wiedenbrück–Sennelager
   
von Rheda (Rhedaer Bahn)
   
0,0 Wiedenbrück
   
nach Lippstadt
   
0,728 Anschluss Hugo Bresser & Co.
   
1,380 Emsbrücke
   
2,45 Straßenbrücke B 55/B 61
   
2,5 Jägerheim
   
3,5 Tunnel unter B 64
   
5,2 Lintel
   
5,354 Anschluss Gemeinde Druffel
   
9,135 Anschluss Adam Westhoff / Heinrich Kühlmann
   
9,2 Rietberg-Neuenkirchen
   
10,105 Anschluss Christoph Bollweg
   
13,078 Anschluss Gemeinde Westerwiehe
   
13,1 Westerwiehe
   
13,189 Anschluss Franz Westhoff
   
14,775 Emsbrücke
   
15,7 Westerloh
   
18,4 Nordhagen
   
18,563 Anschluss Anton Stutenkemper
   
20,229 Steinbogenbrücke Nordring/Friedrichstraße
   
20,93 Anschluss Brenken & Pieper, Molkerei
   
21,1 Delbrück (Westf)
   
21,18 Anschluss Anton Lewerken
   
26,196 Anschluss BBAG Ostenland
   
26,2 Ostenland
   
30,364 Anschluss Kalksandsteinwerk Paul Wüseke
   
31,2 Autobahnbrücke A 33
   
von Bielefeld
Bahnhof, Station
32,4 Sennelager
Strecke – geradeaus
nach Paderborn

Die Bahnstrecke Wiedenbrück–Sennelager zweigte in Wiedenbrück von der Rhedaer Bahn ab und führte über Rietberg und Delbrück (Westf) nach Sennelager, wo Anschluss an die Bahnstrecke Paderborn–Bielefeld bestand. Die Verbindung wurde im Volksmund auch „Senneblitz“ genannt. Die Strecke wurde am 1. September 1902 eröffnet. Der Personenverkehr auf der Strecke wurde aufgrund der geringen Nachfrage am 31. März 1958 eingestellt. Einen Tag darauf wechselte die Betriebsführung an die Deutsche Bundesbahn (DB), die ihrerseits die Betriebsführung des Streckenabschnitts Neubeckum–Beckum an die WLE abgab. Am 23. Januar 1979 wurde der Güterverkehr zwischen Delbrück (Westf) und Sennelager aufgegeben. Bis zum 26. Mai 1990 fand noch ein Restgüterverkehr von Wiedenbrück bis Delbrück (Westf) statt.

Betriebsorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) Eigentümer der Strecke von Wiedenbrück nach Sennelager war, hatte die Sennebahn keine direkte Verbindung zum übrigen Streckennetz der WLE. Kleinere Ausbesserungen an Lokomotiven und Wagen nahm die WLE im Lokbahnhof Delbrück (Westf) vor. Hier befand sich bis zum Abbruch im Mai 1996 ein zweigleisiger, für vier dreifach-gekuppelte Lokomotiven ausgelegter Lokschuppen mit Magazin, Werkstatt, Schmiede und Wasserturm. Für Fristarbeiten und Beseitigung größerer Schäden am rollendem Material mussten Loks und Wagen über die Rhedaer Bahn zur WLE-Hauptwerkstatt nach Lippstadt Nord an der Bahnstrecke Münster–Warstein überführt werden. Die Bahnmeisterei ordnete man dem Bahnhof Rietberg-Neuenkirchen zu. Von 1955 bis zur Betriebsführung durch die DB am 1. April 1958 gliederte man die Bahnstrecke Wiedenbrück–Sennelager der Bahnmeisterei Lippstadt Nord an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Achim Eckhoff: Drei Eisenbahnstrecken im Kreis Wiedenbrück und ihre Entstehung. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: 50 Jahre Heimatverein Rheda 1932–1982. Rheda-Wiedenbrück 1982. S. 53-60. (PDF-Datei; 10,36 MB).
  • Kreisarchiv Soest (KASO), Depositum N 15 (bis 24. Oktober 2011: Stadtarchiv Lippstadt (StALP), Depositum 26): Akten der Westfälische Landes-Eisenbahn. 1468 Akten in ca. 300 Kartons
  • Peter Strüber: Der "Senneblitz", Spuren einer Sekundärbahn, eine Dokumentarreihe, Rheda-Wiedenbrück 2000-2004 (6 Schriften)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]