Sentino

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Erklärung der Daten
Alben
Ich bin deutscher Hip-Hop
  DE 99 06.11.2006 (1 Wo.) [1]
Singles
Ich bin deutscher Hip-Hop
  DE 97 23.10.2006 (1 Wo.) [2]
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Sentino (* 8. Juni 1983; bürgerlich Sebastian Enrique Alvarez), zwischenzeitlich auch Sentence, ist ein Rapper und Songwriter [3] aus Berlin-Pankow.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Sentino wuchs bei seiner polnischen Mutter auf, nachdem sein chilenischer Vater die Familie verlassen hatte. Kurzzeitig lebte er daraufhin auch bei seinen Verwandten in Warschau. Er brach früh die Schule ab, um sich, nach eigenen Aussagen, dem Rappen zu widmen. Mit 15 Jahren trat er auf der Freestyle-Bühne Royal Bunker auf. Dort lernte er den Rapper Joe Rilla von der Hip-Hop-Formation Analphabeten kennen. Er ging mit ihnen auf Tour und wirkte auf deren Album mit. Später geschah das gleiche mit Kool Savas, der sich aber dafür entschied, sich ganz auf Eko Fresh zu konzentrieren. Sentence stand anschließend bei dem Label Def Jam Germany unter Vertrag, das vor der Veröffentlichung seiner schon aufgenommenen Platte insolvent wurde. Ebenso wurde trotz eines Vertrags bei BMG Subword kein Album veröffentlicht. Auch ohne Plattenvertrag brachte er es zu einiger Bekanntheit, häufig wurde er in Texten anderer Rapper erwähnt, ohne jedoch ein eigenes Album veröffentlicht zu haben.

„Hip-Hop-Insider“ diskutieren über seine angebliche Tätigkeit als Ghostwriter für andere Berliner Rapper wie zum Beispiel Bushido oder Fler. Sentino hat mit vielen bekannten deutschen Rappern zusammengearbeitet. Er rappt z. B. mit Bushido auf Electro Ghetto die Tracks Teufelskreis und Deutschland (gib mir ein Mic). In Berlin hat er mit dem Ostblokk, Optik Records, PX-Records, Aggro Berlin und ersguterjunge zusammengearbeitet. Ansonsten arbeitete er unter anderem auch mit Künstlern von Phlatline aus Chemnitz, Oibel Troibel aus der Schweiz, Paolo77 aus Hamburg, Ali A$ aus München oder Jonesmann aus Frankfurt am Main zusammen.

2004 gründeten Axel Schwenk, damals Besitzer der Internet-Plattform Clubbersguide.cc und Ingo Rottmann das Plattenlabel 5 vor 12 Records, wo außer Sentence auch Kid Kobra unter Vertrag genommen wurde. 2005 antwortete Sentino dem Hamburger Rapper Samy Deluxe per Internettrack auf einen Diss vom Splash, allerdings reagierte Samy Deluxe nicht auf diese Stichelei.

Sentinos erstes Album Ich bin deutscher Hip Hop erschien am 20. Oktober 2006. Das Album hat eine Spielzeit von 83 Minuten und wurde unter anderem von Monroe, Brisk Fingaz und DJ Ilan produziert. Als Gäste wirkten Azad, Manuellsen und der Berliner Megaloh mit. Auf dem Remix der Single wirkte Olli Banjo mit, welcher Sentino in seinen Songs zuvor eher in negativem Kontext erwähnte.

Nach Veröffentlichung des Albums trennte sich Sentino von 5 vor 12 Records. Kurzzeitig war er im Umfeld von Manuellsens Label Shrazy Records aktiv und nahm dort auch 15 Songs auf, die jedoch aufgrund von Labelunstimmigkeiten nie erschienen. Am 30. November 2007 erschien das Mixtape Sentino …und stolz drauf! über Liquor Music als Vorgeschmack auf Sentino's Way 3 – Sohn des Paten, welches aber erst fast 10 Jahre später im März 2017 erschien.

In der Folgezeit zog Sentino zurück in seine Heimatstadt Warschau, wo er über eine längere Zeit lebte und sich aus der Musikszene vorübergehend zurückzog. Nach dieser Auszeit meldete sich Sentino 2010 auf Monroes Produzentenalbum Movement zurück. Kurz darauf veröffentlichte er den Track Wilder Osten, der ein Comeback für 2010 ankündigte.

Im Dezember 2011 gab er bekannt, seinen Zweitnamen Sentence abzulegen und fortan nur noch als Sentino aufzutreten.

Im Februar 2012 veröffentlichte Sentino sein zweites Album Stiller Westen. Es erschien über Paraschizzo Records Schweiz und wurde über Nation GmbH Schweiz & Groove Attack Deutschland vertrieben. Anschließend bewegte er sich wieder vermehrt im Umfeld des Rappers Fler und dessen Label Maskulin. Er beteiligte sich unter anderem mit Features bei Tracks wie Rap Renegades und Lila Scheine auf der Compilation Maskulin Mixtape Vol. 2, die Mitte 2012 veröffentlicht wurde. Im Laufe des Jahres 2012 machte er außerdem durch Feature-Parts auf den Songs Klassentreffen auf dem Album Ek To The Roots von Eko Fresh sowie auf dem Parallelen United Remix des Frankfurter Rap-Duos Celo & Abdi auf sich aufmerksam.

Am 30. Mai 2014 erschien mit Wilder Westen ein Remixalbum basierend auf Sentinos im Jahr 2012 veröffentlichten Soloalbum Stiller Westen. Außerdem war Sentino auf dem Titel Drogen, Nutten und Cash vom Album Neue Deutsche Welle 2 von Fler vertreten.

Ab Anfang 2016 war er bei Flers Label Maskulin unter Vertrag. Im Februar 2016 war er als Feature-Gast auf der Single Unterwegs von Fler vertreten. Im Juni 2016 verkündete Fler in einem Internet-Video, dass Sentino erneut nach Polen gegangen sei und nicht beabsichtige seinen Vertrag beim Label Maskulin zu erfüllen. Die gemeinsame Arbeit sei demnach bereits wieder beendet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Kunst des Krieges (Unveröffentlicht, wurde 2012 geleakt)
  • 2006: Ich bin deutscher Hip Hop
  • 2012: Stiller Westen
  • 2017: Sentinos Way 3 – Sohn des Paten (über Get Money Live Life)

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Sentino’s Way – Fall und Aufstieg
  • 2005: Sentino’s Way II – La Vida Loca
  • 2007: Sentino … und stolz drauf
  • 2014: Zabójstwo Liryczne (über Get Money Live Life)
  • 2014: Wilder Westen (Remix-Album)
  • 2015: Zabójstwo Liryczne 2.0 (über Get Money Live Life)
  • TBA: Zabójstwo Liryczne 3.0

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Ich bin deutscher Hip Hop
  • 2016: Tatuażyk (über Step Records PL; auf "Zabójstwo Liryczne 3.0")
  • 2016: Ingenieur des Verbechens (über Get Money Live Life; auf "Sentinos Way 3 – Sohn des Paten")
  • 2017: Milieu (über Get Money Live Life; auf "Sentinos Way 3 – Sohn des Paten")
  • 2017 :Zapytaj O Mnie feat. Malik Montana

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Musicline.de: Chartverfolgung von „Ich bin deutscher Hip-Hop“ (Album). Abgerufen am 20. November 2010.
  2. Musicline.de: Chartverfolgung von „Ich bin deutscher Hip-Hop“ (Single). Abgerufen am 20. November 2010.
  3. https://www.youtube.com/watch?v=_kWE9CPmM04?t=1897