Senzowo (Kaliningrad)

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Siedlung
Senzowo/Pabbeln (Amwalde)
Сенцово
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Erste Erwähnung 1557
Frühere Namen Babeley (um 1564).
Pabelen (nach 1564),
Paballai (nach 1590),
Poballen (nach 1638),
Pablen (nach 1785),
Pabbeln (bis 1928),
Amwalde (1928–1946)
Bevölkerung 74 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238162
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 822 014
Geographische Lage
Koordinaten 54° 33′ N, 21° 43′ OKoordinaten: 54° 33′ 4″ N, 21° 42′ 51″ O
Senzowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Senzowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Senzowo (russisch Сенцово, deutsch Pabbeln, 1928–1946 Amwalde, litauisch Pabaliai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senzowo liegt elf Kilometer südwestlich des Rajonzentrums Tschernjachowsk (Insterburg) an einer Nebenstraße, die Podgornoje (Wiepeningken, 1928–1946 Staatshausen) an der russischen Fernstraße A 229 (ehemalige deutsche Reichsstraße 1, heute auch Europastraße 28) über Selenzowo (Obehlischken, 1938–1946 Schulzenhof) mit Swoboda (Jänischken, 1938–1946 Jänichen) an der Fernstraße A 197 (ehemalige Reichsstraße 139) verbindet. Bis 2009 war die nächste Bahnstation Ugrjumowo (Matheningken, 1938–1946 Mattenau), die an der Bahnstrecke Tschernjachowsk–Schelesnodoroschny (Insterburg–Gerdauen) zur Weiterfahrt nach Polen lag, die nicht mehr in Betrieb ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seinerzeit Babeley genannte Ort[2] fand im Jahre 1557 seine erste urkundliche Erwähnung. Im Jahre 1874 wurden das damalige Gut und das Dorf in den neu errichteten Amtsbezirk Jänischken[3] (1938–1945 „Amtsbezirk Jänichen“, heute russisch: Swoboda) eingegliedert, der zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 waren in Pabbeln 245 Einwohner registriert, von denen 20 im Gutsbezirk und 225 in der Landgemeinde lebten[4].

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Pabbeln in die Landgemeinde Pabbeln eingegliedert, die sich gleichzeitig in Landgemeinde „Amwalde“ umbenannte. Die Einwohnerzahl belief sich 1933 auf 258 und 1939 auf 232[5].

Im Jahre 1945 wurde der Ort mit dem nördlichen Ostpreußen der Sowjetunion zugeordnet, die ihm 1946 die russische Bezeichnung Senzowo gab. Ein Jahr später kam der Ort zum neu geformten Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) und wurde gleichzeitig in den Swobodnenski selski sowjet (Dorfsowjet Swoboda) (Jänischken, 1938–1946 Jänichen) eingegliedert. Seit einer umfassenden Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Senzowo mit seinen derzeit 74 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) definierte Ortschaft innerhalb der umstrukturierten Swobodnenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Swoboda).

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner überwiegend evangelischen Einwohnerschaft gehörte Pabbeln resp. Amwalde bis 1945 zum Kirchspiel der Kirche Didlacken (1938–1946: Dittlacken, russisch: Telmanowo). Sie war Teil des Kirchenkreises Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Senzowo im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Tschernjachowsk (Insterburg) mit Pfarrsitz für die Kirchenregion Tschernjachowsk in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005):Amwalde
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Jänischken/Jänichen
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info