September 2005

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Dieser Artikel behandelt aktuelle Nachrichten und Ereignisse im September 2005.

Tagesgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 1. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochwasser in New Orleans
Nothilfe nach dem Hurrikan in Louisiana
  • Augsburg/Deutschland: Der im August u. a. wegen Steuerhinterziehung verurteilte Ex-Rüstungsstaatssekretär Holger Pfahls wird nach Abbüßung der Hälfte seiner Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten entlassen.
  • Bagdad/Irak: Die US-Luftwaffe greift erneut eine vermutete Al-Qaida-Stellung im irakischen Grenzgebiet zu Syrien an. Laut einer Mitteilung hätten F-18-Kampfflugzeuge einen Bahnhof in Husaiba unter Beschuss genommen, wo man rund 50 mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer beim Bunkern von Waffen beobachtete. Über die Zahl der Getöteten war zunächst nichts bekannt. Erst am Dienstag waren durch Luftangriffe auf islamistische Extremisten in derselben Region 56 Menschen getötet.
  • New Orleans/Vereinigte Staaten: In einer ersten Bestandsaufnahme der Schäden durch Hurrikan Katrina, der vor drei Tagen mit rund 200 km/h auf die Golfküste traf, werden 80 % der Stadtfläche von New Orleans als betroffen identifiziert. Das Wasser steht bis zu 7,60 m hoch und die Behörden schätzen, dass es mindestens eintausend Todesopfer gab.[1]

Freitag, 2. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Condoleezza Rice

Samstag, 3. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bregenz/Österreich: Eine 35-jährige Münchnerin zerschlitzt im Kunsthaus Bregenz ein berühmtes Gemälde des Künstlers Roy Lichtenstein und wird von Museumsbesuchern überwältigt. Sie gilt als verwirrt und gibt an, das Bild „Nudes in Mirror“ sei kein echter Lichtenstein.
  • München/Deutschland: CSU-Chef Edmund Stoiber erhält 14 Tage vor der Bundestagswahl einen kleinen Stimmungsdämpfer: Von den Parteivertretern wird er zwar mit 93 Prozent der Stimmen wiedergewählt, doch sind dies vier Prozent weniger als bei der letzten Wahl.
  • New Orleans/Vereinigte Staaten: Einhundert Stunden nach dem verheerenden Hurrikan Katrina trifft der erste Hilfskonvoi aus etwa 50 Lastwagen der US-Nationalgarde mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten in der überfluteten Südstaatenmetropole ein. Nach Behördenschätzungen harren auch am 5.Tag nach dem Hurrikan in der Region New Orleans noch immer 50.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen aus.

Sonntag, 4. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin/Deutschland: Amtsinhaber Bundeskanzler Schröder (SPD) und Herausforderin Angela Merkel (CDU) treffen anlässlich der Bundestagswahl 2005 in einem TV-Duell der Kanzlerkandidaten aufeinander. Die Diskussion wird von mehreren Sendern live übertragen. Die sofortigen Meinungsumfragen sehen Schröder in leichtem Vorteil.
  • Bonn/Deutschland: Aufgrund einer gemeinsamen Broschüre von Klaus Zumwinkel (Chef der Deutsche Post World Net) und Prof. Klaus F. Zimmermann (Präsident DIW Berlin) zu notwendigen politischen Reformen in Deutschland droht die Gewerkschaft ver.di der Deutschen Post mit Streik. Zumwinkel und Zimmermann fordern unter anderem die Abschaffung der Mindestlöhne und indirekt starke Einschränkungen der Gewerkschaften.
  • New Orleans/Vereinigte Staaten: Für einige Stunden halten in der US-Jazz- und Feiermetropole wieder Musik, Kostüme und Konfetti Einzug: Einige Unentwegte feiern in den ausgestorbenen, aber nun trockenen Straßen des Amüsierviertels French Quarter die jährliche Schwulen-Parade „Southern Decadence“. Etwa 20 bis 30 Personen schlossen sich ihnen an. Bisher wurde sie Ende August/Anfang September als mehrtägiges rauschendes Fest mit tausenden Teilnehmern gefeiert.

Montag, 5. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kandahar/Afghanistan: Auf der Suche nach einem von den Taliban entführten und vermutlich getöteten Parlamentskandidaten haben US-geführte Truppen 13 mutmaßliche Aufständische getötet und über 40 weitere festgenommen. Wie der Gouverneur der Südprovinz von Kandahar, Assadullah Chaled mitteilt, wurden bei Bombardements der Bergregion von Ghorak 13 Menschen getötet.
  • Medan/Sumatra: Kurz nach dem Start stürzt eine indonesische Passagiermaschine in ein benachbartes Wohngebiet. 143 Menschen sterben.
  • Sölden/Tirol: Bei einem Seilbahnunglück kommen neun Skifahrer ums Leben, als ein Transporthubschrauber einen rund 750 kg schweren Betonkübel verliert, der eine Gondel in die Tiefe reißt.[2]

Dienstag, 6. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 7. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 8. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 9. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kairo/Ägypten: Der ägyptische Präsident Husni Mubarak lässt sich mit 88,6 Prozent der Wählerstimmen zum Sieger der Präsidentenwahl ernennen. Obwohl erstmals neun Gegenkandidaten zugelassen waren, äußerten unabhängige Wahlbeobachter ernste Zweifel am korrekten Ablauf der Auszählung. So seien Wahlurnen verschwunden und Wahllokale überhaupt nicht geöffnet worden.
  • Irak: Um die Stadt Tal Afar im Nordwesten des Irak von Aufständischen zu säubern, werden über Nacht von US-Flugzeugen Bomben abgeworfen. Nach dem Verlassen der Stadt durch die Mehrzahl der Einwohner sollen alle verbliebenen männlichen Personen älter als 20 Jahre festgenommen werden.
  • Manchester/England: Die EU-Kommission will laut Meldungen vom Treffen der Finanzminister das derzeit unterbrochene Defizit-Verfahren gegen Deutschland wieder aufnehmen. Dies könnte zu Sanktionen führen, da die Haushaltsneuverschuldung mit einem Wert von 4,0 % des Bruttoinlandsprodukts (zuvor gerechnet: 3,7 %) erneut den Grenzwert des EU-Stabilitätspakts überschritt.
Jaap de Hoop Scheffer zu Besuch bei George W. Bush im Juni 2005

Samstag, 10. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag, 11. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montag, 12. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Japan: Die regierende LDP von Ministerpräsident Koizumi erzielt einen deutlichen Wahlsieg. Im neuen Unterhaus hält sie mit 296 von 480 Sitzen die absolute Mehrheit, in Koalition mit der Kōmeitō-Partei (31 Sitze) verfügt sie über eine Zwei-Drittel-Mehrheit.
  • Netzarim (Palästina): Nach dem Abzug der letzten israelischen Soldaten aus dem Gazastreifen beginnen die Palästinenser mit dem Abriss von Häusern und Synagogen in den einst jüdischen Siedlungen. Laut AFP-Berichten rückt eine Planierraupe in die Siedlung Netzarim im Süden des Gazastreifens ein, um die Synagoge einzureißen, die palästinensische Jugendliche zuvor in Brand gesteckt haben.
  • Gaza: Nahe der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen bei Rafah wird ein Palästinenser von ägyptischen Grenzsoldaten erschossen. Seit dem Wochenende überwachen erstmals seit 1967 Ägypter die Grenze. Die Tzahal (Israels Armee) zog in der Nacht zum Montag vollständig aus dem Gazastreifen ab.
  • Norwegen: Bei den Wahlen zum norwegischen Parlament zeichnet sich eine Niederlage der regierenden Mitte-rechts-Koalition von Ministerpräsident Bondevik ab.

Dienstag, 13. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 14. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paris: Im Prozess um die Abhör-Affäre unter dem verstorbenen Staatspräsidenten François Mitterrand fällt am 9. November das Urteil, wie die 16. Kammer des Strafgerichts in Paris mitteilt. In dem Verfahren mussten sich zwölf Angeklagte dafür verantworten, dass 1983 bis 1986 auf Weisung Mitterrands tausende Telefonate von Anwälten, Journalisten, Geschäftsleuten und Künstlern abgehört worden waren. Offizieller Zweck war die Terrorbekämpfung. Offenbar versuchte Mitterrand, der lange Zeit eine uneheliche Tochter verheimlicht hatte, damit aber auch seine Privatsphäre zu schützen.
  • Karlsruhe: Trotz der Nachwahl in Dresden, die nach dem Tod einer NPD-Kandidatin nötig ist, darf der Bundeswahlleiter am Sonntag das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl 2005 (ohne den Wahlkreis Dresden I) bekanntgeben. Mit dieser Entscheidung weist das Bundesverfassungsgericht den Eilantrag einer parteilosen Direktkandidatin aus dem Saarland gegen die Bekanntgabe vor der Nachwahl als unzulässig zurück.

Donnerstag, 15. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 16. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jerusalem: Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofaz ordnet die Errichtung einer „Sicherheitszone“ im Norden des Gazastreifens an, um das Eindringen militanter Palästinenser nach Israel zu verhindern. Die Zone solle 150 Meter in das Autonomiegebiet hineinreichen und von einem elektrischen Zaun oder einer Mauer umgeben sein, sagt Mofaz' Sprecherin. Es müsse ein für Palästinenser verbotenes „Niemandsland“ geschaffen werden, um die israelischen Ortschaften vor dem im Gazastreifen herrschenden Chaos zu schützen.
  • New York und Iran: Die USA gestehen dem Iran mit wachsender Deutlichkeit das Recht auf zivile Nutzung der Atomenergie zu. In einem Interview mit der Zeitung „New York Post“ sagt Außenministerin Condoleezza Rice, die USA wollten nicht den Eindruck erwecken, dass der Iran „kein technologisch fortgeschrittener Staat“ sein dürfe. Früher hätte man jedoch gemeint, dass der Iran nicht nur kein militärisches, sondern auch kein ziviles Atomprogramm entwickeln dürfe.
  • Teheran/Iran. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigt an, auch anderen islamischen Staaten die iranische Nuklear-Technologie zur Verfügung zu stellen. „Die Islamische Republik strebt niemals nach Massenvernichtungswaffen und aus Respekt der Bedürfnisse anderer muslimischer Staaten sind wir bereit, erarbeitetes nukleares Wissen an diese Länder weiterzugeben“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Irna den Präsidenten. Die Äußerungen soll er während eines Treffens mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan am Rande der UN-Vollversammlung in New York gemacht haben.
  • Leverkusen/Deutschland: Der Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Klaus Augenthaler. Am Sonntag, beim Spiel gegen den MSV Duisburg wird der Bayer-Sportdirektor und frühere Nationalteamchef Rudi Völler verantwortlich auf der Bank sitzen. Der Verein reagiert damit auf den schwächsten Saisonauftakt seit 22 Jahren (nur 1 Sieg nach 4 Spielen) und einen Tag nach der 0:1 UEFA-Cup-Pleite im Hinspiel gegen ZSKA Sofia.

Samstag, 17. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neuseeland: Im Inselstaat finden Parlamentswahlen statt.
  • Syrien, Washington, D.C.: Die Spannungen zwischen den USA und Syrien nehmen weiter zu. Am Freitag macht der stellvertretende US-Außenamtssprecher Adam Ereli Damaskus für die jüngste Anschlagsserie im Irak verantwortlich und fordert die syrische Führung ultimativ auf, das Eindringen radikalislamischer Kämpfer in den Irak über seine Grenze zu verhindern. Es könne nicht geduldet werden, dass mit Syriens Unterstützung unschuldige Menschen im Irak getötet würden. Der Sprecher kündigte Gegenmaßnahmen an, weil Syrien „in der Region zunehmend destabilisierend“ wirke. Zur möglichen Einschaltung des UN-Sicherheitsrats äußerte sich Ereli nicht.
  • Iran, New York: Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor der UN-Vollversammlung in New York droht US-Präsident George W. Bush im Atomstreit erneut mit UN-Sanktionen gegen Teheran. Er sei sich sicher, dass die internationale Staatengemeinschaft den Iran vor den Sicherheitsrat zitieren werde, sollte das Land seine Zusagen nicht einhalten, sagte Bush am Freitag nach einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Über den Zeitpunkt entscheide allerdings die Diplomatie.

Sonntag, 18. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wähler entscheiden sich für eine Kanzlerin: Angela Merkel (CDU)
Angela Merkel, Guido Westerwelle
  • Berlin/Deutschland: Nach den heutigen Bundestagswahlen lautet das Endergebnis (ohne den Wahlkreis Dresden I): Union 35,2 %, SPD 34,3 %, FDP 9,8 %, Grüne 8,1 %, Linkspartei.PDS 8,7 %, andere 3,9 %. Die Kanzlerkandidaten sind Angela Merkel (CDU/CSU) und Gerhard Schröder (SPD). Weder Union/FDP noch SPD/Grüne haben eine Mehrheit, jedoch schließen alle Parlamentsparteien eine Koalition mit der PDS aus. Merkel wie auch Schröder erklären sich zum Wahlgewinner und zukünftigen Bundeskanzler(in) und Guido Westerwelle (FDP) erteilt einer Koalition aus SPD/Grünen/FDP eine Absage. Gerhard Schröder gibt bekannt, dass seine Partei Merkel nicht in einer großen Koalition als Kanzlerin akzeptieren werde. Beobachter rechnen damit, dass Merkel Kanzlerin wird, weil die SPD als Partei nicht so resolut auftrete wie Schröder in Person.[3]
  • Kabul: In Afghanistan finden erstmals seit über 30 Jahren Parlamentswahlen statt. Eine Quote von einem Viertel der Mandate sind für Frauen reserviert. Zu dieser Wahl haben erstmals in Afghanistan auch Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Mit einem Ergebnis wird nicht vor Anfang Oktober gerechnet, die Wahlbeteiligung liegt nur bei ungefähr 50 %.
  • Neuseeland: Bei den Parlamentswahlen in Neuseeland zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden großen Parteien Labour und National Party ab. Ähnlich wie in Deutschland fällt keine klare Regierungsentscheidung.
  • Bogotá/Kolumbien: Die kolumbianische Regierung will mit der Einführung der Quickie-Scheidung die Gerichte des Landes entlasten. Trennungswillige Paare könnten sich künftig innerhalb von 30 Minuten auf dem Standesamt scheiden lassen, ohne dass ein Richter eingeschaltet werden müsse, teilten die Behörden am Sonntag mit. Dies gelte aber nur, wenn die Paare keine kleinen Kinder haben und wenn die Partner im Einvernehmen auseinandergehen wollen. Die Prozedur kostet umgerechnet etwa zwölf Euro.
  • Teheran, Washington, D.C.: Der Iran verzichtet lauf Präsident Mahmud Ahmadinedschad aus religiösen Gründen auf den Besitz von Atomwaffen. „Unsere Religion verbietet es uns, Atomwaffen zu haben“, sagt er in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin Newsweek. „Dieser Weg ist uns versperrt, unsere religiösen Führer haben es uns auf Grundlage des religiösen Gesetzes verboten.“ Zudem sei der Iran nicht auf Atomwaffen angewiesen, um seine Sicherheit zu gewährleisten.

Montag, 19. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die US-Notenbank hebt den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 % an.
  • Vor Florida gewinnt der Wirbelsturm „Rita“ in den warmen Küstengewässern weiter an Kraft und muss zum Hurrikan der Stufe 2 hochgestuft werden. Im Süden der USA wächst deshalb die Angst vor neuen Verwüstungen. In New Orleans stoppt Bürgermeister Ray Nagin die Rückkehr der Einwohner, die nach der Katrina-Katastrophe vom 29. August begonnen hat.

Dienstag, 20. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 21. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hurrikan Rita bedroht die USA. Nachdem der Bundesstaat Florida noch glimpflich davongekommen ist, gewinnt „Rita“ an Stärke und bedroht nun Texas. Der Hurrikan erreicht nun Spitzengeschwindigkeiten von über 250 km/h und wird in die höchste Kategorie „Fünf“ hochgestuft. In New Orleans bereitet man sich darauf vor, dass „Rita“ nach Norden abdrehen könnte und wenige Wochen nach dem verheerenden Hurrikan Katrina erneut schwere Schäden anrichtet. Die Weltmetropole des Jazz muss wieder evakuiert werden. Präsident George W. Bush fordert Mittwoch Nachmittag (Ortszeit) die vom Sturm bedrohte Bevölkerung auf, zu flüchten. „Wir müssen auf das Schlimmste eingestellt sein“, sagt er.
  • In Berlin wird für Regierungsverhandlungen sondiert. Nach der deutschen Bundestagswahl beginnen die Parteien mit der Suche nach Regierungsvarianten. Kurt Beck, der stellvertretende SPD-Vorsitzende, forderte die FDP auf, doch noch in Sondierungsgespräche mit den Sozialdemokraten zu treten. Bei der Union bekräftigt man den Willen, ernsthafte Gespräche über ein mögliches Bündnis mit FDP und Grüne zu führen.
  • München: Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die SPD eine Änderung der Geschäftsordnung des Bundestages anstrebt, mit der die CDU/CSU-Fraktion gespaltet werden soll, sodass die SPD die stärkste Fraktion bzw. Partei darstellen würde.
  • Stuttgart: Am Stuttgarter Flughafen haben Bauarbeiter menschliche Skelette in einem Massengrab gefunden. Es könnte sich dabei um rund 30 verhungerte jüdische NS-Zwangsarbeiter handeln, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Laut „Stuttgarter Nachrichten“ hatten die Nationalsozialisten in Leinfelden-Echterdingen eine Konzentrationslager-Außenstelle des KZs Natzweiler-Struthof des Elsass eingerichtet.
  • Griechenland: Der Fußball-Erstligist PAOK Thessaloniki meldet, dass Lothar Matthäus sein Trainer wird. Der Deutsche (Weltmeister von 1990) soll am Montag einen Zweijahresvertrag unterzeichnen; derzeit trainiert er die ungarische Nationalmannschaft.

Donnerstag, 22. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 23. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samstag, 24. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag, 25. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuschauer beim Großen Preis von Brasilien

Montag, 26. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstag, 27. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittwoch, 28. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerstag, 29. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freitag, 30. September 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Algier: Die Algerier stimmen einem Referendum zur nationalen Versöhnung zu 97 Prozent zu. Der Plan der Regierung von Präsident Abd al-Aziz Bouteflika beinhaltet eine Amnestie für viele islamische Extremisten. Die Mehrheit der Algerier wollen einen Schlussstrich unter die Bürgerkriegs-Ära ziehen.
  • Deutschland: Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres (1. Oktober) übernimmt die BigXtra Touristik GmbH (FTI-Gruppe) den deutschen TV-Reiseshoppingsender sonnenklar.TV von der Euvia Media AG (Teil der ProSiebenSat.1 Media AG). Der 2001 gegründete und 2004 restrukturierte Reisesender schreibt seit dem Frühsommer schwarze Zahlen und erhält ab 1. September 2006 ein neues, um Wellness- und Freizeitindustrie erweitertes Sendeschema. Ferner sind deutschlandweit eigene stationäre Reisebüros geplant, das erste entsteht z.Z. in München. Laut Geschäftsführer Dietmar Gunz soll sich das TV-Reisebüro zur kostengünstigsten Kommunikations- und Werbeplattformen für Reiseziele, Anbieter und Verkehrsträger entwickeln. Das Unternehmen habe in Deutschland und Österreich eine gestützte Markenbekanntheit von 60 Prozent und wird durchschnittlich von 800.000 Menschen am Tag gesehen. Für das Geschäftsjahr 2005/06 wird der Nettoumsatz über 120 Mill. € liegen (2004/05: 112 Millionen und 150 neue Arbeitsplätze).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New York im September 2005
 Commons: September 2005 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hurricane Katrina: Facts, Damage & Aftermath. In: livescience.com. 27. August 2015, abgerufen am 1. März 2017 (englisch).
  2. Unglück Sölden: Technischer Defekt als Ursache. ORF. 28. November 2005. Abgerufen am 23. September 2016.
  3. Elefantenrunde zur Bundestagswahl 2005. In: ZDF. 18. September 2005, abgerufen am 2017.
  4. Ton, Steine, Bertelsmann. taz.de. 29. September 2005. Abgerufen am 23. September 2016.