Sergei Michailowitsch Slonimski

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Sergei Michailowitsch Slonimski, 2017

Sergei Michailowitsch Slonimski (russisch Сергей Михайлович Слонимский; * 12. August 1932 in Leningrad; † 9. Februar 2020 in Sankt Petersburg[1]) war ein russischer Komponist, Pianist und Musikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slonimski war Sohn des russischen Schriftstellers Michail Slonimski und ein Neffe des russisch-amerikanischen Komponisten Nicolas Slonimsky. Er nahm an der Moskauer Musikfachschule von 1943 bis 1950 Unterricht in den Fächern Klavier und Komposition bei Wissarion Schebalin und Boris Arapow.[2] Danach studierte er bis 1955 am Leningrader Konservatorium Komposition bei Orest Jewlachow und absolvierte eine Aspirantur bei Tigran Ter-Martirosjan.[2] Ab 1959 lehrte er selbst dort, ab 1967 als Dozent und ab 1976 als Professor.[2]

In seinen über 100 Stücken, darunter 8 Opern, 34 Sinfonien[1] und anderen Werken, bewegte sich Slonimski von Zwölftonmusik bis hin zu einem volkstümlichen Stil, wobei auch Stilelemente von Jazz und Neo-Romantik in seinem kompositorischen Schaffen anzutreffen sind.[3]

Für die EXPO 2000 in Hannover inszenierte Arila Siegert seine Kammeroper Der Meister und Margarita (nach Bulgakow).

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Умер композитор Сергей Слонимский. Abgerufen am 9. Februar 2020 (russisch).
  2. a b c Larisa Georgievna Danko: Slonimsky, Sergey Mikhaylovich. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
  3. Sergej Slonimski. In: Hermann Danuser, Hannelore Gerlach, Jürgen Köchel (Hrsg.): Sowjetische Musik im Licht der Perestroika. Laaber, Laaber 1990, ISBN 3-89007-120-1, S. 410–412.