Serial Mom – Warum läßt Mama das Morden nicht?

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Filmdaten
Deutscher Titel Serial Mom – Mutter lässt das Morden nicht
Originaltitel Serial Mom
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Waters
Drehbuch John Waters
Produktion John Fiedler
Mark Tarlov
Musik Basil Poledouris
Kamera Robert M. Stevens
Schnitt Janice Hampton,
Erica Huggins
Besetzung

Serial Mom – Warum läßt Mama das Morden nicht? (Originaltitel: Serial Mom) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1994. Regie führte John Waters, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle spielte Kathleen Turner. Obwohl im Vorwort des Films Gegenteiliges suggeriert wird, beruht der Film nicht auf wahren Begebenheiten.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hausfrau Beverly Sutphin ist mit einem Zahnarzt verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in einer Vorstadt in der Nähe von Baltimore. Beverly ist eine fürsorgliche Ehefrau und Mutter sowie eine perfekte Hausfrau. Wenn es um bestimmte Dinge wie Etikette, Sicherheit oder ihre Familie geht, versteht Beverly Sutphin jedoch keinen Spaß. So terrorisiert sie eine Nachbarin mit anonymen obszönen Anrufen, weil diese ihr einen Parkplatz vor der Nase weggeschnappt hat.

Ihren ersten Mord begeht sie aber, weil der Mathematiklehrer ihres Sohnes diesen, und indirekt auch sie, schlecht macht. Der Freund ihrer etwas molligen Tochter geht fremd, also wird er mit einem Schürhaken durchbohrt. Ehepaar Sturner, Patienten bei Beverlys Mann, befolgen seine Anweisungen als Zahnarzt nicht. Beverly sorgt dafür, dass dies nie wieder passiert. Ebenso unbarmherzig ist sie mit einer Kundin des Videoladens ihres Sohnes, die partout ihre Videos nicht zurückspulen will, und mit Scotty, einem Freund des Sohnes, der nie seinen Sicherheitsgurt anlegt. So zieht sich eine Mordserie durch den Film, und alle Spuren führen eindeutig zu Mrs. Sutphin, der Serial Mom.

Beverly wird enttarnt und vor Gericht gestellt. Ihre Familie, allen voran ihr Ehemann Eugene, will ein Urteil erreichen, in dem Beverly als unzurechnungsfähig verurteilt wird. Beverly übernimmt jedoch ihre Verteidigung selbst. Sie deckt alle Schwächen der Zeugen auf und macht diese somit unglaubwürdig. Die daraus folgende Konsequenz ist der Freispruch durch die Geschworenen. Eine der Geschworenen ist Beverly negativ aufgefallen, da sie weiße Schuhe nach dem Labor Day trägt. Beverly Sutphin sorgt mit einem Telefonhörer dafür, dass die Geschworene so etwas nie wieder macht.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotten Tomatoes kennzeichnet den Film bei 60 Prozent positiver Kritiken gerade noch als „frisch“ und vergibt eine rote Tomate.[1]

James Berardinelli bezeichnete auf ReelViews die Gags als „zu angestrengt“, um witzig zu sein. Die Darstellung von Kathleen Turner kritisierte er als „automatisiert“ („automated“). Berardinelli lobte die Nebenrollen von Sam Waterston, Ricki Lake und Matthew Lillard sowie die Cameo-Rollen von Traci Lords, Suzanne Somers und Patty Hearst.[2]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 15. April 1994, der Film sei „nicht besonders lustig“ („this isn't very funny“). Er schrieb, die von Kathleen Turner gespielte Figur sei sympathisch, aber nicht komisch, weil sie dafür zu wenig „grausam“ („cruel“) sei.[3]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Doppelbödige "schwarze" Komödie von ausgesuchter, aber nie selbstzweckhafter Geschmacklosigkeit, die die Kehrseiten des bürgerlichen Familien- und Vorstadtidylls ebenso aufs Korn nimmt wie den modischen Medienwahn um pathologische Mörder. Kathleen Turner überspielt mit einer komödiantischen Glanzleistung die Längen der Geschichte.“[4]

Prisma Online meinte: „John Waters inszenierte eine zeitweise ungeheuer komische Persiflage mit einem sicheren Gespür für schlechten Geschmack. Die definitive Antwort auf die amerikanische Serienmörder-Hysterie! Überzeugend: Kathleen Turner als mordende Mutter.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathleen Turner wurde für den Chlotrudis Award der Chlotrudis Society for Independent Film nominiert.

Hintergründe und Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich sollte Susan Sarandon die Rolle von Beverly Sutphin spielen, ihre Gagenforderung überstieg jedoch das Budget des Films von ca. 13 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 8 Millionen US-Dollar ein.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rotten Tomatoes: Serial Mom
  2. Kritik von James Berardinelli
  3. Kritik von Roger Ebert
  4. Serial Mom – Warum läßt Mama das Morden nicht? In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  5. Prisma Online
  6. Box office / business für Serial Mom – Warum läßt Mama das Morden nicht?

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]