Serranía de la Macarena

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La Macarena-Bergkette
Fluss Caño Cristales

Serranía La Macarena ist eine Bergkette in Kolumbien. Auf ihrem Gebiet erstreckt sich im Departamento von Meta der Nationalpark Serranía de la Macarena auf dem Gebiet der Gemeinden La Macarena, Mesetas, Vista Hermosa, San Juan de Arama und Puerto Rico. Der 6206 km² große Park wurde 1989 ausgewiesen und hat die internationale IUCN-Schutzkategorie II.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bergkette entstand unabhängig von den drei Anden-Kordilleren und ist rund 130 km lang. Das Gebiet wird vom Caño Cristales durchflossen.

Nationalpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sierra de la Macarena

IUCN-Kategorie II – National Park

f1
Lage Meta, Kolumbien
Fläche/Ausdehnung 6.205,83 km² / km²dep1
WDPA-ID 130
Geographische Lage 2° 58′ N, 73° 54′ WKoordinaten: 2° 58′ 9″ N, 73° 54′ 2″ W
Serranía de la Macarena (Meta)
Serranía de la Macarena
Einrichtungsdatum 1989
Verwaltung Parques Nacionales Naturales de Colombia
Algen des Flusses Caño Cristales
Fluss Caño Cristales

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park wurde 1948 gegründet und erhielt 1989 den IUCN Status II.

Die Guerillagruppe FARC baute durch den Nationalpark einer Straße, die unter anderem den Fluss Caño Cristales überquert. Zusätzlich wurden ca. 45 km² mit Koka bepflanzt. Am 4. August 2006 begann der kolumbianische Staat diese Kokafelder mit Hilfe von Flugzeugen mit dem Herbizid Glyphosat zu besprühen. Bis dahin waren die Pflanzen per Hand aus dem Boden gerissen worden. Die FARC hatte seit Beginn der Aktion am 18. Januar 2006 28 Personen, die an dem Entfernen der Pflanzen beteiligt waren, ermordet.[2]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Macarena findet man Ameisenbären, Pumas, Hirsche, Affenarten, 500 Vogelarten, 1200 Insektenarten und 100 verschiedene Reptilien. 48 Orchideenarten und 2000 weitere Blumen und Pflanzen sind dort einheimisch.

Im angrenzenden Nationalpark Cordillera de los Picachos lebt darüber hinaus auch der seltene Bergtapir. Etwas nördlich liegt der Nationalpark Sumapaz, der besonders große Flächen geeigneten Lebensraums für Bergtapire beherbergt[3].

La Macarena beherbergt einige archäologische Fundstellen mit präkolumbischen Piktogrammen und Petroglyphen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Database on Protected Areas – Sierra de la Macarena in Colombia (englisch), abgerufen am 21. September 2020.
  2. Aviones antinarcóticos descargaron los primeros galones de glifosato en La Macarena [1]
  3. D. J. Lizcano, V. Pizarro, J. Cavelier and J. Carmona: Geographic distribution and population size of the mountain tapir (Tapirus pinchaque) in Colombia. Journal of Biogeography, 29, 7-15 online-PDF

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]