Welldorf

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Welldorf (mit Serrest)
Stadt Jülich
Wappen von Welldorf (mit Serrest)
Koordinaten: 50° 57′ 0″ N, 6° 25′ 0″ O
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 9,15 km²
Einwohner: 1339 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52428
Vorwahl: 02463

Welldorf mit dem Wohnplatz Serrest ist ein Stadtteil von Jülich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westen liegt Lich-Steinstraß, im Norden Spiel (Gemeinde Titz), im Osten Güsten und im Süden der Tagebau Hambach mit der Sophienhöhe. Die Bebauung von Güsten und Welldorf geht fast nahtlos ineinander über.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurde Güsten nach Welldorf eingemeindet.[2] Am 1. Januar 1972 wurde Welldorf in die Stadt Jülich eingegliedert.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienkapelle

Die katholische Pfarrgemeinde heißt St. Hubertus. Außerdem stehen in Welldorf eine Marienkapelle und eine kleine Wegekapelle.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befinden sich die Gemeinschaftsgrundschule Ost und die kirchliche Kindertagesstätte St. Marien.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnanlagen des Bahnhofs Welldorf an der Strecke Jülich – Mönchengladbach zweieinhalb Jahre nach Stilllegung der Strecke, Blick nach Norden

In Ortsnähe verläuft die Bundesstraße 55. Den ÖPNV stellt die Rurtalbus GmbH durch die Buslinie 284 und ein Sammeltaxi sicher.

Im Jahr 1880 wurde Welldorf mit einem Haltepunkt an die 1873 eröffnete Bahnstrecke Mönchengladbach – Jülich angeschlossen. 1882 wurde ein Bahnhof anstelle des Haltepunktes errichtet und die Gleisanlagen erweitert, so dass Welldorf zum Bahnhof wurde. Die Züge nach Norden trafen zwar in Hochneukirch auf die Hauptstrecke aus Köln, verkehrten aber in aller Regel weiter bis Mönchengladbach und wurden von Berufspendlern und Einkaufenden genutzt. Die Züge nach Süden endeten entweder in Jülich oder fuhren nach Aachen oder Düren weiter. 1975 wurde der Bahnverkehr an Sonntagen eingestellt, in den Folgejahren wurde das Zugangebot schrittweise weiter reduziert und 1980 schließlich ganz eingestellt inklusive des Güterverkehrs. Der Abriss der Gleise erfolgte allerdings erst 1984. Südlich Welldorf wurde die Bahntrasse bis kurz vor Stetternich zur heutigen Landstraße L 213/L 264 umgenutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Welldorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://offenedaten.kdvz-frechen.de/dataset/d04-einwohner-nach-ortsteile-stadt-jülich
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 99.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.