Set (Spiel)

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Set
Set3.JPG
Daten zum Spiel
Autor Marsha Jean Falco
Grafik Franz Vohwinkel (F.X. Schmid)
Verlag Set Enterprises (1991),
F.X. Schmid (1995),
Ravensburger (2001),
Amigo (2013)
Erscheinungsjahr 1991, 1995, 2001, 2013
Art Kartenspiel
Mitspieler 2 bis 8
Dauer 5 bis 20 Minuten
Alter ab 10 Jahren
Auszeichnungen

Mensa Select 1991
Deutscher Spiele Preis 1995: Platz 9
à la carte Kartenspielpreis 1995: Platz 4

Set (früher auch Set!) ist ein Kartenspiel, das 1974 von Marsha Jean Falco erfunden und 1991 von Set Enterprises veröffentlicht wurde. 1995 wurde das Spiel in Deutschland von F.X. Schmid verlegt, seit 2001 von Ravensburger und inzwischen von Amigo.

Spielmaterial[Bearbeiten]

Das Spiel besteht aus 81 Karten. Auf den Karten sind bestimmte Symbole abgedruckt. Diese Symbole haben verschiedene Farben, Formen und Füllungen und treten einfach, zweifach oder dreifach pro Karte auf. Alle Symbole auf einer Karte haben jedoch die gleiche Farbe, Form und Füllung. So lässt sich jede der 81 Karten eindeutig durch die Ausprägungen der Eigenschaften Farbe, Form, Füllung und Anzahl charakterisieren. Für jede dieser vier Eigenschaften existieren drei mögliche Ausprägungen:

  • Farbe: rot, grün und violett
  • Form: Oval, Raute und Schnörkel
  • Füllung: leer, gestreift und voll
  • Anzahl: eins, zwei oder drei

Tatsächlich gibt es auch zu jeder Kombination dieser Eigenschaften eine entsprechende Karte, so kommt man auf die 81=3*3*3*3 verschiedenen Karten.

Spielregeln[Bearbeiten]

Was ist ein Set?[Bearbeiten]

Man kann verschiedene Varianten dieses Spiels spielen. Sie alle drehen sich aber um das namensgebende Set. Ein Set besteht aus drei Karten, die für jede Eigenschaft die Bedingung erfüllen müssen, dass alle Karten in dieser Eigenschaft übereinstimmen oder dass keine zwei der Karten in dieser Eigenschaft übereinstimmen. Das heißt also:

  • Alle Karten haben dieselbe Anzahl an Symbolen oder jede hat eine andere Anzahl.
  • Alle Karten zeigen dasselbe Symbol oder jede zeigt ein anderes Symbol.
  • Die Symbole einer Karte haben dieselbe Farbe wie die der anderen Karten oder jede Karte hat eine andere Farbe.
  • Die Symbole einer Karte haben dieselbe Füllung wie die der anderen Karten oder jede Karte hat eine andere Füllung.

Dabei wird jede Eigenschaft unabhängig von den anderen betrachtet. Äquivalent lässt sich der Begriff „Set“ auch wie folgt in nur einem Satz definieren: Drei Karten bilden genau dann ein Set, wenn keine der vier Eigenschaften bei genau zwei der drei Karten die gleiche Ausprägung erfährt.

Zieht man zwei beliebige Karten aus dem Spiel, dann gibt es genau eine weitere Karte, die beide zu einem Set ergänzt. Drei Karten, die ein Set ergeben, könnten zum Beispiel sein:

  • Drei rote gefüllte Ovale
  • Eine rote leere Raute
  • Zwei rote gestreifte Schnörkel

Unterschiedliche Anzahl, gleiche Farbe, unterschiedliche Formen, unterschiedliche Füllungen.

Wie wird das Spiel gespielt?[Bearbeiten]

In der bekanntesten Variante von Set legt ein Kartengeber so lange Karten auf dem Tisch aus, bis entweder zwölf Karten ausgelegt sind, oder einer der (beliebig vielen) Mitspieler „Set“ ruft. Damit zeigt der Mitspieler, dass er drei Karten ausgemacht hat, die ein Set ergeben. Ist das korrekt, darf er sich die drei Karten nehmen, und der Kartengeber ersetzt sie gegebenenfalls durch neue sofern vorhanden. Liegt der Mitspieler falsch, so ist dieser vom Spiel ausgeschlossen bis ein anderer Mitspieler ein Set findet. Alternativ kann ein falsches „Set“-Rufen auch mit dem Abgeben eines bereits gesammelten Sets bestraft werden. Findet kein Spieler bei zwölf ausgelegten Karten ein Set, so können weitere Karten nachgegeben werden (tatsächlich kann es bis zu 20 Karten ohne Set geben). Das Spiel geht auf diese Weise weiter, bis alle 81 Karten aufgebraucht sind, oder sich kein neues Set mehr ergeben kann. Wer am Ende am meisten Karten besitzt, gewinnt das Spiel.

Entstehung[Bearbeiten]

Marsha Falco erfand Set während ihrer Arbeit als Genetik-Wissenschaftlerin im englischen Cambridge. Um die Arbeit mit Blöcken von genetischen Informationen übersichtlicher zu machen, ersetzte sie diese durch Symbole und schrieb sie auf Karten. Beim Versuch, ihren Kollegen den Stapel Karten auf ihrem Tisch zu erklären, kam ihr die Idee, etwas Lustiges daraus zu machen – sie erfand das Kartenspiel Set.

Weblinks[Bearbeiten]