Set und Setting

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Set und Setting bezeichnet beim Drogenkonsum die mentale Verfassung des Konsumenten (Set (Abk. engl. mindset)) und die Umgebung (Setting). Die Begriffe hat der US-Psychologe Timothy Leary im Zusammenhang mit der Einnahme der psychoaktiven Droge LSD (Lysergsäurediethylamid) geprägt. Die Wirkung einer Droge hängt demnach nicht nur von der Dosis ab, sondern auch von der Stimmung, den Gedanken und der Erwartungshaltung des Konsumenten, sowie von dessen Umgebung zum Zeitpunkt der Einnahme und den damit individuell hervorgerufenen und wahrgenommenen Eindrücken.

Thesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Leary können durch günstiges Set und Setting mit LSD psychische Probleme behandelt werden. Durch Meta-Programmieren soll eine absichtliche und gezielte Veränderung des eigenen Geistes und Verhaltens möglich sein.

Auch neuere Untersuchungen im Umfeld des seit Mitte der 1990er Jahre wiedererwachten Forschungsinteresses an Halluzinogenen und Entaktogenen zeigten den starken Settingeinfluß, da schwerwiegende negative Effekte durch Anwendung von Psychedelika in unsachgemäßen Settings herrühren können.

- Hermle, L. (2008). Risiken und Nebenwirkungen von LSD, Psilocybin und MDMA in der Psychotherapie. In H. Jungaberle, P. Gasser, J. Weinhold & R. Verres (Eds.), Therapie mit psychoaktiven Substanzen (pp. 147-164). Bern, Switzerland: Huber. - Frecska, E. (2007). Therapeutic guidelines: Dangers and contraindications in therapeutic applications of hallucinogens. In M. J. Winkelman & T. B. Roberts (Eds.), Psychedelic medicine: New evidence for hallucinogenic substances as treatments (Vol. 1, pp. 69- 96). Westport, CT: Praeger.

Norman Zinberg entwickelte den Gedanken von Set und Setting auf sozialwissenschaftlicher Basis weiter, indem er Regeln für die Umstände des Konsums bei sozial integrierten Konsumenten verschiedener Drogen untersuchte. Nach seiner Auffassung halten viele Konsumenten solche Regeln unbewusst ein und können dadurch einen kontrollierten Drogenkonsum erreichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Timothy Leary: Info-Psychologie: Ein Handbuch für den Gebrauch des menschlichen Nervensystems entsprechend den Instruktionen der Hersteller. Phänomen Verlag Hamburg, Oktober 2005. ISBN 3933321824.
  • Timothy Leary: Psychedelische Erfahrungen. Ein Handbuch nach Weisungen des Tibetanischen Totenbuches Barth, Weilheim 1971, ISBN 3-87041-248-8
  • Norman Earl Zinberg: Drug, Set, and Setting (engl.) ISBN 0-300-03110-6
  • Hermle, L. (2008). Risiken und Nebenwirkungen von LSD, Psilocybin und MDMA in der Psychotherapie. In H. Jungaberle, P. Gasser, J. Weinhold & R. Verres (Eds.), Therapie mit psychoaktiven Substanzen (pp. 147-164). Bern, Switzerland: Huber.
  • Frecska, E. (2007). Therapeutic guidelines: Dangers and contraindications in therapeutic applications of hallucinogens. In M. J. Winkelman & T. B. Roberts (Eds.), Psychedelic medicine: New evidence for hallucinogenic substances as treatments (Vol. 1, pp. 69- 96). Westport, CT: Praeger.
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