Settmecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Settmecke
Oberlauf: Stockumer Bach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 276184
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Röhr → Ruhr → Rhein → Nordsee
Quelle Südlich Dörnholthausen
51° 15′ 36″ N, 7° 59′ 36″ O
Quellhöhe 508 m ü. NN[1]
Mündung Bei Sundern in die RöhrKoordinaten: 51° 19′ 35″ N, 8° 0′ 17″ O
51° 19′ 35″ N, 8° 0′ 17″ O
Mündungshöhe 245 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 263 m
Sohlgefälle 27 ‰
Länge 9,9 km[2]
Einzugsgebiet 18,994 km²[2]
Abfluss am Pegel Seidfeld3[3]
AEo: 47,7 km²
Lage: 2,1 km oberhalb der Mündung
NNQ (25.09.1961)
MNQ 1961/2010
MQ 1961/2010
Mq 1961/2010
MHQ 1961/2010
HHQ (04.12.1960)
0 l/s
1 l/s
476 l/s
10 l/(s km²)
7,25 m³/s
12,2 m³/s
Wasseramselnistkasten an der Settmecke mit Nest (2006), aufgehängt 1985

Die Settmecke ist ein 9,9 km langer, orografisch linker Nebenfluss der Röhr in nordrhein-westfälischen Sauerland (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Settmecke entspringt, als Stockumer Bach, am südlich Dörnholthausen, einem Ortsteil von Sundern, auf einer Höhe von 508 m ü. NN am Blackshahnkopf. Von hier aus fließt sie vorrangig in nordöstliche Richtung. Sie durchfließt auf ihrem Weg das schon erwähnte Dörnholthausen, Stockum, Seidfeld und mündet bei Sundern auf 245 m ü. NN linksseitig in die Röhr.

Auf dem 9,9 km langen Weg der Settmecke ist ein Höhenunterschied von 263 m zu verzeichnen. Dabei entwässert sie ein Gebiet von 18,994 km².

Nördlich von Seidfeld kann Wasser der Settmecke an einem Verteilerbauwerk in einen Kanal geleitet werden, welcher über den Settmecke-Stollen das Wasser in die Sorpetalsperre leitet.

Natur und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ortslagen von Dörnholthausen, Stockum, Seidfeld und Sundern ist die Settmecke durch den Menschen stark verändert worden. Der Fluss fließt hier teilweise kanalartig, wobei die Ufer größtenteils stark befestigt sind. Eine Trinkwassergewinnung erfolgt aus der Settmecke nicht.

Für den Bewirtschaftungsplan für die Wasserrahmenrichtlinie der EU wurde auch die Settmecke im Auftrag des Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV) untersucht. Die Settmecke in ihrer Gesamtheit wurde trotz Verbauungen in der Ortslage als natürlich eingestuft. Die allgemeine Degradation wurde als mäßig und die Saprobie als gut eingestuft. Bei Tieren und Pflanzen erfolgten diese Einstufungen, bei Makrozoobenthos (am Gewässerboden lebenden Kleinlebewesen) als mäßig, bei Makrophyten (mit bloßem Auge sichtbare Wasserpflanzen, die unter und an der Wasseroberfläche leben, darunter Armleuchteralgen, Moose und Farne sowie Samenpflanzen wie Laichkräuter) als sehr gut, und bei Phytobenthos (am Gewässerboden lebende Pflanzen, hauptsächlich Algen) als mäßig. Die Fischfauna wurde nicht untersucht. Hinsichtlich der Belastung der Settmecke mit Nitrat, Metallen und anderen möglicherweise das Gewässer belastenden Stoffen wurde sie als gut bis sehr gut eingestuft. Der Chemische Zustand wurde als gut bewertet. Wegen der Verbauungen in den Ortslagen wurde der ökologische Zustand und das Potenzial zur Verbesserung nur als mäßig eingestuft.

An der Settmecke wurden bisher Wasseramsel, Gebirgsstelze und Stockente als Brutvögel nachgewiesen. Die Reiherente ist als Brutvogel ausgestorben. Als Nahrungsgäste treten Graureiher und Schwarzstorch auf. Der Bisam und, in der Ortslage von Sundern, die Wanderratte kommen vor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV): Steckbriefe der Planungseinheiten in den nordrhein-westfälischen Anteilen von Rhein, Weser, Ems und Maas (Entwurf) - Öberflächengewässer und Grundwasser Teileinzugsgebiet Rhein/Ruhr MUNLV, Düsseldorf 2008, ohne ISBN.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Deutsches gewässerkundliches Jahrbuch Ruhr/Seidfeld3 2010 (PDF, 13,9 kB)