Seven Nation Army

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Seven Nation Army
The White Stripes
Veröffentlichung 7. März 2003
Länge 3:52
Genre(s) Alternative Rock
Text Jack White
Musik Jack White
Album Elephant
Coverversionen
2010 Ben l'Oncle Soul
2012 Percival
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Seven Nation Army
  DE 4 27.06.2008 (39 Wo.)
  AT 18 04.07.2008 (16 Wo.)
  CH 3 29.06.2008 (34 Wo.)
  UK 7 03.05.2003 (9 Wo.)
  US 76 24.05.2003 (20 Wo.)

Seven Nation Army ist ein Song der amerikanischen Band The White Stripes. Es war die erste Auskopplung aus ihrem Album Elephant. Die Single wurde am 13. Mai 2003 veröffentlicht. In Deutschland erhielt das Lied im Jahr 2010 für mehr als 150.000 verkaufte Exemplare eine Goldene Schallplatte.

Mehrere US-amerikanische und britische Musikzeitschriften (unter anderem Q[2] und NME[3]) wählten Seven Nation Army unter die zehn besten Gitarrensongs aller Zeiten. Coverversionen gibt es unter anderem von Flaming Lips, Hard-Fi, Audioslave, Jamie Cullum, Chris Liebing, The Dynamics, Kate Nash, The BossHoss, Ben l’Oncle Soul und The Oak Ridge Boys.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gitarrenriff, der während fast des gesamten Lieds zu hören ist, entstand beim Improvisieren während eines Soundchecks vor einem Konzert der White Stripes in Melbourne.[4] Das Thema weist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ersten Hauptthema des ersten Satzes der 5. Sinfonie von Anton Bruckner auf,[5] es gibt jedoch keinen Hinweis darauf, dass ein Zitat beabsichtigt gewesen sei.

Der Name Seven Nation Army stammt laut Jack White von ihm selbst. Er habe als Kind statt „Salvation Army“ (deutsch: Heilsarmee) „Seven Nation Army“ gesagt.[6]

Das Musikvideo ist unter der Regie von Alex and Martin entstanden und zeigt eine scheinbar endlose Fahrt durch einen Tunnel aus schwarzen, weißen und roten Dreiecken, an deren Kanten an einigen Stellen des Videos bewaffnete menschliche Skelette, die an Soldaten erinnern, marschieren.

Kulturelle Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Popularität erlangte der Song insbesondere durch europäische Fußballfans, die die Melodie mit eigenen Texten versehen nachsingen. Erstmals sangen ihn Fans des FC Brügge bei einem UEFA-Champions-League-Spiel in der Saison 2003/04 nach. Nach dem UEFA-Pokal-Spiel des FC Brügge gegen den AS Rom 2006 erlangte das Lied auch in der italienischen Liga große Bekanntheit.[7] Nach dem Sieg der italienischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland entwickelte sich der Riff zur Hymne italienischer Fans. Inzwischen hatten Fans zahlreicher anderer Vereine den Riff für ihre Stadiongesänge adaptiert. Auch als Torhymne wurde er zunehmend beliebt. Ebenso wurde er beim Einmarsch der Nationalmannschaften in die Stadien bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz unterlegt.[8] Aufgrund dessen erreichte die Singleauskopplung fünf Jahre nach ihrer Veröffentlichung Anfang Juli 2008 Platz 4 der deutschen Singlecharts.[9]

Seven Nation Army wird immer wieder auch in Casting-Shows für Auftritte von Kandidaten benutzt. Populär war die Version von Percival in The Voice of Germany, die sich auch als Download-Titel verkaufen konnte und im Februar 2012 Platz 45 der deutschen Single-Charts erreichte.

Eine von The Glitch Mob modifizierte Version des Liedes gehört zum Soundtrack des Actionfilms G.I. Joe – Die Abrechnung und wird in den Trailern des Filmes verwendet, ebenso wurde der Remix im Trailer zum Ego-Shooter Battlefield 1 verwendet.

Der niederländische Dartspieler Michael van Gerwen nutzt den Titel als Einlaufmusik.

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Auszeichnung Verkäufe
DanemarkDänemark Dänemark (IFPI)[10] Gold record icon.svg Gold 30.000
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI)[11] Gold record icon.svg Gold 150.000
ItalienItalien Italien (FIMI)[12] Platinum record icon.svg Platin 50.000
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI)[13] Platinum record icon.svg Platin 600.000
Insgesamt Gold record icon.svg 2× Gold
Platinum record icon.svg 2× Platin
830.000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen:
  2. http://www.rocklistmusic.co.uk/qlistspage3.htm#Guitar%20Tracks
  3. http://www.rocklistmusic.co.uk/nme_writers.htm#Tracks%20Of%20The%20Decade
  4. Carsten Schumacher: Jahresrückblick 2003. Rock. Retro 2.0. (Memento des Originals vom 23. Juli 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.intro.de Auf: intro.de, 10. Dezember 2003. Abgerufen am 16. November 2012
  5. jetzt.de: Der Song des Jahrzehnts: Seven Nation Army von den White Stripes
  6. Joseph Patel: True believers. The White Stripes live out their rock-and-roll fantasy. (Nicht mehr online verfügbar.) In: The Boston Phoenix. 24. April 2003, archiviert vom Original am 9. Oktober 2015; abgerufen am 1. Februar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bostonphoenix.com
  7. SportsIllustrated.cnn.com: Totti’s time – Italy star relishes last chance to shine on world stage (Memento vom 16. Juni 2010 im Internet Archive) (englisch)
  8. SZ-Magazin: Der Stadion-Mitgröl-Song
  9. The White Stripes: Dank Fußball in die Charts. Auf: tonspion.de, 24. Juni 2008. Abgerufen am 16. November 2012
  10. Auszeichnung in Dänemark
  11. Auszeichnung in Deutschland
  12. Auszeichnung in Italien
  13. Auszeichnung im Vereinigten Königreich