Sevenig (Our)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Sevenig (Our) führt kein Wappen
Sevenig (Our)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sevenig (Our) hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 6° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 4,82 km2
Einwohner: 55 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54617
Vorwahl: 06559
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 310
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.sevenig-our.de
Ortsbürgermeister: Helmut Nelles
Lage der Ortsgemeinde Sevenig (Our) im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Pfarrkirche

Sevenig (Our) ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an und liegt unmittelbar östlich des Dreiländerecks DeutschlandBelgienLuxemburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Straßendorf befindet sich in einem Talkessel der Irsen östlich der Our. Es liegt im Islek in der Südeifel. Zu Sevenig (Our) gehören auch die Wohnplätze Mühle und Wehrbüsch.[2]

Mit 49,7 % wird knapp die Hälfte des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt, 46,5 % sind von Wald bestanden (Stand 2011).[3]

Sevenig grenzt im Norden an Harspelt, an Roscheid im Osten, an Dahnen im Süden und im Westen Clerf (Luxemburg) und Burg-Reuland (Belgien).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Dasburg im Herzogtum Luxemburg.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg seinerzeit gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Unter der französischen Verwaltung gehörte Sevenig zum Kanton Arzfeld, der verwaltungsmäßig dem Arrondissement Bitburg im Departement Wälder zugeordnet war.[4]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet. Der Ort gehörte von 1816 an zur Bürgermeisterei Harspelt im neuen Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier und von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu Rheinprovinz. Nach 1936 gehörte die Gemeinde zum Amt Daleiden-Leidenborn. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile des Ortes zerstört.

Den Namensbestandteil „(Our)“ erhielt die Gemeinde am 1. Januar 1971.[5]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Sevenig (Our), die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 100
1835 127
1871 129
1905 131
1939 129
Jahr Einwohner
1950 124
1961 125
1970 128
1987 68
2005 63

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sevenig besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mühle im Irsental
  • Aussichtspunkt Königslei
  • Dreiländereck von Belgien, Deutschland und Luxemburg am Europadenkmal

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Sevenig (Our)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sevenig (Our) ist heute eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 20 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 249 ha auf 115 ha (2007) abgenommen, die von drei Betrieben bewirtschaftet wurden.[3]

Sevenig liegt an der Landesstraße 1 von Leidenborn nach Dasburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sevenig (Our) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 61 (PDF; 2,2 MB).
  3. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 187 (PDF; 2,8 MB).
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen