Sexarbeit

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Sexarbeiter demonstrieren für ihre Rechte

Der Begriff „Sexarbeiter“ (original: „sex worker“) wurde 1978 von Carol Leigh im aktivistischen Sinn geprägt.[1] Der Begriff sollte die mit der Prostitution und ähnlichen Dienstleistungen im Bereich der Sexualität verbundenen negativen Konnotationen abbauen und diese Tätigkeiten in eine Reihe mit anderen Dienstleistungsbereichen stellen.[2][3]

Zum Bereich der Sexarbeit zählen bezahlte Tätigkeiten in der Sexindustrie, insbesondere als Prostituierte[2], aber auch als Domina, Pornodarsteller oder Peepshowdarsteller.

Definition von regelmäßiger Prostitution als Sexarbeit (Schweiz)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Sozialarbeiterin Eva Büschi beklagt, die juristische Definition von Prostitution präzisiere nicht ausreichend, dass es dabei um eine Erwerbsarbeit gehe.[4]

In der Schweiz hat der Begriff Eingang in die Legislative gefunden, wenn politischerseits gefordert wird, dass Sexarbeit legal und unter guten Rahmenbedingungen für alle Beteiligten ausgeübt werden, Ausbeutungssituationen weitestmöglich verhindert werden sollen. Bei der Verwendung des Begriffes Sexarbeit statt Prostitution wird auf die Argumentation von Büschi Bezug genommen. Insbesondere soll die Einklagbarkeit von Forderungen aus sexueller Arbeit besser geregelt werden, die bei einer Auffassung der Vereinbarungen als „sittenwidrig“ nicht eindeutig genug geregelt sei. Juristische Definitionen von „Prostitution“ beinhalten auch das „gelegentliche Anbieten“ sexueller Dienstleistungen, was auch als nicht gewerbsmässige Ausübung gewertet werden kann und dadurch Ansprüche auf Entgelt relativiert.[5]

Sexarbeit in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2000 gilt Telefonsex als Gewerbebetrieb (Bundesfinanzhof, 23. Februar 2000 – X R 142/95).

In Deutschland existieren der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, der die Bordellbesitzer repräsentiert, und der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen, der die Sexarbeiter repräsentiert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Etymology of the terms "Sex Work" and "Sex Worker". (online)
  2. a b Zitat: “Work in the sex industry, esp. prostitution” aus: Oxford English Dictionary, 1989 (online)
  3. Prostituierte – ein ganz normaler Beruf? In: Die Welt, 28. Dezember 2012 (online)
  4. Eva Büschi: Sexarbeit und Gewalt. Geschäftsführende von Studios, Salons und Kontakt-Bars über Gewalt und Gewaltprävention im Sexgewerbe. Tectum. Marburg. 2011. ISBN 978-3-8288-2564-2
  5. Gesetz über die Sexarbeit geht in Vernehmlassung. 30. Januar 2013 (online)