Sexismus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Sexismus in der Werbung; Ausmaß, Formen, Beurteilung von Sexismus gegen transsexuelle und intersexuelle Personen, gegen Transgender sowie gegen Männer
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Sexismus (abgeleitet von engl. sex ‚biologisches Geschlecht‘ und Nachsilbe -ismus) ist ein Oberbegriff für eine breite Palette von Einzelphänomenen unbewusster oder bewusster Diskriminierung auf der Basis des Geschlechts. Dazu zählt unter anderem auch sexuelle Belästigung. Grundlage von Sexismus sind sozial geteilte, implizite Geschlechtertheorien bzw. Geschlechtsvorurteile, die von einem ungleichen sozialen Status von Frauen und Männern ausgehen und sich in Geschlechterstereotypen, Affekten und Verhaltensweisen zeigen.[1]

Darstellungen von Geschlechterstereotypen auf Plakaten an der Wand in einer Sporthalle in München
  • Als traditioneller oder offener Sexismus wird die offene, auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet.
  • Moderner Sexismus wird nicht offen gezeigt, sondern tabuisiert und versteckt. Er zeigt sich indirekt durch die Leugnung von Diskriminierung und die Ablehnung von Maßnahmen, die darauf abzielen, Ungleichheit von Frauen und Männern abzubauen.[2]

Ursache von Sexismus sind Ängste vor der Destabilisierung männlicher Geschlechtsidentitäten und hierarchischer Geschlechterordnungen von übergeordneten Männlichkeiten und untergeordneten Weiblichkeiten. Um diesen Ängsten entgegenzuwirken, dient Sexismus als unbewusst oder bewusst eingesetztes Mittel zur Machtausübung, mit dessen Hilfe Machtgefälle bzw. Abhängigkeitsverhältnisse vergeschlechtlicht und aufrechterhalten werden.

Sexismus ist in vielen westlichen Ländern Gegenstand von Gesetzgebung und Sozialforschung, insbesondere der Gender Studies und der Vorurteilsforschung.

Begriffsherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wortbildung sexism als Parallelbildung zu racism[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das deutsche Wort Sexismus ist ein Anglizismus, der als Übersetzung des englischen Wortes sexism entstand.

Das englische Wort sexism ist ein Neologismus, der von Pauline M. Leet im Rahmen ihres Vortrags „Women and the undergraduate“ (deutsch: Frauen vor dem ersten akademischen Abschluss) am 18. November 1965 geprägt wurde[3][4]. Sie war damals Professorin am Franklin & Marshall College in Lancaster, Pennsylvania:

„Wenn Sie behaupten (...) dass, da weniger Frauen gute Poesie schreiben, dies ihre vollständige Ausgrenzung rechtfertigt, nehmen Sie eine Position ein, die der des Rassisten entspricht - ich könnte Sie in diesem Fall als 'Sexisten' bezeichnen (...). Sowohl der Rassist als auch der Sexist tun als wenn alles, was passiert ist, niemals passiert wäre und beide treffen Entscheidungen und ziehen Schlüsse über den Wert einer Person, indem sie sich auf Faktoren beziehen, die in beiden Fällen irrelevant sind.“ Pauline M. Leet, 1965[5]

Die Wortneuschöpfung sexism ist eine Parallelbildung zum Begriff racism (Rassismus), der sich ebenfalls in dieser Zeit weltweit verbreitete, um der Diskriminierung ethnischer Gruppen entgegenzuwirken. Schriftlich wurde der Begriff erstmals am 15. November 1968 von der amerikanischen Autorin Caroline Bird (1915-2011) verwendet.

„Im Ausland wird anerkannt, dass wir in vielerlei Hinsicht ein sexistisches Land sind. Sexismus beurteilt Menschen nach ihrem Geschlecht, wenn Sex nicht wichtig ist. Sexismus soll mit Rassismus reimen. Beide haben die an der Macht gehalten, die an der Macht sind. Frauen sind ebenso oft Sexisten wie Männer. Frauen, die gute Arbeit bekommen, tun es, indem sie den Sexismus ausschöpfen. Sie überreden den Chef, dass die Intuition einer Frau benötigt wird. Oder dass Frauen mehr Aufmerksamkeit auf Details legen. Sie wissen es nicht, aber sie benutzen die sexistischen Argumente, um Vorurteile zu umgehen. Es ist sexistisch zu fragen: Könnten wir jemals eine Frau Präsidentin werden? In Indien fragen sie nicht, weil sie eine Frau als Regierungschefin haben. Die Frage ist ähnlich wie: 'Möchten Sie, dass Ihre Tochter einen Neger heiratet?' Nun, da Ihre Tochter es tun könnte, fragen Sie nicht. Es ist sexistisch zu fragen: 'Was können Frauen tun, um Gewalt in Amerika zu beenden?' Frauen sind nicht besser als Männer, Gott sei Dank, und es ist sexistisch zu verlangen, dass sie die gesamte Bevölkerung adeln. Sexismus machte Sinn, als die einzige Möglichkeit für eine Frau ihren Lebensunterhalt zu verdienen, darin bestand, eine Ehefrau zu werden, und eine Ehefrau zu sein, brachte für sie alle Schwangerschaftsrisiken während ihrer gebärfähigen Jahre mit sich. Aber es macht keinen Sinn, wenn eine Frau die Kontrolle über die Schwangerschaft hat.“ Caroline Bird, 1968[6]

Der Begriff sexism setzte sich in der US-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre schnell durch. Er ist an sich geschlechtsneutral, stand aber lange ausschließlich für die Abwertung von Frauen und auch die Forschung konzentrierte bis auf Ausnahmen lange auf Sexismus gegenüber Frauen. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass Sexismus auch Männer sowie transsexuelle und intersexuelle Personen sowie Transgender betrifft. Als zentrale Dimension des modernen Sexismus wird die bewusste oder unbewusste Nicht-Anerkennung (vgl. Abwehrmechanismus) fortgesetzter Diskriminierung von Frauen verstanden.[7]

Der wesentlich ältere Begriff Misogynie bezieht sich dagegen ausschließlich auf die Abwertung von Frauen, Weiblichkeit bzw. Nicht-Männlichkeit innerhalb androzentrischer Machtverhältnisse.In der Forschung wird der Begriff Misogynie weiter verwendet, allerdings dominiert der Begriff Seximus als Schlüsselbegriff geschlechtsbasierter Diskriminierung.

Deutscher Begriff Sexismus: Missverständlichkeit und Bedeutungsverengung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei etlichen Anglizismen führt die direkte Übernahme eines englischen Begriffs ins Deutsche zu einem Bedeutungswandel - in diesem Fall führt die Übernahme des englischen Wortes sexism als deutsches Wort Seximus zu einer Bedeutungsverengung. Denn im Gegensatz zum Englischen bedeutet das Wort Sex in der deutschen Alltagssprache nicht ‚(biologisches) Geschlecht‘, sondern ‚Geschlechtsverkehr, sexuelle Betätigung, Sexualität‘[8]. Die Nachsilbe -ismus steht für eine Geisteshaltung[9] (Beispiele: Kapitalismus, Liberalismus, Sozialismus, Militarismus, Anarchismus, Dualismus). Die Wortbildung „Sex-ismus“ legt im Deutschen also das Missverständnis nahe, dass Sexismus für eine auf Geschlechtsverkehr fokussierte Geisteshaltung steht[10] bzw. es ausschließlich um Diskriminierung auf der Basis von Sexualität (sexuelle Nötigung, sexualisierte Gewalt, sexueller Missbrauch) geht.

Das Nebeneinander des weiteren englischen Begriffs sexism und des verengten deutschen Begriffs Sexismus begünstigt Missverständnisse und erschwert im Deutschen die Aufklärung und Kommunikation über geschlechtsbezogene Diskriminierung. Die Bedeutungsverengung des deutschen Wortes Sexismus verdeckt insofern einen erheblichen Teil der geschlechtsbezogenen, nicht-sexuellen Diskriminierungsaspekte, die der englische Begriff benennt. Deutschsprachige Aufklärung über Sexismus muss insofern stets gegen die Bedeutungsverengung anarbeiten, die der deutsche Sexismusbegriff semantisch mit sich bringt.

Definitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute stehen verschiedene Definitionen von Sexismus nebeneinander und sind teilweise aus den besonderen Sichtweisen der Fachbereiche entwickelt.

  • In der Psychologie und Sozialpsychologie wird Sexismus häufig über vorurteilsbesetzte (negative) Einstellungen und diskriminierende Verhaltensweisen gegenüber Personen aufgrund ihres Geschlechts[11][12] oder noch breiter als „stereotype Einschätzung, Bewertung, Benachteiligung oder Bevorzugung einer Person allein auf Grund ihrer Geschlechtszugehörigkeit“[13] definiert. Diese Definitionen umfassen Stereotypisierungen, Abwertungen (vgl. Dysphemismus) und Diskriminierungen, die Frauen und Männern theoretisch gleichermaßen betreffen können.[14] Die amerikanischen Sozialpsychologen Peter Glick und Susan Fiske definieren Sexismus als Feindseligkeit gegenüber Frauen. Sexismus produziere die Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Rollen, wobei diese insbesondere Frauen in eine untergeordnete Position und in eine Stellung mit weniger Macht dränge als Männer.[15][16]
  • In der soziologischen Forschung wird der strukturelle Aspekt des Sexismus betont (siehe auch Strukturfunktionalismus, sozialer Status). Hier heißt es, Sexismus sei kulturell bedingt, institutionell verankert und individuell verinnerlicht. Es sei ein weitergetragenes Denken, Glauben, Meinen und ein Handeln als gesellschaftliche Praxis, welches Männer privilegiere und Frauen unterwerfe. Hierdurch werde das Tun von Frauen abgewertet und Frauen (und Männer) würden auf bestimmte Rollen festgeschrieben. Dieser Ansatz betont die Mechanismen eines diskriminierenden Gesellschaftssystems, hier des Patriarchats, und untersucht die Verschränkungen von Sexismus mit anderen kritischen Ausprägungen von Herrschaft bestimmter Gruppen wie dem Rassismus, dem Klassismus oder der Altersdiskriminierung (englisch: "ageism"), Handicapism oder Speziesismus.[17]
  • Im postfeministischen Diskurs wird als Sexismus betrachtet, von anderen zu erwarten oder zu verlangen, dass sie Geschlechternormen verkörpern. Verwandt mit diesem Ansatz sind die Diskussionen um die heterosexistische Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Menschen, die nicht ins gängige Geschlechterkonzept passen.[18]

Begriffsabgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgrenzung zu sexueller Belästigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sexismus ist ein „Obergegriff“ für eine „breite Palette von Einzelphänomenen“[19] zu denen auch „sexuelle Belästigung“ zählt.

Sexuelle Belästigung bezeichnet immer konkretes, auf Sexualität bezogenes Verhalten, das unerwünscht ist und durch das sich eine Person unwohl und in ihrer Würde verletzt fühlt. Sexismus ist dagegen ein umfassenderer Begriff und schließt auch Überzeugungen und Einstellungen mit ein.[20]

„Während Sexismus die soziale Konstruktion von Unterschieden zwischen Frauen und Männern bezeichnet und damit die ideologische Grundlage für Diskriminierung aufgrund des Geschlechts bildet, stellt sexuelle Belästigung als ein geschlechtsbezogenes, unangemessenes Verhalten eine mögliche Form resultierenden, sexistischen Verhaltens dar.“[20]

Während gegen sexuelle Belästigung in einigen Bereichen (Arbeitsplatz, Schule) oder unter bestimmten Voraussetzungen juristisch vorgegangen werden kann, ist dies bei Sexismus in der Regel kaum möglich.[20]

In der Alltagssprache „herrscht häufig Unklarheit darüber, worin sich die Begriffe 'Sexismus' und 'sexuelle Belästigung' unterscheiden, sodass sie oft unzutreffenderweise synonym verwendet werden.[20]

Fehlende Abgrenzung zu Gynophobie, Misogynie, Frauenfeindlichkeit, Antifeminismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wissenschaftliche Diskussion und systematische Versuche zur Abgrenzung der Begriffskonzepte Gynophobie, Misogynie, Frauenfeindlichkeit, Sexismus und Antifeminismus gibt es bislang kaum. Häufig wird nur einer der Begriffe verwendet; vereinzelt wird versucht, einzelne Begriffe inhaltlich oder graduell voneinander abzugrenzen;[21][22] teilweise werden sie auch synonym verwendet.[23]

Beispiel:

„Extreme Formen des Sexismus gegen Frauen werden Misogynie oder Frauenhass genannt. Misogynie oder ihre schwächere Form, Gynophobie (Angst vor Frauen oder Weiblichkeit), ist in der Regel ideologisch oder psychologisch begründet. Sie äußert sich in sexistischen Einstellungen und Praktiken und kann in politischen oder sozialen Strukturen institutionalisiert werden. Anders als der Antifeminismus, der oft synonym verwendet wird, sich jedoch auf Einstellungen zur Emanzipation von Frauen bezieht, impliziert Misogynie eine inhärente Minderwertigkeit von Frauen und stellt damit essentialistische Vorstellungen von Weiblichkeit dar. International Encyclopedia of the Social Sciences[24]

Ursachen und Wirkungen bzw. Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursachen von Sexismus liegen in unbewussten oder bewussten Ängsten vor der Infragestellung männlicher Geschlechtsidentitäten bzw. Unsicherheiten bezüglich männlicher Geschlechtsidentitäten sowie in Ängsten vor der Destabilisierung der darauf basierenden hierarchischen Geschlechterordnungen. Denn männliche Geschlechtsidentitäten sind nicht nur elementare Identitätsbestandteile in jeder Gesellschaft, sondern die Grundlage aller hierarchischen Geschlechterordnungen von übergeordnet konkurrierenden Männlichkeiten (hegemoniale Männlichkeit) und untergeordnet konkurrierenden Weiblichkeiten. Seximus ist insofern ein Teil von Geschlechterordnungen, deren soziale Ordnungsstruktur wissenschaftlich mithilfe von unterschiedlichen Begriffskonzepten wie Geschlechtsrollen(stereotype), Gender, Doing Gender oder Geschlechtshabitus erforscht und beschrieben wird.

Um den Ängsten entgegenzuwirken, dient Sexismus als unbewusst oder bewusst eingesetztes Mittel zur Machtausübung, mit dessen Hilfe Machtgefälle bzw. Abhängigkeitsverhältnisse vergeschlechtlicht und aufrechterhalten werden. Die Wirkung von Sexismus ist es also, "Personen eines bestimmten Geschlechts zu unterwerfen"[25]. Wird diese Wirkung bewusst angestrebt, ist die Machtausübung über Sexismus nicht nur Wirkung, sondern zugleich bewusst angestrebtes Ziel.

Während das Phänomen des Sexismus in Enzyklopädien, Lexika und Handbüchern erklärt wird, werden die Ursachen meist nicht dargestellt. Seit den 1970er-Jahren wird die Ursache-Wirkungs-Beziehung zunehmend genau in der Fachliteratur beschrieben - auch zusammen mit anderen Phänomenen gruppenbezogener Ängste und resultierender Diskriminierungen wie beispielsweise Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Fremdenfeindlichkeit etc. (siehe auch Forschungsansatz gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit).[26][27][28][29][30][31][32][33][34][35][36][37]

Geschichte des Begriffskonzeptes Sexismus und seiner Erforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begriffsvorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept des „Sexismus“ hat einige inhaltliche Vorläufer. In ihnen wird eine vergleichbare theoretische Grundposition verwendet (der Begriff selbst nicht).

1907 hatte die Frauenrechtlerin Käthe Schirmacher ein „Geschlechtsvorurteil in der Sprache“ diagnostiziert. Sie bezeichnete das als „Sexualismus“:

„Mit der dem Menschen eigenen Subjektivität hat der Mann sich, seine Vorzüge, Fehler und Leistungen als die Norm, das Normale, das ‚Seinsollende‘, das Ideal gesetzt: das Männliche war, in der Sprache wie anderswo, das Massgebende. Daher in allen Sprachen der Welt der Kult des Mannes. […] Immerhin, den Sexualismus, das Geschlechtsvorurteil bekommen wir so bald nicht aus der Sprache heraus, nur eine bewusste Gegenwirkung kann da helfen […]“

Käthe Schirmacher: [38]

Ähnlich argumentierte die Philosophin Simone de Beauvoir (1908–1986) in ihrer 1949 erschienen Abhandlung Das andere Geschlecht.[39] De Beauvoir prägte hier den Begriff „Sexus“ und begründete einige der zentralen feministischen Theoreme, etwa dass man nicht als „Frau“ geboren, sondern als solche sozialisiert werde oder dass die Idee des „ewig Weiblichen“ ein Vehikel der Unterdrückung durch das Patriarchat sei.

Entstehung des Begriffs in den USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff „Sexismus“ tauchte zum ersten Mal in den 1960er Jahren im Englischen auf (sexism), mit ihm wurde der Prozess der Naturalisierung gesellschaftlicher Prozesse (Biologismus) beschrieben: eine Wirkungsweise, auf die auch der Begriff Rassismus (racism) zielt, an den sich der Begriff „Sexismus“ anlehnte.[40] Mit Sexismus wurden nicht nur individuelle Vorurteile, sondern auch institutionalisierte Diskriminierungen benannt.[41] So heißt es in einer programmatischen Schrift der Southern Female Rights Union Ende der 1960er Jahre:

“The division of labor and resources by sex constitutes a system of SEXISM, which is the oldest form of institutionalized oppression. […] To destroy sexism, we must fight, as females, collectively for the unity of humankind.”

„Die Teilung der Arbeit und der Ressources nach dem biologischen Geschlecht konstituiert ein System des SEXISMUS, welches die älteste Form institutionalisierter Unterdrückung ist […] Um Sexismus zu zerstören, müssen wir kämpfen, als Frauen, kollektiv für die Einheit der Menschheit.“

Southern Female Rights Union Program for Female Liberation, New Orleans[42]

Eine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Sexismus fand ab Anfang der 1970er Jahre in den USA statt.[43] Während in den 1970ern dieser Begriff in Deutschland noch weitgehend unbekannt war und nur in feministischer und populärwissenschaftlicher Literatur verwendet wurde, fand er in den Vereinigten Staaten bereits Eingang in wissenschaftliche Lehrbücher.[44] Als Waltraud Schoppe[45] 1983 in einer Rede im deutschen Bundestag sagte „Wir fordern Sie alle auf, den alltäglichen Sexismus hier im Bundestag einzustellen“ (DIE ZEIT, 15. Juni 1984), führte das zu Heiterkeit.[46]

1976 wurde der Begriff „Sexismus“ in Deutschland bekannt durch das umfangreiche Buch von Marielouise Janssen-Jurreit mit dem gleichnamigen Titel. Sie definierte Sexismus als eine umfassende Unterdrückung von Frauen.

„Sexismus war immer mehr als das, was in der nichtsagenden Geschmeidigkeit politischer Rhetorik 'die Benachteiligung der Frau' heißt oder was Soziologen verharmlosend mit 'traditioneller Rollenverteilung' bezeichnen. Sexismus war immer Ausbeutung, Verstümmelung, Vernichtung, Beherrschung, Verfolgung von Frauen. Sexismus ist gleichzeitig subtil und tödlich und bedeutet die Verneinung des weiblichen Körpers, die Gewalt gegenüber dem Ich der Frau, Achtlosigkeit gegenüber ihrer Existenz, die Enteignung ihrer Gedanken, die Kolonisierung und Nutznießung ihres Körpers, den Entzug der eigenen Sprache bis zur Kontrolle ihres Gewissens, die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, die Unterschlagung ihres Beitrags zur Geschichte der menschlichen Gattung.“

Marie-Louise Janssen-Jurreit[47]

1980er Jahre: Sexismus als Unterdrückungsverhältnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1980er Jahren wurde in den Diskussionen um „Sexismus“ verstärkt das Zusammenspiel mit anderen Unterdrückungsformen wie Klassismus[48] und Rassismus[49] betont. Im Zuge der Diskussion um die verschiedenen Unterdrückungsverhältnisse wurde zwischen Vorurteil und Unterdrückung[50] differenziert:

„Die Worte verletzen durch die dahinter verborgene Androhung von Gewalt. Es sind nicht die sexistischen Bilder und Worte, die an sich so schlimm sind, es ist die Macht über Frauen, die Androhung von Gewalt gegen Frauen, die der sexistischen Sprache ihre Sprengkraft verleiht. Wenn surinamische Kinder niederländische Kinder als 'Weißärsche' beschimpfen und als Antwort 'Niggerschwein' zu hören bekommen, können die Vorurteile, die dahinterstecken, ebenso 'rassistisch’ sein, aber sie haben nicht die Drohung von Macht.“

Anja Meulenbelt[51]

Heute werden in der Intersektionalitätsforschung (von intersection: Überschneidung, Kreuzung, Schnittmenge) nicht mehr nur die Unterdrückungsverhältnisse addiert, sondern es wird untersucht, welche Auswirkungen die Kreuzungen der Unterdrückungsverhältnisse wie Sexismus, Rassismus, Behindertenfeindlichkeit haben.

Seit den 1990er Jahren: Wandlung der Vorurteilsforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während auch heute noch der Begriff Sexismus bezogen auf Unterdrückung als Unterdrückung von Frauen betrachtet wird, hat es auf der Ebene der Geschlechterstereotype in der Forschung eine Erweiterung des Begriffs auf Geschlecht gegeben, der auch Sexismus gegenüber Männern mit einschließt. Die Vorurteil-Forschung arbeitet mit standardisierten Fragebögen, die in den 1990er Jahren eine Wandlung erfahren haben. In den 1970er Jahren wurde mit der Attitudes Toward Women Scale (AWS) das inzwischen als traditioneller Sexismus oder offener Sexismus bezeichnete Geschlechtervorurteil ermittelt. Neuere Untersuchungen zu diesem ersten und sehr häufig verwendeten Fragebogen legten jedoch offen, dass „die Skalenwerte am egalitären, nichtsexistischen Pol der AWS stark gehäuft auftraten“.[52] Es wurde bezweifelt, dass die AWS die mit der Zeit veränderten Einstellungen gegenüber der Rolle von Frauen in der Gesellschaft noch adäquat messen könne.[52] Mit diesem Messverfahren konnte die Leugnung fortgesetzter Diskriminierung von Frauen nicht festgestellt werden, was zu neuen Fragebögen führte, die den Sexismus nun (Mitte der 1990er) als modernen Sexismus[53] oder Neosexismus[54] begriffen.

Moderner Sexismus und Neosexismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem neuen Forschungsansatz wurde seit den 1990er Jahren insofern immer deutlicher, dass Sexismus nicht mehr in seiner traditionell Form offen gezeigt wird, sondern ebenfalls einer Modernisierung unterliegt. Moderner Sexismus wird verschleiert und äußert sich „in mehr subtilen und versteckten Formen der Diskriminierung“.

  • Leugnung fortgesetzter Diskriminierung,
  • Widerstand gegen vermeintliche Privilegien von Frauen,
  • Ablehnung von Forderungen nach Gleichbehandlung.

Als Neosexismus wird der Konflikt zwischen egalitären Werten und negativen Emotionen gegenüber Frauen bezeichnet.

Moderner Sexismus und Neosexismus liefern ideologische Rechtfertigungen für bestehende Ungleichheit: Der Status quo wird als fair wahrgenommen und eine Reduktion von Geschlechterungleichheit wird folglich verhindert.[2]

Ambivalenter Sexismus: Wohlmeinender und feindseliger Sexismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wird in der Forschung seit den 1990er Jahren zwischen wohlmeinendem (benevolentem) Sexismus und feindseligem (hostilem) Sexismus unterschieden, deren Zusammenwirken als ambivalenter Sexismus bezeichnet wird.[2] Der Geschlechterforscher Thomas Eckes nennt als Beispiele für den hostilen Sexismus Aussagen wie „Frauen sind zu schnell beleidigt“ oder „Die meisten Frauen sehen gar nicht, was Männer alles für sie tun.“[55]
Während die strukturelle Macht von Männern hostilen Sexismus schüre, begünstige die asymmetrische Abhängigkeit von Männern und Frauen in engen zwischenmenschlichen Beziehungen den benevolenten Sexismus. Beispiele für benevolenten Sexismus seien Aussagen wie Frauen sollten von Männern umsorgt und beschützt werden. oder Verglichen mit Männern haben Frauen ein besseres moralisches Empfinden.[55] Eckes kennzeichnet den sexistischen Charakter der Benevolenz (früher auch: Ritterlichkeit, Kavalierstum) mit folgenden Merkmalen:[55]

  1. Belohnung von Frauen bei der Erfüllung ihrer traditionellen Rollen (bei Verletzung der Rollenerwartung erfolge Bestrafung in Form von Ablehnung);
  2. Begrenzung auf soziale Situationen mit klar definierten geschlechtstypischen Rollen, zum Beispiel als Dominanz des Mannes und Unterordnung der Frau im hierarchisch strukturierten beruflichen Umfeld;
  3. Teil einer betont frauenfreundlichen Selbstdarstellung von Männern, allerdings nur bezogen auf bestimmte Frauentypen wie die Hausfrau, nicht etwa die Karrierefrau.

Sexismus als Bestandteil gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Meinung zur Stellung von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland 2003 [56][57]
Stimme … … überhaupt nicht zu … eher nicht zu … eher zu … voll und ganz zu Anzahl der Befragten
Die Diskriminierung von Frauen ist in Deutschland immer noch ein Problem 8,6 % 36,6 % 35,2 % 19,9 % 2690
Die jetzige Beschäftigungspolitik benachteiligt Frauen 7,7 % 34,6 % 35,6 % 22,1 % 2605
In Deutschland ist die Gleichstellung von Mann und Frau realisiert 4,5 % 34,5 % 41,7 % 19,2 % 2685

Eine Studie im Rahmen des Forschungsprojekts Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit untersuchte Einstellungen, die auf klassischen Sexismus und/oder auf modernen Sexismus schließen lassen.

Eine Studie (2001), die von dem modernen Sexismus ausging, untersuchte Frauen und Männer als Betroffene von zwischenmenschlichem Sexismus. Es zeigte sich, dass Männer vor allem von Rollenzuschreibungen betroffen sind. Im Gegensatz zu den Frauen gab jedoch keiner der befragten Männer an, sich ernsthaft davon betroffen zu fühlen, auf einen (geschlechtsspezifischen) Objektstatus reduziert zu werden.[58]

Weitere Erhebungen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 schrieb die Studie „Vom Rand zur Mitte“[59] im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, bei der 2620 Frauen (54 %) und 2252 Männer (46 %) befragt wurden,[60] die explizit sexistische Einstellung gegenüber Frauen sei in Westdeutschland größer als in Ostdeutschland.[61] So unterstützen 43 % in Westdeutschland, aber nur 25 % in Ostdeutschland die Aussage: „Die Frau soll sich wieder mehr auf ihre Rolle als Ehefrau und Mutter besinnen“.[62]

Das Forschungsprojekt der Universität BielefeldGruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ erhob von 2002 bis 2012 jährlich neben anderen Abwertungen von Gruppen auch die Abwertung von Frauen unter dem Stichwort „Klassischer Sexismus“. Dieses Phänomen bezog sich auf geschlechtsdiskriminierende Vorstellungen. So sollten sich Frauen nach der Auffassung von 28,5 % der Befragten im Jahr 2007 wieder auf die „angestammte“ Rolle der Ehefrau und Mutter besinnen (2002: 29,4 %; 2004: 29,3 %); 18 % stimmten 2007 der Aussage zu, es solle für eine Frau wichtiger sein, ihrem Mann bei seiner Karriere zu helfen, als selbst Karriere zu machen (2004: 15,6 %).

Mit Bezug auf Frauen in der Politik thematisierte 2014 die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Ausmaß an Drohungen und Belästigungen, wie sie in Deutschland vor allem im Internet, aber auch in persönlich adressierter Korrespondenz und telefonisch, gegen einzelne Politikerinnen gerichtet werden.[63]

Sexismus im Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen sind im Internet weiterhin marginalisiert und unterrepräsentiert. Sexistische Angriffe auf Frauen im Internet finden als Cyberstalking, Cyber Harrassment (Belästigung) oder Cyber Bullying (Schikane) statt. Eine Studie von 2005 geht davon aus, dass 40 Prozent der Internetnutzerinnen Erfahrungen mit sexistischen Angriffen haben. Dazu gehören u. a. Aufrufe zu Gewalt an Frauen und Androhung von Vergewaltigung, die Veröffentlichung von Wohnadressen, von retuschierten Bildern sowie technische Eingriffe in die Blogs und Webseiten von Frauen. Der tatsächliche Umfang von Online-Sexismus ist nur schwer zu ermitteln. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher, da viele Fälle nicht angezeigt werden.[64]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietrich Becker-Hinrichs, Renate Wanie: Sexismus in politischen Gruppen. 1991, ISBN 3-930010-00-3.
  • Angela Davis: Rassismus und Sexismus. Schwarze Frauen und Klassenkampf in den USA. Elefantenpress, Berlin 1982, ISBN 3-88520-093-7.
  • Thomas Eckes: Geschlechterstereotype: von Rollen, Identitäten und Vorurteile. In: Ruth Becker, Beate Kortendieck (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14278-X.
  • Annegret Friedrich: Projektionen. Rassismus und Sexismus in der visuellen Kultur. Jonas-Verlag, Marburg 1997, ISBN 3-89445-217-X.
  • Monika Gerstendörfer: Sine laude! Sexismus an der Hochschule. Glühwurm-Team, Metzingen 1994, ISBN 3-929982-02-1.
  • Ignacio L. Götz: The culture of sexism. Westport (Conn.) 1999, ISBN 0-275-96566-X.
  • Marielouise Jurreit: Sexismus. Über die Abtreibung der Frauenfrage. München 1976, ISBN 3-446-12273-7.
  • Ruth Köppen: Armut und Sexismus. Elefantenpress, Berlin 1994, ISBN 3-88520-512-2.
  • Anja Meulenbelt: Scheidelinien. Über Sexismus, Rassismus und Klassismus. Rowohlt, Reinbek 1988, ISBN 3-498-04316-1.
  • Kate Millett: Sexus und Herrschaft: die Tyrannei des Mannes in unserer Gesellschaft. (Originaltitel: Sexual Politics.) Kiepenheuer und Witsch, Köln 1982, ISBN 3-462-01552-4.
  • Christina Mundlos: Mütter unerwünscht. Mobbing, Sexismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz. Mit einem Geleitwort von Rita Süssmuth. Tectum Verlag, Marburg 2017, ISBN 978-3-8288-3843-7.
  • Gudrun Salmhofer (Hrsg.): Sexismus. Übergriffe im Alltag. Studien Verlag, Innsbruck 2004, ISBN 3-7065-4005-3, (Rezension bei literaturkritik.de)
  • Herrad Schenk: Geschlechtsrollenwandel und Sexismus. Zur Sozialpsychologie geschlechtsspezifischen Verhaltens. Beltz Verlag, Weinheim 1979, ISBN 3-407-54546-0.
  • Clarice Stasz Stoll (Hrsg.): Sexism. Scientific Debates. Addison Wesley, Reading (Mass.) 1973.
  • Elisabeth Young-Bruehl (Hrsg.): Freud on Women: A Reader. Norton, 1992, ISBN 0-393-30870-7. (englisch)
  • Annegret Stopczyk: Muse, Mutter, Megäre – Was Philosophen über Frauen denken. Herausgegeben und neu überarbeitet, mit einem Nachwort von Annegret Stopczyk. Aufbau-Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-7466-1278-0.
  • Gregor Schuhen: Der Anti-Herrenwitz oder: Gibt es Sexismus gegen Männer? Universität Siegen, 2013 (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Sexismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Eckes: Geschlechterstereotype: Von Rollen, Identitäten und Vorurteilen. In: Ruth Becker: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. 3. Auflage, Wiesbaden VS Verlag für Sozialwissenschaft, 2010, S. 183.
  2. a b c d Julia C. Becker: Subtile Erscheinungsformen von Sexismus. In: APUZ. 2014, abgerufen am 17. Oktober 2017.
  3. Daniel J. Siegel: Pauline Leet - She Defined "Sexist". In: The Wise Legacy: How One Professor Transformed the Nation. 2015, S. 54–57.
  4. Fred R. Shapiro: Historical Notes on the Vocabulary of the Women's Movement. In: American Speech. Band 60, Nr. 1, 1985, S. 3–16.
  5. Pauline M. Leet: Women and the Undergraduate. In: Student-Faculty Forum at Franklin and Marshall College, Lancaster (PA). Lancaster (PA) 18. November 1065.
  6. Caroline Bird: On Being Born Female. In: Vital Speeches of the Day. 15. November 1965, S. 88–91.
  7. Thomas Eckes: Geschlechterstereotype: von Rollen, Identitäten und Vorurteile, Kapitel: Sexismus. In: Ruth Becker, Beate Kortendieck (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, S. 170 f.
  8. Sex. In: Duden. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  9. -ismus. In: Duden. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  10. Luise F. Pusch: Gender - wer braucht es und wozu? In: Die Eier des Staatsoberhaupts: Und andere Glossen. Göttingen 2008, S. 43.
  11. Iris Six-Materna: Sexismus. S. 121–130 in: Lars-Eric Petersen, Bernd Six (Hrsg.): Stereotype, Vorurteile und soziale Diskriminierung. Theorien, Befunde und Interventionen. Weinheim, Basel: Beltz Verlag. 2008.
  12. Todd D. Nelson: The Psychology of Prejudice. 2nd edition, Pearson, Boston 2006
  13. Ronny Werner, Gernot von Collani: Eine deutsche Skala zu ambivalent – sexistischen Einstellungen (Hostilität und Benevolenz) gegenüber Männern (ASEM).
  14. Thomas Eckes, Iris Six-Materna: Leugnung von Diskriminierung: Eine Skala zur Erfassung des modernen Sexismus. In: Zeitschrift für Sozialpsychologie. 29, S. 224–238.
  15. Peter Glick, Susan Fiske: Hostile and Benevolent Sexism Measuring Ambivalent Sexist Attitudes Toward Women, Psychology of Women Quarterly, March 1997, Vol. 21 no. 1, S. 119–135. doi:10.1111/j.1471-6402.1997.tb00104.x.
  16. Glick/Fiske eta.: Beyond prejudice as simple antipathy: Hostile and benevolent sexism across cultures, Journal of Personality and Social Psychology, 79/2000. S. 763
  17. Gleichstellungsseite der Alice-Salomon-Fachhochschule: Was ist Sexismus? (Memento vom 12. Februar 2009 im Internet Archive)
  18. Eva Fels, Dagmar Fink: Was ist Sexismus?
  19. Ina Kerner: Differenzen und Macht: Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus. Frankfurt a.M. 2009, S. 169.
  20. a b c d Charlotte Diehl, Jonas Rees, Gerd Bohner: Die Sexismus-Debatte im Spiegel wissenschaftlicher Erkenntnisse. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. 2014, abgerufen am 17. Oktober 2017.
  21. Herrad Schenk: Die feministische Herausforderung. 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland. München 1977, S. 162 ff.
  22. Ute Planert: Antifeminismus im Kaiserreich. Diskurs, soziale Formation und politische Mentalität. Göttingen 1998, S. 12.
  23. Bernd Maelicke (Hrsg.): Lexikon der Sozialwirtschaft. Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2511-6; Heinz Schreckenberg: Erziehung, Lebenswelt und Kriegseinsatz der deutschen Jugend unter Hitler. Münster/ Hamburg/ London 2001, ISBN 3-8258-4433-1, S. 197; Irmgard Maya Fassmann: Jüdinnen in der deutschen Frauenbewegung 1865–1919. Hildesheim/ Zürich/ New York 1996, ISBN 3-487-09666-8, S. 115.
  24. Anja Schüler: Sexism. In: William A. Darity, Jr (Hrsg.): International Encyclopedia of the Social Sciences. 2. Auflage. 2008, S. 473 f.
  25. Frank N. Magill (Hrsg.): International Encyclopedia of Sociology. London 1995, S. 1541.
  26. Colette Guillaumin: Racism, Sexism, Power and Ideology. London 1995.
  27. Lenora Fulani: The Psychopathology of Everyday Racism and Sexism. New York 1988.
  28. Clint C Wilson II, Felix Gutierrez, Lena Chao: Racism, Sexism, and the Media. The Rise of Class Communication in Multicultural America. Thousand Oaks CA 2003.
  29. Nancy Chodorow: The Reproduction of Motherin. Psychoanalysis and The Sociology of Gender. Berkeley 1978.
  30. Elisabeth Young-Bruehl: The Anatomy of Prejudices. Cambridge, Mass 1996.
  31. Rolf Pohl: Feinbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen. Hannover 2004.
  32. Rolf Pohl: Gibt es eine Krise der Männlichkeit? Weiblichkeitsabwehr und Antifeminismus als Bausteine der hegemonialen Männlichkeit. In: Vortrag zum Frauenempfang im Rathaus Nürnberg am 26.3.2015. 2015, abgerufen am 27. Oktober 2017.
  33. Michael Meuser: Geschlecht und Männlichkeit: Soziologische Theorie und kulturelle Deutungsmuster. 3. Auflage. Wiesbaden 2010.
  34. Ute Frevert: Die Politik der Demütigung. Schauplätze von Macht und Ohnmacht. Frankfurt am Main 2017.
  35. Ina Kerner: Differenzen und Macht: Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus. Frankfurt a.M. 2009.
  36. Horst Herrmann: Begehren, was man verachtet. Männer haben Angst vor Frauen. Münster 2003.
  37. Michael Kimmel: Angry White Men. American Masculinity at the End of an Era. New York 2013.
  38. Käthe Schirmacher: Der Sexualismus in der Sprache. In: Helene Stöcker (Hrsg.): Mutterschutz, Zeitschrift zur Reform der sexuellen Ethik. 1907.
  39. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. Reinbek bei Hamburg 1968.
  40. Nora Räthzel: Rassismustheorien: Geschlechterverhältnisse und Feminismus. In: Ruth Becker, Beate Kortendieck (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004.
  41. Herrad Schenk: Geschlechterrollenwandel und Sexismus. Zur Sozialpsychologie geschlechtsspezifischen Verhaltens. Beltz Verlag, Weinheim/ Basel 1979, S. 128 f.
  42. In: Leslie B. Tanner: Voices from Women’s Liberation. New York Januar 1971, S. 114 f. (Hervorhebung im Original)
  43. Clarice Stasz Stoll (Hrsg.): Sexism. Scientific Debates. Addison Wesley, Reading, Mass. 1973.
  44. Herrad Schenk: Geschlechterrollenwandel und Sexismus. 1979, S. 129.
  45. Hessischer Rundfunk, Wie Waltraud Schoppe vor 30 Jahren den Bundestag schockierte [1]
  46. Florence Hervé, Elly Steinmann, Renate Wurms: Das Weiberlexikon. Von A wie Akteurin bis Z wie Zyklus. München 1995, S. 443.
  47. Marie-Louise Janssen-Jurreit: Sexismus. Über die Abtreibung der Frauenfrage. München 1976, S. 702.
  48. Anja Meulenbelt: Scheidelinien. Über Sexismus, Rassismus und Klassismus. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1998.
  49. Angela Davis: Rassismus und Sexismus. Schwarze Frauen und Klassenkampf in den USA. Elefantenpress, Berlin 1982.
  50. Arthur Brittan, Mary Maynard: Sexism, Racism and Oppression. Oxford 1984.
  51. Anja Meulenbelt: Scheidelinien. Über Sexismus, Rassismus und Klassismus. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1998, S. 41.
  52. a b Janet T. Spence, Eugene D. Hahn: The Attitudes Towards Women Scale and Attitude Change in College Students. In: Psychology of Women Quarterly, Band 21, 1997, S. 17–34. Zitiert nach: Thomas Eckes: Geschlechterstereotype: Von Rollen, Identitäten und Vorurteilen. In: Ruth Becker: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. 3. Auflage, Wiesbaden VS Verlag für Sozialwissenschaft, 2010, S. 183.
  53. Janet K. Swim, Kathryn J. Akin, Wayne S. Hall, Barbara A. Hunter: Sexism and Racism: Oldfashioned and Modern Prejudices. In: Journal of Personality and Scial Psychology. 68, (1995) S. 199–214.
  54. Francine Tougas, Rupert Brown, Ann M. Beaton, Stéphane Joly: Neosexism. Plus ca change, plus c'est pareil. In: Personality and Social Psychology Bulletin. 21 (1995), S. 842–849.
  55. a b c Thomas Eckes: Geschlechterstereotype: Von Rollen, Identitäten und Vorurteilen. In: Ruth Becker: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. 3. Auflage, Wiesbaden VS Verlag für Sozialwissenschaft, 2010, S. 184.
  56. Kirsten Endrikat: Ganz normaler Sexismus. Reizende Einschnürung in ein Rollenkorsett. In: Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.): Deutsche Zustände. Band 2, edition suhrkamp, 2003, S. 124.
  57. Die Aussagen in der Tabelle sind der Skala zur Erfassung des modernen Sexismus entnommen: Thomas Eckes, Iris Six-Materna: Leugnung von Diskriminierung: Eine Skala zur Erfassung des modernen Sexismus., Band 29, 1998, S. 224–238. In: Zeitschrift für Sozialpsychologie, Band 29, Zitiert nach: Thomas Eckes: Geschlechterstereotype: Von Rollen, Identitäten und Vorurteilen. In: Ruth Becker: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. 3. Auflage, Wiesbaden VS Verlag für Sozialwissenschaft, 2010, S. 178.
  58. Janet K. Swim, Lauri L. Hyers, Laurie L. Cohen, Melissa J. Ferguson: Everyday Sexism: Evidence for Its Incidence, Nature, and Psychological Impact From Three Daily Diary Studies – Statistical Data Included. In: Journal of Social Issues. Spring 2001. (online)
  59. Oliver Decker, Elmar Brähler: Vom Rand zur Mitte – Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland. (PDF; 749 kB) 2006.
  60. Decker, Brähler: Vom Rand zur Mitte. 2006, S. 30.
  61. Decker, Brähler: Vom Rand zur Mitte. 2006, S. 67 f.
  62. Decker, Brähler: Vom Rand zur Mitte. 2006, S. 69 f.
  63. Sexismus im Internet. Geh doch zu Hause du alte Sch... F.A.Z., 6. September 2014, abgerufen am 14. September 2014.
  64. L. M. Tanczer: Post, Gender, Internet?, in: Clara Landner et.a. (Hrsg.): "Netzpolitik in Österreich". Internet. Macht. Menschenrechte, Internet & Gesellschaft Co:llaboratory, Abschlussbericht Juni 2013, ISBN 978-3-902505-33-0, S. 55f. (pdf)