Sexualität des Menschen

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Der erste Kuss von Adam und Eva (Gemälde von Salvador Viniegra, 1891)

Die Sexualität des Menschen ist im weitesten Sinne die Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Emotionen und Interaktionen von Menschen in Bezug auf ihr Geschlecht. Die Humanbiologie betrachtet menschliche Sexualität hinsichtlich ihrer Funktion bei der Neukombination von Erbinformationen im Rahmen der geschlechtlichen Fortpflanzung. Im Zentrum stehen dabei menschliche Geschlechtsunterschiede zwischen Mann und Frau. Im sozio- und verhaltensbiologischen Sinn umfasst die Sexualität des Menschen die Formen dezidiert geschlechtlichen Verhaltens zwischen Sexualpartnern. Das Sexualverhalten des Menschen hat – wie das vieler Wirbeltiere – über Fortpflanzung und Genomaustausch hinaus zahlreiche Funktionen im Sozialgefüge einer Population. Aus der Perspektive der Psychologie kann die Sexualität mit verschiedenen Betrachtungsweisen behandelt werden. Sexualität dient hierbei als primäres Motiv für menschliches Verhalten, sie hat eine instrumentelle Funktion (Reproduktion und Aufrechterhaltung von Beziehung/der Selbstbestätigung) und steht in Interaktion mit emotionalen Zuständen.[1]

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

“Sexuality is a central aspect of being human throughout life and encompasses sex, gender identities and roles, sexual orientation, eroticism, pleasure, intimacy and reproduction. Sexuality is experienced and expressed in thoughts, fantasies, desires, beliefs, attitudes, values, behaviours, practices, roles and relationships. While sexuality can include all of these dimensions, not all of them are always experienced or expressed. Sexuality is influenced by the interaction of biological, psychological, social, economic, political, ethical, legal, historical, religious and spiritual factors”

„Sexualität ist ein zentraler Aspekt des Menschseins über die gesamte Lebensspanne hinweg, der das biologische Geschlecht, die Geschlechtsidentität, die Geschlechterrolle, sexuelle Orientierung, Lust, Erotik, Intimität und Fortpflanzung einschließt. Sie wird erfahren und drückt sich aus in Gedanken, Fantasien, Wünschen, Überzeugungen, Einstellungen, Werten, Verhaltensmustern, Praktiken, Rollen und Beziehungen. Während Sexualität all diese Aspekte beinhaltet, werden nicht alle ihre Dimensionen jederzeit erfahren oder ausgedrückt. Sexualität wird beeinflusst durch das Zusammenwirken biologischer, psychologischer, sozialer, wirtschaftlicher, politischer, ethischer, rechtlicher, religiöser und spiritueller Faktoren.“

WHO: Defining sexual health. Report of a technical consultation on sexual health, 28–31 January 2002[2]

Die Sexualität des Menschen ist Gegenstand der Sexualwissenschaft. Auch die meisten Humanwissenschaften befassen sich mit dem Thema der menschlichen Sexualität. Besonders medizinische, psychologische, soziale und kulturelle Faktoren werden dabei als bedeutend für die Sexualität des Menschen betrachtet. Sexualität wird zu den menschlichen Grundbedürfnissen gezählt, und zwar sowohl in physiologischer als auch in sozialer Hinsicht.

Biologische Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung eines durch Hormone gesteuerten Systems war ein wichtiger Schritt zur Herausbildung sexueller Verhaltensweisen. Neben der Fortpflanzung mittels Austausch von Erbinformationen hat geschlechtlicher Verkehr bei höheren Organismen teils auch eine soziale Bedeutung, insbesondere bei den Primaten wie dem Menschen.

Als evolutionärer Grund für die sexuelle Reproduktion werden Fitnessvorteile gegenüber der ungeschlechtlichen Vermehrung als sehr wahrscheinlich angenommen. Die Durchmischung der Gene würde demnach zum Beispiel eine Reduktion des Risikos nachteiliger Mutationen sowie die Reduktion der Anfälligkeit für Infektionskrankheiten bewirken.[3]

Bei allen Säugetieren besteht das Sexualverhalten aus einer Abfolge von Aktionen und Reaktionen der Sexualpartner, die sich jeweils „sehr spezifisch gegenseitig verstärken. […] Das bedeutet, daß unter anderem das Sexualverhalten dieser Tiere nicht ‚instinktiv‘ ist, das heißt, nicht ausschließlich aus ihnen selbst heraus bestimmt.“[4] Vielmehr ist das Sexualverhalten dieser Tiere – und insbesondere der Menschenaffen – „in hohem Maß von Übung und Erfahrung“ abhängig. „Menschen ist die Fähigkeit zu bestimmten grundlegenden sexuellen Reaktionen angeboren, sie sind aber nicht spezifisch auf Paarung ‚programmiert‘. Sie sind daher fast ganz auf Beobachtung und Erfahrung angewiesen. Ihr Sexualverhalten ist außerordentlich variabel“.[5]

Während Emotionen wie Angst und Furcht sowie Traurigkeit und Melancholie heute bereits durch pharmazeutische Therapien beeinflusst werden können, sind die neurobiologischen und physiologischen Grundlagen der Emotion Liebe noch weitgehend unverstanden.[6]

Während man früher annahm, dass sich die Sexualität des Menschen erst mit der Pubertät entwickelt, gilt es heute als anerkannt, dass der Mensch schon als Kind sexuelle Regungen hat (siehe auch: kindliche Sexualität).[7]

Studien zeigen, dass sexuelle Handlungen in geringer Intensität (z. B. Küssen) bei Jugendlichen beiden Geschlechtes relativ häufig stattfinden. Es gibt widersprüchliche Befunde zu den Geschlechterunterschieden in der sexuellen Fluidität. Viele (vor allem) ältere Studien fanden, dass Mädchen häufiger von fluiden Anziehungen berichteten als Jungs. Diese Befunde konnten jedoch nicht immer gefunden werden.[8]

Sexualität und Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sexualität des Menschen und die Sexualmoral beeinflussen seine Psyche, seine persönliche Entwicklung, die Formen seines Zusammenlebens und die gesamte Sozialstruktur, also die Kultur und Gesellschaft, in der er lebt. Das Sexualverhalten des Menschen weist eine Vielzahl sexueller Orientierungen auf.[9] Dazu gehören neben der Heterosexualität, bei der der Sexualtrieb (siehe auch Begierde) auf das andere Geschlecht gerichtet ist, die Homosexualität und die Bisexualität, bei der sich das Interesse überwiegend oder auch auf das gleiche Geschlecht richtet. Bei der Asexualität besteht hingegen kein Verlangen nach Sex im Allgemeinen. Die Pansexualität als Begehren unabhängig vom Geschlecht ist im queeren Verständnis einzuordnen (siehe Queer-Theorie).

Da die gesellschaftliche Akzeptanz sexueller Präferenzen Veränderungen im Laufe der Zeit unterliegen, ändern sich Grenzen zwischen den gesellschaftlich legitimen bzw. legalen und den als schädlich eingeschätzten sexuellen Verhaltensweisen.[10]

Die Sexualität der Gesellschaft ist in den letzten Dekaden sowohl von einer Intimisierung und Privatisierung als auch Massenmedialisierung und Kommerzialisierung geprägt. Eine grundlegende Umwälzung sozialer Verhältnisse durch eine Befreiung der Sexualität ist aktuell nicht zu erwarten.[11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jungsteinzeitliche Venusfigurinen wie die Venus von Willendorf gelten als Ausdruck frühen menschlichen Geschlechtsbezugs.

Viele archäologische Funde – wie die Venus von Willendorf – zeugen davon, dass die Beschäftigung mit der Sexualität schon früh Teil der menschlichen Kultur war. Ihr Stellenwert lässt sich an der übergroßen Darstellung und Einfärbung von Geschlechtsteilen der historischen Artefakte erkennen. Vulva- und phallusartige Steinsetzungen können als Zeichen der Verehrung von Geschlechtsorganen interpretiert werden.

Eine These ist, dass sich durch die Neolithische Revolution das Verhältnis des Menschen zur Sexualität geändert haben könnte. Es wird in diesem Zusammenhang darüber spekuliert, dass die Versorgung und Pflege von Kindern nur dann lohnend sei, wenn es sich um den eigenen, genetisch verwandten Nachwuchs handelt. Außerdem soll der Umstand eine Rolle gespielt haben, dass die Frau eine verdeckte Befruchtung hat, da der Mann nicht im Nachhinein kontrollieren konnte, ob er der Erzeuger der Kinder war. Daher sei die weibliche Sexualität mit Tabus und Verboten belegt worden. Nicht erklärt werden kann damit, warum auch alle anderen Formen der Sexualität mit Tabus und Verboten verbunden werden.

Altertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in Altertum und Antike ist das Verhältnis zur Sexualität je nach Kultur und Epoche äußerst unterschiedlich. Von einigen Hochkulturen (z. B. Griechenland) ist bekannt, dass Prostitution und offene Homosexualität in ihnen gesellschaftsfähig waren.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchmalerei im Tacuinum sanitatia, um 1500

Nur dem Vergnügen dienende Sexualität galt im Mittelalter als Sünde. Ausnahmen gab es bei Leiden an bestimmten Krankheiten, zu deren Therapie Ärzte (oder Literatur wie das Hausbuch Tacuinum sanitatis) den Beischlaf verordneten.[12] Die Moral der christlichen Kirche ist seit dem Mittelalter zunehmend sexualfeindlich geprägt; Sexualität soll ausschließlich der Zeugung von Kindern dienen. Wollust wurde zu den Todsünden gerechnet, und Homosexualität als abartig krankhaft und widernatürlich eingestuft. Eine rigide Einhaltung der Keuschheit wurde propagiert, und die Sexualität in den Nimbus des Diabolischen gestellt. Ähnliche Entwicklungen finden sich – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung – im Islam.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während im spätmittelalterlichen Europa und in bestimmten Phasen der frühen Neuzeit – von den mittelalterlichen Badehäusern bis zu den absolutistischen Höfen – recht ungezwungene Sitten herrschten, breiteten sich erst mit dem Puritanismus und den Moralvorstellungen des viktorianischen England oder wilhelminischen Deutschland repressive Moralvorstellungen aus, mit denen man der Sexualität insgesamt misstrauisch gegenüberstand. Sie wurde z. B. als animalisch, roh und gefährlich angesehen, da sie die Grenzen der Vernunft zu sprengen drohte. Insbesondere in diesen Zeiten wurde der Frau keine selbstbestimmte Ausübung ihrer Sexualität zugestanden.

Moderne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustave Courbet: Der Schlaf, 1866; erotische Darstellungen als Vorläufer von Pornografie

Im 19. Jahrhundert setzte eine massive Sexualerziehung ein, die vor allem an junge Männer adressiert war. In Handbüchern wie The Young Man’s Guide (William Andrus Alcott, 1833) und Lecture to Young Men on Chastity (Sylvester Graham, 1834) wurden diese eindringlich vor den vermeintlichen gesundheitsschädlichen Folgen der Masturbation, aber auch vor homosexuellen Handlungen gewarnt.

Sigmund Freud[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von wichtiger wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung ist das Konzept der Triebtheorie, das der Wiener Arzt und Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte. Dieses Konzept sah die Psyche und die Entwicklung des Menschen zu einem erheblichen Teil von dem Sexualtrieb bestimmt. Freud beschrieb den Sexualtrieb zwar als biologisch begründet, erforschte ihn aber hauptsächlich in seiner psychologischen Ausprägung.

Die psychologische Erscheinungsform des Sexualtriebes bezeichnete er als Libido. Dieses Konzept spielte in der „klassischen“ Psychoanalyse eine wesentliche Rolle, da man dort annimmt, dass die psychische Entwicklung des Kindes erheblich durch seine Sexualität beeinflusst wird. Erhebliche Störungen in der psychosexuellen Entwicklung können zu Neurosen und Psychosen führen. Ganz im Gegensatz zu den kirchlichen Kritikern, die in der Entstehungszeit der Psychoanalyse, Freud vorwarfen, er würde Pansexualismus und Unzucht fördern und zur Verrohung der Sitten beitragen, sah Freud die reine Anerkennung der individuellen Sexualität als Merkmal für psychische Gesundheit. Hierbei muss die Sexualität nicht ausgelebt werden. Auch wurde Freuds frühes und später verworfenes Konzept der Katharsis als Aufruf zur sexuellen Aktivität missverstanden. Freud legte durch seine enge Verknüpfung der Sexualität und der psychischen Entwicklung auch den Grundstein zur psychologischen Untersuchung der Perversionen, die heute als Paraphilien bezeichnet werden. Paraphilien bezeichnen sexuelles Verhalten, welches von der Norm abweicht.

Mit Freuds Psychoanalyse entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Vorstellungen der Rolle von Sexualität: Sie sei ein natürlicher Trieb, ihre Auslebung befreiend, notwendig und positiv, ihre Unterdrückung hingegen erzeuge Neurosen.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht nur hinsichtlich Freud gilt das 20. Jahrhundert als das Jahrhundert der sexuellen Revolution(en).[13] So machte etwa zu Beginn des Jahrhunderts Magnus Hirschfeld in Deutschland durch seine Forderungen nach Straffreiheit für Homosexuelle auf sich aufmerksam. Er gründete in Berlin das weltweit erste Institut für Sexualwissenschaft.

Im Jahre 1917 hatte Richard Oswald den Aufklärungsfilm über Geschlechtskrankheiten Es werde Licht! im Auftrag des deutschen Kriegsministeriums gedreht. Allein dieser Film hatte drei Folgen. 1919 brachte Oswald das Problem Homosexualität und Erpressung in einer kriminalistischen Handlung unter: Anders als die Andern. Weil vom Ende des Ersten Weltkrieges bis 1920 keine Filmzensur in Deutschland existierte, folgte 1919 auf die Welle der „Aufklärungsfilme“ die der eigentlichen „spekulativen Sexfilme“, damals noch „Sittenfilme“ genannt. In den 1960er-Jahren wiederholte sich diese kommerziell-gesellschaftliche Entwicklung auf eine ähnliche Weise.

Seit den 1930er-Jahren ermöglichten Antibiotika erstmals eine effektive Behandlung übertragbarer Geschlechtskrankheiten, sodass das Argument, sexuelle Freizügigkeit werde mit unheilbarer Krankheit „bestraft“, von nun an immer mehr an Bedeutung verlor.

Nach Untersuchungen der US-amerikanischen Historikerin Dagmar Herzog war die Haltung zur Sexualität während des Nationalsozialismus nicht etwa durchgehend repressiv, sondern „doppelbödig“ und teilweise liberal[14] – bei gleichzeitig starker Repression gegen Minderheiten:

„Kondome waren zugänglich, Vorschläge für bessere Orgasmen präsent, Freude an der Sexualität war erwünscht, die ganze Diskussion war eher sexpositiv eingestellt – für Nichthomosexuelle, Nichtbehinderte, Nichtjuden.“[15]

In den 1950er-Jahren folgte ein Wandel zu einer deutlich konservativeren Einstellung. Bis in die 1960er hinein blieb eine oftmals als bigott angesehene Moral vorherrschend. So galten z. B. Zimmerwirte als Kuppler, wenn sie unverheirateten Paaren gemeinsame Schlafräume vermittelten. Sexualität war ein Tabu-Thema, über das in der Öffentlichkeit nicht gesprochen wurde. Erst die Welle der sexuellen Befreiung der 68er führte – zusammen mit der Aufklärungsliteratur (wie der von Shere Hite) und den Aufklärungsfilmen – zu neuem Nachdenken über die sexuelle Lust.

Mit der zunehmenden Enttabuisierung der Sexualität rückte dieses Thema zunehmend in den Blickpunkt der Wissenschaft. Alfred Charles Kinsey erforschte ab den 1940er-Jahren das menschliche Sexualverhalten und stellte seine Erkenntnisse in den sogenannten Kinsey-Reports dar, die aufgrund ihrer Ergebnisse heftige Kontroversen auslösten. Die Erforschung der Sexualität und auch der sexuellen Störungen, die heute als behandlungsbedürftig angesehen werden, geht vor allem auf die Pioniere Masters und Johnson zurück, welche sich als Forscherduo der Sexualität widmeten. Helen Singer Kaplan entwickelte in den 1970ern die Sexualtherapie.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgehend von der durch die sexuellen Revolution veränderte Sexualmoral wird die sexuelle Selbstbestimmung mehr und mehr zum Leitgedanken. Zahlreiche sexuelle Praktiken, Beziehungsformen (beispielsweise Partnerschaften, offene Beziehungen oder polyamore Beziehungen) und sexuelle Orientierungen sind zunehmend sozial akzeptiert oder wenigstens geduldet, solange Einverständnis zwischen den (erwachsenen) Beteiligten besteht, die Vorgaben des Strafrechts eingehalten und keine Dritten potentiell geschädigt oder belästigt werden.

Die neosexuelle Revolution postuliert den gegenwärtigen Wandel der kulturellen Sexual-, Intim- und Geschlechtsformen, die sich den alten Vorurteilen und Theorien ebenso entziehen wie den alten Ängsten und Lüsten. Grundsätzlich sei die hohe symbolische Bedeutung, die die Sexualität am Ende der sechziger Jahre hatte, in den letzten Jahrzehnten wieder reduziert worden. Heute werde die Sexualität nicht mehr mit einer Mächtigkeit ausgestattet, die nach den Vorstellungen der damaligen Theoretiker eine ganze Gesellschaft hätte stürzen können. Heute sei das Sexuelle nicht mehr die große Metapher des Rausches und des Glücks. Von diesen Verheißungen sei heute keine Rede mehr. Heute sei die Sexualität banal wie die Mobilität. Ihre permanente und übertriebene kulturelle Inszenierung zerstreue offenbar wirksamer als alle Unterdrückungen das Begehren.[16][17][18]

Laut Michel Foucault bildet Sexualität ein „pathologisches Gebiet“. Sexualität wird dadurch zugänglich für Kontrolle und Regulierung und für eine Unterscheidung von „normaler“ und „abweichender“ Sexualität. Damit ist es möglich, Sexualität für Institutionen wie die Wissenschaft und Medizin und ihren Experten zugänglich zu machen. Zwischen dem Experten und dem Individuum besteht eine Machtbeziehung. Die Differenzierung in „abweichend“ bietet die Möglichkeit des Eingriffs – z. B. durch Therapie – auf die Sexualität.[19]

Durch den Wegfall von wirtschaftlichen Zwängen entstünden nach dem Soziologen Anthony Giddens neue Beziehungsformen, die „reinen Beziehungen“. Sexualität sei in diesen das Medium für Nähe, Austausch, Offenheit, Verständnis, sich gesehen und gemeint fühlen. Reine Beziehungen bestünden nur, solange sie emotional und sexuell befriedigend sind.[20]

Die Queer-Theorie (englisch queer theory) ist eine seit Anfang der 1990er Jahre in den USA entwickelte Kulturtheorie, die den Zusammenhang von biologischem Geschlecht (englisch sex), sozialem Geschlecht (englisch gender) und sexuellem Begehren (englisch desire) kritisch untersucht. Die Queer-Theorie geht davon aus, dass die geschlechtliche und die sexuelle Identität durch Handlungen erzeugt werden (Doing Gender/Undoing Gender)[21] und versucht sexuelle Identitäten, Machtformen und Normen zu analysieren und zu dekonstruieren.[22]

Psychologische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sexualität wurde hinsichtlich verschiedener psychologischer Aspekte untersucht. Man kann Sexualität aus psychophysiologischen und entwicklungspsychologischen Blickwinkeln betrachten. Außerdem können Aspekte des sexuellen Erlebens und Verhaltens vor dem Hintergrund von Persönlichkeitsmerkmalen und Geschlechterunterschieden differentialpsychologisch sowie im Kontext sozialpsychologischer Einflussfaktoren betrachtet werden. Auch die klinische Sexualforschung untersucht eine breite Palette von sexuellen Störungen.[23]

Sexualität in der Entwicklungspsychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sexualität wurde hinsichtlich der Entwicklungspsychologie in seinen Anfängen durch Freud bestimmt, mit seiner Theorie der Psychoanalyse.[24] Diese, auf Trieben aufbauende Theorie später mehrfach revidiert und ergänzt und hat heutzutage in der Psychologie, wenn überhaupt, nur noch einen heuristischen Wert. Mittlerweile bietet die empirische Entwicklungspsychologie einen Umfang an überprüfbaren Befunden.

Entwicklung der Sexualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon bei Kindern können autoexploratorische und soziosexuelle Verhaltensweisen wie z. B. Zeigen und Anschauen des Genitales, Einführung von Gegenständen in Vagina und Anus beobachtet werden. Die Sexualentwicklung im Jugendalter lässt sich in 3 überschneidende Phasen einteilen: die Präadoleszenz, die frühe und späte Adoleszenz.

Präadoleszenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Mädchen beträgt die Präadoleszenz die Jahre zwischen 10 und 12 und bei Jungen zwischen 11 und 13. Neben den physiologischen Veränderungen, wie z. B. das Wachstum von Schambehaarung und die Ausprägung von Geschlechtsorganen, kommt es zu einem Bedürfnis nach Wahrung der Intimität, des Öfteren verbunden mit einem Schamgefühl. Die Bezugsgruppe ist die gleichgeschlechtliche Peergroup.

Frühe Adoleszenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühe Adoleszenz liegt bei Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren und bei Jungen zwischen 13 und 15. Sie geht mit der ersten Menstruation bei Mädchen und mit der ersten Ejakulation bei Jungen einher. bei den Jungen beginnt nun die regelmäßige Masturbation und bei Mädchen das Brustwachstum. Abgesehen von der Peergroup wenn jetzt auch häufiger gegengeschlechtliche Kontakte gesucht. Erste Verabredungen und körperliche Annäherungen wie Küssen finden nun statt.

Späte Adoleszenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der späten Adoleszenz kann bei Mädchen von dem Zeitraum zwischen 14 und 17 Jahren Sprechen und bei Jungen von dem Zeitraum zwischen 15 und 18 Jahren. Beide Geschlechter erreichen nun die Fertilität. In dieser Phase entwickeln sich nun intime Beziehungen zwischen den Geschlechtern, wozu sexuelle Aktivitäten samt des erste Geschlechtsverkehrs zählen.

Psychosexuelle Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Körperliche und psychische Veränderungen, sowie durch Partnerschaft entstehende soziale Anforderungen, stellen Entwicklungsaufgaben für Jugendliche dar. Biologisch-konstitutionelle, psychische uns soziale Bedingungen nehmen hierbei Einfluss auf den Bewertungsprozess des Jugendlichen. Hierbei müssen Fragen zur sexuellen Präferenz, Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle, und ethischen Bewertung mehr oder weniger bewusst beantwortet und bewertet werden. Hierbei kann es vermehrt zu Schwierigkeiten kommen in Bezug auf das Scheitern bei sozio-sexuellen Erfahrungen wie Anbahnung von Partnerschaft und sexuellen Kontakten, aufgrund von Diskrepanzen im sexuellen Erleben oder des sexuellen Verhaltens, welche wesentlich für die Attribution des Jugendlichen sind und Einfluss auf seine sexuelle und psychische Gesundheit im Lebensverlauf nehmen können.

Entwicklung der sexuellen Präferenzstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Erhebung der Sexualpräferenz, die am ehesten sexuell erregenden Fantasien, gehören auch das konkrete sexuelle Verhalten, also welche sexuellen Handlungen die Person jemals durchgeführt hat zur Exploration der sexuellen Präferenzstruktur. Hieraus resultieren, zusammen mit sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen im Lebensumfeld der betreffenden Person, die Selbstdefinition der eigenen Sexualität auf der Ebene des Selbstkonzeptes. Die Sexuelle Präferenz ist jedem Menschen mehr oder weniger bewusst und entwickelt bzw. entfaltet sich im Verlauf der ersten beiden Lebensdekaden und bleibt dann ein Leben lang bestehen. Wie genau sich die Präferenzen entwickeln ist nicht ausreichend erforscht. Die sexuelle Präferenzstruktur manifestiert sich entlang von drei Achsen:

  1. Sexuelle Orientierung: Geschlecht des gewünschten Sexualpartners (männlich und/oder weiblich)
  2. Ausrichtung: Alter beziehungsweise Körperschema des gewünschten Sexualpartners (kindlich, jugendlichen, erwachsen, alt)
  3. Art/Typus des gewünschten Sexualpartners beziehungsweise Objektes und Modus der sexuellen Betätigung: Präferierte Art und weise sexueller Interaktion z. B. Initiative, Praktiken usw.

Dadurch bilden sich individuelle Erregungsmuster, die die größte Intensität an Lustgewinn ermöglichen. Allerdings führen Abweichungen von diesen Mustern zu weniger Lustintensität, egal wie sehr es sich der Betreffende wünscht. Abweichende Sexuelle Neigungen werden nicht als Krank oder behandlungsbedürftig angesehen, insofern weder andere noch man selbst gefährdet wird.[25]

Einflussfaktoren von Nicht Heterosexualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genetische Einflüsse von Sexualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe von Zwillingsstudien, bei denen man sich die genetische Varianz von monozygotischen Zwillingen (100 % genetische Übereinstimmung) und dizygotischen Zwillingen (50 % genetische Übereinstimmung) zunutze macht hat man versucht die Frage zu klären ob (Homo-)Sexualität genetisch vererbbar ist. Allerdings ist man hier auf einige Methodische Probleme gestoßen wie z. B. der Annahme, dass die Umwelt des Zwillingspaares zu 100 Prozent gleich ist oder die Art der Stichprobengewinnung, bei der ein möglicher Selektionsbias auftreten könnte. Bei neueren Studiendesigns mit verbesserten Methoden ist man zu dem Entschluss gekommen, dass die Sexuelle Orientierung zu 32 % von genetischen Faktoren, zu 25 % durch die familiäre Umwelt und zu 43 % durch die spezifische Umwelt bestimmt wird. Für die Vererbung von nicht-heterosexuellen genetischen Einflüssen gibt es einige theoretische Erklärungsansätze, für die aber noch keine abschließende Evidenz gefunden wurde.[26] In Studien in denen Genom-Scans durchgeführt wurden um Gene zur lokalisieren, die für die sexuelle Orientierung zuständig sind, wurden Evidenzen für bestimmte Marker auf dem 4,7,11,12 und 15 Chromosom gefunden.[27]

Hormonelle Einflüsse von Sexualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hormone gelten als großer Einfluss für die frühe Gehirnentwicklung, vor Allem die pränatale Entwicklung. Somit beeinflusse Hormone auch die sexuelle Orientierung. Das generelle Prinzip hierbei ist, dass große Mengen Androgene in der kritischen Phase zur Entwicklung von männlichen Sexualcharakteristika führt und somit die Abwesenheit von Androgenen zur Entwicklung von weiblichen Sexualcharakteristika. Bei einem als attraktiv wahrgenommenem Bild lässt sich eine erhöhte Aktivität im Thalamus und Präfrontalcortex feststellen. Bei homosexuelle Männern/ heterosexuellen Frauen bei männlichen Gesichtern und bei homosexuellen Frauen/ heterosexuellen Männern bei weiblichen Gesichtern. Hierbei werden ähnliche Strukturen, wie jene die bei räumlichen und verbalen Gehirnfunktionen beteiligt sind, aktiviert (mentale Rotation, räumliche Wahrnehmung und verbale Fertigkeiten). Außerdem lösen Attraktions-konforme Pheromone und geschlechterspezifische Gerüche eine erhöhte Hypothalamusaktivität aus. Der anteriore Hypothalamus ist hierbei entscheidend für das männliche Rollenverhalten. Postmortale Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Gehirnregion deutlich kleiner oder fehlend bei Frauen und homosexuellen Männern ist. Studien haben gezeigt, dass desto höher der Testosteronspiegel im Mutterleib ist, desto wahrscheinlicher ist die Attraktion für Frauen. Je höher der T-Spiegel ist, desto eher bringen die Mütter bi. oder homosexuelle Töchter zur Welt.[28] Ebenfalls hat sich herausgestellt, dass Cortisol mit den Sexualhormonen interferiert. Pränataler Stress erhöht also das Cortisollevel und somit die Wahrscheinlichkeit für Homosexualität.[29]

Einfluss der sozialen Umwelt auf Homosexualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt die Annahme, dass junge Menschen durch Homosexuelle zur Homosexualität geführt werden. Allerdings konnte dies nicht bestätigt werden, da erste homosexuelle Gedanken im Schnitt 3 Jahre vor der ersten gleichgeschlechtlichen Sexualerfahrung wahrgenommen werden. Ebenfalls bestand die Annahme, dass Homosexualität als Resultat von Schwierigkeiten mit der Beziehung zu den Eltern, insbesondere mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, zu verstehen ist. Auch diese Annahme konnte in der Forschung nicht bestätigt werden.[30] Man vermutet, dass gleichgeschlechtliche Sexualhandlungen von heterosexuellen Menschen als Ersatzhandlungen in ungewöhnlichen Situationen stattfinden, in denen lange nur mit gleichgeschlechtlichen Menschen gelebt wurde, wie z. B. Klöster und Haftanstalten etc. In diesem Fall spricht man von situativer Homosexualität. Allerdings gibt es für diesen Bereich nur wenig Forschung aufgrund von Stigmatisierung. Generell betrachtet sind biologische Ursachen für die sexuelle Orientierung wahrscheinlicher, da es in diesem Bereich stärkere Evidenz gibt wie Unterschiede bei Kindern, die noch nicht sozialen Einflüssen unterliegen und Unterschiede vor der Entwicklung der sexuellen Interessen.[31]

Einfluss sozialer Medien auf die sexuelle Entwicklung.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

42 % der 11- bis 13-Jährigen und 79 % der 14- bis 17-Jährigen gaben 2009 an, bereits mit pornografischen Inhalten in Berührung gekommen zu sein.[32] Dies ist insofern problematisch, da Pornographie oft ein realitätsfernes Bild von Sexualität darstellt, z. B. übersitzte Geschlechtsrollen und Objektifizierung der Frau. Außerdem kann Pornographie das Selbstkonzept, quantitativ z. B. mit dem Aussehen der Geschlechtsorgane und qualitativ z. B. mir der Dauer der sexuellen Interaktion. beeinflussen. Außerdem kommt man durch Pornographie leichter mit paraphilen Inhalten in Kontakt.[33]

Mentale Gesundheit nicht-heterosexueller Jugendlicher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht-heterosexuelle Jugendliche sind gesamtheitlich betrachtet mehr Stressfaktoren ausgesetzt als heterosexuelle. Dies geht mit einer 4–7 Mal höheren Suizidrate einher. Abgesehen davon ist das Risiko, Mobbing zu erfahren, erhöht. Die Betroffenen leiden 3 Mal häufiger an Depressionen und haben ein erhöhtes Risiko für affektive Störungen, Angststörungen, PTBS, Suchterkrankungen und Suizidgedanken. Dies sei auf mangelnde Coping-Ressourcen zurückzuführen.[34]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines

Einzelstudien

Kulturgeschichte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Sexualität – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Strauß: Sexualität. In: Lexikon der Psychologie. Spektrum, abgerufen am 4. Juli 2022.
  2. Defining sexual health. Report of a technical consultation on sexual health, 28–31 January 2002. WHO, Genf 2006, S. 10.
  3. Mark Ridley: Evolution. 3. Auflage. John Wiley & Sons, 2003, ISBN 1-4051-0345-0, S. 314–327.
  4. Erwin J. Haeberle: Die Sexualität des Menschen. Handbuch und Atlas. 2. Auflage. Walter de Gruyter, 1985, ISBN 3-11-010694-9, S. 140.
  5. Erwin J. Haeberle: Die Sexualität des Menschen. Handbuch und Atlas. 2. Auflage. Walter de Gruyter, 1985, ISBN 3-11-010694-9, S. 140.
  6. Larry J. Young: Being Human: Love: Neuroscience reveals all. In: Nature. Band 457, 2009, S. 148, doi:10.1038/457148a
  7. Michael R. Bieber: Infantile Sexuality. In: Fedwa Malti-Douglas (Hrsg.): Encyclopedia of Sex and Gender. Band 2 (= Macmillan social science library). Macmillan Reference USA, Detroit 2007, ISBN 978-0-02-865960-2, S. 765.
  8. J. L. Stewart, Leigh A. Spivey, Laura Widman, Sophia Choukas-Bradley, Mitchell J. Prinstein: Developmental patterns of sexual identity, romantic attraction, and sexual behavior among adolescents over three years. In: Journal of Adolescence. Band 77, Dezember 2019, S. 90–97, doi:10.1016/j.adolescence.2019.10.006, PMID 31693971, PMC 6885553 (freier Volltext).
  9. Answers to Your Questions About Sexual Orientation and Homosexuality. American Psychological Association, abgerufen am 14. Mai 2021.
  10. Gunnar Duttge, Wolfgang Engel, Barbara Zoll (Hrsg.): Sexuelle Identität und gesellschaftliche Norm. Universitätsverlag Göttingen, 2010, ISBN 978-3-941875-72-2.
  11. Sven Lewandowski: Diesseits des Lustprinzips - über den Wandel des Sexuellen in der modernen Gesellschaft. In: SWS-Rundschau. Band 48, Nr. 3, 2008, S. 242–263.
  12. Peter Dinzelbacher: Sexualität: Vom Arzt empfohlen, von der Kirche gedulded. In: Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion. (= Spektrum der Wissenschaft. Spezial: Archäologie Geschichte Kultur. Band 2.19), 2019, S. 66–69.
  13. Dagmar Herzog: Sexuality in Europe: A Twentieth-Century History. Cambridge University Press, Cambridge 2011, ISBN 978-0-521-69143-7 (englisch).
    Volkmar Sigusch: Neosexualitäten: Über den kulturellen Wandel von Liebe und Perversion. Campus, Frankfurt am Main u. a. 2005, ISBN 3-593-37724-1, S. ??.
  14. Dagmar Herzog: Politisierung der Lust. Siedler, München, 2005, ISBN 3-88680-831-9, S. ??.
  15. Dagmar Herzog im Interview: „Die Quellen waren mit Sexualität gesättigt“. In: taz.de. 20. Januar 2007, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  16. Volkmar Sigusch: Die Zerstreuung des Eros. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1996, S. 126–130 (online3. Juni 1996).
  17. Volkmar Sigusch: Die Trümmer der sexuellen Revolution. Die Zeit, 51. Jg., Nr. 41 vom 4. Oktober 1996, S. 33–34.
  18. Volkmar Sigusch: The neosexual revolution. In: Archives of Sexual Behavior 27, 331–359, 1998.
  19. Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit. Band 1. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-28316-2.
  20. Beatrix Roidinger, Barbara Zuschnig: Sexpositiv. Intimität und Beziehung neu verhandelt. Goldegg Verlag, 2021, ISBN 978-3-99060-211-9, S. 51.
  21. Stefan Hirschauer: Das Vergessen des Geschlechts. Zur Praxeologie einer Kategorie sozialer Ordnung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 41, 2001.
  22. Judith Butler: Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993; Neuausgabe ebenda 1993, ISBN 3-518-11737-8.
  23. Bernd Strauß: Sexualität. In: Lexikon der Psychologie. Spektrum, abgerufen am 4. Juli 2022.
  24. Wolfgang Hegener: Freud, Sigmund: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. In: Kindlers Literatur Lexikon (KLL). J.B. Metzler, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-476-05728-0, S. 1–2.
  25. Tobias Hellenschmidt: Psychosexuelle Entwicklung und sexuelle Präferenzstruktur. In: DNP - Der Neurologe & Psychiater. Band 18, Nr. 4, 1. April 2017, ISSN 2196-6427, S. 23–28, doi:10.1007/s15202-017-1634-6.
  26. Felix M.S: Nature or Nurture? A Qualitative Study of the Source of Homosexuality. In: Pertanika (Hrsg.): Journal of Social Sciences & Humanities.
  27. Andrea Ganna et al.: Large-scale GWAS reveals insights into the genetic architecture of same-sex sexual behavior. Science, 30. August 2019, doi:10.1126/science.aat7693 (englisch).
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