Seyitgazi

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Seyitgazi
Wappen fehlt
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Seyitgazi (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Eskişehir
Koordinaten: 39° 27′ N, 30° 42′ OKoordinaten: 39° 26′ 44″ N, 30° 41′ 38″ O
Einwohner: 3.035[1] (2008)
Telefonvorwahl: (+90)
Postleitzahl: 26 xxx
Kfz-Kennzeichen: 26
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Adnan Yalçın Şen (AKP)
Website:
Landkreis Seyitgazi
Einwohner: 17.219[1] (2008)
Fläche: 1.516 km²
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner je km²
Kaymakam: Nurettin Yücel
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Seyitgazi (in der Antike Nakoleia) ist eine türkische Kleinstadt und Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises mit 3.197 Einwohnern in Anatolien, 38 km südöstlich von Eskişehir in der gleichnamigen Provinz.

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Nikoleia gehörte zunächst zum Reich der Phryger und fiel 133 v. Chr. an das Römische Reich. Im Jahr 366 gelang dem römischen Kaiser Valens hier nach der Schlacht von Thyatira der endgültige Sieg über seinen Widersacher Procopius. 399 wurde die Stadt, mittlerweile zum Oströmischen Reich gehörig, kurzzeitig durch ostgotische Truppen unter Tribigild eingenommen. Bis 768 verblieb Nakoleia Teil des byzantinischen Reiches, wurde dann jedoch von den Arabern erobert und zu Ehren ihres legendären Anführers Battal Gazi in Seyitgazi umbenannt. Der Name Nakoleia hingegen lebt im römisch-katholischen Titularerzbistum Nacolia fort.

Da im Ort eine der ersten Moscheen Anatoliens errichtet wurde, hat Seyitgazi in den Augen der moslemischen Bevölkerung einen großen Stellenwert. Die Moschee aus dem 13. Jahrhundert und das dazugehörige Derwisch-Kloster liegen auf einem Hügel direkt südöstlich der Stadt. In der Moschee ist der sieben Meter lange Sarg (Türbe) von Battal Gazi untergebracht. Seine Geliebte, eine byzantinische Prinzessin, ist dort ebenfalls aufgebahrt. Das Kloster beherbergt ein archäologisches Museum mit Funden aus dem Ort und der Umgebung.

Bei Seyitgazi, 10 km Richtung Kırka, gibt es eine Abzweigung nach Midas Şehir, einer der wichtigsten phrygischen Stätten der Türkei.

In phrygischer Zeit war diese Gegend vermutlich bewaldet, jedoch gibt es in der Gegenwart kaum Bäume zwischen Eskişehir bis Seyitgazi. Die leicht hügelige Landschaft ist stattdessen von Weizenfeldern geprägt, die durch Kanäle bewässert werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 23. Dezember 2012 im Webarchiv archive.today), abgerufen 12. November 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]