Seyneb Saleh

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Seyneb Saleh (* 25. Dezember 1987 in Aalen, Baden-Württemberg[1]) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seyneb Saleh wuchs als Tochter deutsch-irakischer Eltern in Solingen, Königswinter, Casablanca (Marokko) und Bremen auf.[2][3]

Nach dem Abitur studierte sie von 2008 bis 2012 Schauspiel an der Universität der Künste Berlin und erhielt dafür ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.[4]

Erste Dreherfahrungen machte Saleh bereits während Ihrer Schauspielausbildung. Nach einem Kurzfilm von Joya Thome Diesmal ist es anders (2009) und einem kleinen Auftritt in Tatjana Turanskyjs Eine flexible Frau engagierte Rudolf Thome sie für eine Hauptrolle in seiner Dreiecksgeschichte Das rote Zimmer (2010).[5] Im Jahr darauf stand sie für den Kinofilm Offroad mit Nora Tschirner und Elyas M'Barek vor der Kamera.

2011/12 spielte sie am Deutschen Theater Berlin in Massensterben der Möglichkeiten unter der Regie von Sascha Hawemann.[6] 2012 ging sie als festes Ensemble-Mitglied ans Schauspielhaus Graz und arbeitete dort u. a. mit Yael Ronen, Susanne Lietzow, Christine Eder sowie dem Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan zusammen. 2014 war sie in den Kinofilmen Umsonst von Stephan Geene und Die Lügen der Sieger von Christoph Hochhäusler zu sehen.

2015 wechselte sie ans Volkstheater (Wien), wo sie bis 2018 als festes Ensemble-Mitglied arbeitete. Neben Regisseuren wie Dušan David Pařízek, Philipp Preuss und Stephan Kimmig arbeitete sie auch erneut mit Nikolaus Habjan zusammen. In seinen Inszenierungen trat sie nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Puppenspielerin auf.[7] 2017 spielte sie am Landestheater Niederösterreich die Julia in Shakespeare's Romeo und Julia in Regie von Sebastian Schug.

Einem breiterem Publikum wurde Saleh 2018 durch den Netflix-Film Mute bekannt.[8] In dem dystopischen Mystery-Thriller des britischen Regisseurs Duncan Jones spielte sie die weibliche Hauptrolle Naadirah neben Alexander Skarsgård. Ferner erschienen die Serien Deutschland 86 und Dogs of Berlin, in denen Saleh ebenfalls mitspielt.

Saleh lebt in Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Nominierung Nachwuchsschauspielerin des Jahres Theater heute
  • 2017: Nominierung Dorothea-Neff-Preis Beste schauspielerische Nachwuchsleistung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seyneb Saleh. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  2. Durchs Gehirn gefegt - Verlag Theater der Zeit. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  3. Seyneb Saleh. Abgerufen am 5. Dezember 2018 (englisch).
  4. Seyneb Saleh | AGENTUR SCHNEIDER BERLIN. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  5. Seyneb Saleh | filmportal.de. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  6. Deutsches Theater Berlin: Deutsches Theater Berlin - Seyneb Saleh. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  7. Neu am Volkstheater: Seyneb Saleh, Puppen- und Schauspielerin in "Das Missverständnis" vom 21. Oktober 2015, abgerufen am 27. Januar 2018
  8. Hollywood-Sci-Fi "Made in Berlin-Brandenburg" - Duncan Jones dreht Netflix Original Film "Mute" mit Medienboard-Förderung" vom 12. Oktober 2016, abgerufen am 27. Januar 2018
  9. Die Zehn Gebote. Abgerufen am 5. Dezember 2018 (englisch).
  10. A. j Goldmann: Jealousy, Infidelity, Murder, Lies: It’s All on Vienna’s Stages. In: The New York Times. 1. Februar 2018, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 5. Dezember 2018]).