Shakin’ Stevens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Shakin’ Stevens (2013)

Shakin’ Stevens (* 4. März 1948 als Michael Barratt in Ely, Cardiff) ist ein walisischer Rock ’n’ Roll-Sänger.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shakinʼ Stevens, 1976

Er wurde 1948 im walisischen Ort Ely geboren. In den 1960er Jahren spielte er mit seiner Band als Shakin’ Stevens & the Sunsets. 1969 trat die Band im Vorprogramm der Rolling Stones auf. 1972 wurde sie vom New Musical Express zur besten Live-Band des Jahres gewählt. Die Band fiel 1976 auseinander und Stevens machte solo weiter.

In einem Elvis-Musical im Londoner West End spielte Stevens 1977/78 19 Monate lang die Hauptrolle. Danach sang er in der auch international gesendeten Fernsehserie Oh Boy! von Jack Good über die Musik der 1950er und frühen 1960er Jahre. Sein Management übernahm ab dieser Zeit Freya Miller, die in Anlehnung an Elvis' Manager „Colonel Parker“ Major Miller genannt wurde.

Ab 1980 war es dann die Rockabilly-Musik dieser Zeit, die Stevens in die Charts brachte. Mit zahlreichen Coverversionen war „Shaky“, wie er seit seinem Album gleichen Namens auch genannt wird, jahrelang nicht nur in den britischen Charts, sondern auch auf dem Kontinent erfolgreich. Er zählte zu den Teenie-Idolen Anfang der 1980er Jahre. Mit vier Nummer-eins-Hits und über 35 Charttiteln in Großbritannien zählt er zu den erfolgreichsten Solosängern. Einer seiner größten Hits war das selbstgeschriebene Stück Oh Julie (1982).

In den 1990er Jahren wurde es ruhiger um Shakin' Stevens, ein stilistischer Wechsel zum Country-Rock folgte, und es kam zu persönlichen Krisen. Ab 2000 fasste er wieder Fuß, und im Mai 2005 gewann er eine Comeback-Show des Senders ITV. Im Juni 2005 erschien im Vereinigten Königreich die Double-A-Side-Single Trouble/This Ole House. Trouble ist eine Coverversion von Pink; This Ole House hat einige Overdubs bekommen.

Shakinʼ Stevens live

Nach mehreren erfolglosen Versuchen Anfang der 1990er Jahre, ein Album zu veröffentlichen, waren für 2006 mit Now Listen eine neue Single sowie ein neues, zwölf Lieder umfassendes Album geplant. Nach zweimaligem Verschieben des Termins erschien das Album im Mai 2007 in Dänemark, allerdings ohne weitere Marketingaktionen.

Nach eigenen Angaben erlitt Shakin' Stevens im Juli 2010 bei der Gartenarbeit auf seinem Anwesen in Windsor einen schweren Herzinfarkt[1] und musste daher seine für Herbst 2010 angesetzte Jubiläumstournee sowie die Veröffentlichung eines neuen Albums verschieben. Am 14. September 2019 trat er bei der Benefizsendung für die Deutsche Krebshilfe "Willkommen bei Carmen Nebel" im ZDF auf.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1970 A Legend
Erstveröffentlichung: 1970
1971 I’m No J. D.
auch bekannt als Shakin’ Stevens (1981)
UK34
(5 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1971
1972 Rockin’ and Shakin’
Erstveröffentlichung: 1972
1973 Shakin’ Stevens and Sunsets
Erstveröffentlichung: 1973
1975 Manhattan Melodrama
Erstveröffentlichung: 1975
1977 Come on Memphis!
Erstveröffentlichung: 1977
1978 Shakin’ Stevens UK
Gold
Gold
UK
Erstveröffentlichung: 1978
Verkäufe: + 115.000
1979 Take One!
auch bekannt als Hot Dog (1982)
DE11
(22 Wo.)DE
AT9
(8 Wo.)AT
UK62
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1979
1980 Marie Marie
auch bekannt als This Ole House
DE4
Gold
Gold

(29 Wo.)DE
AT7
(14 Wo.)AT
UK2
Gold
Gold

(28 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1980
Verkäufe: + 350.000
1981 Shaky DE4
Gold
Gold

(56 Wo.)DE
AT1
(22 Wo.)AT
UK1
Platin
Platin

(28 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 7. September 1981
Verkäufe: + 550.000
1982 Give Me Your Heart Tonight DE10
(18 Wo.)DE
AT6
(8 Wo.)AT
UK3
Platin
Platin

(18 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 27. September 1982
Verkäufe: + 300.000
1983 The Bop Won’t Stop DE24
(11 Wo.)DE
CH12
(12 Wo.)CH
UK21
Gold
Gold

(27 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 14. November 1983
Verkäufe: + 100.000
1985 Lipstick, Powder and Paint DE59
(3 Wo.)DE
CH27
(1 Wo.)CH
UK37
Gold
Gold

(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 4. November 1985
Verkäufe: + 100.000
1987 Let’s Boogie UK59
(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 1987
1990 There Are Two Kinds of Music…Rock ’n’ Roll UK65
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 1990
2007 Now Listen
Erstveröffentlichung: 1. Juni 2007
2016 Echoes of Our Times UK22
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 16. September 2016

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bravo Otto
    • 1981: „Gold“ in der Kategorie „Sänger“
    • 1982: „Gold“ in der Kategorie „Sänger“
    • 1983: „Silber“ in der Kategorie „Sänger“
    • 1984: „Bronze“ in der Kategorie „Sänger“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3., überarbeitete Auflage, St. Martin’s Press, New York City, New York 1989, S. 648 f., ISBN 0-312-02573-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rick Fulton: Shakin Stevens: How I nearly died from a heart attack. Daily Record, 1. Juli 2012, abgerufen am 16. November 2019 (englisch).
  2. Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Shakin' Stevens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien